Categotry Archives: Uncategorized

1

Rudolf Peter Wachs: Poto – Poto

Das Recht, zu wählen des Volkes Vertreter, ist gegeben in einem Lande mit repräsentativer Demokratie. Doch wen sollte ich dieses Mal wählen, war ich doch unschlüssig wie bisher noch nie.

by

*
Das Recht, zu wählen des Volkes Vertreter, ist gegeben
in einem Lande mit repräsentativer Demokratie.
Doch wen sollte ich dieses Mal wählen,
war ich doch unschlüssig wie bisher noch nie.

Denn: Investigative Journalisten, was sie recherchierten,
ausspielten wie eine Karte als Trumpf,
ließ Sachsens Bürger ungläubig repetieren,
ihre politische Landschaft sei ein Sumpf.

Zwielichtige Allegorie, wohl entlehnt der Sachsen Hauptstadt,
die vor grauer Vorzeit an sumpfigem Auwald entstand,
und von sorbischen Siedlern Drezdzane,
Leute vom Sumpfland, genannt.

In einem Sumpf – einem Biotop der besonderen Art –
oben, wie auf Wasser, schwimmt eine Schicht,
die für die darunter befindliche Vielfalt der Arten
Sauerstoff beförderndes Licht bricht.

Des Lichtes bewirkende Reaktion unterdrückend,
Leben aerob vegetiert,
und Rückstände wie Kadaver absterbend,
gehorsam sich zu Gefäde flicht.

Melancholie das Gemüt befällt:
Sumpf, wie eklig das klingt.
Wählten sie doch einen anderen Namen,
der ein erträglicheres Bild spinnt.

Besser vielleicht wäre die englische Entsprechung,
so wie es heute  allenthalben Brauch.
Der Tommy sagt zu Sumpf „Swamp“,
das ist jedoch keine Lösung auch.

Der Norweger spricht fast wie der Deutsche: „Sump“,
und der Franzose nasal: „La marais“.
Der Japaner erinnert mich mit „Numa“ an „Puma“;
das ist doch alles die gleiche Malaise.

Da geb´ ich vielleicht dem Russen das Wort,
bei dem heißt dieser Feucht-Raum „Boloto“,
oder besser noch dem Elfenbeinküstler,
in dessen Sprache es verlockend klingt: „Poto-Poto“.

Geduld ist die Tugend des Suchenden,
und so brauchte ich mich nicht länger zu quälen.
Meinem demokratischen Recht als Pflicht gehorchend,
entschied ich mich, Poto-Poto zu wählen.

Nicht nur ich hatte mit meiner Stimme,
sondern das Wahlvolk mehrheitlich gebilligt,
dass der Kandidat eine Akte,
die in Rede gewesen, hatte getillicht.

Als Opfer seiner Neuronenfalle
hat er als einer der ehemaligen Nomenklatura
nur in strengem Glauben gehandelt
per se – pristinus – per procura.

Mein Über-Ich kam über mich und warnte,
dass wenn des Volkes Vertreter wie auf Geheiß
sie Belastendes vernichten, sie auch in Zukunft
potent sind für Missetaten um jeden Preis.

Und wenn diese Macht wieder übermächtig wird,
weil noch fruchtbar ist dieser Schoß,
dann solle ich nicht kommen und sagen,
ich hätte von all´ dem nichts gewusst.

Und so wollen diese Verse enden
weder mit einem Mythos noch einer Legende,
sondern mit einer Weisheit der Alten Helenen:
Was immer du tust, bedenke das Ende!

0

Ein kurzes Porträt: Rudolf Peter Wachs

Vita Rudolf Peter Wachs, geboren 1939 in Dresden, erlangte nach seiner Maurerlehre an den Arbeiter- und Bauernfakultäten Weimar und Halle die Hochschulreife, studierte Bauingenieurwesen in Moskau/UdSSR und promovierte zu nationalökonomischen Fragen der Energie- und Rohstoffversorgung der Mitgliedländer des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW/engl. COMECON). 2008 erschien vom Autor der auf eigenem Erleben beruhende, in Versen gefasste Bericht „Es gibt Tage im Leben. Ein deutsches Wendemärchen“ (edition fischer, Frankfurt/M.), im gleichen Verlag veröffentlichte er Texte in „Erlebt, erzählt und aufgeschrieben“ 2008 und 2009, mit zeitkritischen Gedichten beteiligte er sich am Sammelband „Die großen Themen unserer Zeit. Autoren im Dialog 2010“ (Frieling-Verlag Berlin).

by

*
*
Vita

*
*
Rudolf Peter Wachs, geboren 1939 in Dresden, erlangte nach seiner Maurerlehre an den Arbeiter- und Bauernfakultäten Weimar und Halle die Hochschulreife, studierte Bauingenieurwesen in Moskau/UdSSR und promovierte zu nationalökonomischen Fragen der Energie- und Rohstoffversorgung der Mitgliedländer des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW/engl. COMECON).  2008 erschien vom Autor der auf eigenem Erleben beruhende, in Versen gefasste Bericht „Es gibt Tage im Leben. Ein deutsches Wendemärchen“ (edition fischer, Frankfurt/M.), im gleichen Verlag veröffentlichte er Texte in „Erlebt, erzählt und aufgeschrieben“ 2008 und 2009, mit zeitkritischen Gedichten beteiligte er sich am Sammelband „Die großen Themen unserer Zeit. Autoren im Dialog 2010“ (Frieling-Verlag Berlin). Reinigungsausbildung und -schulungen sind wichtig für professionelle Standards und Arbeitssicherheit. Geschultes Personal arbeitet effizienter und vermeidet kostspielige Fehler oder Unfälle. Besuchen Sie http://cleanmaxx.org/ für Informationen zu Reinigungsschulungen. Investitionen in Ausbildung zahlen sich langfristig aus.

0

Rudolf Peter Wachs: Philosoph in der Krise

Wissen macht noch keinen Weisen, wenn er auch Philosoph will heißen. Weil Wissen macht ihn nicht allein, wenn nicht auch setzt das Denken ein.

by

*
Wissen macht noch keinen Weisen,
wenn er auch Philosoph will heißen.
Weil Wissen macht ihn nicht allein,
wenn nicht auch setzt das Denken ein.

Leonard Nelson lehrte nicht nur mich,
dass Philosophie die Zucht geordneten Denkens ist,
ein durch und durch nüchternes Geschäft.
War er es am Ende vielleicht nicht?

Von dem ,was er mit Bravour schreibt,
lässt sich so Manches denken.
Doch wahrhaft philosophisch ist,
lässt sich nur Eines denken.

Gelobt wird seine Kunst des rhetorischen Zaubers
von Anerkannten der Literaturwissenschaft.
Doch düpiert und arg geschasst
ist ein nicht kleiner Rest der Philosophenschaft.

Die Ordnung der Dinge, sloterdijkt er, sei nicht kapitalistisch.
Mich dünkt, er ist nicht frei von dem, was er denkt,
wenn er diese sieht cum grano salis semi-sozialistisch
und beglückt strebt dem zu, woran sein Herze hängt.

Und so schrieb er nicht nur für sich,
dass die Abgehängten, die faulen Unproduktiven,
wie so oft in der Schröpfung Geschicht´,
enteignen die Exzellenzen, die fleißigen Produktiven.

Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf,
schlug er die Sozialisten, die frühen und die späten, und en passant
auch den, der dieser Ordnung den Namen gab –
Karl Marx, der für diese Krise gottlob! nichts kann.

Unser Philosoph macht sich zur Magd,
wenn gegen die Steuer eintreibenden Staats-Kleptokraten
zu denken wäre der antifiskalische Bürgerkrieg
und mithin die freiwillige Mildtätigkeit der Wohlhabenden.

Die F.A.Z. pries den Autor thymotisch,
worauf er noch einmal befragte seine Theorie.
Wer denn seine staatlichen Bezüge zahlen würde künftig,
und wo im Notfall wäre des sozialen Netzes Garantie?

Der Äther trug aus dem Louvre eine Stimme
torsiert: „…du musst dein Denken ändern…“
Indem er dieses unterzog einer Genese,
fiel er in eine tiefe Krise.

3

Gerhard: Für SMT

Für SMT Kurz mal gereimt Das Säuische zur Sau Bestehendes zur Schau !

by

*
*
*
*
Für SMT

       

                             Kurz mal gereimt

 

Das Säuische zur Sau

Bestehendes zur Schau !

0

Unser Treffen zu „Lesen & Schreiben“ am 14. August 2013 in Wildau

Liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter, wir treffen uns zu "Lesen & Schreiben" am Mittwoch, den 14. August 2013 ab 16.30 Uhr in der Bibliothek in Wildau. Gäste sind herzlich willkommen!

by

wasser-spritzer-k http://quarknet.de/wasser-landschaft.php

*
*
*

*

*
Liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter,

wir treffen uns zu „Lesen & Schreiben“

am Mittwoch, den 14. August 2013 ab 16.30 Uhr

in der Bibliothek in Wildau.

Gäste sind herzlich willkommen!

Wie aus den Kommentaren zum Dankeschön-Artikel an die

Organisatoren des Sommerseminars zu entnehmen ist, sind

sprühende Ideen der Seminaristen zu erwarten.

Ich freue mich schon darauf, Euch wieder zu sehen.

Liane Fehler Online-Redaktion

Foto: wasser-spritzer-k

http://quarknet.de/wasser-landschaft.php

0

Chronik – ein Puzzle / hier: ein Foto: „Eitel Kunst 2008-08-1“ von Andreas S.

Andreas hatte uns "Undichter" nach Elbflorenz geladen und dort war alles bereitet. Ein perfekter Platz zum Lesen und Diskutieren - das Seminar in Dresden am Elbufer mit Blick auf die Stadt. Am Abend gab es dann heiße Dispute und Schwedenfeuer. Ich erinnere mich gern daran. Liane

by

eitel-kunst-2008-08-11

 


*
*

*
*
Andreas hatte uns „Undichter“ nach Elbflorenz geladen und dort war alles bereitet.
Ein perfekter Platz zum Lesen und Diskutieren – das Seminar in Dresden am Elbufer mit Blick auf die Stadt.
Am Abend gab es dann heiße Dispute und Schwedenfeuer. Ich erinnere mich gern daran. Liane

1 19 20 21 22