
Am Meer


Manchmal suche ich nach Worten, um etwas Unaussprechliches auszusprechen. Manchmal sind es Bilder, die den Anstoß geben. Vielleicht kennst du das. Diese Liste soll eine Hilfe sein. Ein Arbeitsblatt, von Laien für Laien. Sie kann verändert und ergänzt werden.
Stoffliches Farbauftrag pastos oder flächig Malgrund Technik (Acryl, Aquarell, Kreide, Öl, Tempera, Tusche,...) flächig - räumlich Perspektive Raumperspektive (Zentralperspektive, Zweipunktperspektive, Aperspektivität) Farbperspektive Luftperspektive daraus folgend: Tageszeit, also auch Stimmung Linien Konturen (scharfe Linie oder weiche Kante) Blickrichtungen - Blickschwünge Blickschwünge entlang einzelner Elemente, wie z.B. Bäumen, Engeln, Menschen Perspektiven LinienDie Linien kreuzen sich bei der Figur des Wanderers. Der Wanderer steht im Mittelpunkt, die Landschaft ist nur Mittel zum Zweck. Schwerpunkte - Schwebepunkte Ränder Flächen Farben: warm - kalt, farbig - matt, hell - dunkel transparent - deckend Licht - Schatten Hell - Dunkel Lichtkanten Teilungen Vordergrund - Hintergrund Perspektiven Emotionen (Gefühle) Körperhaltungen (Figuren) Stimmungen Kontext (Gedanken) Künstler Entstehungsjahr Stil Rezeption (Museen, Länder,...) Gattung/Genre (Historienmalerei, Porträtmalerei, Sittenbild, Landschaftsmalerei, Stillleben,...) Andreas Schrock, Danke an Gerhard Jaeger für einen wertvollen Hinweis Nachträgliche Ergänzungen Strukturierung des Bildes nach Horizontale, Vertikale oder Diagonale (Barock)
Fotografische Eindrücke vom Seminar in Jahnishausen vom 31. August (Maler) bzw. 2. September (Dichter) bis 4. September 2022.





















Fotos: Andreas Schrock, Lars Steger
Weiterführende Links
Unsere Gastgeber: Lebenstraumgemeinschaft
Die Gedanken an Monarchen Sollten wir sie nicht beschnarchen? Waren doch bei einem zu Gast Von dem Du schon gehöret hast Er hieß Johann, war recht weise Man denkt an ihn und das recht leise Bald 15 Dezennien ist er tot Nun bringt man seine Sach ins Lot Das dann mal lustig durchzuspielen Zählt zu den schöngedachten Zielen Die mir so kamen in den Sinn Seid dem ein bisschen zugeneigt Dass unser Stern am Himmel steigt So sehr ich auch Effendi bin Christian Rempel 5.9.2022 Effendi - ein geheimnisvoller Name, der nach Anna in Tausend und einer Nacht einem Großwesir gleichgestellt, also mit Privilegien versehen, aber seinem Herrn aufs Wort verpflichtet ist. Bei Karl May Beinamen von Kara Ben Nemsi Effendi, im Sinne von Deutschem Fremdling, und in einem anderen Buch ein Schmuggler Abdahn Effendi. Heute im Muslimischen als einfacher Vorname geläufig.
… in Vorbereitung des Seminars

„Alles, was man nicht kaufen kann“
Liebe Poeten
bringt Einfälle und Ideen zu diesem Motto mit in die Runde. Poetische Entdeckungsreisen führen oft in nichtkäufliche Regionen. Da könnten sich zum Beispiel zwei nicht käufliche Wesen treffen: „die Sehnsucht begegnet der Einsamkeit“.
Auch Glück und Pech kann man niemals vollständig mit Euros, Rubel oder Dollarscheinen einlösen. So gesehen sind die, welche weniger besitzen, mit denen, die glauben, alles zu haben, auf Augenhöhe.
Konfliktstoffe und poetische Ideen könnten im „Nichtkäuflichen“ schlummern.
Also laßt uns Nichtkäufliches sammeln und zusammentragen, was unserer Meinung nach dazu gehören kann.
Jeder ist aufgefordert, dazu im Seminar einen Vorschlag zu machen. Unkäufliches aus eigener Sicht…toll auch, wenn dazu Gedichte kämen. Es könnte der eigenen Feder entspringen, es könnte aber auch von Goethe oder M. Kaleko stammen. Hintergrund der Idee ist, Schreibfreude anzuregen und Stimmungen einzufangen. Laßt uns auf die Suche nach dem Unbezahlbaren gehen….
Gerhard Jaeger
Nach Arbeit
riechen meine Hände
nach Fisch und Teer
und Meer
meine Hände riechen
nach Acker und Mist
wie das so ist
meine Hände riechen
nach Papier, Staub und so
eben nach Büro
meine Hände riechen
nach Hairstyl und Pomade
das ist es ja gerade
Meine Hände riechen
nach Kanonen und Glut
einfach nach Blut
hast du mal
deine Hände gefragt
was haben sie gesagt
G. Jaeger o7/2022
Im Schaum die Wende
des Schiffs glitzern sehen
stromaufwärts abends
der späte Fischer
eine Irritation
im Licht des Flusses
Reusen und Kirchen
Wein vor Gebirgsschatten
die Strömung spiegelt
Herrenhausidyll
unter bemoosten Dächern
winkende Mädchen
die Reusen entlang
der Abend am Ende des Stroms
glitzerndes Gleißen
Lars Steger

du schläfst schlecht
es ist krieg
im übernächsten land
zwei meter entfernt
sondersendungen
eilmeldungen posts tweets
zentimeter vor den augen
die worte schüsse
die bilder bluten
nächte um die ohren geschlagen
schwarze vorhänge
der tag draußen so weit weg
du so weit weg
wir auf dem selben sofa
trauern fragen hoffen
reden worüber wir nichts wissen
wogegen wir nichts tun können außer
dem klopfenden frühling die tür öffnen
die beete vorbereiten
vernunft säen
isabel arndt
