
Beobachtung: Andreas Schrock

Beobachtung: Andreas Schrock
Wie ein Greifvogel fällt die Dämmerung Texte zur Ukraine
in die awtostanzija, über Menschen mit
leeren Kartoffelsäcken, über Mädchen mit
Handtaschen, über Männer, über Kinder.
Dahinein fällt die Dämmerung, fällt das Licht
der Linienbusse, spärlich, ins Donezkbecken
fahren sie, gut tausend Kilometer, budjet.
Auf den letzten Plätzen sitzen wir,
dein Gesicht, deine großen Augen
gegen den dunklen Himmel. Nach
Jalta oder weiter nach Donezk
fliegen unsere Gedanken dem
Busfahrer voraus. Die deschurnaja
ist ein Mädchen, eine djewotschka,
die durchzählt mit klarem Blick.
Voraus fliegen unsere Wünsche, ein Bus
voll Erwartungen, schweigend, schaukelt
die Küstenstraße, Kurve um Kurve
am Mittelstreifen entlang.
Der Mond hängt als halbierte Melone,
unwirklich, ungelenk, nichts
voreilig festlegend,
purzeln die Worte,
geht die Fahrt ins offene
Land.
Andreas Schrock, Krim, Juli 2005
Liebe Vereinsmitglieder,
in Absprache mit unserem Vorstand, habe ich mit der langfristigen Planung unseres Sommerseminars begonnen. Demzufolge werden unsere diesjährigen Seminare ausnahmsweise beide in Sachsen stattfinden. Wie Ihr wisst, hatten wir den Zeitraum 2. bis 4. September 2022 verabredet. Inzwischen konnte ich neun Zimmer plus die Remise in Jahnishausen reservieren. Je nach Bedarf, werden wir die Zimmer einzeln oder mehrfach belegen. Vielleicht können wir ja auch mal wieder ein neues Gesicht in unserer Runde begrüßen. Wir sind jedenfalls offen dafür.
Weitere Einzelheiten zu gegebener Zeit.
Gruß von sibyll
Wenn wir auf leisen Sohlen Uns den Morgenkaffee holen Wenn wir schauen in den Morgen Fliegen Vögel, fliegen Sorgen Kaffeearoma schwebt im Zimmer, hoffen wir so bleibt`s für immer wenn wir in dieser Still uns wohlfühlen in der Idylle wenn wir so spekulieren fürchten wir etwas zu verlieren das sich was heute Wert morgen ins Gegenteil verkehrt wenn wir nun aus dem Hause gehen werden wir nach beiden Seiten sehen wenn wir uns durch den Alltag schlagen kommt das hoffen, kommt das Fragen etwas bange, etwas froh heute war das so Gerhard Jaeger
balkonbesinnung
sonneneisige frühe
mit lonnys scherben*
grünes glitzerglas
fremdes erinnern mir nah
ein guter morgen
ruhe zu suchen
den andern zu verstehen
und mich zu finden
Für L.
Lars Steger
[*= Neumann, Lonny: Grüne Glasscherben. Eine Kindheit im Norden, Märkischer Verl. Wilhelmshorst 2006]
Spät, aber herzlich, möchte ich einen kurzen Gruß zum Neuen Jahr senden.
Hoffentlich hattet Ihr sowohl gesunde als auch besinnliche und glückliche Feiertage. Wie werdet Ihr sie verbracht haben? Kann ich die eine oder den anderen für einen Kommentar auf unserem Blog gewinnen, hörte ich doch von einem Besuch auf entlegener Insel und anderen bewegenden Ereignissen. War Eure Feierlaune vielleicht durch das Verkaufsverbot von Pyrotechnik beeinträchtigt oder habt Ihr Euch mehr darüber gefreut, weil Ihr die Tiere weniger verängstigt wusstet und die Luft weniger belastet? Bei uns war es kaum ruhiger als sonst, lediglich das Höhenfeuerwerk vom Filmpark blieb aus. Inzwischen ist auch der Steckweihnachtsbaum demontiert und somit `Tanne von gestern‘. Der wiederverwendbare Koniferenstamm fand im schuppen Platz und die Zweige haben sich in der Feuerschale zu knisternder Wärme verwandelt. Husch, schon war der Zauber vorbei und verflogen. So ist das ja manchmal im Leben.
Bloß das eine Thema, sagen wir, das C-Thema, will sich einfach nicht verdünnisieren. Vielleicht birgt das noch junge Jahr die Chance, einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, damit wir nicht weiter auseinander driften, sondern tragbare Lösungen entwickeln können.
Abschließend möchte ich einladen, Andreas in den ungeraden Monaten und mir in den geraden Monaten, Texte zu mailen, damit der Blog, nach dem noch anhaltenden Winter, wieder zarte Knospen hervorbringen wird.
Es grüßt sibyll


Als hätt‘ der Sternwind ihn geschickt den Sternenstaub auf diese Welt herüber weht er fällt nun sanft ein Silberglanz bleibt auf dem Haar die Wege füllend ebnen sich zu meinen Füßen Wölkchen jetzt mein Sternenstaub auch wirbelnd Licht im Herz‘ und deinem Angesicht sibyll j. maschler 2021
Am Ende des Tages dehnt sich die Zeit.
Was will ich denn, Mann, fragt es in mir.
Windhauch und Stille greifen doch sanft
wie zwei Hände, im zeitlichen Lauf,
wie diese Hand und jene, was denn
also fehlt denn noch auf
der Wippe des Lebens.
Andreas Schrock, Mai 2021
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger
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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde. Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):
Liane Fehler; Schnirkelschnecken – Fotocollage: Susann Schönherr & Liane Fehler
Liane Fehler: Nacktschnecken am FKK
Liane Fehler: Sattle den Frosch
Liane Fehler: Licht und Schatten
Liane Fehler: Schattenengel – Antwort – für smt
Liane Fehler: Der Wundertäter Liebe
Liane Fehler: Mit dem Flügelschuh
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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde.
Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):
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Neues aus dem Akustiklabor von Gerhard Jaeger:
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Gesang: D. Möller( Schauspieler)
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Text: Gerhard Jaeger
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger
Text: Annett Goldberg
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger,
feierabend9 alternative Abspielvariante – bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen.
Dann sollte ein Player erscheinen.
Text:Liane Fehler
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecherin: Liane Fehler
Text:Theodor Kramer
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecher: D. Möller( Schauspieler)
Text, akustische Bearbeitung und Sprecher: Gerhard Jaeger
Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt
Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger Text und Sprecherstimme:smt
Text: Annett Goldberg
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Text, akustische Begleitung und Sprecher: Gerhard Jaeger
Text, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger
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zu einem Projekt und Text von Christian Rempel
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Text: Andreas Schrock
Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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Text: Gerhard Jaeger
Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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Text: Gerhard Jaeger
Text in Anlehnung an ein Gedicht von Annett Goldberg