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unterm wolkenbrand
herauf ziehen die wetter
hörst du gerede
Christian Rempel: Höchster Wunsch
Der Herrgott sprach zum Mathematikus: "Ich heut Dir einen Wunsch erfüllen muss. Hast mir gedient so manches Jahr, wo ich nicht grad sehr tätig war. Du hast gerackert Nacht und Tag, was ich an Rätseln Dir aufgab. Das hast Du alles brav gelöst und selten nur am Pult gedöst. Was soll es sein, denn Du kannst wählen: Willst Du die selig Ewigkeit? Gewiss bist müde Du vom Zählen so steht ein Brötchen auch bereit. Nur eines kannst Du davon haben, Denn an beidem sich zu laben, wär denn der Wohltat wohl zu viel." Da denkt der Mathematikus, man meint er findet keinen Schluss. Dann hellt sich sein Gesichte auf: "Gib mir das Brötchen und verschnauf." Der Herrgott kann nun gar nicht fassen, wie kann von Seligkeit er lassen? Was bessres geben konnt' er gar nicht, was geht nur vor in diesem Wicht? Da sprach der Mathematikus "Sehr einfach ist doch dieser Schluss: Nichts ist doch mehr als Seligkeit und dann in alle Ewigkeit. Doch dieses Brötchen, das ich seh ist mehr als nichts und ich versteh: Der kluge Mann wählt sich das höchste, der tumbe nur das allernächste." C.R. 21.1.2014*
Der Herrgott sprach zum Mathematikus:
„Ich heut Dir einen Wunsch erfüllen muss.
Hast mir gedient so manches Jahr,
wo ich nicht grad sehr tätig war.
Du hast gerackert Nacht und Tag,
was ich an Rätseln Dir aufgab.
Das hast Du alles brav gelöst
und selten nur am Pult gedöst.
Was soll es sein, denn Du kannst wählen:
Willst Du die selig Ewigkeit?
Gewiss bist müde Du vom Zählen
so steht ein Brötchen auch bereit.
Nur eines kannst Du davon haben,
Denn an beidem sich zu laben,
wär denn der Wohltat wohl zu viel.“
Da denkt der Mathematikus,
man meint er findet keinen Schluss.
Dann hellt sich sein Gesichte auf:
„Gib mir das Brötchen und verschnauf.“
Der Herrgott kann nun gar nicht fassen,
wie kann von Seligkeit er lassen?
Was bessres geben konnt‘ er gar nicht,
was geht nur vor in diesem Wicht?
Da sprach der Mathematikus
„Sehr einfach ist doch dieser Schluss:
Nichts ist doch mehr als Seligkeit
und dann in alle Ewigkeit.
Doch dieses Brötchen, das ich seh
ist mehr als nichts und ich versteh:
Der kluge Mann wählt sich das höchste,
der tumbe nur das allernächste.“
C.R. 21.1.2014
Christian Rempel: Animierter Tisch
Mein schöner Tisch, der sprechen kann, rückt und rührt sich an mich ran. Auf Dielen, die ich selbst lackiert. Dann sagt er leis, wie sich`s gebührt: „Nimm mich gefangen, schraub mich an, damit ich nicht mehr rücken kann. Ich habe mich vergangen, ist`s auch schon lange her“ Dass dieses Werk nun auch gelinge such ich nach Schrauben, einer Zwinge. Ganz so, als ob`s um mich selber ginge. Nun steht er fest, doch wie sich zeigt: Das arme Tischchen schweigt und schweigt C.R. 27.01.2005*
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Mein schöner Tisch, der sprechen kann,
rückt und rührt sich an mich ran.
Auf Dielen, die ich selbst lackiert.
Dann sagt er leis, wie sich`s gebührt:
„Nimm mich gefangen, schraub mich an,
damit ich nicht mehr rücken kann.
Ich habe mich vergangen, ist`s auch schon lange her“
Dass dieses Werk nun auch gelinge
such ich nach Schrauben, einer Zwinge.
Ganz so, als ob`s um mich selber ginge.
Nun steht er fest, doch wie sich zeigt:
Das arme Tischchen schweigt und schweigt
C.R. 27.01.2005
Christian Rempel: Heidelberg
Heidelberg Ich kam an jenen Neckarfluß und sah die wilden Gänse die Sonne war mir ein Genuß es wippten ihre Schwänze Und ein Kaufhaus zeigte mir des Frühlings sanfte Spiele er war so nah und ich war hier so nah dem fernen Ziele Hab meinen Goethe mir versöhnt mit einem blauen Buche wie hatt' ich unter ihm gestöhnt und wie ich ihn jetzt suche Wie ein Theater das Hotel in dem ich heute wohne wär gern auch darin ein Gesell nicht nur der Götter Sohne Es geht so hin, geh nicht mehr aus wie fern ist mir das Frieren in diesem groß Theaterhaus da kann man paradieren Und hab schon Sehnsucht nach zu Haus auf fremdem Riesenbette die Stille hier ist mir ein Graus wenn ich nur meines hätte Ich sollt für morgen sammeln mich es will mir nicht gelingen so denke ich erneut an Dich an Dich vor allen Dingen C.R. 13.02.03*
Ich kam an jenen Neckarfluß
und sah die wilden Gänse
die Sonne war mir ein Genuß
es wippten ihre Schwänze
Und ein Kaufhaus zeigte mir
des Frühlings sanfte Spiele
er war so nah und ich war hier
so nah dem fernen Ziele
Hab meinen Goethe mir versöhnt
mit einem blauen Buche
wie hatt‘ ich unter ihm gestöhnt
und wie ich ihn jetzt suche
Wie ein Theater das Hotel
in dem ich heute wohne
wär gern auch darin ein Gesell
nicht nur der Götter Sohne
Es geht so hin, geh nicht mehr aus
wie fern ist mir das Frieren
in diesem groß Theaterhaus
da kann man paradieren
Und hab schon Sehnsucht nach zu Haus
auf fremdem Riesenbette
die Stille hier ist mir ein Graus
wenn ich nur meines hätte
Ich sollt für morgen sammeln mich
es will mir nicht gelingen
so denke ich erneut an Dich
an Dich vor allen Dingen
C.R. 13.02.03
Christian Rempel: Für Andrea
Du gibst mir Deinen zarten Leib des Nachts in einer Stunde so bist Du nun mein schönes Weib Du machst, dass ich gesunde Weiß mir ein Mädchen wunderschön und nicht nur ganz von Pappe lass mich in Deine Augen sehn ich trag `ne Narrenkappe Die Schellen geben sanften Ton ganz nah an Deinen Ohren wenn Du sie hörst, da bist Du schon für Dich und mich verloren Du fragst mich: „Ist es Dir auch ernst mit Deinem Narrenhute.“ Ich sag: „Wie Du das Herz mir wärmst und weckst in mir das Gute.“ Da deckst Du mich mit Küssen zu und einer warme Decke, dass ich bald wieder so was tu und nicht so bald verrecke.*
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Du gibst mir Deinen zarten Leib
des Nachts in einer Stunde
so bist Du nun mein schönes Weib
Du machst, dass ich gesunde
Weiß mir ein Mädchen wunderschön
und nicht nur ganz von Pappe
lass mich in Deine Augen sehn
ich trag `ne Narrenkappe
Die Schellen geben sanften Ton
ganz nah an Deinen Ohren
wenn Du sie hörst, da bist Du schon
für Dich und mich verloren
Du fragst mich: „Ist es Dir auch ernst
mit Deinem Narrenhute.“
Ich sag: „Wie Du das Herz mir wärmst
und weckst in mir das Gute.“
Da deckst Du mich mit Küssen zu
und einer warme Decke,
dass ich bald wieder so was tu
und nicht so bald verrecke.
C.R. 04.02.2004
Lars Steger: an der landstraße
an der landstraße die kraniche fliegen auf wenn du für sie hältst*
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an der landstraße
die kraniche fliegen auf
wenn du für sie hältst
Chronik – Auftakt: Unser Treffen zu „Lesen und Schreiben“ im Januar 2014
Dieses positive Gefühl unsere Gemeinschaft wieder einmal zu erleben, so ernsthaft und auch so heiter - hat mich die letzten Tage begleitet und all die Themen, die diskutiert wurden, die Art und Weise, wie wir gemeinsam damit umgehen, lässt mich die Stärke unserer Gemeinschaft erahnen. Wie wir trotz unterschiedlicher Herangehensweisen mit Themen umzugehen, doch einander zugewandt begegnen und uns gegenseitig helfen, finde ich beeindruckend. Danke an Euch. Das hat mir wirklich Mut gemacht, Kraft gegeben und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Die Stimmung war toll. Ein Gruß geht an alle, die diesmal nicht dabei sein konnten. Wer jetzt schon planen möchte: Der Termin für unser nächstes Treffen ist der 12. 2. 2014 und wir werden wieder in der Bibliothek in Wildau zu Gast sein. Liane Fehler Onlineredaktion
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Dieses positive Gefühl unsere Gemeinschaft wieder einmal zu erleben, so ernsthaft und auch so heiter – hat mich die letzten Tage begleitet und all die Themen, die diskutiert wurden, die Art und Weise, wie wir gemeinsam damit umgehen, lässt mich die Stärke unserer Gemeinschaft erahnen.
Wie wir trotz unterschiedlicher Herangehensweisen mit Themen umzugehen, doch einander zugewandt begegnen und uns gegenseitig helfen, finde ich beeindruckend. Danke an Euch. Das hat mir wirklich Mut gemacht, Kraft gegeben und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Die Stimmung war toll.
Ein Gruß geht an alle, die diesmal nicht dabei sein konnten.
Wer jetzt schon planen möchte:
Der Termin für unser nächstes Treffen
ist der 12. 2. 2014 und wir werden
wieder in der Bibliothek in Wildau zu Gast sein.
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Liane Fehler Onlineredaktion
Gerhard Jaeger alias Erwin von der Panke (EvP): „Staublied“
"Staublied" akustische Bearbeitung Komposition, Musik Text und Gesang: Gerhard Jaeger Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.*
„Staublied“
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Bild, Text und Gesang: Gerhard Jaeger
Christian Rempel: Frühlingsgedanken
Der Frühling ist nun da willst Du mich hingeleiten dann leite mich er ist ja nah laß spüren uns die Zeiten Einsam ging ich für mich hin bis heut zu diesem Tage warum ich immer einsam bin ich nun Dich endlich frage Und unter Deinem zarten Schritt da blühn im Grün die Pflanzen ach nimm mich auf der Reise mit ist schon gepackt mein Ranzen Ich locke auch den Storch zu Dir er soll mit Lust Dich beißen dann schenkst Du noch ein Kindlein mir kannst Deine Lieb beweisen C.R. 24.03.03*
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Der Frühling ist nun da
willst Du mich hingeleiten
dann leite mich er ist ja nah
laß spüren uns die Zeiten
Einsam ging ich für mich hin
bis heut zu diesem Tage
warum ich immer einsam bin
ich nun Dich endlich frage
Und unter Deinem zarten Schritt
da blühn im Grün die Pflanzen
ach nimm mich auf der Reise mit
ist schon gepackt mein Ranzen
Ich locke auch den Storch zu Dir
er soll mit Lust Dich beißen
dann schenkst Du noch ein Kindlein mir
kannst Deine Lieb beweisen
C.R. 24.03.03
Erinnerung: „Lesen und Schreiben“ am Mittwoch 8. Januar 2014
Liebe Eitle Künstler, Freunde und Gäste des Eitel Kunst e. V., hiermit erinnere ich an die Einladung zu unserem Treffen "Lesen und Schreiben", welches in diesem Jahr (turnusmäßig) erstmals wieder am Mittwoch 8. Januar 2014 ab 16:30 Uhr in der Bibliothek Wildau stattfinden wird und hoffe, dass wir wieder in größerer Runde über spannende Texte diskutieren, nachdenken und auch wieder lachen können. Herzliche Grüße in die virtuelle Runde und bis ganz bald vielleicht? Liane Fehler OnlineredaktionLiane Fehler Onlineredaktion
