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Komm
über mich
fließend
nimm meinen Raum
ganz ein
wachse in mir
und schenke dem Kelch
voll ein
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sibyll maschler (Text und Foto) – November 2008
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Komm
über mich
fließend
nimm meinen Raum
ganz ein
wachse in mir
und schenke dem Kelch
voll ein
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sibyll maschler (Text und Foto) – November 2008
Für alle Fälle
Foto: Mond
von quarknet.himmel-wolken
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ineinander verschmelzen
eins sein
auf brennenden Laken
für Sekunden
sich wieder erkennen
danach
als Gestirne
die eigene Bahn ziehen
im Kosmos der Zeit
und doch
wissen
wo der andere ist
wo der andere ist
wissen
und doch
im Kosmos der Zeit
die eigene Bahn ziehen
als Gestirne
danach
sich wieder erkennen
für Sekunden
auf brennenden Laken
eins sein
ineinander verschmelzen
Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN 978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)
Das Angebot sich während unseres Frühjahrsseminars im April am Projekt der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern in Wünsdorf zu beteiligen, wurde ja schon bereits bei unseren Treffen bei Lesen und Schreiben besprochen. Dabei ging es um Inspiration, Collage und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kunstformen. Falls es Texte oder andere Ideen zu den Quilts von Doris Bemme geben sollte, wäre das eine Ausweitung des Gedanken der Collage, der unser Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten noch erweitern könnte. Der Titel läßt mich ganz nachdenklich werden…
Liane Fehler Online-Redaktion
Wer schon mal einen ersten Eindruck von den Quilts haben möchte, die im Mehrgenerationen Haus Continue reading →
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Einladung:
Im Mehrgenerationenhaus am Fontaneplatz in Königs Wusterhausen
können ab sofort Quilte, gestaltet von Doris Bemme, Continue reading →
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Liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter,
Die kommenden L&S-Termine : 10.4.2013 und 8.5.2013 ab 16.30 Uhr in der Bibliothek Wildau.
Für den Juni steht schon der Termin fest, es wird der 12.6. sein. Continue reading →
Foto: Sebastian Schulz, Haiku: Lars Steger, Layout: Susann Schulz
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Auf dem Rückweg war er unentschlossen,
er hatte noch nichts gegessen,
es war Zeit für ein paar Anrufe,
wenn er seiner ehemaligen Familie
und seinen Eltern nicht wirklich
den heiligen Abend stören wollte.
Sieben Kneipen hatte er gezählt
die alle zu hatten für die nächsten
drei Tage oder die ganze Jahreszeit.
Vor der Kirche blieb er stehen.
Da gehörte er irgendwie nicht hin.
Wäre bemerkt worden.
Dort wollte er nicht bemerkt werden.
In der Heide oder auf den leeren Wegen
des Dorfes störte ihn sein Bild
vom einsamen Wanderer nicht.
Er fand einen Tannenzweig
zwischen den Häusern, hier, wo
Tannen nur in den Wohnzimmern wuchsen,
den trug er in sein Zimmerchen unterm Dach
wo die kleinen modernen Katastrophen
auf ihn warteten, er hatte das Ladekabel
des Handys vergessen und den Adapter
für den MP3-Player, so blieben ihm
zwei Weihnachts- und fünf andere CDs
und die Stille. Aber er war ruhig
er hatte heute das Meer gehört
in seine Gischt gesehen.