Gerhard Jaeger, Herbst 54, Erstveröffentlichung im Blog im April 2015
Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen.
Gegenständliches (Sujet/Motiv)
Lässt sich ein Thema erkennen?
In welche Lebensbereiche gehören Bildgegenstände (Arbeit, Natur, häuslicher Bereich)?
Lassen sich Bildgegenstände einer bestimmten Zeit zuordnen (Mittelalter,…)?
Platzierungen Verhältnis der Bildgegenstände zueinander
Platzierung innerhalb des Raumes
B Bildaufbau
Zusammenfassung: Verteilung von Gegenständen und Farbe. Orientierung an Mittelsenkrechte, Mittelwaagerechte, Goldenem Schnitt, Diagonale oder sonstigen Blickschwüngen. Dabei verweisen die Elemente aus A auf die Elemente aus B, gleichsam als Verlinkung.
Linien Konturen (heben Umrisse hervor: scharfe Linien, weiche Kanten oder Auflösung/Zerfleddern der Kontur, wie etwa bei Wolken, siehe John Constable/1776-1837) Blickrichtungen – Blickschwünge (Mittelsenkrechte, Mittelwaagerechte, Diagonale, Goldener Schnitt)
Blickschwünge entlang einzelner Elemente, wie z.B. Bäumen, Engeln, Menschen
Wenn man die Köpfe der Menschen miteinander verbindet, erhält man eine Art Schlangenlinie. Nicht untypisch für den verspielten Rokoko. Skizze nach: Antoine Jean Watteau, Die Einschiffung nach Cythera, 1718.
Möglich wäre etwa auch der Mäander (in Ornamentik der griechischen Kunst , ca. 1.000 – 700 ante)
Perspektiven
Linien oder gar Raster möglich? Vgl. Mittelsenkrechte, Mittelwaagerechte
Die Linien kreuzen sich in der Figur des Wanderers. Der Wanderer steht im Mittelpunkt, die Landschaft ist nur Mittel zum Zweck. Skizze nach: Caspar David Friedrich, Der Wanderer über dem Nebelmeer, um 1818.
! Schwerpunkte – Schwebepunkte Ränder
Strukturierung des Bildes nach Horizontale, Vertikale oder Diagonale (Barock)
Perspektive Raumperspektive (Zentralperspektive, Zweipunktperspektive, Aperspektivität) Farbperspektive Luftperspektive daraus folgend: Tageszeit, also auch Stimmung
Gegenstandsfarbe = Eigenfarbe = Lokalfarbe? oder nicht?
Komplementärkontrast? (eigentlich komplementäre Farben direkt nebeneinander, z.B. Rot-Grün, Blau-Orange, Geld-Violett)
C Bildthematik Kontext (Gedanken) Titel des Bildes
Künstler Entstehungsjahr Stil Rezeption (Museen, Länder,…) Gattung/Genre (Historienmalerei, Porträtmalerei, Sittenbild, Landschaftsmalerei, Stillleben,…)
4 Verhältnis Bild – Rezipient Bildformat: Großes Format heischt nach Distanz, kleines Format nach Nähe
Vogelperspektive oder Froschperspektive?
Gegenstände angeschnitten, mithin der gedanklichen Ergänzung bedürftig?
5 Reaktionen des Betrachters/Rezipienten Enstspricht die Darstellung des Themas den Sehgewohnheiten des Betrachters?
Konfrontiert/schockiert/befremdet die Darstellung den Betrachter?
Lädt das Thema zur Identifikation/Einfühlung ein?
Wird Distanz erzeugt?
Wird das Auge zum Bildschwerpunkt gelenkt oder gibt es da etwas Verborgenes?
Naturalismus/Akademie
Impressionismus
Stofflichkeit
ja
nein
Körpervolumen
ja
nein
Räumlichkeit (Perspektiven)
ja
ja/eingeschränkt
Detailgenauigkeit
ja
nein
Richtigkeit der Proportionen
ja
ja
Gegenstandsfarbe
ja
nein
Andreas Schrock, Danke an Gerhard Jaeger für einen wertvollen Hinweis
„Siehe, ich mache alles neu“
Der Frühling flüstert durch das Land,
ein Hauch von Hoffnung, wohlbekannt.
Die Erde trägt ein grünes Kleid,
das Dunkel weicht – es ist so weit.
Der Stein verschoben, das Grab ist leer,
ein neuer Morgen bricht sich Bahn.
„Sieh her“, ruft Gott, „ich schenk‘ noch mehr
ein Leben, das kein Tod mehr nahm.“
Die Blumen brechen durch fürwahr,
die Vögel singen frisch und frei.
So schenkt uns Ostern jedes Jahr
die Botschaft: Alles wird wie neu!
Und was erstarrt und stumm erschien,
beginnt zu atmen, strahlet grün.
Denn auferstanden ist der Herr –
und mit ihm alles, siehe nur.
Frohe Ostern!
Christian Rempel
Sie träumt rosettenartig
sei
eine fleischfressende
mit offenen Fangblättern
anderswo unverfänglich
fliegt ein Drohn
von Blüte zu Blüte
für Honig und Königin
es ist die Natur
der Begegnung
groß
und flüchtig
lass zieh´n
das zarte Leuchten
Blütenduft
des süßen Sommers
doch er bleibt
überwinterungsfähig
wie flüssiges Gold
an der Marie
klebriger Traum
was machen Tentakel
mit dem Drohn
nach dem Erwachen?
sibyll j. maschler
wenn dich plagt
die lange Weile
hol geschwind
das Hackebeile
hau uns klein
den Kleiderschrank
zehack auch gleich
die Ofenbank
fröhlich sollst du
dabei schrein
obzönes
wie ein Schwein
schluck dazu
ein paar Drogen
Kind auch mich
hat man so
erzogen
Gerhard Jaeger, 9.2.2025
Mit der Lacherei ist es so eine Sache. Worüber wird gelacht, geschmunzelt, gespottet oder gelästert? Gehört nicht auch zu jedem Lachen der Humor? Wie präsentiert sich der Humor im Wandel der Zeiten? Dürfte Wilhelm Busch das Spiel seiner Figuren (z.B Max und Moritz) heute noch so in Szene setzen? Was geht noch und was sollten wir lieber vergessen?
Klar, scheint Humor auch eine „politische Komponente“ zu haben. Dennoch schimmern in ihm Lebenslust, Leichtigkeit und Freude (manschmal auch Schadensfreude) und Spaß am Dasein.
Also sollten wir das Thema mal unter die Lupe nehmen. Vielleicht sammeln wir in Hinblick auf unser Seminar im Mai gemeinsam Anregungen, Textbeispiele, Autoren, Gedanken und Haltungen mit denen wir einverstanden oder auf Kriegsfuß sind.. Macht bitte alle mit!
Unser Thema: „Humor im Wandel der Zeiten“
Wenn wir Glück haben, dann finden wir am Ende doch noch etwas worüber es sich gemeinsam lachen läßt.