Tag Archives: Lyrik von Gerhard Jaeger

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Gerhard Jaeger: Athos

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Kreta 1998

            über alle sanften Sommer

            dieses Wispern

im Wandel der Sonnen

            ändern sich die Farben

am Gestein, wechseln wir gläubig

die Kleider unserer Gewissen

hier, zwischen all den Düften

der Minze und des Salbeis

möchte ich sein,

wie die verzauberten Insekten,

die her fielen

über dich und starben

zwischen den Mauern

deiner Klöster

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Gerhard Jaeger: Dialog mit Herz

Dialog mit Herz wer bist du ruft mein Herz das Schweigen bin ich bist du das allein nein, Zweifel auch nicht immer schlimmer, ein Traum ohne Gram arm, stockst du steh nie still, Stoß schlag los 01.09.20

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wer bist du
ruft mein Herz
das Schweigen bin ich
bist du das allein
nein, Zweifel auch
nicht immer
schlimmer, ein Traum
ohne Gram
arm, stockst du
steh nie still, Stoß
schlag los

01.09.20

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Gerhard Jaeger: Ortswechsel

Gerhard Jaeger: Ortswechsel Wellenschlag Steine wandern nie kehren sie zurück Wassertropfen und Wellenspiel nichts kehrt zurück an diesen Ort Wolkensegel treiben im Wind nie kehren sie zurück Wolkensegel treiben im Wind nie kehren sie zurück Gedankenspiele kreisen um den festen Punkt kehret ihr doch nie zurück

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Wellenschlag
Steine wandern
nie kehren sie zurück

Wassertropfen
und Wellenspiel
nichts kehrt zurück
an diesen Ort

Wolkensegel
treiben im Wind
nie kehren sie zurück

Gedankenspiele
kreisen um den festen Punkt
kehret ihr doch nie zurück

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Veranstaltungshinweis: Wir laden ein zur Vernissage: „Vom Eiskeller der Schrauben zur Arche Noah“ von und mit Gerhard Jaeger

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Gerhard Jaeger: Akkordeon, Fliege und Heine

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Akkordeon, Fliege und Heine

also ich spiele Akkordeon
und eine Kleine sitzt
auf der Lehne vom Stuhl
fliegenmäßig, schillernd
singend das Vieh
summend die Fette
die Nette, sie

sitzt rücklings zum Akteur
Dur spiele ich und Moll
ich bin  berauscht, ob
die Fliege lauscht, gleich
wird sie tanzen, nein
sie hebt ein Bein und
putzt sich, oh Insekt
hat mein Sound
dich verschreckt

warte, flieg nicht weg
Heinekatalog,
ein Schlag und
nichts mehr flog
nun spiele ich für Heine
und für mich alleine

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Gerhard Jaeger: So ziehen hin all meine Tage

So ziehen hin all meine Tage so werd ich reich mit mancher Frage nicht wissend wie ich`s sage ...

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So ziehen hin
..all meine Tage

so werd ich reich
mit mancher Frage
nicht wissend
wie ich`s sage

im Lebensspiel
voll Not und Pein
weiß einsam aber
wird man ärmer sein

abends packt mich
ein Durst
ist alles Käse auch
ist alles Wurst
und Schall und Rauch

und später Trauer
ich schweig hinein
mit dem Schweigen
kehrt Trost mir ein

kein Blöder Witz
kein falscher Blick
still halte ich mich
einmal zurück

wo hingehaucht
ein liebes Wort
da wird mir warm
am kalten Ort

da schau ich hin
da frag ich stumm
meinst du mich
sag mir warum

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Gerhard Jaeger: Antwort

Antwort an der Feuerschale lauscht man vor sich hin so im Schein der Flammen so im warmen Schein lauscht man nach dem Sinn Du mit den großen Augen und dem Haar so blond suchst am Sternenhimmel den ersehnten Stern an der Feuerschale lauscht man vor sich hin so im Schein der Flammen so im warmen Schein lauscht man nach dem Sinn Du mit dem Staub am Stiefel und dem Schlapphut auf dem Kopf denkst an weite Wege und ans verschlossene Tor an der Feuerschale lauscht man vor sich hin so im Schein der Flammen so im warmen Schein lauscht man nach dem Sinn

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Antwort

an der Feuerschale
lauscht man vor sich hin
so im Schein der Flammen
so im warmen Schein
lauscht man nach dem Sinn

Du mit den großen Augen
und dem Haar so blond
suchst am Sternenhimmel
den ersehnten Stern

an der Feuerschale
lauscht man vor sich hin
so im Schein der Flammen
so im warmen Schein
lauscht man nach dem Sinn

Du mit dem Staub am Stiefel
und dem Schlapphut auf dem Kopf
denkst an weite Wege
und ans verschlossene Tor

an der Feuerschale
lauscht man vor sich hin
so im Schein der Flammen
so im warmen Schein
lauscht man nach dem Sinn

G.Jaeger
26.09.2015

g-dur
Style 145
Voice 46

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Gerhard Jaeger: Ich gehe umher

Ich gehe umher zu groß sind mir die Schuhe das ich bin schmerzt nicht lauter tönen Ruhe und Stille Die hauen hin das Bier manchmal auch ein Blick manchmal auch ein Lachen manchmal solche Sachen benennen etwas im Abseits könnte ich schreien: Ich bin haltlos im Vergessen Ich bin doch Ich bin und kann doch verzeihen und bleibe doch Seemann und irre umher schwer sind meine Schuhe endlos mein Meer

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Ich gehe umher

zu groß sind mir
die Schuhe
das ich bin
schmerzt nicht
lauter tönen
Ruhe und Stille
Die hauen hin
das Bier manchmal

auch
ein Blick manchmal
auch
ein Lachen manchmal

solche Sachen benennen
etwas im Abseits

könnte ich schreien:
Ich bin haltlos
im Vergessen
Ich bin doch
Ich bin und kann doch
verzeihen und bleibe
doch Seemann
und irre umher

schwer sind meine Schuhe
endlos mein Meer

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Gerhard Jaeger: Hilflos

Hilflos liegt ein Wort vor deiner Tür es fand das Namensschild unter der Klingel nicht es hatte allen Mut gesammelt und alles was man sonst so verspricht ein Wort das wollte zu dir ungehört liegt es nun rum und atmet leise und atmet stumm

by

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Hilflos

liegt ein Wort vor deiner Tür
es fand das Namensschild
unter der Klingel nicht
es hatte allen Mut gesammelt
und alles was man sonst so verspricht
ein Wort das wollte zu dir
ungehört liegt es nun rum
und atmet leise
und atmet stumm

 

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Gerhard Jaeger: Endlosschleife

Endlosschleife die Schleife binden SIE und schleifen den Hund zum Baum des Dorfes

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Endlosschleife

die Schleife binden SIE
und schleifen den Hund
zum Baum des Dorfes

den angeschleiften übergießen SIE
mit Benzin und zünden dann
das Schleifenende an

die Schleifen lösen SIE
im Geflacker der Flammen
damit es fällt das Haar
der Mädchen das
SIE streicheln und
ihre Brüste auch

wobei SIE sich brüsten
mit all den Schleifen,
den gelösten und
den gebundenen auch
doch weil ein Mädchen
darüber weint, schleifen SIE
es zum Baum
und binden es fest
und übergießen es mit Benzin
und zünden das Schleifenende an

darauf fangen SIE einen Hund
und streicheln ihn, aber
weil er bellt, schleifen SIE
ihn
und…

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Gerhard Jaeger: Beschattet

Beschattet man, ich bin gerannt in Fremdheit durchs Land, bitte sehr der Schatten voran der Schatten hinterher unter Segel, ahoi der Schatten dabei im Gummiboot – Schattennot Hunger, Angst und Schrecken kein Verstecken wo immer ich gestrandet der Schatten landet in der ersehnten Welt an reichen Küsten ein Schatten, ein Schatten der mich fällt

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Beschattet
man, ich bin gerannt
in Fremdheit
durchs Land, bitte sehr
der Schatten voran
der Schatten hinterher
unter Segel, ahoi
der Schatten dabei
im Gummiboot – Schattennot
Hunger, Angst und Schrecken
kein Verstecken
wo immer ich gestrandet
der Schatten landet
in der ersehnten Welt
an reichen Küsten
ein Schatten,
ein Schatten
der mich fällt

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Gerhard Jaeger (Text und Foto): Schwinden

. . . . . . . . . Schwinden Gedanken beim Aufspüren eines Autofriedhofs im Oderbruch Autos , Autos eingewachsene Fremdkörper aufgestaut im satten Grün der Lungen ländlicher Organe mit den Körperteilen Laubwald, Kiefernwald, Ober- und Unterholz, Dickicht und Gebüsch Fremdkörper Autos, Autos fest gestaut, verendet im satten Grün der Lungen stecken geblieben, stehen geblieben überwuchert, eingewachsen schwindend verschwunden Schwindsucht nicht heilbar

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Schwinden

Gedanken beim Aufspüren eines
Autofriedhofs im Oderbruch

Autos , Autos
eingewachsene Fremdkörper
aufgestaut
im  satten Grün der Lungen
ländlicher Organe
mit den Körperteilen
Laubwald, Kiefernwald,
Ober- und Unterholz,
Dickicht und Gebüsch
Fremdkörper
Autos, Autos
fest gestaut, verendet
im satten Grün der Lungen
stecken geblieben,
stehen geblieben
überwuchert, eingewachsen

schwindend verschwunden
Schwindsucht
nicht heilbar

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Gerhard Jaeger: Schnabel babel bluh

Schnabel babel bluh Kubanisches Lied Selbst ausgedacht Nach einer Flasche 7 Jahre alten Rum in Memo an la Paloma Vögelchen ach Vögelchen Bluh babel Schnabel Vögelchen ach Vögelchen Du Messer du scharfes phu Komm her, geh fort Schnabel Nabel bluh Vögelchen mein Vögelchen vögele ich oder vögelst du

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Schnabel babel bluh

                Kubanisches Lied
                Selbst ausgedacht
                Nach einer Flasche
                7 Jahre alten Rum
                in Memo an la Paloma

Vögelchen ach Vögelchen
Bluh babel Schnabel
Vögelchen ach Vögelchen
Du Messer du scharfes phu

Komm her, geh fort
Schnabel Nabel bluh
Vögelchen mein Vögelchen

vögele ich oder vögelst du

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Gerhard Jaeger: Ich habe die Uhr

Ich habe die Uhr verloren, warum denn nur die Uhr und nicht die Zeit warum denn nur die Uhr und nicht das Ich und nicht das Du und die Uhr noch dazu noch hab ich Dich und mein Ich damit Du’s mir sagst allein für mich, denn nur um die Uhr da geht’s ja nicht du sagst: die Zeit, die räkelt sich die verlässt Dich nicht ich habe die Uhr gefunden, na und? Sie zu verlieren, gab es dafür denn einen Grund

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Ich habe die Uhr

verloren, warum denn nur
die Uhr und nicht die Zeit
warum denn nur die Uhr
und nicht das Ich und nicht das Du
und die Uhr noch dazu

noch hab ich Dich und mein Ich
damit Du’s mir sagst
allein für mich, denn nur
um die Uhr da geht’s ja nicht
du sagst: die Zeit, die räkelt sich
die verlässt Dich nicht

ich habe die Uhr
gefunden, na und?
Sie zu verlieren,
gab es dafür
denn einen Grund

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Gerhard Jaeger (Lyrik und Video): Meeresrauschen

Meeresrauschen ist eine Tonfolge angefüllt mit Licht, beflügelt, um den Küsten zu bringen die Kunde vom Salz ist .. ▶ Kuba 2015 Meer Video ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um den ganzen Text und das Video sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading of the article, and you can see the Video.

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*

Meeresrauschen

ist

eine Tonfolge
angefüllt mit Licht, beflügelt,
um den Küsten zu bringen
die Kunde vom Salz

ist

ein klangvoller Schaum
der in Wellentälern
Zweifel bedeckt

ist

Geschmack auf der Zunge
vorm Festmahl
der Sinne

Meeresrauschen ist
Ewigkeit

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▶ Kuba 2015 Meer Video

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Gerhard Jaeger: Inselrufen

Inselrufen Komm über das Meer in die Ferne Komm in die Ferne auf die Insel ... . ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading, to open the article.

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*

 

Inselrufen

Komm
über das Meer
in die Ferne
Komm
in die Ferne
auf die Insel
Komm
auf die Insel
über die Berge
in das Tal
Komm
in mein Tal
über die Strasse
Komm
über die Strasse
in meine Sinnlichkeit
Komm

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Gerhard Jaeger: Nachtschwarz und schneeweiß

Nachtschwarz und schneeweiß I Wer - weiß wie weiß die Kälte und wie schwarz die Winde wehen wehrhaft umklammern die Gestalten im Gewirr der dunklen Straßenschächte und wer weiß wie solche Nächte wandernd um die Häuser ziehn taumeln, wanken, schwanken Schmelzwasser rauschen durch die Kanalisation von Berlin – wusstest du schon alles wird gut am Morgen früh II weiß wie Wind wieder weiter wehen schwarz wie eine Kälte klammern wehrhaft wie wirklich Wirklichkeiten schreiten wenn es schneit wer weiß vom wie und werden wirklich weiß man nie vom weißen Matsch braucht man eines nur zu wissen dieser Winter hat verschissen

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Nachtschwarz und  schneeweiß

I

Wer  – weiß wie weiß
die Kälte und wie schwarz
die Winde wehen
wehrhaft umklammern
die Gestalten im Gewirr
der dunklen Straßenschächte
und wer weiß wie
solche Nächte wandernd
um die Häuser ziehn
taumeln, wanken, schwanken
Schmelzwasser rauschen
durch die Kanalisation
von Berlin – wusstest du schon
alles wird gut
am Morgen
früh

II

weiß wie Wind
wieder weiter wehen

schwarz wie eine Kälte klammern
wehrhaft wie wirklich
Wirklichkeiten schreiten wenn

es schneit

wer weiß vom wie und werden
wirklich weiß man nie
vom weißen Matsch braucht man
eines nur  zu wissen
dieser Winter hat
verschissen

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Gerhard Jaeger (Lyrik und Audio): Hilflos

Hilflos liegt ein Wort vor deiner Tür es fand das Namensschild unter der Klingel nicht es hatte allen Mut gesammelt und alles was man sonst so verspricht ein Wort das wollte zu dir ungehört liegt es nun rum und atmet leise und atmet stumm ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um die Audiodatei öffnen und anhören zu können, bitte in die Artikelüberschrift oder das Wort “Weiterlesen” klicken. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading of the article. After that you can use the audioplayer.

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*

Hilflos

liegt ein Wort vor deiner Tür
es fand das Namensschild
unter der Klingel nicht
es hatte allen Mut gesammelt
und alles was man sonst so verspricht
ein Wort das wollte zu dir
ungehört liegt es nun rum
und atmet leise
und atmet stumm

*

▶  Hilflos

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 Gerhard Jaeger (Text und Interpretation)

 

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Gerhard Jaeger: Gehen wir zu mir

Gehen wir zu mir hab ich gesacht? nee, nee hab ich gedacht! gehen wir lieber in die Landschaft! mit der ganzen Mannschaft? Nee, nee, hab ich gedacht! bin mit mir ja alleene… …das war die ganze Szene

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Gehen wir zu mir

hab ich gesacht?

nee, nee hab ich gedacht!
gehen wir lieber
in die Landschaft!

mit der ganzen Mannschaft?

Nee, nee, hab ich gedacht!
bin mit mir ja alleene…

…das war die ganze Szene

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Gerhard Jaeger: Meeresrauschen ist…

Meeresrauschen ist… Für B. ein Wischmopp der Zweifel von der Kreidetafel der Seele wischt Meeresrauschen ist die Tonfolge die dem Licht Flügel verleiht Meeresrauschen und Licht sind ein Festmahl und auf der Zunge das Salz zum erträumen neuer Gerichte

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*

Meeresrauschen ist…

Für B.

ein Wischmopp
der Zweifel
von der Kreidetafel
der Seele wischt

Meeresrauschen ist
die Tonfolge die
dem Licht
Flügel verleiht

Meeresrauschen und Licht
sind ein Festmahl und
auf der Zunge das Salz
zum erträumen
neuer Gerichte

Gerhard Jaeger: He ich seh’

He ich seh’- - schwarz umweht vom Sturm gesät Harz Unvermutet aus Ästen blutet Schnitt Wild das Wolkenbild Schritt Überall der Winde Hall Gewimmel Springen Hagelkörner klingen Himmel geigen Wetterreigen Flüsse Schnellen über Häuserschwellen Risse Aufgeplatzt das Erdreich schmatzt Wetterbericht Sonderschicht? Sonderschicht!

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He ich seh’-

– schwarz
umweht vom Sturm gesät
Harz
Unvermutet aus Ästen blutet
Schnitt
Wild das Wolkenbild
Schritt
Überall der Winde Hall
Gewimmel
Springen Hagelkörner klingen
Himmel
geigen Wetterreigen
Flüsse
Schnellen über Häuserschwellen
Risse
Aufgeplatzt das Erdreich schmatzt

Wetterbericht

Sonderschicht?
Sonderschicht!

Gerhard Jaeger alias Erwin von der Panke (Text, Bild und Video): Meeresrauschen ist…

▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading of the article, and you can see the artikel. Dieses Bild von Gerhard Jaeger war, neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns”, im Rahmen einer Multimedia Show, in Regie von Jens-Uwe Miethling, am 5.12.2014 im MGH Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen. . . . . Meeresrauschen ist… Für B. ein Wischmopp der Zweifel von der Kreidetafel der Seele wischt Meeresrauschen ist die Tonfolge die dem Licht Flügel verleiht Meeresrauschen und Licht sind ein Festmahl und auf der Zunge das Salz zum Erträumen neuer Gerichte

by

Gerhard Jaeger Bild "Am Meer"

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Gerhard Jaeger Bild "Am-Meer"

Gerhard Jaeger Bild: Am Meer

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▶ Video: am Meer 2 von Gerhard Jaeger
alias Erwin von der Panke (EvP)

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Meeresrauschen ist…
                                       Für B.
ein Wischmopp
der Zweifel
von der Kreidetafel
der Seele wischt
Meeresrauschen ist
die Tonfolge die
dem Licht
Flügel verleiht
Meeresrauschen und Licht
sind ein Festmahl und
auf der Zunge das Salz
zum Erträumen
neuer Gerichte

Gerhard Jaeger: Wenn zwei

Wenn zwei Mützen sich begegnen muß es nicht immer regnen doch was immer sie auch hatten auf diese Birnen fällt der Schatten

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Wenn zwei

Mützen sich begegnen
muß es nicht immer regnen

doch was immer sie auch hatten
auf diese Birnen fällt
der Schatten

Gerhard Jaeger: Schweigen leise hoffen

Schweigen leise hoffen bist du die Stimme der Nacht bist du etwas vom Traum bist du – und bist du es nicht bist du das Leise bist du das Andere du bist eine Antwort du bist eine Hoffnung du bist die und das was sein sollte du und die und das was noch nicht ist bist Stimme der Nacht bist Traum der quält bist das was fehlt

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Schweigen leise hoffen

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bist du die Stimme
der Nacht
bist du etwas
vom Traum
bist du – und bist du
es nicht
bist du
das Leise
bist du
das Andere

du bist
eine Antwort
du bist
eine Hoffnung
du bist die und
das was sein sollte

du und die und das
was noch nicht ist

bist Stimme der Nacht
bist Traum der quält
bist das was fehlt

Gerhard Jaeger: „Schau ma’ – praxisbezogenes Gedicht zur Nutzung der Salatschleuder“

. , , . . . . . . . Schau ma’ praxisbezogenes Gedicht zur Nutzung der Salatschleuder wie alles sich dreht da ist doch alles zu früh oder zu spät, schau ma’ der Salat hat Schleudertrauma überall im Bundesstaat macht man so Salat zwar bin ich nur ein Blättchen das ist mein Geschick doch Knick-knick-knickebein in diese Schleuder steig ich nicht ein

by

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Gerhard Jaeger: Foto "warm"

Gerhard Jaeger: Foto „warm“

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Schau ma’

praxisbezogenes Gedicht zur Nutzung der Salatschleuder

wie alles sich dreht
da ist doch alles zu früh
oder zu spät, schau ma’
der Salat hat  Schleudertrauma

überall im Bundesstaat
macht man so Salat
zwar bin ich nur ein Blättchen
das ist mein Geschick
doch Knick-knick-knickebein
in diese Schleuder
steig ich nicht ein

Gerhard Jaeger: Vergessen und Abschied

. . . . . . . . . Vergessen und Abschied still fällt ein Blatt vom Baum still fällt ein Lächeln aus dem Traum still fällt ein Blick kehrt nicht zurück weht fort und weht geht fort und geht wortlos mit dem Vergessen wessen Blick nur wessen, wer hat ihn verschenkt, wer hat das Laub mir abgehängt, wer ließ das Lächeln fallen, wem galt es? Mir oder allen, fiel es aus dem Traum. Fand es kein Gesicht Das Jahr, es schert sich nicht, den Sturmball hoch und Schicht - Abschied und vergessen wessen Blick nur wessen

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Foto von Gerhard Jaeger
Foto von Gerhard Jaeger

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Vergessen und Abschied

still fällt ein Blatt vom Baum
still fällt ein Lächeln aus dem Traum
still fällt ein Blick
kehrt nicht zurück
weht

fort und weht
geht fort und geht
wortlos mit dem Vergessen
wessen Blick nur wessen,
wer

hat ihn verschenkt, wer
hat das Laub mir abgehängt, wer
ließ das Lächeln fallen, wem
galt es? Mir oder allen, fiel es aus
dem Traum. Fand es kein
Gesicht

Das Jahr, es schert sich nicht,
den Sturmball hoch und Schicht –
Abschied und vergessen

wessen Blick nur
wessen

Gerhard Jaeger: Vor dem Endspurt – oder eine Stunde Zärtlichkeit

. . . . . . . . . Vor dem Endspurt oder eine Stunde Zärtlichkeit das Meer nicht schmiegt sich an der Wind nicht stellt das Ohr mir auf zum Segeln das Licht nicht verblendet mir die Stirn die Wahrheit nicht will zu mir die Liebe nicht nee, nee die war nicht hier das Meer war da der Wind na klar das Ohr liegt an das Licht so dann die Wahrheit im Galopp stellt die Liebe auf den Kopp nur weg ist nicht so weit wie eine Stunde Zärtlichkeit

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Gerhard Jaeger: Foto "kalt"

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Gerhard Jaeger: Foto "kalt"
Gerhard Jaeger: Foto „kalt“

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Vor dem Endspurt

oder eine Stunde Zärtlichkeit

das Meer nicht
schmiegt sich an
der Wind  nicht
stellt das Ohr mir auf zum Segeln
das Licht nicht
verblendet mir die Stirn
die Wahrheit nicht
will zu mir
die Liebe nicht
nee, nee
die war nicht hier

das Meer war da
der Wind na klar
das Ohr liegt an
das Licht so dann
die Wahrheit im Galopp
stellt die Liebe auf den Kopp
nur weg ist nicht
so weit
wie

eine Stunde
Zärtlichkeit

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Gerhard Jaeger: Stadtvögel

Stadtvögel Buntgefiedert oder federlos, egal Vögel sind halt Vögel Möchte meinen Vogelfrei die Vögelei Auwei - Nun glaubt man Hier wäre Schluss Nein, nein da fehlt doch noch Der Ikarus Auch ein bunter Flieger Auch ein Fluggerät Etwas nah am Sonnenfeuer Ungeheuer Alles zu spät Weil man aber gerne wüßt Wie’s weiter geht Stadtvögel, alles Klar? Mensch fliegt doch selber Naja -

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„Stadtvögel“

Buntgefiedert oder
federlos, egal
Vögel sind halt Vögel
Möchte meinen
Vogelfrei die Vögelei

Auwei –

Nun glaubt man
Hier wäre Schluss
Nein, nein da fehlt doch noch
Der Ikarus

Auch ein bunter Flieger
Auch ein Fluggerät
Etwas nah am Sonnenfeuer
Ungeheuer
Alles zu spät

Weil man aber gerne wüßt

Wie’s weiter geht
Stadtvögel, alles Klar?
Mensch fliegt doch selber

Naja –

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Gerhard Jaeger: Und wieder nichts

Und wieder nichts weiter als das Einhorn nicht das Zweihorn oder Dreihorn Sense (ab Vierhorn wär’s ein Hirsch) Du aber, hast du das Einhorn hast du es oder nicht gesehen das Hornein - nein

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Und wieder nichts

weiter als das Einhorn
nicht das Zweihorn oder
Dreihorn Sense

(ab Vierhorn wär’s ein Hirsch)

Du aber,
hast du das Einhorn
hast du es oder nicht
gesehen

das Hornein –

nein

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Gerhard Jaeger: Der letzte Traum

"Der letzte Traum" . Ach Kleiner was wirst du erzählen wenn du erwachst nun: einen Mond habe ich geträumt rot, wie der Untergang der Sonne im Wolkenbett ach Kleiner, schnarchen, ich meine konnte er das der Untergang nun: gehört habe ich nichts, aber stundenlang träumte ich den Mond feurig, aber Wind zog an der Decke ach Kleiner, kam er aus dem Verstecke und was träumtest du exakt nun: er war dann nackt, der Mond ach Kleiner, sollte er sich schämen dort oben entblößt und wusste er von deinem Traum nun: wohl kaum

by

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Der letzte Traum

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Ach Kleiner was wirst du erzählen
wenn du erwachst

nun: einen Mond habe ich geträumt
rot, wie der Untergang
der Sonne im Wolkenbett

ach Kleiner, schnarchen, ich meine
konnte er das der Untergang

nun: gehört habe ich nichts, aber
stundenlang träumte ich den Mond
feurig, aber Wind zog an der Decke

ach Kleiner, kam er aus dem Verstecke
und was träumtest du exakt

nun: er war dann nackt, der Mond

ach Kleiner, sollte er sich schämen
dort oben entblößt und
wusste er von deinem Traum

nun: wohl kaum

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Gerhard Jaeger: Salve – Lied ohne Verben

. . . . . . . . .. "Salve" . Lied ohne Verben Ein Meer Eine Tür Ein Tor Eine Welt Eine Hoffnung Ein Floss Eine Angst Ein Fluchtversuch Eine Salve Ein Aufschrei Eine Welt Ein Verlierer Ein Meer

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Salve

Lied ohne Verben

ein Meer

Eine Tür
Ein Tor
Eine Welt

Eine Hoffnung

Ein Floss
Eine Angst
Ein Fluchtversuch

Eine Salve

Ein Aufschrei
Eine Welt
Ein Verlierer

Ein Meer

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Salve
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akustische Untermalung und Interpretation: Gerhard Jaeger
Text, Foto und Audiobetrag  von Gerhard Jaeger
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