• Aktueller Überblick Termine des „Eitel Kunst e.V. – eine Sammlung unDichter“ (EKeV.) – “Lesen und Schreiben” 2016

    Inspiration, Gedankenaustausch und Gemeinschaft erleben* Mittwoch 12.10.16 ab 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau Mittwoch 09.11.16 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau Mittwoch 14.12.16 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau

  • Zum Herbstbeginn ein Foto von smt

    smt - Foto:

    Liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter
    mit diesem Foto von smt wünsche ich Euch Allen eine schöne Herbstzeit.

    Herzliche Grüße
    Liane Fehler (Onlineredaktion).

    ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken.
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  • smt: Schritte

    (Un)Ruhe
    Aufwachen! ↓↑ Nicht aufwachen!
    Los machen: ↓ ↑ Was noch machen?
    Lust entfachen! ↓ ↑ Leid entfachen.
    Nichts zu lachen… ↓ ↑ Fremdes Lachen.
    Träume krachen. ↓↑ Gehe krachen.
    Hab’ ihn voll, den Rachen.

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  • Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 von Autoren des Eitel Kunst e.V ab sofort im Buchhandel

    Liebe “Eitlen Künstler” und Freunde der “UnDichter”,

    mir wurde die große Ehre und Freude zuteil, hier in unserem Blog verkünden zu dürfen, dass die eben erschienenen Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 von Autoren des Eitel Kunst e.V ab sofort auch im Handel unter der ISBN 978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz. bestellt werden kann.

    Gerhard Jaeger und Annett Goldberg haben mit Sorgfalt und Sachverstand geeignete Texte, Bilder und Zeichnungen für die Herausgabe der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 ausgewählt.
    Unsere Freude ist groß, dass unser Verein Eitel Kunst, entgegen der Befürchtungen von Bedenkenträgern, nun schon ein Vierteljahrhundert bestehen konnte und …

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Vereinsinformation: Unsere Treffen unter dem Motto “Lesen und Schreiben” alle Termine im Jahr 2017

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“Lesen und Schreiben”- Terminplan 2017
Inspiration, Gedankenaustausch und Gemeinschaft erleben

*
Liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter,
Annett hat mir diesen Plan erfreulicherweise zukommen lassen. Das ist schön für alle, die weit im Voraus diese Termine planen möchten. (Wer auf die Überschrift hier im Artikel klickt, kann die Tabelle auf den eigenen PC laden.) Ich hoffe, wir sehen uns wieder, bei diesen Gelegenheiten.

Für alle, die jetzt interessiert sind, hier ist noch einmal eine kurze Beschreibung zum Treffpunkt. Die Stadtbibliothek Wildau befindet sich in der Friedrich Engels Straße 78 – auf dem ALDI-Parkplatz in 15745 Wildau.

Liane Fehler Onlineredaktion

Terminplan  EKeV / L&S 2017
Treffpunkt:
Mittwoch 11.01.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 08.02.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 08.03.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Fr – So 10. – 12.03.2017 Seminar MGH KW
Mittwoch 12.04.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 10.05.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 14.06.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 12.07.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 09.08.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Fr – So 01. – 03.09.2017 Seminar Oberau (bei Meißen)
Mittwoch 13.09.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 11.10.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 08.11.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
Mittwoch 13.12.2017 16.30 Uhr Stadtbibliothek Wildau
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sibyl maschler (Text und Bild): Blickwinkel

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Blickwinkel

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Es war in einem großen, verwilderten Park mit alten, knorrigen Bäumen. Auf der einen Seite grenzte dieser Park an einen Fluss, auf der anderen Seite stand ein Turm aus Backsteinziegeln auf einer seichten Anhöhe. Ein Mann, mit mehrsilbigem Namen, ging dort häufig spazieren. Im Sommer lief er lange über die kniehohen Wiesen und die unebenen, erdigen Wege, lehnte an den Bäumen, sah in den hohen Himmel oder saß auf einer Bank. Wenn er saß, dann war er ganz rund, das Kinn Richtung Brustbein gebeugt, als wolle er sein Haupt senken zum Herzen hin. Wie zu einer Kugel gerundet, in den Händen ein Buch haltend oder einen Gegenstand, den er zwischen den Fingern bewegte, war sie ihm irgendwann aufgefallen. Sie kam selten in den Park, aber wenn sie kam, war sie fast durchsichtig. Und sie kam so still, dass er, ob der Stille, die vorüberschwebte, den Kopf hob. Meistens war ihr Haar ein wenig zerzaust, umspielte ein schlichtes Kleid ihren Körper bis hin zu den Knien. Ihre flachen Schuhe hinterließen kaum einen Abdruck im Boden. Sie schien so leicht zu sein. Eines Tages nahm er einen alten Bildband mit in den Park. Die Seiten waren schon etwas vergilbt und fühlten sich ein wenig rau an. Auf dem braunen Leineneinband prangten die leicht verschnörkelten Buchstaben  >Schönes Italien<. Als das Buch offen auf seinem Schoß lag und er die Seiten gemächlich umblätterte, sprach er sie, als sie langsam vorüberging, leise an. Er wollte ihr die Bilder aus dem Buch gern zeigen und all die schönen Landschaften mit ihr teilen. So kamen sie über diese An- und Aussichten und gleichsam über die offene, klangvolle italienische Sprache ins Gespräch. Sie erzählte ihm von ihren Reisen nach Rom und Venedig, von den vollen Gassen und Plätzen, weshalb sie die weiten, teilweise noch urbanen Landstriche von Kalabrien und Sizilien noch viel schöner fände. Sie berichtete von der Fülle im Norden und der heilsamen Kargheit des Südens. Ach, und erst diese Oliven- und Zitronenbäume dort, die Schattierungen der Farben und die Gerüche der Früchte! Sie kam ins Schwärmen. Nach etwa einer Stunde brachen sie dann aber auf und verabredeten sich für ein nächstes Mal. Als sie sich schon ein paar Meter voneinander entfernt hatten, rief er ihr nach, dass er frisches, vielleicht noch lauwarmes Baguette mitbringen würde. Und sie entgegnete ihm rasch, dass sie Pesto aus Basilikum und angerösteten Nüssen dazu anrichten wolle. Bei jenem folgenden, kleinen Picknick auf der Bank, sprachen sie über ihre Namen. Den ihren konnte man ab der Hälfte auch rückwärts lesen, ohne eine Klangveränderung zu hören. Ihr Name bestand aus drei Silben und enthielt zwei Konsonantendoppelungen. Annabell. Seit jeher fühlte sie sich wohl, wenn sie so genannt oder gerufen wurde. Annabell war weder zu häufig hörbar noch zu selten, als dass man den Namen bei etwaigen Nennungen wiederholen oder gar buchstabieren musste. Auch sein Name bestand aus drei Silben, aber dafür hatte er selbst gesorgt. Die ursprüngliche Fassung war um eine Silbe länger gewesen, doch diese entsprach ihm nicht, nicht seinem Rhythmus- und Wohlgefühl. Außerdem sprach er mit sehr hohem Tempo, so dass ihn die Länge des Namens hinderte, wenn er angesprochen wurde oder die Buchstabenfolge selbst notierten musste. Auch nach  dem Tag, an welchem sie über ihre Namen gesprochen hatten, verabredeten sie sich für weitere Begegnungen im Park. Die Wiese war zu dieser Zeit saftig und in das Grün hatten sich Löwenzahn, Margeriten und lilafarbenen Winden gemischt. Einmal brachte er einen Bumerang mit und zeigt ihr, wie dieser zu werfen sei. Man musste einen bestimmten Winkel beachten, damit der Bumerang auch wieder zum gewünschten Ort zurückkehrte. Außerdem waren viel Kraft und Schwung von Nöten. Er veränderte immer wieder Blicke und Winkel, bevor er zum Wurf ansetzte. Für sie war es schwierig, den Bumerang entsprechend zu werfen. Es schien ihr, als wolle er ihre Blicke all zu sehr lenken, nicht nur zum Himmel und auf Erden. So kam es, dass  ihr die Würfe in die Ferne gelangen, aber die Rückkehr nur selten. Es folgte die Zeit, als sie sich auch manchmal zur Nacht dort verabredeten. Der Sommer war vergangen und die Blätterfärbung längst vorüber. Viele Bäume waren kahl und die Büsche durchlässig geworden. Sie liebten es, wenn sie durch das hohe Laub schlurften und die braunen Blätter dabei empor stoben. Da brachte er eine Fackel mit, um die Dunkelheit zu befeuern und ihr Antlitz in anderem Schein zu sehen. Sie gingen damit bis zum entlegenen Fluss und dann wieder zurück, entlang der Anhöhe, auf die große Wiese. Nachts nannte er sie Bella oder Anna, je nach Stimmung, die ihm gerade entsprach. Ganz selten, wenn er glaubte, dass sie ihn nicht mehr hören konnte, sprach er die Silben leise vor sich hin: Bella Anna; und erinnerte sich an ihr erstes Gespräch. Als der Mond zur Sichel geformt war, brachte er seinen Bumerang wieder mit. Sie hatten lange nicht damit geworfen. Annabell fehlte noch immer die Übung, wie der Winkel besser gelänge. Sie schaute ihm lieber zu, mochte aus der Distanz von ihm das Werfen lernen. Beide machten sich einen Spaß daraus, nach dem ins Laub gefallenen Bumerang um die Wette zu laufen. Vielleicht waren zwei oder gar drei ausgelassene Stunden vergangen, in denen sie gelaufen, gelacht und getobt hatten. Sie schienen wie Kinder und wollten sich nun wieder verabschieden, um nach Hause zu gehen. Doch er wünschte einen letzten, weiten Wurf. Es sollte, so sagte er, ein großer Wurf werden. Als sie nach dem Bumerang suchten, war Annabell schneller als er. Sie bückte sich, gab ihm rasch ihren letzten Buchstaben vom eigenen Vornamen in die Hand, und er griff, übermütig im Spiel, nach dem vermeintlichen Bumerang, nahm Maß und alle Kraft zusammen und schleuderte ihn hinauf bis zum fernen Mond. Dort verhakte sich der Winkel im Gestein des Planeten und ward nie mehr auf  Erden gesehen.

Und wenn sie nicht gerade einen Schuldschein einlöste oder eine Urkunde unterschrieb, schätzte sie die verkürzte Schreibweise ihres Namens. Er hatte in ihr etwas angestoßen und abgelöst. Doch es fehlte ihr nichts, vielmehr hatte er sie von Überflüssigem befreit. So erinnerte sie sich seiner immer und immer wieder neu.

2015

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Liane Fehler: Logbuch – Zweite Notiz oder Schwingungen begleiten mich – ist alles schon geschrieben?

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Zweite Notiz

September 2016 in Deutschland. Das Seminar ist nun schon Geschichte. Aber die Schwingungen begleiten mich noch. Die positive Energie reicht, um die Energie zu kanalisieren. Es fühlt sich so an, als ob sich Wasser über längere Zeit gestaut hat und nur darauf gewartet hat, dass es sich in eine Bahn ergießen kann. So fließen die Worte, wie das Wasser und können all das transportieren, was sich nicht in den Grund des Vergessens verabschieden will.

Es kam die Frage auf, ob denn nicht im Grunde schon alles geschrieben sei und eigentlich nichts mehr zu Schreiben bliebe. Ich versuchte die Antwort mit einer Übertragung. Es gibt so viele Bilder, Gemälde, Skulpturen etc. Würde jemand sagen, es ist doch schon alles gemalt worden, darum könne man es auch lassen? Die unterschiedliche Farbgestaltung, Pinselführung, bringt doch immer wieder ganz eigene Werke hervor. Denkt man an Musik und Kompositionen der unterschiedlichen Art kann man vielleicht doch sagen, es gibt immer wieder Unterschiede.

So wie jeder Mensch einzigartig ist, so werden sich auch die kreativen Äußerungen unterscheiden und etwas Neues bieten. Diese Zeit, in der wir leben, gab es zuvor noch nie. Das heißt auch die Reflextionen der Gesellschaft unseres Lebens sind bedingt durch unsere soziale und Prägung sicher von einer eigenen Farbe und deshalb aus meiner Sicht erzählenswert. Das war auch die Grundidee für dieses Logbuch. Liebe Freunde ich bin sehr froh, dass es Euch gibt! Ein Gruß an alle UnDichter und den riesigen Freundeskreis – fühlt Euch umarmt.

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