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Jedes Mal, wenn die Gedanken von den Schreibenden geflossen sind und dann mit dem Heftchen über den Briefboten hinein schwappen in meine Stube und zu mir, freue ich mich über die Teilhabe und Anregungen. Im Heft 110 freute ich mich besonders über >Der Blick< von Liane. Gelungene, nachvoll-ziehbare und für mich neue Bilder. Das Wort „aus“ ist für mich allerdings entbehrlich, stellt keine Verbindung zwischen der ersten und zweiten Zeile dar, sondern macht diese Stelle eher holprig. Das Gedicht steht konsequent im Präteritum. Für mich stellt sich nebenbei die Frage, ob eine zeitliche Wandlung in der zweiten Hälfte (ins Präsens), das Gedicht nicht länger nachschwingen lassen würde. Bei mir wäre es zumindest so. Ich würde den Niederschlag auf meinem Gesicht bis in die Gegenwart spüren können und müssen. Aber wenn Liane bei „kondensiertE“ bleiben möchte, um der Zeitform treu zu bleiben, klingt das Gedicht natürlich auch hoffnungsvoller. Der Niederschlag würde nur in der Vergangenheit gefallen sein; mittlerweile könnten sich die Blicke geändert haben, die Worte wieder gebildet werden.
Im Heimat-Sonderheft fallen die Zeichnungen von Magdalene auf. Zart, genau, voll Licht und Schatten.
Der Text „Die Kindheit“ von Andreas ebenso. Ich kann mich sehr fein hineindenken und fühlen. Wirklich gelungen, finde ich. Vorsichtig anfragen möchte ich, ob der Titel vielleicht noch die anderen Zeitepochen einschließen könnte bzw. sollte.
Auch Christina hat, neben dem gelungenen Versmaß, in „Aufbewahrt“ Bilder gefunden, die ich mit meinen AugenBlicken sehen und innerlich gut nachspüren kann. Vielen Dank für alles.