*

Frank Partusch gewidmet

Die Erde atmet nach dem Sommer aus.
Der See spiegelt ein kühles Blau
er ruft nicht mehr: „Komm doch herein!“
und doch besuch ich ihn noch gern
und alle Last von mir
fällt wieder in sein Blau hinein

Mit goldenem Sonnenlicht
schreibt Herbst
auf Ahorn, Eiche, Erle ein Gedicht
Die gelben, roten, braunen Blätter raunen
sieh uns nur an und
füll Dein Herz mit frohem Staunen

Mein Freund der Wind regiert –
die Blätter fallen sacht
oder sie fliegen –
Sie tanzen, wie ich tanzen möcht –
der Himmel ist so weit und schön
wär ich ein Blatt, dann würd ich voller
Übermut ganz leicht über die Lande wehn

Das Leben feiert sich – die Früchte sind gereift
die jungen Schwäne, Reiher sind nun groß
Sie spürn, wie ich, hier schließt sich der Kreis
und fliegen kräftig Flügel schlagend los.

Oktober 2014