Tag Archives: * Auswahl Mai und Juni 2014

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Fritzes und Erwin von der Pankes Lied: „Meer unser“ – Fotos von smt, Gerhard Jaeger und Andreas Schrock

Es handelt sich hier um eine Zusammenführung von bereits publizierten Elementen; einem Lied und entsprechenden Fotos mit maritimen Motiven. Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um den Titel abspielen und dieses Foto in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen.

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Christian Rempel (Foto und Text): Pfingsten

Zählst zu den langen Feiertagen, der heilige Geist steigt von oben herab, bald geht's dem Frühling an den Kragen, der Sommer schneidet ihm bunte Zöpfe ab. Am Fenster sitzt ein weißes Täubchen und gurrt von Liebe, ist dies der Geist? Gibt Erdbeertorte mit Sahnehäubchen, der Habicht am blauen Himmel kreist. ...

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Zählst zu den langen Feiertagen,
der heilige Geist steigt von oben herab,
bald geht’s dem Frühling an den Kragen,
der Sommer schneidet ihm bunte Zöpfe ab.

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Am Fenster sitzt ein weißes Täubchen
und gurrt von Liebe, ist dies der Geist?
Gibt Erdbeertorte mit Sahnehäubchen,
der Habicht am blauen Himmel kreist.

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Wo bleibt nur der geistvolle Täuberich?
Ließ er sein weißes Täubchen im Stich?
Der Habicht, hat er ihn schon aufgefressen?

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Was hülfe uns alle Weisheit im Leben,
wenn sich noch traurige Dinge begäben
und wir es bei bloßen Worten belässen.

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C.R. 4.6.2014

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smt: Fotos im Blog – Auswahl 2014

Dies ist eine Auswahl aus den bisher hier im Blog veröffentlichten Fotos von smt. Die Miniaturfotos sind eine Art der Vorschau. Beim Klicken in die jeweilige Miniatur sollte sich ein weiteres Fenster öffnen, auf dem das Foto vor einem schwarzen Hintergrund erscheint. Das ist oft für das Betrachten von Fotos ein Vorteil. Das Auge kann sich bei dieser Art der Darstellung erholen. Der Blick wird nicht abgelenkt, sondern kann sich ganz auf das zu Betrachtende fokussieren. Die Wahrnehmung von Kontrasten ist leichter. Viele Farben entfalten oft erst vor einem schwarzen Hintergrund ihre Wirkung und Leuchtkraft vollständig.

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Gerhard Jaeger: Fotos im Blog – Auswahl Mai 2014

Dies ist eine Auswahl aus den bisher hier im Blog veröffentlichten Fotos von Gerhard Jaeger. Die Miniaturfotos sind eine Art der Vorschau. Beim Klicken in die jeweilige Miniatur sollte sich ein weiteres Fenster öffnen, auf dem das Foto vor einem schwarzen Hintergrund erscheint. Das ist oft für das Betrachten von Fotos ein Vorteil. Das Auge kann sich bei dieser Art der Darstellung erholen. Der Blick wird nicht abgelenkt, sondern kann sich ganz auf das zu Betrachtende fokussieren. Die Wahrnehmung von Kontrasten ist leichter. Viele Farben entfalten oft erst vor einem schwarzen Hintergrund ihre Wirkung und Leuchtkraft vollständig.

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Schrottauto 8ers    

   

    

   

Dies ist eine Auswahl aus den bisher hier im Blog veröffentlichten Fotos von Gerhard Jaeger.

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Gerhard Jaeger: Geselliges Lied

Wenn ich nicht singen würde wäre ich ein schlechter Trinker, aber ein besserer Mensch, doch was wäre all mein Gut – Sein ohne Lieder Freunde taucht auf aus weichem Blau der Nacht ich öffne einen Spalt dem gläsernen Wort es färt der bittere Schaum des Bieres am Flaschenhals hinauf bis er überläuft und abwärts rinnt herb frisch durch die Kehle süß säuselt die Zunge: hereinspaziert ihren Vorbau schiebt die Gegenwart ins Zimmer sie warb so auf Plakaten für das scharfe Getränk auf Zehenspitzen tippelt der Traum hinterher vorher kam die Vergangenheit, die ein Lied in Fesseln hielt in ihren Armen verschlief ich manchen Rausch und es tanzen die verlorenen Worte und es erklingen vergessene Schreie und im roten Abendkleid erscheint die Angst und der Mut kommt aufgebretzelt im bleichen Frack Party, Freunde Party das Bier wird warm, die Seele weit per Handy meldet sich die Erinnerung falsch verbunden, die Hoffnung hat ein kristallenes Lachen aber es tanzen Licht und Schatten aber die Nebel umschlingen die Tanne aber da draußen um elfe am Gartentor winkt schon das nächste Lied: Lebt wohl einen werd ich noch trinken einen singen für die Katz, aber wenn wir nicht so lieben würden- nüchtern wären wir trara…

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Wenn ich nicht singen würde
wäre ich ein schlechter Trinker, aber
ein besserer Mensch, doch
was wäre all mein Gut – Sein ohne Lieder

Freunde taucht auf
aus weichem Blau der Nacht
ich öffne einen Spalt
dem gläsernen Wort

es färt der bittere Schaum des Bieres
am Flaschenhals hinauf
bis er überläuft und abwärts rinnt
herb frisch durch die Kehle süß

säuselt die Zunge: hereinspaziert
ihren Vorbau schiebt die Gegenwart ins Zimmer
sie warb so auf Plakaten für das scharfe Getränk
auf Zehenspitzen tippelt der Traum hinterher
vorher kam die Vergangenheit,
die ein Lied in Fesseln hielt

in ihren Armen verschlief ich manchen Rausch

und es tanzen die verlorenen Worte
und es erklingen vergessene Schreie
und im roten Abendkleid erscheint die Angst
und der Mut kommt aufgebretzelt im bleichen Frack

Party, Freunde Party
das Bier wird warm, die Seele weit
per Handy meldet sich die Erinnerung
falsch verbunden, die Hoffnung hat ein kristallenes Lachen

aber es tanzen Licht und Schatten
aber die Nebel umschlingen die Tanne
aber da draußen um elfe am Gartentor
winkt schon das nächste Lied: Lebt wohl

einen werd ich noch trinken
einen singen für die Katz, aber
wenn wir nicht so lieben würden-
nüchtern wären wir trara…

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Gerhard Jaeger (Text und Foto): Fremde Bilder

ich weiß nicht, ob ich das bin im Spiegel da ich weiß nicht, ob ich durch eine Scheibe sehe ich weiß nicht, ob es Tag ist ich weiß nicht, ob es Nacht ist ich weiß nicht, ob ich jung bin ich weiß nicht, ob ich alt bin ich weiß nicht, ob ich ICH bin ich weiß nicht, bin ich ein anderer du weißt mehr du weißt ich bin ein anderer du weißt einen Namen du weißt ihn zu sprechen sehe ich dich sehe ich Spiegel und Scheibe sehe ich Tag und Nacht sehe ich jung und alt aus nennen andere meinen Namen glaub ich es säuselt der Wind

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ich weiß nicht, ob ich das bin im Spiegel da
ich weiß nicht, ob ich durch eine Scheibe sehe
ich weiß nicht, ob es Tag ist
ich weiß nicht, ob es Nacht ist
ich weiß nicht, ob ich jung bin
ich weiß nicht, ob ich alt bin
ich weiß nicht, ob ich ICH bin
ich weiß nicht, bin ich ein anderer

du weißt mehr
du weißt ich bin ein anderer
du weißt einen Namen
du weißt ihn zu sprechen

sehe ich dich
sehe ich Spiegel und Scheibe
sehe ich Tag und Nacht
sehe ich jung und alt aus

nennen andere meinen Namen
glaub ich

es säuselt der Wind

 

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Andreas Schrock: Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp Warum och, ich mach hier nur Rast Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast Dat Mädchen drüben sitzt so allein Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus Herbst war’s,kühl, auf der Bank Als Elli allein ein Schnäpschen trank Die Bluse so dünn, die Brüste so fest Die Blicke so groß, wie macht man das bloß Den Moment hab ich verpasst Allet jespürt und nischt erfasst Herbst ist wenn große Taten auf mich warten Immer dann bloß warten, warten warten Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen Nächstens mal nüchtern, könnt ja Schüchtern lächeln zu ihr Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n mit dieser janzen Lust Es gibt eine Liedfassung von Gerhard Jaeger die aufgrund dieser Textvorlage von A. Schrock entstanden ist. Dabei wurde der Text nur minimal verändert. Das Lied hat den gleichen Titel wie dieses Gedicht: "Ballade des Mannes".

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Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp
Warum och, ich mach hier nur Rast
Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr
Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast

Dat Mädchen  drüben sitzt so allein
Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus
Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht
Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus

Herbst war’s,kühl, auf der Bank
Als Elli allein ein Schnäpschen trank
Die Bluse so dünn, die Brüste so fest
Die Blicke so groß, wie macht man das bloß

Den Moment hab ich verpasst
Allet jespürt und nischt erfasst
Herbst ist wenn große Taten auf mich warten
Immer dann bloß warten, warten warten

Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn
Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen
Nächstens mal nüchtern, könnt ja
Schüchtern lächeln zu ihr

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust
Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
mit dieser janzen Lust

Es gibt eine Liedfassung von Gerhard Jaeger die aufgrund dieser Textvorlage von A. Schrock entstanden ist. Dabei wurde der Text nur minimal verändert.
Das Lied hat den gleichen Titel wie dieses Gedicht: „Ballade des Mannes“.

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Gerhard Jaeger (Lyrik und Foto): „Immer wieder“

. . . . . . . . . Immer wieder heimlich helle Worte immer wieder Ängste im sonnigen Schweigen immer wieder Räume leuchtend vor Verlassenheit immer wieder Hände voll Verlorenheit immer wieder blaues Wundern giftig grünes Hoffen immer wieder Verlangen Feuer, Feuer immer wieder die rote Spur

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Immer wieder

heimlich helle Worte
immer wieder Ängste
im sonnigen Schweigen
immer wieder Räume
leuchtend vor Verlassenheit
immer wieder Hände
voll Verlorenheit
immer wieder blaues Wundern
giftig grünes Hoffen
immer wieder Verlangen

Feuer, Feuer
immer wieder die rote Spur

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Gerhard Jaeger: Die Tür

gezögert habe ich lange nun öffne ich die Tür um den Tisch die Toten mit verschaukelten Herzen starren nach mir Augenblicke sind das ohne zurück. Ich rufe: Kopf hoch, ihr Leichen! Dagegen empörtes Geschrei Mensch Kerl, willst leben, du tanzt aus der Reih! Die Versammelten wirken verschlossen: Leb nur leb, wer freiwillig sich nicht tot stellt, dem senden wir einen Bescheid- Erschossen? Augenblicke sind das ohne zurück wem fallen solche Türen ins Genick

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gezögert habe ich lange
nun öffne ich die Tür
um den Tisch die Toten
mit verschaukelten Herzen
starren nach mir

Augenblicke sind das
ohne zurück. Ich rufe:
Kopf hoch, ihr Leichen!
Dagegen empörtes Geschrei
Mensch Kerl, willst leben,
du tanzt aus der Reih!

Die Versammelten
wirken verschlossen:
Leb nur leb, wer freiwillig sich
nicht tot stellt,
dem senden wir einen Bescheid-
Erschossen?

Augenblicke sind das
ohne zurück
wem fallen solche Türen
ins Genick

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Gerhard Jaeger: Maikätzchen mit weichem Fell

ich komme schnell werfe alles hin Wortgestammel, Papiergerammel Tabakgegammel. Komme dir meine Hand zu bringen. Komme deine Wärme zu holen. Komme, um zu kommen um zu streicheln um zu schauen, weil so viel Licht ist in deinen Augen, weil so viel Mond hinein paßt, weil alles darum herum sein muß, damit du stiller atmest unter meiner Hand

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ich komme schnell
werfe alles hin

Wortgestammel,
Papiergerammel
Tabakgegammel.

Komme dir meine Hand zu bringen.
Komme deine Wärme zu holen.
Komme, um zu kommen

um zu streicheln
um zu schauen,

weil
so viel Licht ist
in deinen Augen,

weil
so viel Mond hinein paßt,

weil
alles darum herum sein muß,

damit du stiller atmest
unter meiner Hand

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Gerhard Jaeger: Erwachen II

Erwachen II hinein ins hohe Gras fährt Stahlblau die Klinge klingt die Sense senst und stiehlt was das Gras fällt Gefallenes auf dem Anger Blicke fallen hin auf den Weg ins Tor den Kreuzen entgegen Sense jeder Schnitt ein Vorwurf jeder Vorwurf ein Schnitt

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Erwachen II

hinein ins hohe Gras
fährt Stahlblau
die Klinge klingt
die Sense senst und
stiehlt was
das Gras fällt
Gefallenes auf dem Anger
Blicke fallen hin
auf den Weg
ins Tor
den Kreuzen entgegen

Sense
jeder Schnitt
ein Vorwurf
jeder Vorwurf
ein Schnitt

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Gerhard Jaeger: Erwachen I

Erwachen I über schiefe Kreuze hinaus der Weg fliegt zum Tor es ist geöffnet von ... bis der Anger voller Zelte aus Dorfmusik und Verwilderung derweil die Gärten ein Dschungel für Hummeln Blüten landen mit ihrer Stille überall

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über schiefe Kreuze
hinaus der Weg
fliegt zum Tor
es ist geöffnet
von … bis der Anger
voller Zelte aus Dorfmusik
und Verwilderung
derweil die Gärten
ein Dschungel für Hummeln
Blüten landen
mit ihrer Stille
überall

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Gerhard Jaeger: Frustrutsche, eine Landschaft

Frustrutsche, eine Landschaft aufwärts stieg der Frust türmte vom Bauch zur Kehle in den Schädel kreisen wollte er unterm blauen Tuch, wolkenlos hing es herab zur Deichschräge in die schiefe Ebene Landschaft Der Raubvogel kreist augenblicklich, stürzt in die Tiefe. – Jetzt die Rutsche runter rutscht Frust. Vom Turm, aus dem Schädel durch den Bauch. Ach was weiß denn ich er sinkt in den Fluß, gluckst unter kleine Wellen, verstrudelt nordwärts Graugänse im Keilflug kommen uns entgegen

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Frustrutsche, eine Landschaft

aufwärts stieg der Frust
türmte vom Bauch zur Kehle in den Schädel
kreisen wollte er unterm blauen Tuch,
wolkenlos hing es herab
zur Deichschräge in die schiefe Ebene
Landschaft

Der Raubvogel kreist augenblicklich,
stürzt in die Tiefe. – Jetzt
die Rutsche runter rutscht Frust.
Vom Turm, aus dem Schädel
durch den Bauch. Ach was weiß denn ich
er sinkt in den Fluß, gluckst unter
kleine Wellen, verstrudelt nordwärts
Graugänse im Keilflug
kommen uns entgegen

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Gerhard Jaeger: Eisblauer Augenblick

Eisblauer Augenblick im Februar 1997 woher kommen denn die Träume und warum ausgerechnet zu dieser Zeit etwas schärft zwischen dem Untergang der Nacht und dem aufgehenden Morgen. Noch ist es die silbrig kalte Himmelsklinge, noch sind die Sterne da, leuchtende Pupillen ein Herabstarren aus der endlosen Eiszeit, schon eingefroren im See das Herschauen der Liebsten, im Raureifmantel auf bleichen Wiesen ein Lufthauch trägt noch immer den Atem ihres Kusses Schlittschuhlauf auf vereister Seele die grau und stumm ist wie der See umringt kahles Geäst im Winterhimmel. Gott, der aus dem Jenseits herrscht und das Schweigen schickt über Wälder in den ich ihr Antlitz vergaß selten kam es mir so nah

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Eisblauer Augenblick im Februar 1997

woher kommen denn die Träume
und  warum ausgerechnet zu dieser Zeit

etwas schärft
zwischen dem Untergang der Nacht
und dem aufgehenden Morgen.
Noch ist es die silbrig kalte Himmelsklinge,
noch sind die Sterne da, leuchtende Pupillen
ein Herabstarren aus der endlosen Eiszeit,

schon eingefroren im See
das Herschauen der Liebsten,
im  Raureifmantel auf bleichen Wiesen
ein Lufthauch trägt
noch immer den Atem ihres Kusses

Schlittschuhlauf auf vereister Seele
die grau und stumm ist wie der See umringt
kahles Geäst im Winterhimmel. Gott, der
aus dem Jenseits herrscht und

das Schweigen schickt
über Wälder in den ich
ihr Antlitz vergaß

selten kam es mir
so nah

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Gerhard Jaeger: Der Traum, die Erinnerung

Der Traum, die Erinnerung Ach zwei Maschinen rattern in meiner Brust vorwärts dreht der Traum dieser Antrieb der anspringt vor dem blassen Morgen welche Bilder aber mischt er unter die Rätsel der Visionen welche Düfte verfangen sich bevor der Himmel blaut und nur im Innersten klingen Stimmen und nur im Fernsten wachsen Innigkeiten aus dem Atem des Dunkelseins rückwärts schalten Bilder hasten nach dem Halt fördern aus dem Versunkensein das Lautlose zum vertrauten Klang milchiger Wärme, honiggelb – der harte Blick der Liebe die trifft auf mechanisches Abschalten

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Der Traum, die Erinnerung

Ach zwei Maschinen rattern
in meiner Brust

vorwärts dreht der Traum
dieser Antrieb der anspringt
vor dem blassen Morgen

welche Bilder aber
mischt er unter
die Rätsel der Visionen
welche Düfte verfangen sich
bevor der Himmel blaut

und nur im Innersten klingen Stimmen
und nur im Fernsten wachsen Innigkeiten
aus dem Atem des Dunkelseins

rückwärts schalten Bilder
hasten nach dem Halt
fördern aus dem Versunkensein
das Lautlose zum vertrauten Klang
milchiger Wärme, honiggelb –

der harte Blick der Liebe

die trifft auf mechanisches
Abschalten

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Gerhard Jaeger: Solo

vor den Städten vor den Türmen vor den Laubenkolonien vor der Vorortbahn liegt in einer Moorlinse liegt auf den Gleisen liegt in schwarzen Wäldern liegt im Schnee groß das Wesen Einsamkeit groß das Wesen Öde bläulich bebende Ahnung bläulich schlummernde Unruhe wehe wenn Winde wehen sie treiben die Wesen von der Vorortbahn von den Lauben auf die Städte auf die Türme da blasen sie da blasen sie traurig da blasen sie traurige Solis bis alle Singles tanzen

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vor den Städten
vor den Türmen
vor den Laubenkolonien
vor der Vorortbahn

liegt in einer Moorlinse
liegt auf den Gleisen
liegt in schwarzen Wäldern
liegt im Schnee

groß das Wesen Einsamkeit
groß das Wesen Öde
bläulich bebende Ahnung
bläulich        schlummernde
Unruhe

wehe wenn Winde wehen
sie treiben die Wesen

von der Vorortbahn
von den Lauben

auf die Städte
auf die Türme

da blasen sie
da blasen sie traurig
da blasen sie traurige Solis

bis alle Singles tanzen

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Gerhard Jaeger alias Erwin von der Panke (EvP): „Staublied“

"Staublied" akustische Bearbeitung Komposition, Musik Text und Gesang: Gerhard Jaeger Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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„Staublied“

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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Bild, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

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Gerhard Jaeger: Im Chaos der Zeichen bist du das Zentrum

Im Chaos der Zeichen bist du das Zentrum über südliche Meere pilgert der Herbst laubbunte Wasser laufen gegen rostige Klippen, morgens oder abends, wenn Dunkelheiten zu rasch dich bedecken senden Agaven mit seltsamen Antennen Funksprüche über das Felsplateau Schwärze, die du kennst Finsternis, die dich umbettet die Terrassen kühlen aus, ratlos blickst du hinauf ins Chaos sternener Zeichen, deren Sinn dir abhanden kam langsam beginnt es, das Universum fängt an zu kreisen allein um dich

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Im Chaos der Zeichen
bist du das Zentrum
über südliche Meere
pilgert der Herbst
laubbunte Wasser
laufen gegen rostige Klippen,
morgens oder abends,
wenn Dunkelheiten zu rasch
dich bedecken

senden Agaven
mit seltsamen Antennen
Funksprüche über das Felsplateau

Schwärze, die du kennst
Finsternis, die dich umbettet

die Terrassen kühlen aus,
ratlos blickst du hinauf
ins Chaos sternener Zeichen,
deren Sinn dir abhanden kam

langsam beginnt es, das Universum
fängt an zu kreisen

allein um dich

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Gerhard Jaeger (Text und Foto): Diese Frau

. . . . . . . . .. Diese Frau mit dem Gesicht das so alt ist, doch sehe ich genauer hin springt es auf das Mädchen flüstert der Wind bist du das Gras bin ich ich streichle dich

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Diese Frau
mit dem Gesicht
das so alt ist,
doch sehe ich
genauer hin
springt es auf

das Mädchen
flüstert
der Wind
bist du
das Gras
bin ich

ich streichle
dich

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Gerhard Jaeger (Text und Foto): Denn der Morgen

. . . . . . . . . . Denn der Morgen trommelt gegen das Dunkel an Ausgeruhtheit mit Kühle auf der Haut dieser Frische, die Maigrün angeträumt ach drängen seine Hieben nicht ein in meine Stille, die lag im Haus beim Mut der sich erhebt gegen den Rufer: Du musst! Lauter tönen seine Hiebe nun fliehen meine Elfen und Freier Schmecken dir die Marmeladenbrote fragst du Ein Dickicht schließt sich unterm Bogen Licht

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trommelt  gegen das Dunkel
an Ausgeruhtheit mit
Kühle auf der Haut
dieser Frische, die
Maigrün angeträumt

ach drängen seine Hiebe
nicht ein in meine Stille,
die lag im Haus beim Mut
der sich erhebt
gegen den Rufer:
Du musst!

Lauter tönen seine Hiebe
nun fliehen meine Elfen und Freier

Schmecken dir die Marmeladenbrote
fragst du

Ein  Dickicht schließt sich
unterm Bogen Licht

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Gerhard Jaeger: Bilder ziehen

. . . . . . . . . . Bilder ziehen durch Traumnebel tief Wasser quillt aus dem Boden Landschaft, von Jahreszeiten durchsprungen, verweht Wind, verstehst du was Bilder so groß macht dass sie in Worte nicht passen, nicht wandelbar, um ihnen lebendig Gestalt zu leihen

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"Bilder ziehen" ein Foto von Gerhard Jaeger

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Bilder ziehen

durch Traumnebel
tief

Wasser
quillt aus dem Boden
Landschaft,
von Jahreszeiten
durchsprungen, verweht
Wind, verstehst du

was Bilder so groß macht

dass sie in Worte
nicht passen,
nicht wandelbar,
um ihnen lebendig
Gestalt zu leihen

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Lars Steger: Stilleben

Norma Jean aus einer Konservendose geknüllt. Lyrik ist der letzte Beischlaf vor dem Tod. eine Muschel rauscht uns Stöhnen diese kreischende Stille, wie ein Liebeslied bei Sonnenuntergang am Strand, deine Glieder krallen Idolporträts in den Sand, in unseren Haaren spielen ein kleiner silberner Fisch und eine Feuerqualle Fangen und Verstecken, der Fleck in den Dünen, wo wir leben glaubten, üben zu können, lebt noch den Geruch des braunen Tanges. Blech liegt poetisch rum.

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Norma Jean aus einer Konservendose
geknüllt. Lyrik

ist der letzte Beischlaf
vor dem Tod. eine Muschel

rauscht uns Stöhnen
diese kreischende Stille, wie

ein Liebeslied bei Sonnenuntergang
am Strand, deine Glieder

krallen Idolporträts in
den Sand, in unseren Haaren

spielen ein kleiner silberner Fisch
und eine Feuerqualle

Fangen und Verstecken, der Fleck
in den Dünen, wo wir leben

glaubten, üben zu können,

lebt noch den Geruch
des braunen Tanges.

Blech liegt poetisch rum.

(aus: “Zwischen den Zeiten 1990-2000″ (Anth.); hrsg. von Eitel Kunst e.V.,
Peter-Segler-Verlag, 2003, 2. Aufl., ISBN 978-3-931445-07-2)

 

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