Tag Archives: * uzun – Silber und Gold – Für Andrea (1) – Wie hab ich einst Dein Haar geliebt – Die Liebe! – Höchster Wunsch – Heidelberg – Für Andrea – Der Vortrag – Marktschellenberg – Frühlingsgedanken – Für mei

Christian Rempel: Jahreslauf (mit Erklärungen)

Jahreslauf (mit Erklärungen) Um seine Achse unser Planet ganz ohne auch nur leises Kraspeln* als unsre Erde beständig sich dreht wo wir und andre sich abhaspeln** Noch steht die Erde abgewendet der Norden von der Sonne zeigt und wenn der Jahreslauf vollendet sie wieder ist genauso geneigt*** Doch wir sind aus auf das Dazwischen wenn in den Beeten Blüten glänzen die Bäume sich mit Grün umkränzen Und wir nicht in Untätigkeit dem Ganzen geben das Geleit den Hauch der Ewigkeit erwischen C.R. 9.1.2015 . Legende (angeregt durch L&S am 14.1.2015) *"kraspeln" gibt es nicht im Duden, wohl aber bei den Gebrüdern Grimm, es bedeutet ein feines Geräusch zu verursachen, wie Mäuse hinter einem Panel, aber auch die Flamme kann kraspeln. **"abhaspeln" kommt vom Abspulen des Garns von der Haspel des Spinnrads oder auch des Sei­den­­fadens von der dazugehörigen Raupe, "sich abhaspeln" hat die Bedeutung von sich abhetzen, "glaubst du, daß sie es unterhalten wird, am Hofe ihres Bruders unbedeutende Tage abzuhas­peln?" Goethe ***Warum formuliert man nicht schöner "sie wieder sich genauso neigt", das wäre Sprachmelodie, in Wahrheit verändert die Achse der Erde sich aber so gut wie nicht, sondern es gibt nur die objek­tive Tatsache, dass sie in Bezug auf die Sonne im Jahreslauf unterschiedlich geneigt ist, ergo "ist"

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Jahreslauf (mit Erklärungen)
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Um seine Achse unser Planet
ganz ohne auch nur leises Kraspeln*
als unsre Erde beständig sich dreht
wo wir und andre sich abhaspeln**

Noch steht die Erde abgewendet
der Norden von der Sonne zeigt
und wenn der Jahreslauf vollendet
sie wieder ist genauso geneigt***

Doch wir sind aus auf das Dazwischen
wenn in den Beeten Blüten glänzen
die Bäume sich mit Grün umkränzen

Und wir nicht in Untätigkeit
dem Ganzen geben das Geleit
den Hauch der Ewigkeit erwischen

C.R. 9.1.2015
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Legende (angeregt durch L&S am 14.1.2015)
*“kraspeln“ gibt es nicht im Duden, wohl aber bei den Gebrüdern Grimm, es bedeutet ein feines Geräusch zu verursachen, wie Mäuse hinter einem Panel, aber auch die Flamme kann kraspeln.
**“abhaspeln“ kommt vom Abspulen des Garns von der Haspel des Spinnrads oder auch des Sei­den­­fadens von der dazugehörigen Raupe, „sich abhaspeln“ hat die Bedeutung von sich abhetzen, „glaubst du, daß sie es unterhalten wird, am Hofe ihres Bruders unbedeutende Tage abzuhas­peln?“ Goethe
***Warum formuliert man nicht schöner „sie wieder sich genauso neigt“, das wäre Sprachmelodie, in Wahrheit verändert die Achse der Erde sich aber so gut wie nicht, sondern es gibt nur die objek­tive Tatsache, dass sie in Bezug auf die Sonne im Jahreslauf unterschiedlich geneigt ist, ergo „ist“
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Gerhard Jaeger: Salve – Lied ohne Verben

. . . . . . . . .. "Salve" . Lied ohne Verben Ein Meer Eine Tür Ein Tor Eine Welt Eine Hoffnung Ein Floss Eine Angst Ein Fluchtversuch Eine Salve Ein Aufschrei Eine Welt Ein Verlierer Ein Meer

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Salve

Lied ohne Verben

ein Meer

Eine Tür
Ein Tor
Eine Welt

Eine Hoffnung

Ein Floss
Eine Angst
Ein Fluchtversuch

Eine Salve

Ein Aufschrei
Eine Welt
Ein Verlierer

Ein Meer

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Salve
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akustische Untermalung und Interpretation: Gerhard Jaeger
Text, Foto und Audiobetrag  von Gerhard Jaeger
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Fritze: Meer unser (Liedtext) – Foto: von smt

Es handelt sich hier um eine Zusammenführung von bereits publizierten Elementen - einem Liedtext und einem Foto. Ein Vorschlag von Gerhard wurde umgesetzt. Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um dieses Foto in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen.

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Dies ist ein Foto von smt - Lubmin am Strand - mit einem Ausblick auf Himmel und Meer.

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Dies ist ein Foto von smt - Lubmin am Strand - mit einem Ausblick auf Himmel und Meer.

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Wir sind doch alle Piraten – der Alltag ist unser Meer
ja da kapern wir den Kaffee – und hinterher ein Desert
wir wollen alle zur See – und rudern bloß auf der AlIee
ja wir spinnen gern -Seemannsgarn – und trinken rumbraunen Tee

wir sind auch alle gefährlich
und auf einem Auge blind
benehmen uns manchmal daneben
heulen nachher wie`n Kind

und sind wir einsam gestrandet – dann suchen wir unsern Schatz
wir haben ihn neulich verloren – ganz dicht beim Alexanderplatz
wir sind doch alle Piraten – das Leben ist unser Meer
dort kreuzen wir sonnengebraten – und finden den Hafen nicht mehr

wir lauern gierig auf Beute
doch meistens ist es nur Schrott
so eine geschminkte Fregatte
dafür gehn wir aufs Schafott

Wir sind nicht gern Hungerleider -wir beißen gern das macht Spaß
doch beißen wir meistens leider – auf Granit oder ins Gras
wir sind auch nicht gerne durstig – gleich muß was zum Schlucken her

doch schmeckt das Getränk plötzlich salzig – gehn wir wohl unter in unserem Meer

und sind wir mal wieder gefährlich
und auf einem Auge blind
dann ähneln wir manchmal – sei ehrlich
uns selber als Kind

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Christian Rempel: Frühlingsgedanken

Der Frühling ist nun da willst Du mich hingeleiten dann leite mich er ist ja nah laß spüren uns die Zeiten Einsam ging ich für mich hin bis heut zu diesem Tage warum ich immer einsam bin ich nun Dich endlich frage Und unter Deinem zarten Schritt da blühn im Grün die Pflanzen ach nimm mich auf der Reise mit ist schon gepackt mein Ranzen Ich locke auch den Storch zu Dir er soll mit Lust Dich beißen dann schenkst Du noch ein Kindlein mir kannst Deine Lieb beweisen C.R. 24.03.03

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Der Frühling ist nun da
willst Du mich hingeleiten
dann leite mich er ist ja nah
laß spüren uns die Zeiten

Einsam ging ich für mich hin
bis heut zu diesem Tage
warum ich immer einsam bin
ich nun Dich endlich frage

Und unter Deinem zarten Schritt
da blühn im Grün die Pflanzen
ach nimm mich auf der Reise mit
ist schon gepackt mein Ranzen

Ich locke auch den Storch zu Dir
er soll mit Lust Dich beißen
dann schenkst Du noch ein Kindlein mir
kannst Deine Lieb beweisen

C.R. 24.03.03

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Christian Rempel: Die Liebe!

Ich saß in meinem Garten für eine gute Zeit die Lieb` wollt ich erwarten war ich denn nicht gescheit? Es sitzt auf meinem Rücken `ne kleine Vogelschar sie wollen mir ausdrücken die Lieb` ist immer dar Da sprach zu mir die Rose "Ich möcht gebrochen sein" der Duft in meiner Nose macht mir die Liebe klein Ich griff nach meinem Herzen zum Werfen war`s ein Stein ich wart noch bis zum Märzen dann soll`s vergessen sein Da naht sich eine Elfe aus zartem Dunst gemacht ich frag sie ob sie helfe es war schon dunkle Nacht Sie sagt: "Gib mir Dein Herze Du brauchst es nun nicht mehr" ich frag sie ob sie scherze und ob sie wiederkehr Ich hab`s ihr auch gegeben nicht nur für diese Nacht muß ohne Herz nun leben es hat mich umgebracht Doch einmal kommt sie wieder setzt mir das Herze ein dann kenn` ich sie die Lieder von dem Unsterblichsein Und lieb nun sehr die Elfe aus einem Märchenland heut treff ich sie um zwölfe und reich ihr meine Hand C.R. 30.01.03

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Ich saß in meinem Garten
für eine gute Zeit
die Lieb` wollt ich erwarten
war ich denn nicht gescheit?

Es sitzt auf meinem Rücken
`ne kleine Vogelschar
sie wollen mir ausdrücken
die Lieb` ist immer dar

Da sprach zu mir die Rose
„Ich möcht gebrochen sein“
der Duft in meiner Nose
macht mir die Liebe klein

Ich griff nach meinem Herzen
zum Werfen war`s ein Stein
ich wart noch bis zum Märzen
dann soll`s vergessen sein

Da naht sich eine Elfe
aus zartem Dunst gemacht
ich frag sie ob sie helfe
es war schon dunkle Nacht

Sie sagt: „Gib mir Dein Herze
Du brauchst es nun nicht mehr“
ich frag sie ob sie scherze
und ob sie wiederkehr

Ich hab`s ihr auch gegeben
nicht nur für diese Nacht
muß ohne Herz nun leben
es hat mich umgebracht

Doch einmal kommt sie wieder
setzt mir das Herze ein
dann kenn` ich sie die Lieder
von dem Unsterblichsein

Und lieb nun sehr die Elfe
aus einem Märchenland
heut treff ich sie um zwölfe
und reich ihr meine Hand

30.01.03

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Christian Rempel: Silber und Gold

Die Sprache der Metalle ist Silber und Gold der Stoffe ist Fließen und Fallen und reden sei Silber und schweigen sei Gold war es das, was die Sprache uns hat sagen gewollt? Und webet der Mond uns den Silberstrahl ins verlockende Dunkel der wirrhaarigen Nacht dann ist er, so scheint es, aus Stammeln gemacht aus Schwitzen und aus dem Gleichgewicht sein aus dem Fallen der Stoffe und fließendem Wein Und wie alles nächtens aus Häuten gemacht zerrieben die Zwiebel zu Tränen – sie lacht Da blitzet der Dolch mir vorm Herze so dicht sah ich doch das Blinzeln ihres Ringeleins nicht "Du bist meines Herzens Gebieterin erdolch mich für's Schweigen, für den tieferen Sinn" Sie gebietet mir: "Rede, dann verröchle im Schmutz Du bietest mir nicht mal im Bette Trutz" Und in meinem Busen ein Widerstreit der Weisheit zu dienen und so geh'n vor der Zeit: Reden ist Silber und schweigen bringt Tod ist es wirklich so strenge, das Schweigegebot? Ihr den Dolch zu entwinden, das wäre nicht schwer sich ihr zu entschlagen um einiges mehr Ich gebe den Weisen und kontempliere das im einen Fall ich wie im andern verliere schon bohrt sich der Dolch mir ins zaudernde Herz das brechende Auge wendet sich himmelwärts Von dorten tönt ein willkommnendes Raunen man redet auch droben, kein schweigendes Staunen und immer noch schweigend seh ich gerade noch ein das Loben des Schweigens kann nur Teilwahrheit sein Wenn zum Sprechen gefordert, ist es besser man spricht den Schweigenden droht ein gar greulich Gericht Das Problem war nur eben, mir fiel grad nichts ein es ward wie gelähmt mir mein Züngelein Dann Sterben ist rechtens, man klage nicht mein hab ich doch im Himmel ein Stelldichein Wenn alles im Leben sich löst so kommod dann ist nicht Entbehrung, nicht Schmerz und nicht Not Und wären mein Hauten ein einziges Schwären man stünde nicht an, mich doch zu belehren Das Schweigen ist Silber und Reden ist Gold und Geliebte sind nur den Redenden hold. C.R. 1.4.2013

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Die Sprache der Metalle ist Silber und Gold
der Stoffe ist Fließen und Fallen
und reden sei Silber und schweigen sei Gold
war es das, was die Sprache uns hat sagen gewollt?

Und webet der Mond uns den Silberstrahl
ins verlockende Dunkel der wirrhaarigen Nacht
dann ist er, so scheint es, aus Stammeln gemacht
aus Schwitzen und aus dem Gleichgewicht sein
aus dem Fallen der Stoffe und fließendem Wein

Und wie alles nächtens aus Häuten gemacht
zerrieben die Zwiebel zu Tränen – sie lacht
Da blitzet der Dolch mir vorm Herze so dicht
sah ich doch das Blinzeln ihres Ringeleins nicht

„Du bist meines Herzens Gebieterin
erdolch mich für’s Schweigen, für den tieferen Sinn“
Sie gebietet mir: „Rede, dann verröchle im Schmutz
Du bietest mir nicht mal im Bette Trutz“
Und in meinem Busen ein Widerstreit
der Weisheit zu dienen und so geh’n vor der Zeit:
Reden ist Silber und schweigen bringt Tod
ist es wirklich so strenge, das Schweigegebot?
Ihr den Dolch zu entwinden, das wäre nicht schwer
sich ihr zu entschlagen um einiges mehr
Ich gebe den Weisen und kontempliere
das im einen Fall ich wie im andern verliere
schon bohrt sich der Dolch mir ins zaudernde Herz
das brechende Auge wendet sich himmelwärts

Von dorten tönt ein willkommnendes Raunen
man redet auch droben, kein schweigendes Staunen
und immer noch schweigend seh ich gerade noch ein
das Loben des Schweigens kann nur Teilwahrheit sein
Wenn zum Sprechen gefordert, ist es besser man spricht
den Schweigenden droht ein gar greulich Gericht
Das Problem war nur eben, mir fiel grad nichts ein
es ward wie gelähmt mir mein Züngelein
Dann Sterben ist rechtens, man klage nicht mein
hab ich doch im Himmel ein Stelldichein
Wenn alles im Leben sich löst so kommod
dann ist nicht Entbehrung, nicht Schmerz und nicht Not
Und wären mein Hauten ein einziges Schwären
man stünde nicht an, mich doch zu belehren
Das Schweigen ist Silber und Reden ist Gold
und Geliebte sind nur den Redenden hold.

C.R. 1.4.2013

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Christian Rempel: Für meinen Schatz

Ich lese über`s Phlogiston Du wirst nicht wissen, was das ist Du schenktest mir den einz`gen Sohn wie Du jetzt meine Frau auch bist Gestern fehltest Du mir sehr es ward gefeiert hier ein Fest Dich zu entbehren fällt mir schwer wie Du mich das ertragen lässt Ach wüsste ich doch nur den Grund dass Du mich meidest viele Tage ich wünschte sehr Dich macht gesund was ich für Dich im Herzen trage Auch kannst Du mich wohl nicht versteh`n wenn ich Dir sage: „Bleib mein Schatz“ die leichte Last, die ich Dir trage ist wohl nur eitel, für die Katz Mein Leben hätte schnöd ein Ende weil Du mein Traum mein Leben bist wenn niemals ich mehr zu Dir fände und Du mich einmal nicht mehr küsst C.R. 20.06.2004

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Ich lese über`s Phlogiston
Du wirst nicht wissen, was das ist
Du schenktest mir den einz`gen Sohn
wie Du jetzt meine Frau auch bist

Gestern fehltest Du mir sehr
es ward gefeiert hier ein Fest
Dich zu entbehren fällt mir schwer
wie Du mich das ertragen lässt

Ach wüsste ich doch nur den Grund
dass Du mich meidest viele Tage
ich wünschte sehr Dich macht gesund
was ich für Dich im Herzen trage

Auch kannst Du mich wohl nicht versteh`n
wenn ich Dir sage: „Bleib mein Schatz“
die leichte Last, die ich Dir trage
ist wohl nur eitel, für die Katz

Mein Leben hätte schnöd ein Ende
weil Du mein Traum mein Leben bist
wenn niemals ich mehr zu Dir fände
und Du mich einmal nicht mehr küsst

C.R. 20.06.2004

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„Schöner Scheitern“ Audiobearbeitung: Gerhard Jaeger – Text und Sprecher: smt – Foto: Andreas Schrock

Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger Text und Sprecherstimme:smt Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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Foto: Andreas Schrock

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▶ schöner scheitern

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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt

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Christian Rempel: Du bist nah

Ich kann nicht hören kann nicht sprechen so langsam ist die Datenbahn man meint dies sei ja kein Verbrechen es kommt ja auf das Wesen an Wie spürt man Beben und das Zittern der armen Seele Zwang ich weiß die Seele kann verwittern und bleibt betrübt ein Leben lang Ich weiß es, jedem gehts nicht besser hat jeder seinen Seelenschmerz ich bin wie alle auch...

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Ich kann nicht hören kann nicht sprechen
so langsam ist die Datenbahn
man meint dies sei ja kein Verbrechen
es kommt ja auf das Wesen an

Wie spürt man Beben und das Zittern
der armen Seele Zwang
ich weiß die Seele kann verwittern
und bleibt betrübt ein Leben lang

Ich weiß es, jedem gehts nicht besser
hat jeder seinen Seelenschmerz
ich bin wie alle auch ein Esser
und habe kein besondres Herz

Des Lebens Sinn in Argumenten
er rauscht an meinem Ohr vorbei
die Vernunft kann mich nicht blenden
was normal ist – einerlei

Aus gar nichts hab ich diese Krise
die auch mein Dichten angenagt
ich innerlich im Nichts zerfließe
nichts ändert sich so oft`s auch tagt

Ich kann es doch nur selber wissen
ob ich auch anders leben kann
bin stärker noch als mein Gewissen
seit kurzem bin ich ja ein Mann

Ich würde gern an andre denken
wie ich es kann in guter Zeit
wenn Phantasie die Schritte lenken
ich so was hab wie Heiterkeit

Auch hätt ich gerne wieder Pläne
für Dich, für mich, die ganze Welt
und sorglos wie die weißen Schwäne
wär das Leben uns im Zelt

Du nimmst mich mit in Deiner Süße
und teilst mit mir die Lebenslust
Du weißt ich liebe Deine Füße
Du bist in meiner Männerbrust

09.02.03

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Christian Rempel: Sieben Dinge

. . . . . . . . . Sieben Rosen hat der Strauch sechs gehörn dem Wind Doch eine bleibet dass ich auch für Dich noch eine find Sieben Blätter hat das Glück ich geb sie alle hin find von der Liebe ich ein Stück wie leicht wird da mein Sinn Sieben Male rief ich Dich und niemals bliebst Du fort und kann ich Dich auch finden nicht so hab ich doch Dein Wort Alle Last und alle Müh sie stehn mir noch bevor doch schlafen sie bis morgen früh weil ich sie auserkor Sieben Zipfel hat mein Bett und sechs gehören Dir nur einen find ich gar zu nett er steht jetzt auf Papier C.R. 13.02.03 nach Berthold Brecht

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Christian Rempel Foto: Rosen

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 Christian Rempel Foto: Rosen

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Sieben Rosen hat der Strauch
sechs gehörn dem Wind
Doch eine bleibet dass ich auch
für Dich noch eine find

Sieben Blätter hat das Glück
ich geb sie alle hin
find von der Liebe ich ein Stück
wie leicht wird da mein Sinn

Sieben Male rief ich Dich
und niemals bliebst Du fort
und kann ich Dich auch finden nicht
so hab ich doch Dein Wort

Alle Last und alle Müh
sie stehn mir noch bevor
doch schlafen sie bis morgen früh
weil ich sie auserkor

Sieben Zipfel hat mein Bett
und sechs gehören Dir
nur einen find ich gar zu nett
er steht jetzt auf Papier

C.R. 13.02.03 nach Berthold Brecht

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Liane Fehler: Kreislauf, Foto von smt

. . . . . . . . . . Kreislauf Lichtblaue Ewigkeit Felsengräberküste schwarze Vögel kreisen am Himmel Wellen branden an Felsen verschwinden und werden neu geboren Wellen branden an Himmel schwarze Vögel Felsengräberküste Lichtblaue Ewigkeit Sommer 2013

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Foto von smt

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Kreislauf

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Lichtblaue Ewigkeit
Felsengräberküste
schwarze Vögel
kreisen
am Himmel
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Wellen branden an
Felsen verschwinden
und werden neu geboren
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Wellen branden an
Himmel
schwarze Vögel
Felsengräberküste
Lichtblaue Ewigkeit

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(Layout 1) – Sommer 2013

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Christian Rempel: Babajagalied – ein Vorschlag zum Themenschwerpunkt Lied unseres Herbstseminares 2013

Wie wär's mit diesem Vorschlag, der ein Kinderlied werden sollte: Babajagalied (Refrain auf: Rosamunde, schenk mir Dein Herz und sei mein) 1. Das Häuschen steht auf einem Bein Es kann sich drehen, oh wie fein Wird Baba Jaga wohl zu Hause sein? Am besten, wir schaun selber rein Refrain: Baba Jaga – dreh doch Dein Türchen uns zu Baba Jaga – wir sehn doch, zu Hause bist Du Aus dem Schornstein steigt ein herrlicher Duft Es steht ein Kind hier, das Dich ruft: Baba Jaga! 2. Die Oma hat uns oft erzählt Dass Hexen nicht nur böse sind Und Baba Jaga da nicht fehlt Wär' langweilig, weiß jedes Kind 3. Hier lebten noch vor langer Zeit Die Slawen weit von Osten her Sie wohnten von hier gar nicht weit Ihr Leben war noch ziemlich schwer 4. Wir wollen in Dein Häuschen rein Uns nicht drängeln, uns nicht schlagen Es soll ein schönes Fest Dir sein Ein schöner von den schönsten Tagen C.R. 5.10.2013

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Wie wär’s mit diesem Vorschlag, der ein Kinderlied werden sollte:

Babajagalied (Refrain auf: Rosamunde, schenk mir Dein Herz und sei mein)

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1. Das Häuschen steht auf einem Bein
Es kann sich drehen, oh wie fein
Wird Baba Jaga wohl zu Hause sein?
Am besten, wir schaun selber rein

Refrain: Baba Jaga – dreh doch Dein Türchen uns zu
Baba Jaga – wir sehn doch, zu Hause bist Du
Aus dem Schornstein steigt ein herrlicher Duft
Es steht ein Kind hier, das Dich ruft: Baba Jaga!

2. Die Oma hat uns oft erzählt
Dass Hexen nicht nur böse sind
Und Baba Jaga da nicht fehlt
Wär‘ langweilig, weiß jedes Kind

3. Hier lebten noch vor langer Zeit
Die Slawen weit von Osten her
Sie wohnten von hier gar nicht weit
Ihr Leben war noch ziemlich schwer

4. Wir wollen in Dein Häuschen rein
Uns nicht drängeln, uns nicht schlagen
Es soll ein schönes Fest Dir sein
Ein schöner von den schönsten Tagen

C.R. 5.10.2013

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Christian Rempel: B13 Bahn – Foto: Andreas Schrock

. . . . . . . . . Gewiss fährst Du vorbei Lass alle Hoffnung fahren So ist es schon seit Jahren Die wir zusammen waren Da packt es mich beim Schopfe Das Schicksal will ich zwingen Ich hab es schon im Kopfe Dann wird es auch gelingen Denn Bahnen könn’ entgleisen Und ich Dir dann beweisen Die B13 kann ein Anfang sein Fahr mit Dir in die Nacht hinein Wir beide auf der schiefen Bahn Fängt so nicht die Romanze an?

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Gewiss fährst Du vorbei
Lass alle Hoffnung fahren
So ist es schon seit Jahren
Die wir zusammen waren

Da packt es mich beim Schopfe
Das Schicksal will ich zwingen
Ich hab es schon im Kopfe
Dann wird es auch gelingen

Denn Bahnen könn’ entgleisen
Und ich Dir dann beweisen
Die B13 kann ein Anfang sein
Fahr mit Dir in die Nacht hinein

Wir beide auf der schiefen Bahn
Fängt so nicht die Romanze an?

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Gerhard Jaeger (Text und Fotos): Die Stadt summt

leise, ach da draußen muss es sein das Zarendorf irgendwo dann die Aurora

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leise, ach da draußen
muss es sein
das Zarendorf

irgendwo
dann die Aurora
und hinter ihr
die Stadt

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leise, ach da draußen
muss es sein
das Zarendorf

irgendwo
dann die Aurora
und hinter ihr
die Stadt
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mit den zwei Namen
der Autos
Mercedes, Moskowitisch

und Puschkin und
den tapferen Alten die
Hände hinhalten
um um‘s  Rubelchen zu betteln
vor  goldigen Zwiebelchen


so, so
summt die Stadt
so, so
summen die Atheisten
so, so

summen wir
bevor  touristisch
wir schnarchen


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