
Eine Zeichnung von Gerhard Jäger


Beiträge für das kommende Gedankenwasser Heft können bis Montag den 24. Juni 2019 16:00 Uhr an Annett oder Liane gesendet werden.

Liebe “Eitle Künstler”und Freunde der “UnDichter”,
wie soll es sein, das neue GeWa?
In Abwandlung eines bekannten Sprichwortes könnte ich sagen:
Schreibt selbst die Texte, die ihr gerne lesen möchtet,
malt Bilder, die Euch selbst berühren würden,
fangt den Augenblick mit einem Foto ein, dass mehr sagt als tausend Worte.
Sendet sie uns – Annett oder mir – gern noch für unser neues Gedankenwasser Heft (GeWa) zu.
Alle Einsendungen, die uns noch bis Montag den 24. Juni 2019 16:00 Uhr erreichen, können noch von uns für das kommende Gedankenwasser Heft berücksichtigt werden. (Es macht nichts, wenn ihr sie schon früher sendet.) Vielleicht braucht es manchmal nur eines solchen Anlasses, um mal wieder kreativ zu werden?
Ich würde mich freuen, wenn wir alle gemeinsam wieder ein gelungenes Gedankenwasser Heft in den Händen halten und durchstöbern dürfen. Das ist unser Gemeinschaftsprojekt.
In diesem Sinne ist jeder von uns Teil des Ganzen und trägt auf ganz eigene Weise zum Gelingen bei.
Seid herzlich gegrüßt.
Liane

Liebe Freunde,
unser Treffen zu „Lesen und Schreiben“ wird wieder am Mittwoch 13.06. ab 16.30 Uhr in der Stadtbibliothek Wildau stattfinden. Ich freue mich schon auf Euch.
Liane Fehler Onlineredaktion
19 Uhr
Veranstaltungsort ist das
Kirchengemeindehaus Senzig
Chaussestrasse 59
Senzig
Eintritt: frei
Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt
um Spenden wird gebeten
Literaturempfehlung für das Neue Jahr

Wer ist frei von manisch-depressiven „Eigenschaftssplittern“? Oder auch von schizoiden? Sie oder er möge diese Literaturempfehlung ungelesen überspringen. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, einen Menschen zu kennen, welcher mit dieser Krankheit seine Tage und Nächte „entert“, „sich abhanden gekommen ist“. Unter diesem Aspekt empfiehlt es sich dann doch, Bücher von Thomas Melle zu lesen. Nachdem ich mir zunächst die Neuerscheinung „Die Welt im Rücken“ gekauft hatte, las ich nach und nach die Vorgänger bis hin zum Debütroman. Eine gut gewählte Reihenfolge, denn mit dem autobiographischen Bestseller aus dem Jahr 2016, erschließen sich die Protagonisten in den vorangegangenen Romanen umso besser. So ist es sicher kein Zufall, dass die Namen der zwei hauptsächlich agierenden Personen, Thorsten und Magnus, in „Sichster“ graphematisch sehr dicht am Namen des Autors sind. Thomas und Thorsten werden beide mit >Th< geschrieben. Magnus, zweisilbig, mit dem gleichen Initial des Nachnamens Melle.
Die Literatur ist schmerzhaft scharfgestellt, erscheint mir wie ein metallisches, gnadenloses Schlaglicht. Manches wirkt überspitzt, wie z.B. „Meine Kindheit trägt die Farbe des Wortes Hämatom.“, „In der Phase der Minussymptomatik… bis mich ein Wutanfall wieder freisprengte“ oder „Der Tag begann mit einer Verneinung und endete mit einer Kapitulation“. Lange Passagen führen immer tiefer in diese fließende, gleitende Dunkelheit hinab. Aber inzwischen glaube ich, dass da gar nichts überspitzt wurde, sondern die Schilderungen durchlebt wurden und immer noch permanent in anderen Farben irrlichtern. Außerdem funkeln unendlich viele, einzigartige Bilder: „Die Zunge fühlt sich wie ein Schneckenmutant aus Gummibärchen an“, „Ich hörte das Sausen der Ringe des Saturns“, „Lebenskomplexe …Ganze Maisfelder wollen da noch zu Popkornwälder aufspringen.“ Und es prasseln Vergleiche. „Die Psychiatrie ist ein Sammelsurium von Fehlexemplaren“, „Baukräne wie große futuristische Heuschrecken, Bauarbeiter wie Playmobilfiguren im Sand.“
„3000 Euro“ ist ein Roman über die „Stadtschattengewächse“ Anton und Denise. Schon durch die ersten 3 Sätze fühlet ich mich sofort ertappt: „Da ist ein Mensch drin, auch wenn es nicht so scheint. Unter den Flicken und Fetzen bewegt sich nichts. Die Passanten gehen an dem Haufen vorbei, als wäre er nicht da.“ Aber es wächst zunehmend Empathie für die „am Rande. Oder schon über den Rand hinaus. Die, die ferner liefen.“ „300 Euro“ las ich vergleichsweise zügig und schaue die „unterschatteten Augen“ nun mit anderen.
Thomas Melles Debüt „Raumforderung“ besteht aus Erzählungen und bezeugt bereits die ganze expansive Sprachkraft des Autors.
Meine Empfehlung beruht auf dem Wunsch, dass wir einander wahr-nehmen: In der Realität, Spiritualität, Literatur oder wo auch immer.
sibyll maschler
Liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter,
in der Hoffnung, Ihr hattet frohe und besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch, wünsche ich Euch fürs neue Jahr ganz viel Glück, Gesundheit und Poesie auf all Euren Wegen!
Zugleich lade ich Euch hiermit ganz herzlich zum Frühjahrsseminar des Eitel Kunst e.V. vom
13. bis 15. April 2018 nach Königs Wusterhausen ins Mehrgenerationenhaus, Fontaneplatz 12B, ein.
Beginn: Freitag, 18 Uhr,
Ende: Sonntag, 14 Uhr.
Mitzubringen: Texte eigene und fremde (s. unten)
Musikinstrumente und sonstige künstlerische Anlässe zum drüber Reden
Sonderwünsche zur Versorgungslage
(Grundversorgung Mittag / Abendbrot Samstag, Wasser & Saft wird organisiert)
Das Motto könnte sein: „Sich erinnern …“.
BITTE meldet euch auch zurück: Wer kommt, aber auch, wer nicht kommen kann: 0331 / 24348293 / buecherasyl-lars@gmx.de. Unterbringungen können die KWer bzw. „Umwohnenden“ bei Bedarf organisieren.
Außerdem möchte ich Euch auch schon mal vorab zum Sommer-Seminar (mit Mitgliederversammlung) nach Jahnishausen vom 17. – 19. August 2018 einladen. Auch hier: Bitte signalisiert schon mal, wer nicht und wer kann und kommt!
Bis da- oder dorthin – auf ein baldiges Lesen, Hören, Sehen – viel poetische Kraft
wünscht –
Lars Steger