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mein tal im nebel
erinnerung unterm schnee
rückkehr ohne dich
Lars Steger
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mein tal im nebel
erinnerung unterm schnee
rückkehr ohne dich
Lars Steger
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Oktobergolden
lachen leuchtende Bäume
Herzrotgefunkel
Herzrotgefunkel
leuchten lachende Bäume
Oktobergolden
Das war der schöne Maien
wir gingen Hand in Hand
Du kannst mir nicht verzeihen
ich flieh` ins ferne Land
Ich hör kein Vogel singen
ist alles um mich stumm
verlassen von den Dingen
so schleiche ich herum
Dein Sprechen ist Mechanik
es dringt nicht an mein Herz
ich bin so sehr in Panik
Dein Lächeln ist aus Erz
Wie soll ich da noch leben
so ohne Liebe gar
ich wollte sie Dir geben
wie sie noch niemals war
Ja ruhig willst Du bleiben
mich töten ganz und gar
sägst mich getrost in Scheiben
und kochst mich hernach gar
Ich werd sie Dir versalzen
die Suppe aus meinem Herz
das Schicksal will mich walzen
doch ich bin auch aus Erz
Ich lehre Dein Empfinden
als wenn`s mein eignes wär`
dann werde ich verschwinden
bis dass ich wiederkehr
C.R. 24.05.2004
Wer durch das Babjalied (hier auf dem Blog) nun märchenhaft eingestimmt sich das Haus auf dem Hühnerbein gern selbst mal ansehen möchte, hat bald Gelegenheit dazu. Aus dem Gedichtladen Waltersdorf erreichte mich der nachfolgende Veranstaltungshinweis von dem „Erfinder“ des Festes der Stille in Waltersdorf. Viel Vergnügen wünscht Euch die Onlineredaktion. Liane Fehler
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Veranstaltungshinweis:*
Weihnachtszeit bist Heimlichkeit
Weihnachtszeit kommst nun heran
schnür die Stiefel Weihnachtsmann
wie schön Du uns was einbescherst
wie wird’s am Heil’gen Abend erst
Das Festkomitee in Waltersdorf, an dem sich etwa 30 Bürger aktiv beteiligen, hält zum Fest der Stille, das wieder am zweiten Advent, dem 8.12.2013 ab 15 Uhr in und um das ehemalige Rathaus und die Waltersdorfer Kirche sattfindet, wieder viele Überraschungen bereit. Schon das ganze Jahr wurde an einem Babajagahaus gebaut, das auf einem Hühnerbein steht und sich drehen kann. Die Kinder des Kindergartens Robin Hood singen dazu:
Es lebten einst, so geht die Mär
hier Slawen weit von Osten her
hier Slawen weit von Osten her
ihr Leben war noch schwer
Eine Hexe, die so ein tolles Häuschen hat, kann ja nicht nur böse sein, geht es in dem Lied weiter. Eichwalder Kinder treten mit den Liedern ihres Krippenspiels in der Kirche auf. Auch diese sind ein bisschen anders als gewohnt, denn die meisten stammen von dem österreichischen Liedermacher Kurt Mikula. Die Kinder werden musikalisch von den Eltern unterstützt.
„Es gibt wieder Wölfe“ in Brandenburg, das kann man dem Kasperstück entnehmen, das sich um das bekannte Märchen Rotkäppchen rankt. Das Fernsehen wird in dem modernen Stück etwas auf die Schippe genommen, wenn ein Werbeblock so geht:
Ihr Haar wird locker wie ein Aal
Mit Kaspers Shampoo Vivital
selbst jede kleine Krabbellaus
wäscht Vivital gleich raus
Die reichlich fließenden Sponsormittel erlaubten auch wieder das Engagement der launigen Bläsertruppe „Brüder Kanne“ und die Ausrichtung einer Tombola, bei der es richtig was zu gewinnen gibt. Manche der zwölf Hauptpreise haben sich schon herumgesprochen und man hört immer wieder: „Das möchte ich gewinnen“. Eine ganz besondere Überraschung und weihnachtliche Heimlichkeit ist allerdings der Superpreis im Wert von 280 Euro.
Der Weg nach Waltersdorf lohnt sich! Christian Rempel
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger
Text: Annett Goldberg
Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift klicken und den Artikel öffnen.
Dann sollte ein Player erscheinen.
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Foto: Verschneite Wiese -:quarknet.
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Eisblau das Land
von Dächern und Wipfeln
schwebt weiß
auf grauen Straßen
glitzerndes Eis
Backsteinrot verspricht
Wärme im Haus
auf dem Schnee
sind Fährten
ein Rätsel
Bekomm es heraus
Liane Fehler, Frühjahr 2010
Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN 978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)
▶ Wintermorgen (Audio)
Foto: Andreas Schrock
Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt
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hier draußen ist grelle
hügel alleen aus helle
sieh den wind wehen
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Diese Frau
mit dem Gesicht
das so alt ist,
doch sehe ich
genauer hin
springt es auf
das Mädchen
flüstert
der Wind
bist du
das Gras
bin ich
ich streichle
dich
Schneewittchenadaption
(nicht besser, nur ein bisschen anders)
Auf sieben Stühlen habe ich gesessen,
An sieben Tischen hat es mir geschmeckt.
Das Böse hat mich nicht vergessen,
der Spiegel hat mich ihr entdeckt.
Und immer war ich zu naiv,
das Unglück nahte, war ich mal allein.
Fiel dreimal in den Schlaf so tief,
fiel dreimal auf das Böse rein.
Und sieben Tode wäre ich gestorben,
wenn einer nicht gestolpert wär,
und wieder ward um mich geworben,
verwundert sah ich um mich her.
Denn Märchenprinzen gibt’s
wie Sand am Meer.
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C.R. nach Christina Margret 13.5.2013