liane

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Eitel Kunst: „Audiobox“ – akustische Experimente – Lieder und Lyrik 1

Foto von smt

by

Foto von smt

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Diese Audiobox wird regelmäßig  ergänzt.

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„geselliges Lied“  Gerhard Jaeger

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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

 

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„wenn ich dich berühre“
Christian Hohberg

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Liane liest Gedichte vom Wundertäter, Schattenengel und dem gesattelten Frosch Audio 04
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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde. Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler; Schnirkelschnecken – Fotocollage: Susann Schönherr & Liane Fehler

Liane Fehler: Nacktschnecken am FKK

Liane Fehler: Sattle den Frosch

Liane Fehler: kaltblau

Liane Fehler: Licht und Schatten

Liane Fehler: Schattenengel – Antwort – für smt

Liane Fehler: Der Wundertäter Liebe

Liane Fehler: Mit dem Flügelschuh

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Liane liest Gedichte: Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken,  Mein, von mir- Audio 18

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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde.

Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler: Viva la vida

Liane Fehler: Lyrik

Liane Fehler: Morgen-Gedanken

Liane Fehler: Mein

Liane Fehler: Von mir

“Hexentanz”
*

*

akustisches  Arrangement und Text: Gerhard Jaeger
musikalischer Interpret M. Bach.

Neues aus dem Akustiklabor von Gerhard Jaeger:

wohin“
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Gesang: D. Möller( Schauspieler)

akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Text: Gerhard Jaeger

„Staublied“
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

feierabend
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Text: Annett Goldberg
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger,

feierabend9 alternative Abspielvariante – bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen.
Dann sollte ein Player erscheinen.

Schnirkelschnecken Version 2
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Text:Liane Fehler
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecherin: Liane Fehler

garagen kramer
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Text:Theodor Kramer
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecher:  D. Möller( Schauspieler)

„eins“
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Text, akustische Bearbeitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

„schöner scheitern“ Version 2a
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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt

„schöner scheitern“
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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger Text und Sprecherstimme:smt

Vielleicht  (Version 1j)

Text: Annett Goldberg

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„Monocrom“ (1) Neuaufnahme
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Text, akustische Begleitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

„morgenlicht“ (5) Neuaufnahme
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Text, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger
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„Babajagalied“
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zu einem Projekt und Text von Christian Rempel
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„Ballade des Mannes“
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Text: Andreas Schrock

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„Minuten rieseln“ (2) Neuaufnahme
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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„Schaffner Mond“
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Text: Gerhard Jaeger

„Schattenengel“ Neuaufnahme
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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„Teller auf den Tisch“

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Text: Gerhard Jaeger

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„Vielleicht“
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Annett Goldberg

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„Viva la Vida“
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler

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Eitel Kunst: „Die Audiobox“ akustische Experimente – Lieder und Lyrik

Foto von sibyll maschler

by

Foto von Sibyll Maschler

Diese Audiobox wird regelmäßig ergänzt.

     „geselliges Lied“  Gerhard Jaeger

*

akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

*
„wenn ich dich berühre“
Christian Hohberg

*

Liane liest Gedichte vom Wundertäter, Schattenengel und dem gesattelten Frosch
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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde. Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler; Schnirkelschnecken – Fotocollage: Susann Schönherr & Liane Fehler

Liane Fehler: Nacktschnecken am FKK

Liane Fehler: Sattle den Frosch

Liane Fehler: kaltblau

Liane Fehler: Licht und Schatten

Liane Fehler: Schattenengel – Antwort – für smt

Liane Fehler: Der Wundertäter Liebe

Liane Fehler: Mit dem Flügelschuh

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Liane liest Gedichte: Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken,  Mein, von mir

Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde.

Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler: Viva la vida

Liane Fehler: Lyrik

Liane Fehler: Morgen-Gedanken

Liane Fehler: Mein

Liane Fehler: Von mir

“Hexentanz” Gerhard Jaeger

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akustisches  Arrangement und Text: Gerhard Jaeger
musikalischer Interpret M. Bach.

Neues aus dem Akustiklabor von Gerhard Jaeger:

wohin“
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Gesang: D. Möller( Schauspieler)

akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Text: Gerhard Jaeger

„Staublied“
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

feierabend

Text: Annett Goldberg
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger,

feierabend9 alternative Abspielvariante – bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen.
Dann sollte ein Player erscheinen.

Schnirkelschnecken

Text:Liane Fehler
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecherin: Liane Fehler

Garagen Kramer

Text:Theodor Kramer
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecher:  D. Möller( Schauspieler)

„eins“

Text, akustische Bearbeitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

„schöner scheitern“

Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt

„schöner scheitern“

Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger Text und Sprecherstimme: smt

Vielleicht 

Text: Annett Goldberg

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„Monocrom“

Text, akustische Begleitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

„Morgenlicht“

Text, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger
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„Babajagalied“

zu einem Projekt und Text von Christian Rempel

„Ballade des Mannes“

Text: Andreas Schrock

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„Minuten rieseln“

Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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„Schaffner Mond“
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Text: Gerhard Jaeger

„Schattenengel“
 

Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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„Teller auf den Tisch“


Text: Gerhard Jaeger

*
„Vielleicht“


Text in Anlehnung an ein Gedicht von Annett Goldberg

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„Viva la Vida“


Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler

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Silas Malack: „work‬ in progress“ – the painting with the titel „Beauty of Herbst“

At first i didn't know where i was going with this..but so far so good..."work in progress"

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Liane Fehler: Regen

Der Regen trommelt plätschert, klickert tröpfelt  gluckst und gurgelt ein Klangteppich der mich schweben läßt in die Ruhe schauckelt eine Melodie Ich lausche ein Herzschlag stimmt mit ein

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Der Regen trommelt
plätschert, klickert
tröpfelt 


gluckst
und gurgelt
ein Klangteppich
der mich schweben läßt

in die Ruhe
schauckelt eine Melodie
Ich lausche
ein
Herzschlag stimmt mit ein

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Vorgewortetes… mit zusätzlichen Links zu den GEWA -Texten im Blog

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manchmal hat man Angst in Sprachlosigkeit zu verfallen. Was ist wahr? Wirklichkeiten sind doch nur die kleinen Zimmerchen um das Pulsen unserer Herzen. Wie aber beleuchten wir diese Räume mit den Wänden aus Traum und Wirklichkeit, aus Glauben und Hoffen? Glitzert nicht an manchen Wänden eine Träne des Zweifelns, des Schmerzes oder des Vermissens?

Tragen wir denn nicht die aufgereihten Steinzeichen des Titelbildes selbst im Gesicht?

Ach wie gut das niemand weiß, dass ich nicht Rumpelstilzchen heiß. Da können Traumsequenzen in die 115 tröpfeln. Surreal collagierte Texte zu Bildern befruchten Bilder zu Texten. Es reihen sich fragwürdig hingeträumte Verse, Haikus und vokalakrobatische Versuche uns oder unser Ich bildhaft zu machen. So entsteht ein neues GEWA, die 115 aus den Ängsten der Sprachlosigkeit und aus dem Fleiß der Autoren, die mit ihrem produktiven Wortspielen Den Ängsten und Zweifeln das Krönchen des Mutes aufsetzen. Die115 ist bunt! …

Gerhard Jaeger

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Anmerkung der Onlineredaktion:
Die Redaktion für das Gedankenwasser 115 lag in den Händen von Andreas Schrock und Gerhard Jaeger.

Aus dem GeWa 115 sind im Blog unter anderem folgende Beiträge verfügbar:
Gerhard Jaeger (Text und Fotos) : Die Stadt summt
Text: Sylvia Woodhouse zur Collage 1 von Helga Gerasch
Text: Sylvia Woodhouse zur Collage 2 von Helga Gerasch
Sylvia Woodhouse: Text zur Collage 3 von Helga Gerasch
Text von Sylvia Woodhouse zur Collage 4 von Helga Gerasch

Andreas Schrock: satt liegt der abend
Sylvia Woodhouse mit einem Text zur “Collage 1″ von Jenny Dlugaiczyk
Sylvia Woodhouse Text zur Collage 2 von Jenny Dlugaiczyk

Sylvia Woodhouse mit einem Text zur “Collage 3″ von Jenny Dlugaiczyk:
Peggy Salaw: Collage 1
Text: Sylvia Woodhouse zur Collage 3 von Peggy Salaw
Peggy Salaw: Collage 5; Text: Sylvia Woodhouse
Desdemona: Unlösbares Rätsel
Desdemonas Zeichnung: “monolit”
Christian Rempel: Schneewittchenadaption
Gerhard Jaeger: Herausfinden, ob Märchen wohnen im eigenen ICH

 Liane Fehler: Das Orakel der Welt
Desdemona: Steine vor Felsen – Text zu einer Collage von Hagen Ludwig

Chronik – Desdemona: Collagenseminar und Vernissage im Atelier Nottekunst vom 19. bis zum 21. 4. 2013
Wer alle Texte lesen möchte kann das Heft Gedankenwasser bestellen.
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Heute am 11. August 2021: Lesen und Schreiben wieder im Präsenzformat

Heute am 11. August: Lesen und Schreiben wieder im Präsenzformat

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Lesen und Schreiben findet ab 17 Uhr in der Karl Marx Straße 123 in Wildau statt.
Jamie teile mit: „Ganz ohne Einschränkung geht’s natürlich nicht: Es wird eine Liste geben, auf der wir uns eintragen müssen im klassischen geimpft/genesen/getestet-Format.“

Liane Fehler Onlineredaktion

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Mond

Lars Steger: verhangener mond Liane Fehler: ausatmen Lars Steger: kastaniengrün Liane Fehler: Mein Christian Rempel: Trosttanka sibyll maschler: Kommen und Gehen Lars Steger: In mondheller nacht Gerhard Jaeger: Monochrom halbmond-bewoelkt-k http://quarknet.de/mond-fotos.php

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halbmond-bewoelkt-k http://quarknet.de/mond-fotos.php

Ich habe hier acht Gedichte von Lyrikern und Lyrikerinnen unseres Vereins, in denen der Mond erwähnt wird zusammen in einem Artikel vereint.

Liane Fehler Onlineredaktion

halbmond-bewoelkt-k http://quarknet.de/mond-fotos.php
Foto: halbmond-bewoelkt-k http://quarknet.de/mond-fotos.php

Lars Steger: verhangener mond
Liane Fehler: ausatmen
Lars Steger: kastaniengrün
Liane Fehler: Mein
Christian Rempel: Trosttanka
sibyll maschler: Kommen und Gehen
Lars Steger: In mondheller nacht
Gerhard Jaeger: Monochrom

Lars Steger: verhangener mond…

verhangener mond
am lichtschmutzigen abend
vorweihnachtsgrellbunt

Liane Fehler: ausatmen

will diese Liebe
rausschreien
ausatmen
dass der Wind sie trägt
der sie mir brachte
und der Mond
sein Komplize
scheinheilig
leuchtet er wieder
und lacht

2012

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

Haiku von Lars Steger: kastaniengrün

kastaniengrün
nur ein moment im vollmond
fledermausflatternd

Liane Fehler: Mein

Mein Mond, mein Tag wird nicht geboren
meine Welt ist ganz anders
nicht ein Tropfen passt mehr hinein
meine Ozeane sind ganz anders

Ich schluchze wie die Nachtigall
an jeder Rose sind Dornen
meine Liebe ist Regen, meine Liebe ist Wind
meine Überreste sind ganz anders

Ich bin Sarica* verkaufe Worte
bin einverstanden vertreibe die Sorgen
die traurige Nachtigall decke ich zu
mein Wehklagen ist ganz anders


Nachdichtung und Übersetzung aus dem Türkischen
* Sarica ist der Vorname der türkischen Autorin

Christian Rempel: Trosttanka

Ist halb nur der Mond,
leuchtet dem deutschen Michel.
So klein war er nie –
der Mond ist gemeint, nicht Sie.
Ist bewohnt seine Sichel?
Bist so blass wie er,
ein Kreuz zu machen ist schwer,
im September schon.
Lass es Dir leicht sein mein Sohn,
bis dahin ist noch ein Mond.

C.R. 22.8.2013

sibyll maschler: Kommen und Gehen

Im Wind
am Ufer
wartet sie
dass die Liebe kommt
mit der Flut
verlässlich
vom Mond geschickt
Wasser, Licht und Stille brechen
Weib und Kind

Sommer 2011

Lars Steger: In mondheller nacht

In mondheller nacht
Überm ausfahrenden schiff
Segelt die Möwe

Gerhard Jaeger: Monochrom

blauer Schnee
blauer Rauch
blaue Mondnacht
blauer Mond lacht
blauer Schneemann auch
blau sein Bauch
blau sein Gesicht
blau der ganze Wicht
aus blauem Schnee

ach kalte Nacht
durch die ich geh’
mit Blaulicht und Schnee

Ich – ein blauer Mann, einer,
der auch frieren kann

Blauer Schnee
Schnee so blau

schau
alles blau

Foto: halbmond-bewoelkt-k http://quarknet.de/mond-fotos.php

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Licht und Schatten – sieben Gedichte

Liane Fehler: Licht und Schatten Licht und Schatten Die Spiegel verhangen die Uhren angehalten mein Ich zerfließt im Schatten der lautlos durchs Zwielicht wandert. Dämonen der Vergangenheit klappen vor mir auf wie Pappkameraden Ich sehe mich durch eure Augen erfinde mich, wandle mich und wachse ins Licht

by

Ich habe hier sieben Gedichte von Lyrikern und Lyrikerinnen unseres Vereins zum Thema Licht und Schatten zusammen in einem Artikel vereint.

Reihenfolge der Gedichte:
Liane Fehler: Licht und Schatten
Lars Steger: mein haus wirft schatten
Dorit Brückner: Lichtblick
Dorit Brückner: Die Schatten
Lars Steger: baumschatten wandern
smt: Schattenengel – Der Beginn
Liane Fehler: Schattenengel – Antwort

Liane Fehler: Licht und Schatten

Licht und Schatten
Die Spiegel verhangen
die Uhren angehalten
mein Ich zerfließt
im Schatten
der lautlos
durchs Zwielicht
wandert.

Dämonen der Vergangenheit
klappen vor mir auf
wie Pappkameraden
Ich sehe mich
durch eure Augen
erfinde mich, wandle mich
und wachse ins Licht

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel”
2001 – 2015 (ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

Lars Steger: mein haus wirft schatten

mein haus wirft schatten
ins rötliche morgenlicht
im frühfrost gesang

Dorit Brückner: Lichtblick

Lichtblick

Der Wald hat mich verwandelt.
Ich lerne in Stille zu verweilen. –
Dann wird sie beredet!

Das Säuseln des Windes in den Kronen
Das Ächtzen der Stämme
Das Knacken des Astes
Das Herunterfallen eines Kienapfels

Sie verändern ihre Sprache!

Der Geruch der Nadeln
Der Geruch der Rinden
Der Geruch der Gräser
Der Geruch des Mooses

Sie liegen schmackhaft auf der Zunge !
Die Ameisen kitzeln meine Hände
Die Käfer schillern in Regenbogenfarben
Die Sonne findet ihren Weg zur Lichtung
Die Strahlen treiben ihr Spiel mit Licht und Schatten

Ein Vogel singt ein neues Lied !

Dorit Brückner: Die Schatten

Die Schatten

Ein Wind weht durch mein Herz,
schwanger mit schicksalhaften Dingen.
So fasst mich an, was ich nicht fassen wollte.
Wie ein Tor in die Ferne öffnet sich
was doch immer schon in mir war.
Die Dinge haben ihren Seelenwinkel verlassen.
Auf schweren Schatten liegt nun Licht.
Bin umzingelt von tragischen Gestalten.
Der Kern meiner Sicherheit ist zernagt.
In bitterer Breite stehe ich, zeitabwärts fließend
vor meiner herbeigeschleppten Moral.
Langsam tröpfelnd fließt sie an mir herab.

Sichtbar werden :      
Vergessenes
Verbanntes
Geleugnetes
Verdrängtes
Projiziertes

Lars Steger: baumschatten wandern

baumschatten wandern
wie netze übers wasser
im licht des mondes

smt: Schattenengel – Der Beginn

Da stehst Du nun vor mir ganz still,
hübsche Augen, so groß und weit.
Schreck im Gesicht und Mitgefühl.
Ich hauch´ Dir zu: Es tut mir leid,
dass ich Dir vor die Füße fiel.

Um Dich herum die Zeit verfließt,
doch Du bist salzsäulenstarr.
Dein tränenfeuchter Blick ergießt
sich auf das, was einst Leben war
und vor Dir sein Dasein beschließt.

Ich weiß, es war ein Zufall nur,
keiner hörte den stillen Schrei.
Dennoch will ich glauben stur,
Du kamst allein für mich vorbei
Und folgtest meiner Seelenspur.

Du bist so unschuldig und rein,
wie Du vor Leben quillst,
hüll´ Dich mit meinem Geiste ein,
grad als Du gehen willst,
will nun Dein Schattenengel sein.

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

Liane Fehler: SchattenengelAntwort

Antwort – für smt

Schattenengel blau
hast die Nacht
getrunken
flügelschwer
flügellahm
zu mir herab
gesunken

Ich spürte längst
Deine Gegenwart
wie Du mir folgtest
auf meinen Wegen
Ich sah im Spiegel
Dich und mich
ein Herzschlag nur
ein Atem

Wir gingen gemeinsam
durch verbranntes Land
vorbei an Ruinen
an Feuerstellen
wir lagen beide
in Asche und Sand

Dich bei mir zu wissen
zur Zeitenwende
ein Glücksversprechen
ein Lebensfunke

wir teiln uns die Flügel
und Hand in Hand
schaun wir ins Morgen
und fliegen…
Fliegen dorthin!


Frühjahr 2012
Aus der Anthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 (ISBN  978-3-941394-40-7 /
Osiris Druck Lpz.)

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Andreas Schrock: Kleine Geschichte von etwas

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Kleine Geschichte von etwas

1
Die schmale Frau wirbelte durch ihre Küche, mit dem zweijährigen Mädchen auf dem Arm, wie eine kleine Umwucht. Das ging vom Kühlschrank zum Herd, und vom Herd zur Salatschüssel. Ihre rechte Hand verschwand in der Schüssel. Sie warf ihr Haar nach hinten und blickte zu mir: „Willst du Sirup? Holundersirup, in homöopathischen Dosen.“ Sie lachte und gab mir mit links das Kind in den Arm. Sie glitt jetzt an den Küchenmöbeln entlang. Mit einem Minimum an Kraft holte sie ein Maximum an Bewegung heraus. Sophie. Das letzte Mal sah ich dich sie als Pantomime, auf der Bühne. Da warst du ganz klein, dein Gesicht ganz weiß. Wie jene Frau in Burkina Faso, die sich dem Franzosen an der Bar anverwandeln wollte. Sophie, du könntest auch Sofie heißen. Oder Zofia. Und dann über mich lachen, während ich deine Namen ausspräche. Deine vielen Namen. Sie reichte mir das Glas, nahm mir das Kind aus dem Arm. Ich kann nicht von dir lassen.

2
„Liebe Eva, heute früh regnete es, jetzt, es ist 13 Uhr, scheint die Sonne. So ist es in meinem Leben. Auf Deine Briefe freue ich mich immer wieder. Und frage mich, wann Du das alles schreibst. Die letzten Briefe von Dir kamen am 3.8., 10.8., 14.8. und 18.8., am 27. und 29.8. und am 31.8. Meine Liebe, bis zum 31.8. […] einschließlich Lenins Kinderkrankheiten und die beiden getrockneten Blumen ist alles da. Sodann ein Foto mit Barry, dem Hund, und, na was schon? Mit Dir. Du siehst, alles registriert. — Der kleine Hof gehört zum Haftkrankenhaus. Auf ihm wandle ich und denke an die Freiheit.“ Das schreibt Erich Honecker, glaubst du nicht, das kannst du nicht glauben, aber so ist es. Nicht mal an seine Frau schreibt er das, das mit dem Regen und der Sonne. Er schreibt an die Genossin Eva Ruppert, aus dem Gefängnis Berlin-Moabit.

3
Ich sitze in der Kirche, allein, ganz hinten. Und nichts passiert. Nichts passiert mit mir. Das Kirchenschiff schweigt. Die Stille ist die Schwester des Wahnsinns. Dabei ist alles da, um es ordentlich krachen zu lassen. Ein Christus, der am Kreuz hängt, vor mir abgegriffene Holzbänke, Jahrhunderte voller Geschichten. – Erst draußen, vor der Kirche, weht sie mich an: die Billigkeit. Die Billigkeit ist sanft zur Haut, sie säuselt, sie zeigt sogar ihre Brüste, ohne dass ich zahlen müsste. Mal ehrlich, Christus am Kreuz hing ganz schön durch, aber er war ein bisschen vollkommen, in seinem silbereloxierten Körper. Jugendstil, so wie die ganze Kirche. Ich hätte es wissen können. Und wieder eine Kriegertafel, ohne Eingeständnis der Schuld.

​4
Von Burnout zu sprechen, kann billig sein. Wusstest du das? Ich wusste es nicht, ich habe es gelesen, aber es war…wie sagt man so schön? Evident. Das Evidente braucht keine Begründung. Es ist einfach da. Wie eine Schlagermelodie: Lass mich dein Evidentum sein…. Schluss jetzt, Burnout gibt es überhaupt nur in Deutschland. Da wird die Depression mal schnell mit hinein gepackt. Andere Länder sind genauer in der Diagnose. Das Problem: Wer an Burnout leidet, sollte sich ausschlafen. Wer depressiv ist, sollte einen Schlafentzug durchmachen. „Ick gloob, ick hab `n Burnout“, ist billig; und der erste Schritt zur Fehlbehandlung.

5
Also, was jetzt. Die kleine Frau zeigt mir ihre Wohnung. Sie nimmt mich an die Hand. Das Schlafzimmer, aha, weiter geht’s. Sophie, ich möchte dein Bruder sein. Hältst du mir auch die Hand, wenn ich sterbe? Ich meine, könntest du dir vorstellen, meine Hand zu halten? Ich will dich gar nicht lieben. Ich will deine Nähe, für Null. Nein, ich will sie nicht für Null. Es geht nicht um mich. Und es geht nicht um dich. Lass uns über Kunst reden. Gib mir die Kleine nochmal.

Dresden, Aug. 2017, letzte Bearbeitung Juni 2018, allerletzte Bearbeitung Juli 2021

Erstfassung unter dem Titel „Kleine Geschichte von nichts“ Dresden/Goppeln, Juli 2006, letzte Bearbeitung Jan. 2009

Brief aus dem Haftkrankenhaus Berlin-Moabit 4. August 1992

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Weitere Exponate in der Online-Galerie des „Eitel Kunst e.V. – eine Sammlung unDichter“

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Ihr Lieben,
es gibt weitere Exponate in unserer Online-Galerie,
mehr Fotos und Bilder, – Erinnerungsstücke.


Aufgrund Eines Hinweises von Christian Rempel gibt es eine Ergänzung:


Wo findet man die Online-Galerie?
Antwort: Im schwarzen Bereich auf dieser Startseite ganz unten.

Wer mehr dazu erfahren möchte, dem empfehle ich den Artikel: Überraschungen gefällig?

Auch auf der Sidebar (der schmalere Bereich auf dieser Seite) sind Texte und Bilder aus den vergangenen neun Jahren, seitdem ich begonnen habe, den Blog aufzubauen, dazu gekommen.

Ich wünsche Euch schöne Sommertage und Freude beim Entdecken von alten und neuen Texten, Bildern, Fotos und Liedern.

Liane Fehler Onlineredaktion

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Eine Hommage – Beiträge von sibyll maschler im Slider

Liebe sibyll, ich bedanke mich bei Dir für die nun schon neun Jahre andauernde gute Zusammenarbeit für unseren Blog. Besonders angenehm für mich war festzustellen, dass Du kontinuierlich über die Jahre hinweg die Entwicklung im Blog verfolgt hast und von Dir aus Texte und Fotos zur Verfügung gestellt hast. Hab Dank dafür.

by




Foto B.M
sibyll maschler Foto: B.M.T.

Liebe sibyll,
ich bedanke mich bei Dir für die nun schon neun Jahre andauernde gute Zusammenarbeit für unseren Blog.
Besonders angenehm für mich war festzustellen, dass Du kontinuierlich über die Jahre hinweg die Entwicklung im Blog verfolgt hast und von Dir aus Texte und Fotos zur Verfügung gestellt hast. Hab Dank dafür.
Die Hervorhebung Deiner Beiträge sind eine Hommage an Dich, verbunden mit allen guten Wünschen für Dein persönliches Wohlergehen.

Liane Fehler Onlineredaktion

Im Slider (ganz oben im Blog) werden in den nächsten Tagen Beiträge von sibyll maschler präsentiert.
Nicht nur Texte sondern auch viele Fotos von sibyll maschler sind in den letzten Jahren in unserem Blog veröffentlicht worden.


Foto von sibyl maschler Sibyll Maschler Foto: Zeiten der Dürre Gewässer Foto von sibyll maschler Mohnblumen-sibyll-maschler sibyl maschler – Foto : Blickwinkel
Foto: von Sibyll Maschler Foto: sibyll maschler Steine Foto: sibyll maschler Foto von sibyl Himmel 1  Sibyll Maschler Foto: Himmel 5 von Sibyll Maschler Himmel 3 Sibyll Maschler
Foto: von Sibyll Maschler sm IMG_5565 Foto:Skulptur (liegend) von Sibyll Maschler

Himmel 2 Sibyll Maschler Himmel 3 Sibyll  Maschler


Foto Skulptur von Sibyll Maschler.
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Redaktionsschluss für das nächste Gedankenwasser (Gewa) ist Sonnabend, der 31.Juli 2021

by

Stephan und Andreas lassen uns wissen :

„Ihr Lieben,
wir haben den Redaktionsschluss für das nächste Gewa verschoben. Statt diesen Sonntag, 18. Juli wäre es nun Sonnabend, 31.Juli.“

Wer möchte, kann jetzt noch länger die Chance nutzen und mit zum Gelingen des Gedankenwassers beitragen. Eine gute Nachricht.

Liane Fehler Onlineredaktion

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Liane Fehler: Regenluft

by

Regenluft strömt kühl
in aufgeheizte Räume
frisch und belebend

der Körper lächelt leise
endlich wieder tief atmen

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Überraschungen gefällig?

by

Ihr Lieben,
wer schafft es, sich bis in den schwarzen Bereich der Startseite ganz unten durch zu arbeiten? Zugegeben, der schwarze Bereich – das war lange irgendwie unspektakulär, doch nun gibt dieser schwarze Hintergrund einen schönen Platz für eine Galerie her.
Da hatte ich eine Idee und Freude daran, diesen Platz kreativ zu nutzen. Die Fotos und Bilder scheinen zu leuchten durch diesen starken Kontrast.

Die Online-Galerie bietet die Möglichkeit, viele „Schätzezu präsentieren.
Sie ähnelt damit vom Prinzip dem Slider (Schieberegler) ganz oben auf der Startseite. Wo ich regelmäßig die Beiträge wechsle, damit mehr entdeckt werden kann. Auch zur Erinnerung kann es dienen.

Die Online-Galerie – wie funktioniert sie?
Hier spielt der Zufall eine Rolle, ob Erinnerungen an Titelbilder eines GeWa, künstlerisch Fotos, gemalte Bilder oder Zeichnungen ausgewählt werden und in welcher Konstellation.
Es ist immer wieder anders und auch die Mischung spielt eine Rolle. Welche Objekte nebeneinander oder nacheinander zu sehen sind, entfalten je nach Positionierung ganz unterschiedliche Wirkungen.
Wer will, klickt auf das ausgewählte Objekt zum Beispiel ein Bild und gelangt an den entsprechenden Beitrag im Blog und kann es dann beispielsweise in voller Größe sehen oder gemeinsam mit einem Gedicht oder einem Liedtext betrachten.

Ich hoffe, die Online-Galerie beinhaltet für Euch einen zusätzlichen Nutzen und führt zu interessanten Entdeckungen oder schönen Erinnerungen. So ging er mir als ich mich an die Zusammenarbeit mit Nottekunst erinnerte Eitel Kunst meets Nottekunst. (Liebe Grüße an dieser Stelle an alle, denen es auch so geht.☺) Oder beim Anblick eines anderen Fotos erinnerte ich mich an ein Seminar an dem Ch.Hohberg mit im Mehr-Generationen-Haus beteiligt war.

Beim Erstellen dieser Galerie ist mir bewusst geworden, wie witzig und – oder kreativ unsere Künstler sind – wie gute Beobachter unter den fotografierenden Dichtern oder den texenden Fotografen sind. Manche sind Multitalente, da gibt es gute Texte und Fotos etc.
Vielleicht vermittelt sich auch darüber eine Inspiration, wer weiß?

Am besten Ihr macht Euch selbst ein Bild von der neuen Online-Galerie.
Dabei wünsche ich Euch eine gute Zeit.

Ich habe noch eine Bitte.
Wer von den Gedankenwasser-Machern noch ein Titelbild eines Gedankenwassers in elektronischer Form zur Verfügung stellen kann, fühle sich gebeten, dies an mich zu senden.
Meiner Meinung nach gehört auch das zur Geschichte unseres Vereins und illustriert unseren Weg.
Sehr oft steckt auch darin Sehens- und Bewahrenswertes.
Vielen Dank.

Liane Fehler Onlineredaktion

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Geburtstagsgruß an Andreas Schrock 5. Juli 2021

Heute am 5. Juli 2021, gilt mein Geburtstagsgruß Dir, lieber Andreas. Heute ist deshalb auch eine gute Gelegenheit, Dir einmal ganz herzlich für Deine freundliche, offene, angenehme Art im Umgang mit deinen Vereinsmitgliedern und für Deine engagierte Arbeit zu danken. Ich freue mich sehr darüber, dass Du unsere Runden im Verein und besonders unseren Blog so eindrucksvoll mit Deinen Texten, Bildern, Fotos und Gedanken bereicherst. Wir alle hören Dir immer wieder gern und gebannt zu.

by

Heute am 5. Juli 2021, gilt mein Geburtstagsgruß Dir, lieber Andreas.
Heute ist deshalb auch eine gute Gelegenheit, Dir einmal ganz herzlich für Deine freundliche, offene, angenehme Art im Umgang mit deinen Vereinsmitgliedern und für Deine engagierte Arbeit zu danken.
Ich freue mich sehr darüber, dass Du unsere Runden im Verein und besonders unseren Blog so eindrucksvoll mit Deinen Texten, Bildern, Fotos und Gedanken bereicherst.
Wir alle hören Dir immer wieder gern und gebannt zu.
Wenn Du in unserer Runde gelesen hast, geriet das regelmäßig zu einem Höhepunkt der Veranstaltung und Du hast uns in unnachahmlicher Weise berührt, zum Nachdenken gebracht.
Vielen Dank, das ist unvergessen.
Andreas – Mögen Dich die allerbesten Wünsche begleiten – ob privat, beruflich oder gesundheitlich – und mögen sie alsbald in Erfüllung gehen.

Andreas, es ist gut, dass es Dich gibt!
(Sonst müssten wir Dich erfinden.) ☺

Vielen Dank dafür.

Liane

Für alle, die sich erinnern möchten und für Interessierte, die Dich auf diesem Wege kennenlernen möchten, habe ich ein paar Sachen zusammen gestellt. Viel Vergnügen !


Depression

Leben Lieben Leiden Foto von Andreas Schrock
Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

Wie soll ich es sagen

Vorworte aus dem Gedankenwasser Nr. 118

frühling in dresden

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Geburtstagsgruß an Susann 4. Juli 2021

Liebe Susann, heute gilt mein kleiner Geburtstagsgruß Dir. Ich wünsche Dir das Allerbeste und danke Dir für Deine Bereitschaft, im Sinne unseres kleinen Vereins hilfreich zu wirken. Was jetzt gut ist im Leben, möge so bleiben. Liane Fehler Onlineredaktion

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Das Foto:”Pfirsichbaumblüte” ist von Susann Schulz.


Liebe Susann,
heute gilt mein kleiner Geburtstagsgruß Dir.

Ich wünsche Dir das Allerbeste und danke Dir für Deine Bereitschaft, im Sinne unseres kleinen Vereins hilfreich zu wirken. Was jetzt gut ist im Leben, möge so bleiben.
Liane Fehler Onlineredaktion

Ausschnitt eines Fotos:”Pfirsichbaumblüte” von Susann Schulz. Christian Rempel Foto: Rosen



Das Foto:”Pfirsichbaumblüte” ist von Susann Schulz.
Foto-HeckenRose quarknet.
Christian Rempel Foto: Rosen

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Textarbeit Arbeitsgruppe von und für Autoren unseres Vereins

Ihr Lieben, die Treffen, wie früher, als wir uns gegenseitig die neuen Texte vorstellen konnten sind für mich schon zur Erinnerung an eine Zeit geworden, die vorüber zu sein scheint. Wer von uns jedoch weiter schreibt, möchte vielleicht auf den bewährten Austausch mit vertrauten Menschen, Dichtern nicht verzichten. Deshalb könnten wir eine Textarbeit Arbeitsgruppe von Autoren unseres Vereins bilden und ...

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Ihr Lieben,
die Treffen, wie früher, als wir uns gegenseitig die neuen Texte vorstellen konnten sind für mich schon zur Erinnerung an eine Zeit geworden, die vorüber zu sein scheint. Wer von uns jedoch weiter schreibt, möchte vielleicht auf den bewährten Austausch mit vertrauten Menschen, Dichtern nicht verzichten. Deshalb könnten wir eine Textarbeit Arbeitsgruppe von Autoren unseres Vereins bilden und in einem geschützten Bereich (Der Zugang würde über ein Passwort erfolgen.) an den Texten arbeiten – feilen. Wer Interesse an der Beteiligung hat, macht sich bitte bemerkbar.

Liane Fehler Onlineredaktion

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oskar löffelschuh: die friedensschuld

die friedensschuld Mit frisch geölter führungskette am denkgeländer eingehakt tun sie alles, immer mehr um köderhappen auf zu schnappen so um den neuen kult geschart trägt jeder teil um teil beim puzzle-irrsinn hin bei zum großen bild so stück für stück ...

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die friedensschuld

Mit frisch geölter führungskette
am denkgeländer eingehakt
tun sie alles, immer mehr
um köderhappen auf zu schnappen

so um den neuen kult geschart
trägt jeder teil um teil
beim puzzle-irrsinn hin bei
zum großen bild so stück für stück
sein recht und gut, den mut zum glück
und ganz gewöhnlich wächst heran
der lang ersehnte leviatan

verkehrte welt verdreht vertauscht
gesprungen sind die spiegel
ist alles in die not gedrungen
einander zu verlieren

und doch wenn alle nur für sich
erwecken einen kleinen frieden
und mit ihm handel treiben
wie mit geld, ihn tauschen
leihen gut verzinst

dann wächst ein wissen
um die kleinen frieden
denn jeder steht gemütlich
bald in eines andern
friedensschuld

   april 2021

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Lars Steger: Haiku – Alter Ego – Zufälle

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Alter Ego – Zufälle

um mitternacht die
nähe des flusses riechen
wie alt muss man sein.

meines großvaters
chrysanthemen – erinnern
glückliche kindheit  

zwischen den fenstern
sucht die fliege den ausweg
ihren tag leben 

schon wieder schimmert
der spielplatz durch die blätter
spätsommerglitzern

                                               Jahnishausen
kinderklettertraum
doppelstämmiger ginko
traumweiter weltblick 



für pete, joan und harry

wie klare wasser
worte sagen und singen
ewig dies strömen


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Andreas Schrock: Kinderwünsche

„Ach, schenkte mir der Himmel ein grünes Haus .“ Heinrich von Kleist Ach, schenkte mir der Himmel ein Pferd, das Lissi heißt. Ach, schenkte mir der Himmel einen schönen Brief von Kleist. Ach, schenkte mir der Himmel, dass ich keine Neurodermitis habe. Ach, Kleist, ich bin wunschlos glücklich. Ich hab keine Klage. Ach, schenkte mir der Himmel die Fähigkeit, Gedanken zu lesen. Ach, schenkte mir der Himmel ein Bild, wie Kleist nun gewesen. Ach, schenkte mir der Himmel, dass ich nicht nach Erkner ziehen muss. Ach, schenkte mir der Himmel einen himmelblauen, langen Fluss. Ach, schenkte mir der Himmel ein gutes Gewissen, einfach so. Ach, schenkte mir der Himmel einen gelben Bungalow. „Zettel an Grünem Haus“, Projekt der Klasse 4b, Gerhart-Hauptmann- Grundschule Grünheide unter Leitung von Kerstin Hanne. Reim: Andreas Schrock, Frankfurt/ Oder 27./28.

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„Ach, schenkte mir der Himmel ein grünes Haus .“ Heinrich von Kleist

Ach, schenkte mir der Himmel ein Pferd, das Lissi heißt.

Ach, schenkte mir der Himmel einen schönen Brief von Kleist.

Ach, schenkte mir der Himmel, dass ich keine Neurodermitis habe.

Ach, Kleist, ich bin wunschlos glücklich. Ich hab keine Klage.

Ach, schenkte mir der Himmel die Fähigkeit, Gedanken zu lesen.

Ach, schenkte mir der Himmel ein Bild, wie Kleist nun gewesen.

Ach, schenkte mir der Himmel, dass ich nicht nach Erkner ziehen muss.

Ach, schenkte mir der Himmel einen himmelblauen, langen Fluss.

Ach, schenkte mir der Himmel ein gutes Gewissen, einfach so.

Ach, schenkte mir der Himmel einen gelben Bungalow.

„Zettel an Grünem Haus“, Projekt der Klasse 4b, Gerhart-Hauptmann- Grundschule Grünheide unter Leitung von Kerstin Hanne. Reim: Andreas Schrock, Frankfurt/ Oder 27./28. September 2011

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