Tag Archives: * Farben

0

Gerhard Jaeger: Nachtschwarz und schneeweiß

Nachtschwarz und schneeweiß I Wer - weiß wie weiß die Kälte und wie schwarz die Winde wehen wehrhaft umklammern die Gestalten im Gewirr der dunklen Straßenschächte und wer weiß wie solche Nächte wandernd um die Häuser ziehn taumeln, wanken, schwanken Schmelzwasser rauschen durch die Kanalisation von Berlin – wusstest du schon alles wird gut am Morgen früh II weiß wie Wind wieder weiter wehen schwarz wie eine Kälte klammern wehrhaft wie wirklich Wirklichkeiten schreiten wenn es schneit wer weiß vom wie und werden wirklich weiß man nie vom weißen Matsch braucht man eines nur zu wissen dieser Winter hat verschissen

by

*

Nachtschwarz und  schneeweiß

I

Wer  – weiß wie weiß
die Kälte und wie schwarz
die Winde wehen
wehrhaft umklammern
die Gestalten im Gewirr
der dunklen Straßenschächte
und wer weiß wie
solche Nächte wandernd
um die Häuser ziehn
taumeln, wanken, schwanken
Schmelzwasser rauschen
durch die Kanalisation
von Berlin – wusstest du schon
alles wird gut
am Morgen
früh

II

weiß wie Wind
wieder weiter wehen

schwarz wie eine Kälte klammern
wehrhaft wie wirklich
Wirklichkeiten schreiten wenn

es schneit

wer weiß vom wie und werden
wirklich weiß man nie
vom weißen Matsch braucht man
eines nur  zu wissen
dieser Winter hat
verschissen

0

Gerhard Jaeger: Wetterleuchten – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

Wetterleuchten noch ist nichts. einige Farben Gewölk Striche grün, braun schwarz, indigo ach, bin ich froh noch hat es keine Blitze noch donnert es, nur so ein Furzgegrummel, Mensch trägst du `nen kurzen Fummel Hei! Lass mich mal ran an die Staffelei es blitzt ich male Rhomben mit einem Strich mitten drin, als Kinder malten wir das an die Wand meine Hand ist elektrisch draußen wird’s hektisch Endladung aus Wolkengeheul aus Windgehechel wie du stöhnst und das noch verschönst

by

*

noch ist nichts.
einige Farben
Gewölk Striche
grün, braun
schwarz, indigo
ach, bin ich froh

noch hat es keine Blitze
noch donnert es, nur so
ein Furzgegrummel, Mensch
trägst du `nen kurzen Fummel
Hei! Lass mich mal ran
an die Staffelei

es blitzt ich male

Rhomben mit einem Strich
mitten drin, als Kinder
malten wir das an die Wand

meine Hand ist elektrisch
draußen wird’s hektisch
Endladung

aus Wolkengeheul
aus Windgehechel

wie du stöhnst und
das noch verschönst

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: