Gerhard Jaeger Bild: Friedensstrasse Königs Wusterhausen
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dieselbe sonne
unbekanntes licht beim abschied
brennt uns noch immer
Wartatal Oktober 2004.
die sollst du meiden
getroffen von Blitzen
vielfach
doch aus verkohlten Stämmen
immer wieder
Triebe grün
*
Warum
soll man Weiden
meiden
sternenstill die zeit
ziehn sehn, auf briefkästen nachts
Gedichte schreiben
vor den Städten
vor den Türmen
vor den Laubenkolonien
vor der Vorortbahn
liegt in einer Moorlinse
liegt auf den Gleisen
liegt in schwarzen Wäldern
liegt im Schnee
groß das Wesen Einsamkeit
groß das Wesen Öde
bläulich bebende Ahnung
bläulich schlummernde
Unruhe
wehe wenn Winde wehen
sie treiben die Wesen
von der Vorortbahn
von den Lauben
auf die Städte
auf die Türme
da blasen sie
da blasen sie traurig
da blasen sie traurige Solis
bis alle Singles tanzen
asche und feuer
wenn nur unsere worte
noch warten im wind
Manchmal matt
noch beschlagen
von nächtlichen Träumen
die Ränder blind
dunkel gefleddert die Ecken
stumpf mit schweren Lidern
das Angesicht
fällt quecksilbergleich
blickdicht
auf die Oberfläche
fließen Tropfen
Streifen durch Nässe
Du
öffnest das Fenster
mir
lass uns
schauen am Morgen
ob sich der Himmel spiegelt
*
*
November 2013
*
*
*
*
der mond ist im see
nicht sichel, nur ein schillern
die schatten schwimmen
*
*
Ich schnaub sie an
Prüf sie im Maul
Pack zu mit den Tatzen
Das gefällt immer
*
27.01.2005