Tag Archives: Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 (ISBN 978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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smt: Selig – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

Selig Hinter dem Meeresrauschen ein Fels von Stille umtost klein geborgen steht er im Rücken hoher Berge urzeitalt sein kahles Haupt krüppelkieferumkränzt reckt er zum Himmel unerreichbar. Seine Beschützer teilen die Wolken schaffen ihm eine Sonneninsel. Er weiß nichts von der Brandung die sich ihm entgegennagt. In jugendgreiser Weisheit strahlt er in seinem Glück und atmet Ruhe.

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Selig

Hinter dem Meeresrauschen
ein Fels
von Stille umtost
klein geborgen
steht er im Rücken hoher Berge
urzeitalt
sein kahles Haupt krüppelkieferumkränzt
reckt er zum Himmel unerreichbar.

Seine Beschützer teilen die Wolken
schaffen ihm eine Sonneninsel.
Er weiß nichts von der Brandung
die sich ihm entgegennagt.
In jugendgreiser Weisheit
strahlt er in seinem Glück
und atmet
Ruhe.

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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smt: Schritte

(Un)Ruhe Aufwachen! ↓↑ Nicht aufwachen! Los machen: ↓ ↑ Was noch machen? Lust entfachen! ↓ ↑ Leid entfachen. Nichts zu lachen... ↓ ↑ Fremdes Lachen. Träume krachen. ↓↑ Gehe krachen. Hab' ihn voll, den Rachen. ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading, to open the article.

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(Un)Ruhe

                                Aufwachen!

↓↑

Nicht aufwachen!
                      Los machen:

↓         ↑

     Was noch machen?
          Lust entfachen!

↓                  ↑

                   Leid entfachen.
               Nichts zu lachen…

↓         ↑

        Fremdes Lachen.
                      Träume krachen.

↓↑

    Gehe krachen.

Hab‘ ihn voll, den Rachen.

 

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

 

 

 

 

 

 

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Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Gerhard Jaeger: Kuba

Kuba (ein Traum) ach, ich habe sie gesehen die Helden der Revolution aufgereiht plakativ Transparente an Pisten vor versteppten Feldern vor Palmenhütten vor tropischen Plantagen Entschlossen, die Bärtigen blicken in schlagdurchlöcherte Strassen über kleine Zuversichten holpern, betteln, dösen die Alltagsgestalten vielleicht mit hellem Lachen noch vielleicht aus dörflichen Klassenzimmern vielleicht die Flasche Rum Hand in Hand mit den Liebenden Auf steinernen Mauern unter der charmanten Morbidität der Fassaden unglaublich diese Farbigkeit -Salca, Rumba und Strassenkreuzer reifer noch als Hollywood, -aber vor den Zuckerrohrfeldern pflügen Ochsengespanne und vor Armut steht das Verlangen bitte eine Hand voll Reis bitte eine Aussicht auf Verdienst halb nackt ein Junge unter einer Königspalme mit ausgestreckter Hand bereit als Sklave oder wer weiß was noch wo niemand weiß wohin es geht Kuba dein verlorener Sohn Sonne der Karibik sinkt ins Meer brennend bleibende Sehnsucht

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(ein Traum)

ach, ich habe sie gesehen
die Helden der Revolution
aufgereiht plakativ
Transparente an Pisten
vor versteppten Feldern
vor Palmenhütten
vor tropischen Plantagen
Entschlossen, die Bärtigen blicken
in schlagdurchlöcherte Strassen
über kleine Zuversichten
holpern, betteln, dösen
die Alltagsgestalten vielleicht
mit hellem Lachen noch
vielleicht aus dörflichen Klassenzimmern
vielleicht die Flasche Rum
Hand in Hand mit den Liebenden
Auf steinernen Mauern unter
der charmanten Morbidität der Fassaden
unglaublich diese Farbigkeit
Salca, Rumba und Strassenkreuzer
reifer noch als Hollywood, aber

vor den Zuckerrohrfeldern
pflügen Ochsengespanne
und vor Armut steht das Verlangen
bitte eine Hand voll Reis
bitte eine Aussicht auf Verdienst

halb nackt ein Junge
unter einer Königspalme
mit ausgestreckter Hand
bereit als Sklave oder
wer weiß was noch wo niemand
weiß wohin es geht

Kuba dein verlorener Sohn
Sonne der Karibik
sinkt ins Meer
brennend
bleibende
Sehnsucht

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Wetterleuchten – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

Wetterleuchten noch ist nichts. einige Farben Gewölk Striche grün, braun schwarz, indigo ach, bin ich froh noch hat es keine Blitze noch donnert es, nur so ein Furzgegrummel, Mensch trägst du `nen kurzen Fummel Hei! Lass mich mal ran an die Staffelei es blitzt ich male Rhomben mit einem Strich mitten drin, als Kinder malten wir das an die Wand meine Hand ist elektrisch draußen wird’s hektisch Endladung aus Wolkengeheul aus Windgehechel wie du stöhnst und das noch verschönst

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noch ist nichts.
einige Farben
Gewölk Striche
grün, braun
schwarz, indigo
ach, bin ich froh

noch hat es keine Blitze
noch donnert es, nur so
ein Furzgegrummel, Mensch
trägst du `nen kurzen Fummel
Hei! Lass mich mal ran
an die Staffelei

es blitzt ich male

Rhomben mit einem Strich
mitten drin, als Kinder
malten wir das an die Wand

meine Hand ist elektrisch
draußen wird’s hektisch
Endladung

aus Wolkengeheul
aus Windgehechel

wie du stöhnst und
das noch verschönst

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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