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im sand die erde
unterm pendel mit der zeit
sich drehen sehen
Lars Steger: von der sauna aus
von der sauna aus ins blau des himmels blicken an dich nichts denken Text: Lars Steger*
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von der sauna aus
ins blau des himmels blicken
an dich nichts denken
Gerhard Jaeger: An die Oder
Eisschollenstrom Strom aus Licht aus Weite und Flut über die Nähte der Auen über die Ufer aus damals und heute
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Eisschollenstrom
Strom aus Licht
aus Weite und Flut
über die Nähte der Auen
über die Ufer aus
damals und heute
aus Blut und Flucht
über die Wasser
getrieben vom Wahn
her und hin
das Rauschen
einzig überflügelt
vom roten
Milan
„Botschaft“ Foto-und Text-Collage Susann Schulz & Liane Fehler

Foto: Susann Schönherr
Lars Steger: das häherwerben
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das häherwerben
gestern, lautstark im laub, heut
der stillbunte flug
Mittwoch 12. Juni – Jour fixe: „Lesen & Schreiben“
Wir treffen uns zu Lesen & Schreiben am Mittwoch 12. Juni 2013 im Mehrgenerationen Haus in Königs Wusterhausen, wie immer um 16.30 Uhr.
Liane Fehler Onlineredaktion
Ein Glückwunsch an alle Geburtstagskinder!
Liane Fehler: Blüten öffnen sich
Blüten öffnen sich auferstandene Wonne und jeder Tag Mai
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Ausschnitt Foto von S-Schulz
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Blüten öffnen sich
auferstandene Wonne
und jeder Tag Mai
Lars Steger: die grüne wand noch
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die grüne wand noch
daraus einzelne töne
dahinter nebel
Jennifer Müller: Der Kaktus im Blumenbeet
Er starrt. Er starrt zu Boden, weil es ihm unangenehm, ist die Blumen anzustarren, die sich überall um ihn herum in der Sonne räkeln mit ihren makellosen bunten Blüten und schlanken Sprossen. Es ist ihm unangenehm, in ihrer Mitte zu stehen und sich darüber bewusst zu sein, dass er stachelig ist. Es scheint manchmal, als ob die schönen Blumen ihn meiden wegen seiner Stacheln. Das stört ihn, doch er kann sie ja nicht abschneiden. Er kann
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Er starrt.
Er starrt zu Boden, weil es ihm unangenehm, ist die Blumen anzustarren, die sich überall um ihn herum in der Sonne räkeln mit ihren makellosen bunten Blüten und schlanken Sprossen. Es ist ihm unangenehm, in ihrer Mitte zu stehen und sich darüber bewusst zu sein, dass er stachelig ist. Es scheint manchmal, als ob die schönen Blumen ihn meiden wegen seiner Stacheln. Das stört ihn,
doch er kann sie ja nicht abschneiden. Er kann nicht so zart und schön sein wie die Blumen. Wie sähe das denn auch aus, ein blumgewordener Kaktus. Nein, er starrt den Boden an. Den braunen, langweiligen Boden, der allerlei Krimskrams beherbergt. Er hätte ja auch eine Ameise sein können. Dann hätte er wenigstens die Möglichkeit davon zu laufen, andere Kakteen zu suchen, die genauso stachelig sind wie er selbst, die genauso starren, um die Abneigung und zugleich makellose Schönheit der Blumen nicht sehen zu müssen. Genau genommen hätte er sich mit einem zweiten Kaktus doch sehr viel wohler gefühlt. Dann hätte es ihm egal sein können wenn die Bienen kommen, wie sie es immer tun, wenn er starrt. Dann kommen die Bienen und halten ihm das vor Augen, was ihn so stört. Die fliegen von Blume zu Blume und daran scheint auch gar nichts falsch zu sein. Bienen und Blumen sind ja glücklich. Da hat keiner Stacheln und da starrt auch niemand. Nein, der Kaktus fühlt sich deplatziert. Wenn es einen Gott gäbe, so sagt er sich, hätte ihn dieser doch nie inmitten eines Blumenbeets gepflanzt. Zumindest hätte Gott ihn ja dann zu einer Blume machen können.
Er starrt.
Er starrt den Himmel an, weil es ihn beschäftigt, ob da oben jemand sitzt und sich denkt: „Das hast du gut gemacht, ist ein schönes Bild. Ein Kaktus inmitten eines Blumenbeets.“
Tief in seinem Innern spürt der Kaktus ein Herz schlagen.
Ein kleines Herz, das schwer und müde ist vom ständigen Versuchen, groß und stark zu sein um eines Tages die ganze Welt umarmen zu können.
Das Wasser bahnt sich weiterhin den Weg durch seine Wurzeln, und Tag für Tag tankt er sich voll mit Sonne. Und ab und zu, wenn er sich einen Augenblick Zeit nimmt, versucht er in den Wolken Bilder zu sehen und gibt sich seinen Träumen hin, in denen Blumen und Kakteen in einer wundervollen Symbiose in einem Blumenbeet stehen, frei von Stachelangst und Befangenheit, einer Welt, in der es einen Gott gibt, der einem kleinen Herz die Chance gibt mit Glück erfüllt zu sein.
Lars Steger: über die haut streicht
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über die haut streicht
so voller vogelstimmen
frostiger morgen
