
Vorstadt


Von Fr 16. Mai bis So 18. Mai 2025 findet in Lampertswalde unser nächstes Seminar statt. Wer dichtet oder Lust auf die Dichtung anderer hat, sei hiermit eingeladen. Auch Tagesgäste sind herzlich willkommen. Eine kurze Mail an post(a)eitelkunst.de genügt. Wir melden uns umgehend zurück.
Vorläufiger Plan für Fr 16. Mai 2025
bis 16:30 Anreise
17:00 – 18:30 Begrüßung und Auftakt-Thema „Humor im Wandel der Zeiten“
19:00 -20:00 Abendbrot & Warm-Quatschen
20:00 – opend end Textarbeit
***
Haben wir nichts mehr zu lachen? (Einstimmung zum Auftakt)
Mit der Lacherei ist es so eine Sache. Worüber wird gelacht, geschmunzelt, gespottet oder gelästert? Gehört nicht auch zu jedem Lachen der Humor? Wie präsentiert sich der Humor im Wandel der Zeiten? Dürfte Wilhelm Busch das Spiel seiner Figuren (z.B Max und Moritz) heute noch so in Szene setzen? Was geht noch und was sollten wir lieber vergessen?
Klar, scheint Humor auch eine „politische Komponente“ zu haben. Dennoch schimmern in ihm Lebenslust, Leichtigkeit und Freude (manschmal auch Schadensfreude) und Spaß am Dasein.
Also sollten wir das Thema mal unter die Lupe nehmen. Vielleicht sammeln wir in Hinblick auf unser Seminar im Mai gemeinsam Anregungen, Textbeispiele, Autoren, Gedanken und Haltungen mit denen wir einverstanden oder auf Kriegsfuß sind… Macht bitte alle mit!
Unser Thema: „Humor im Wandel der Zeiten“ Wenn wir Glück haben, dann finden wir am Ende doch noch etwas worüber es sich gemeinsam lachen läßt.
(Gerhard Jaeger)
Redaktion: Andreas Schrock
A Bildgegenstände
Gegenständliches (Sujet/Motiv)
Lässt sich ein Thema erkennen?
In welche Lebensbereiche gehören Bildgegenstände (Arbeit, Natur, häuslicher Bereich)?
Lassen sich Bildgegenstände einer bestimmten Zeit zuordnen (Mittelalter,…)?
Porträts/Kopfhaltungen
Frontalansicht
Viertelprofil
Halbprofil
Dreiviertelprofil
Profil, vgl. Schattenriss
Verlorenes Profil
Stoffliches
Farbauftrag pastos oder flächig
Malgrund
Technik (Acryl, Aquarell, Kreide, Öl, Tempera, Tusche,…)
flächig – räumlich
Platzierungen
Verhältnis der Bildgegenstände zueinander
Platzierung innerhalb des Raumes
B Bildaufbau
Zusammenfassung: Verteilung von Gegenständen und Farbe. Orientierung an Mittelsenkrechte, Mittelwaagerechte, Goldenem Schnitt, Diagonale oder sonstigen Blickschwüngen. Dabei verweisen die Elemente aus A auf die Elemente aus B, gleichsam als Verlinkung.
Teilungen/Gliederung der Bildfläche
Vordergrund – Hintergrund
Perspektiven
Emotionen (Gefühle)
Körperhaltungen (Figuren)
Stimmungen
Linien
Konturen (heben Umrisse hervor: scharfe Linien, weiche Kanten oder Auflösung/Zerfleddern der Kontur, wie etwa bei Wolken, siehe John Constable/1776-1837)
Blickrichtungen – Blickschwünge (Mittelsenkrechte, Mittelwaagerechte, Diagonale, Goldener Schnitt)
Blickschwünge entlang einzelner Elemente, wie z.B. Bäumen, Engeln, Menschen

Möglich wäre etwa auch der Mäander (in Ornamentik der griechischen Kunst , ca. 1.000 – 700 ante)
Perspektiven
Linien oder gar Raster möglich? Vgl. Mittelsenkrechte, Mittelwaagerechte

! Schwerpunkte – Schwebepunkte
Ränder
Strukturierung des Bildes nach Horizontale, Vertikale oder Diagonale (Barock)
Perspektive
Raumperspektive (Zentralperspektive, Zweipunktperspektive, Aperspektivität)
Farbperspektive
Luftperspektive
daraus folgend: Tageszeit, also auch Stimmung
Farbgebung
Farben: warm – kalt, farbig – matt, hell – dunkel
transparent – deckend
Licht – Schatten
Hell – Dunkel
Lichtkanten
Gegenstandsfarbe = Eigenfarbe = Lokalfarbe? oder nicht?
Komplementärkontrast? (eigentlich komplementäre Farben direkt nebeneinander, z.B. Rot-Grün, Blau-Orange, Geld-Violett)
C Bildthematik
Kontext (Gedanken)
Titel des Bildes
Künstler
Entstehungsjahr
Stil
Rezeption (Museen, Länder,…)
Gattung/Genre (Historienmalerei, Porträtmalerei, Sittenbild, Landschaftsmalerei, Stillleben,…)
4 Verhältnis Bild – Rezipient
Bildformat: Großes Format heischt nach Distanz, kleines Format nach Nähe
Vogelperspektive oder Froschperspektive?
Gegenstände angeschnitten, mithin der gedanklichen Ergänzung bedürftig?
5 Reaktionen des Betrachters/Rezipienten
Enstspricht die Darstellung des Themas den Sehgewohnheiten des Betrachters?
Konfrontiert/schockiert/befremdet die Darstellung den Betrachter?
Lädt das Thema zur Identifikation/Einfühlung ein?
Wird Distanz erzeugt?
Wird das Auge zum Bildschwerpunkt gelenkt oder gibt es da etwas Verborgenes?
| Naturalismus/Akademie | Impressionismus | |||
|---|---|---|---|---|
| Stofflichkeit | ja | nein | ||
| Körpervolumen | ja | nein | ||
| Räumlichkeit (Perspektiven) | ja | ja/eingeschränkt | ||
| Detailgenauigkeit | ja | nein | ||
| Richtigkeit der Proportionen | ja | ja | ||
| Gegenstandsfarbe | ja | nein |
Andreas Schrock, Danke an Gerhard Jaeger für einen wertvollen Hinweis
„Siehe, ich mache alles neu“ Der Frühling flüstert durch das Land, ein Hauch von Hoffnung, wohlbekannt. Die Erde trägt ein grünes Kleid, das Dunkel weicht – es ist so weit. Der Stein verschoben, das Grab ist leer, ein neuer Morgen bricht sich Bahn. „Sieh her“, ruft Gott, „ich schenk‘ noch mehr ein Leben, das kein Tod mehr nahm.“ Die Blumen brechen durch fürwahr, die Vögel singen frisch und frei. So schenkt uns Ostern jedes Jahr die Botschaft: Alles wird wie neu! Und was erstarrt und stumm erschien, beginnt zu atmen, strahlet grün. Denn auferstanden ist der Herr – und mit ihm alles, siehe nur. Frohe Ostern! Christian Rempel

Sie träumt rosettenartig sei eine fleischfressende mit offenen Fangblättern anderswo unverfänglich fliegt ein Drohn von Blüte zu Blüte für Honig und Königin es ist die Natur der Begegnung groß und flüchtig lass zieh´n das zarte Leuchten Blütenduft des süßen Sommers doch er bleibt überwinterungsfähig wie flüssiges Gold an der Marie klebriger Traum was machen Tentakel mit dem Drohn nach dem Erwachen? sibyll j. maschler


Schwarz
ist die Nacht
tief ist
der Traum
für das Hoffen
der Raum
wenn dich plagt die lange Weile hol geschwind das Hackebeile hau uns klein den Kleiderschrank zehack auch gleich die Ofenbank fröhlich sollst du dabei schrein obzönes wie ein Schwein schluck dazu ein paar Drogen Kind auch mich hat man so erzogen Gerhard Jaeger, 9.2.2025
Mit der Lacherei ist es so eine Sache. Worüber wird gelacht, geschmunzelt, gespottet oder gelästert? Gehört nicht auch zu jedem Lachen der Humor? Wie präsentiert sich der Humor im Wandel der Zeiten? Dürfte Wilhelm Busch das Spiel seiner Figuren (z.B Max und Moritz) heute noch so in Szene setzen? Was geht noch und was sollten wir lieber vergessen?
Klar, scheint Humor auch eine „politische Komponente“ zu haben. Dennoch schimmern in ihm Lebenslust, Leichtigkeit und Freude (manschmal auch Schadensfreude) und Spaß am Dasein.
Also sollten wir das Thema mal unter die Lupe nehmen. Vielleicht sammeln wir in Hinblick auf unser Seminar im Mai gemeinsam Anregungen, Textbeispiele, Autoren, Gedanken und Haltungen mit denen wir einverstanden oder auf Kriegsfuß sind.. Macht bitte alle mit!
Unser Thema: „Humor im Wandel der Zeiten“
Wenn wir Glück haben, dann finden wir am Ende doch noch etwas worüber es sich gemeinsam lachen läßt.
Erwin vom Nottekanal