verhangener mond
am lichtschmutzigen abend
vorweihnachtsgrellbunt
Lars Steger
verhangener mond
am lichtschmutzigen abend
vorweihnachtsgrellbunt
Lars Steger
Am Mittwoch dem 11. Dezember 2013 beginnt im Mehrgenerationen Haus (MGH) Königs Wusterhausen gegen 15.30 Uhr ein Adventsnachmittag. Einige unserer Vereinsmitglieder beteiligen sich bei dieser Gelegenheit mit einem kleinen literarischen Programm.
Im Anschluss an diese Veranstaltung etwa gegen 17.30 Uhr findet unser reguläres Treffen zu Lesen und Schreiben (L&S) ebenfalls im MGH statt. Wer eigene Texte verfasst und vorstellen möchte oder Texten von anderen gerne zuhört, ist herzlich willkommen.
Das Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen befindet sich am Fontaneplatz 12 in
15711 Königs Wusterhausen am Boulevard zwischen Fontanecenter und Erich-Weinert-Straße.
Liane Fehler Onlineredaktion
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Die voraussichtlichen weiteren Termine L&S für das Jahr 2014 sind:
8.1. / 12.2. / 12.3. / 9.4. / 14.5. / 11.6. / 9.7.
die nebel stiegen
das land liegt kahl unterm grau
obstschwarz im garten
Lars Steger
Adaption: Der kleine Kaktus
Hab sieben mal sieben Löcher in den siebenblauen Himmel gestarrt.
Ist das Kaktusart?
Will lieben und lieben, wäre so gern im siebten Himmel.
Um mich das ganze Blumen- und Bienengewimmel.
All die Glücklichen, die mich meiner Stacheln wegen ausgespart.
Ist das Götterart?
Normalerweise,
gehen meine Gedanken nicht so weit auf die Reise.
Ich starr auf den Boden ganz dicht neben mir,
den blumenbewachsenen mit Kriech- und Krabbeltier.
All die Glücklichen starre ich an,
wie es nur ein einsamer Kaktus kann.
Ist das Kaktusweise?
Der Stacheln wegen, mag man mich nicht,
der Stacheln wegen, lässt Gott mich allein.
Ist das Götterweise?
So frage ich leise – muss wohl so sein.
C.R. nach einem Text von Jennifer Müller 1.5.2013
P.S.: Eines anderen wegen, weißt Du mein Kind,
starr ich ins Leere, denn ich bin blind.
Ich blühe auch nicht nach Kakteenart,
wie die Blumen, die Schwestern, mit Blättern so zart.
Denn nur, wer den Schmerz der Kakteen kennt,
und ihn mit den zartesten Worten benennt,
verbietet das eine – das happy end.
Nun
*
ich fühle den Herbst
meinen
Regen
auf Laub
ein Fallen
der Früchte
ins Moos
*
Juli 2013
Wie hab ich einst Dein Haar geliebt
wie liebt ich Deinen Leib
Du hast mich einfach ausgesiebt
was bist Du für ein Weib
Liebe stammeln Liebe sehn
ich kann und will nicht von Dir gehen
Liebe stammeln Liebe sehn
Du sagst ich soll nun gehn
Wie hast Du Tränen in den Augen
wie konntest Du sie schließen
heute soll ich gar nichts taugen
nicht mal die Tränen fließen
Liebe stammeln Liebe sehn
ich kann und will nicht von Dir gehen
Liebe stammeln Liebe sehn
Du sagst ich soll nun gehn
Sah ich ein Bild von Deinem Mund
wie konnt` ich ihn genießen
doch leider kam dann doch die Stund
da willst Du ihn verschließen
Liebe stammeln Liebe sehn
ich kann und will nicht von Dir gehen
Liebe stammeln Liebe sehn
Du sagst ich soll nun gehn
Sah Deine Seele zart
wie hat sie mir gegolten
wie bist Du nun von andrer Art
ich werde nur gescholten
Liebe stammeln Liebe sehn
ich kann und will nicht von Dir gehen
Liebe stammeln Liebe sehn
Du sagst ich soll nun gehn
C.R. 21.06.03
Wimpernschlag
nach Todesschlaf –
gefühlte hundert Jahre
rieseln scheinbar
aus den Knochen
Wind streicht
durch die Dornenhecke
trägt Rosenduft
auf meine Lippen
noch ist der Sommer
nicht vorbei
lauter Abschied
vom Turm des Schweigens
kein Weinen –
um die verlorene Zeit
sondern
lachender Abflug
in den
Lavendelrausch
Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Rezitation:smt

Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen.