„Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten.“ (Albert Camus)
Rudolf Peter Wachs: Philosoph in der Krise
Wissen macht noch keinen Weisen, wenn er auch Philosoph will heißen. Weil Wissen macht ihn nicht allein, wenn nicht auch setzt das Denken ein.*
Wissen macht noch keinen Weisen,
wenn er auch Philosoph will heißen.
Weil Wissen macht ihn nicht allein,
wenn nicht auch setzt das Denken ein.
Leonard Nelson lehrte nicht nur mich,
dass Philosophie die Zucht geordneten Denkens ist,
ein durch und durch nüchternes Geschäft.
War er es am Ende vielleicht nicht?
Von dem ,was er mit Bravour schreibt,
lässt sich so Manches denken.
Doch wahrhaft philosophisch ist,
lässt sich nur Eines denken.
Gelobt wird seine Kunst des rhetorischen Zaubers
von Anerkannten der Literaturwissenschaft.
Doch düpiert und arg geschasst
ist ein nicht kleiner Rest der Philosophenschaft.
Die Ordnung der Dinge, sloterdijkt er, sei nicht kapitalistisch.
Mich dünkt, er ist nicht frei von dem, was er denkt,
wenn er diese sieht cum grano salis semi-sozialistisch
und beglückt strebt dem zu, woran sein Herze hängt.
Und so schrieb er nicht nur für sich,
dass die Abgehängten, die faulen Unproduktiven,
wie so oft in der Schröpfung Geschicht´,
enteignen die Exzellenzen, die fleißigen Produktiven.
Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf,
schlug er die Sozialisten, die frühen und die späten, und en passant
auch den, der dieser Ordnung den Namen gab –
Karl Marx, der für diese Krise gottlob! nichts kann.
Unser Philosoph macht sich zur Magd,
wenn gegen die Steuer eintreibenden Staats-Kleptokraten
zu denken wäre der antifiskalische Bürgerkrieg
und mithin die freiwillige Mildtätigkeit der Wohlhabenden.
Die F.A.Z. pries den Autor thymotisch,
worauf er noch einmal befragte seine Theorie.
Wer denn seine staatlichen Bezüge zahlen würde künftig,
und wo im Notfall wäre des sozialen Netzes Garantie?
Der Äther trug aus dem Louvre eine Stimme
torsiert: „…du musst dein Denken ändern…“
Indem er dieses unterzog einer Genese,
fiel er in eine tiefe Krise.
Zitat von Albert Camus: Charme ist die Art, wie ein Mensch ‚ja‘ sagt
Charme ist die Art, wie ein Mensch 'ja' sagt, ohne dass ihm eine bestimmte Frage gestellt worden war.„Charme ist die Art, wie ein Mensch ‚ja‘ sagt, ohne dass ihm eine bestimmte Frage gestellt worden war.“
(Albert Camus)
Liane Fehler: Brot und Spiele
Bedenkenträger und Deuteriche laufen in Expertenrunden gegen die Ichlinge auf - Gemeinsam werfen sie Nebelkerzen in die illustre Runde - und treiben jede Woche mit voller Wonne eine neue Sau durchs TV
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Bedenkenträger und Deuteriche
laufen in Expertenrunden
gegen die Ichlinge auf –
Gemeinsam werfen sie
Nebelkerzen
in die illustre Runde –
und treiben jede Woche
mit voller Wonne
eine neue Sau durchs TV
(2010)
Lars Steger: Gedichte auf Eintrittskarten National Gallery / Erste Säle – der wind im korngold
der wind im korngold wirbel aus wolken grellweiß zypressensommerder wind im korngold
wirbel aus wolken grellweiß
zypressensommer
Lars Steger: Gedichte auf Eintrittskarten National Gallery / Erste Säle – venedig im licht
venedig im licht was wärst du ohne deine pfähle im grund*
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venedig im licht
was wärst du ohne deine
pfähle im grund
Lars Steger: Gedichte auf Eintrittskarten National Gallery / Erste Säle – wirf deine stecken weg
wirf deine stecken weg lahmer am heiligen ort gras bricht durch den schnee*
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wirf deine stecken weg
lahmer am heiligen ort
gras bricht durch den schnee
Lars Steger: Gedichte auf Eintrittskarten National Gallery / Erste Säle – aueland-einsamkeit
aueland-einsamkeit zwei freunde nach langem gang rast oder ruhe?*
aueland-einsamkeit
zwei freunde nach langem gang
rast oder ruhe?
Chronik 2013 – Ausstellung im Atelier Nottekunst „ZEIT-LOS-COLLAGEN“
Ausstellung im Atelier Nottekunst Am Sonntag, den 16. Juni, lädt das Atelier Nottekunst um 15 Uhr zur Vernissage der Ausstellung „ZEIT-LOS-COLLAGEN“ Zu sehen sind Arbeiten von Helga Gerasch, Jenny Dlugaiczyk, Peggy Salaw und Hagen Ludwig. Die Collagen sind im Rahmen eines Workshops entstanden, der die Schüler des verstorbenen Berliner Künstlers Hans-Helmut Müller nach längerer Zeit wieder zusammen führte. Ob Gegenständliches, Surreales oder Abstraktes - die ausgestellten Arbeiten entführen in andere Welten und sprechen eine ganz eigene Sprache. In einem weiteren Workshop haben sich Künstler der Schreibenden Zunft vom Eitel Kunst e.V. im Atelier Nottekunst mit dem Thema auseinandergesetzt und sich z.T. von den Bildern inspirieren lassen. Einige von Ihnen präsentieren zur Ausstellungseröffnung um 15 Uhr in einer Lesung eigene Texte. Öffnungszeiten des Ateliers Nottekunst auf Anfrage; Tel. 033702-601384, www.nottekunst.de! Hinweis der Onlineredaktion: Wer sich noch einmal visuell die Arbeiten ins Gedächtnis rufen möchte, im Artikel von Desdemona lebt die Atmosphäre wieder auf. Chronik – Desdemona: Collagenseminar und Vernissage im Atelier Nottekunst vom 19. bis zum 21.4. 2013 Die Künstler Helga Gerasch, Jenny Dlugaiczyk, Peggy Salaw und Hagen Ludwig sind mit einem Teil ihrer Arbeiten auch bei uns im Blog unter dem Menüpunkt Gäste vertreten. "Eitel Kunst meets Nottekunst" war ja von Kreativität und Zuversicht geprägt. Wer jetzt eine Idee zum Schreiben sucht, bleibt vielleicht bei einer Bildcollage verwundert stehen und sieht sie ganz neu. Sylvia Woodhouse hat mit ihren frischen und frechen Texten ja schon eine Sichtweise auf die Arbeiten umrissen. Vielleicht gibt es ja daneben noch andere Deutungsmöglichkeiten? Ich hoffe auf neue Texte von Euch. Viele kreative Stunden wünscht Euch Liane Fehler Onlineredaktion.
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Ausstellung im Atelier Nottekunst
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Am Sonntag, den 16. Juni, lädt das Atelier Nottekunst um 15 Uhr zur Vernissage der Ausstellung „ZEIT-LOS-COLLAGEN“
Zu sehen sind Arbeiten von Helga Gerasch, Jenny Dlugaiczyk, Peggy Salaw und Hagen Ludwig. Die Collagen sind im Rahmen eines Workshops entstanden, der die Schüler des verstorbenen Berliner Künstlers Hans-Helmut Müller nach längerer Zeit wieder zusammen führte. Ob Gegenständliches, Surreales oder Abstraktes – die ausgestellten Arbeiten entführen in andere Welten und sprechen eine ganz eigene Sprache.
In einem weiteren Workshop haben sich Künstler der Schreibenden Zunft vom Eitel Kunst e.V. im Atelier Nottekunst mit dem Thema auseinandergesetzt und sich z.T. von den Bildern inspirieren lassen. Einige von Ihnen präsentieren zur Ausstellungseröffnung um 15 Uhr in einer Lesung eigene Texte.
Öffnungszeiten des Ateliers Nottekunst auf Anfrage; Tel. 033702-601384, www.nottekunst.de!
Hinweis der Onlineredaktion:
Wer sich noch einmal visuell die Arbeiten ins Gedächtnis rufen möchte, im Artikel von Desdemona lebt die Atmosphäre wieder auf.
Chronik – Desdemona: Collagenseminar und Vernissage im Atelier Nottekunst vom 19. bis zum 21.4. 2013
Die Künstler Helga Gerasch, Jenny Dlugaiczyk, Peggy Salaw und Hagen Ludwig sind mit einem Teil ihrer Arbeiten auch bei uns im Blog unter dem Menüpunkt Gäste vertreten. „Eitel Kunst meets Nottekunst“ war ja von Kreativität und Zuversicht geprägt. Wer jetzt eine Idee zum Schreiben sucht, bleibt vielleicht bei einer Bildcollage verwundert stehen und sieht sie ganz neu. Sylvia Woodhouse hat mit ihren frischen und frechen Texten ja schon eine Sichtweise auf die Arbeiten umrissen. Vielleicht gibt es ja daneben noch andere Deutungsmöglichkeiten? Ich hoffe auf neue Texte von Euch. Viele kreative Stunden wünscht Euch
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Liane Fehler Onlineredaktion.
Lars Steger: Gedichte auf Eintrittskarten National Gallery / Erste Säle – vor hohem ufer
vor hohem ufer wo ist der sichere grund trotz steinigem strand
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vor hohem ufer
wo ist der sichere grund
trotz steinigem strand