Tag Archives: **** 7

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▶ Links – Khalil Gibran: Der Prophet – Literatur Erbe – ein Musikbuch zeitloser Poesie

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Gerhard Jaeger: Sachlicher Bericht

Sachlicher Bericht Und da hab’ ich Und da wollt’ ich Und da konnt’ ich Nicht Nicht konnt’ ich da ...

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Sachlicher Bericht

Und da hab’ ich
Und da wollt’ ich
Und da konnt’ ich
Nicht

Nicht konnt’ ich da
Nicht wollt’ ich da
Nicht hab’ ich da

Und

da hat’s geklappt

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Da am Meer

Da am Meer des nachts, wenn die Wellen einschlafen unter der brütenden Schwüle, die rumhängt zwischen Steinen und dem rotschwarzen Kraterwein ...

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des nachts, wenn die Wellen einschlafen
unter der brütenden Schwüle, die rumhängt
zwischen Steinen und dem rotschwarzen Kraterwein
diesem gereiften Kitzel, der samtig den Gaumen netzt
am Meer, an dem wir manchmal warten
auf ein Boot, auf die Ankunft des Herren ganz in weiß
die Wolke um den Mond
ganz in schwarz die Stunde
Ewigkeit, ganz die Jungfrau,
die ihre Arme auftut

um ihren Mund ein Lächeln
ist ein Vergessen schwarz, das Aroma
dieser Duft der Athene
aus den Armen des Zeus

eine Träne, oder ein süßer Gram,
so quillst du, mein Traum

mein Gedächtnis kann nicht rückwärts
jetzt ist jetzt und
hier ist alles

da am Meer

aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Gerhard Jaeger: Wetterleuchten

Wetterleuchten noch ist nichts. einige Farben Gewölk Striche grün, braun schwarz, indigo ach, bin ich froh noch hat es keine Blitze noch donnert es, nur so ein Furzgegrummel, Mensch ...

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noch ist nichts.
einige Farben
Gewölk Striche
grün, braun
schwarz, indigo
ach, bin ich froh

noch hat es keine Blitze
noch donnert es, nur so
ein Furzgegrummel, Mensch
trägst du `nen kurzen Fummel
Hei! Lass mich mal ran
an die Staffelei

es blitzt ich male

Rhomben mit einem Strich
mitten drin, als Kinder
malten wir das an die Wand

meine Hand ist elektrisch
draußen wird’s hektisch
Endladung

aus Wolkengeheul
aus Windgehechel

wie du stöhnst und
das noch verschönst

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Vor Ort

Vor Ort Landschaft liegt in meiner Hand Ballen, Wolken grau, blau Wolken, sanfte Böhen, das Weite lau im Wehen überm See dem schwarzäugigen, der an schilfigen Ufern den Erlenkragen trägt, den Ebereschenschmuck fein verteilt überm diamantenen Gefunkel Geblinke, Geplänkel, ach woher dieser Überfluss an Licht dieser Aufwand an Schatten dieses Dazwischen geheimer Geräusche stadtfremd vor Ort so als hätten springende Fische ein Wörtchen zu reden mit mir

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Landschaft liegt
in meiner Hand

Ballen, Wolken grau, blau
Wolken, sanfte Böhen, das Weite
lau im Wehen  überm See dem
schwarzäugigen, der
an schilfigen Ufern
den Erlenkragen trägt, den
Ebereschenschmuck fein
verteilt überm diamantenen Gefunkel
Geblinke, Geplänkel, ach woher
dieser Überfluss an Licht
dieser Aufwand an Schatten
dieses Dazwischen geheimer  Geräusche

stadtfremd vor Ort

so als hätten
springende Fische
ein Wörtchen zu reden
mit mir

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Liane Fehler: Auferstehung klemmt

Ich bin Phönix und lieg in der Asche und soll so verbrannt wie ich bin auferstehen Ja, bei Phönix , bei mir da war man sich sicher Phönix steigt wieder und wieder strahlend empor Ich hab meinen Goliath doch zu Fall gebracht meiner Meduse das Haupt abgeschlagen nun sollte ich feiern und fliegen und bin doch vergangen 28.04.2010

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Ich bin Phönix und lieg
in der Asche
und soll
so verbrannt
wie ich bin
auferstehen

Ja, bei Phönix , bei mir
da war man sich sicher
Phönix steigt
wieder und wieder
strahlend empor

Ich hab meinen Goliath
doch zu Fall gebracht
meiner Meduse
das Haupt abgeschlagen
nun sollte ich feiern und fliegen
und bin doch vergangen

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28.04.2010

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Liane Fehler: animalische Gier – Animal greed

Die alten Programme der Natur übernehmen die Zügel* Gute Nacht Großhirn!

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Liane Fehler: In Deinem Blick Frühling

bedecke meine Lider mit Schnee erwarte Kühle im Kopf doch Lebensatem blies warm ins Genick schönes Schaudern

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regenbogen-k http://quarknet.de/wetter-fotos.php

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Foto: regenbogen-k  quarknet
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Bedecke meine Lider
mit Schnee
erwarte Kühle im Kopf
doch Lebensatem
blies warm ins Genick
schönes Schaudern

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Liane Fehler: Tattoo

Deine Worte unter meiner Haut Kalligrafie wie ein Tattoo am Morgen staunen lächeln im Spiegel … Du? Lubmin April 2012

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Deine Worte

unter meiner Haut

 Kalligrafie

 wie ein Tattoo

am Morgen

 staunen

 lächeln

 im Spiegel

 … Du

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Liane Fehler: Licht und Schatten

Die Spiegel verhangen die Uhren angehalten mein Ich zerfließt im Schatten der lautlos durchs Zwielicht wandert Dämonen der Vergangenheit klappen vor mir auf wie Pappkameraden Ich sehe mich durch eure Augen ...

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Die Spiegel verhangen
die Uhren angehalten
mein Ich zerfließt
im Schatten
der lautlos
durchs Zwielicht
wandert
Dämonen der Vergangenheit
klappen vor mir auf
wie Pappkameraden
Ich sehe mich
durch eure Augen
erfinde mich, wandle mich
und wachse ins Licht

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Liane Fehler: Novemberherz – Novemberheart

Novemberherz erzählst von Liebe Wortgemälde alle Gedanken fliegen auf Deine verstummten Schreie fallen mir vor die Füße Zeit hängt überm Zaun

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   Foto: sonnenstrahlen-k
   http://quarknet.de/himmels-fotos.php

*
erzählst von Liebe
Wortgemälde
alle Gedanken
fliegen auf

Deine verstummten
Schreie
fallen mir vor die Füße
Zeit hängt überm Zaun

tanze um den Stein
in dem Du bist
noch hör ich das Lächeln
in Deiner Stimme

suche Wahres
in Tagträumen
schlaflosen Nächten
Sehnsucht mit Dir
den Wind zu überholen

singe an
gegen die Stille
die meinen Mut frisst

entschwunden
in die Novemberfarben
Dein Schatten
mit meiner Hoffnung

11.Mai 2012

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Liane Fehler: Arabeske

Arabeske heißt mein wildes Pferd es trug mich im Teufelsritt durch den Frühling in den Sommer bis zu dieser Nacht gelange durch die Gärten „de Aranjuez“* auf die Mondsichel weiches Licht fließt auch auf die allein Träumenden über die traurigen, großen Kinder die erwachsen tun

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dunkle-wolken-k http://quarknet.de/wetter-fotos.php

*

Arabeske

heißt mein wildes Pferd
es trug mich im Teufelsritt
durch den Frühling
in den Sommer
bis zu dieser Nacht
gelange durch die Gärten
„de Aranjuez“*
auf die Mondsichel
weiches Licht fließt
auch auf die
allein Träumenden
über die traurigen, großen Kinder
die erwachsen tun

Mein Blick findet
in der Ferne – Dich
Kommst Du?
Wartest Du?

Meinem Rappen
flüstere ich Deinen Namen ins Ohr
Fasse in seine Mähne
reite über die schwarzen Himmel
die Blauen – die Weißen

Sommer 2012*

*
*Arabeske: orientalische Musikrichtung arabischen Ursprungs, die Texte handeln oft von unerfüllter Liebe und dem Leiden an der Welt.
* Concerto de Aranjuez von Joaquín Rodrigo zählt zu den populärsten Musikstücken des 20. Jahrhunderts.
 
Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)
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Liane Fehler: Ellipse – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

ineinander verschmelzen eins sein auf brennenden Laken für Sekunden sich wieder erkennen danach als Gestirne die eigene Bahn ziehen

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Foto: Mond
von quarknet.himmel-wolken

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 ineinander verschmelzen
eins sein
auf brennenden Laken
für Sekunden
sich wieder erkennen
danach
als Gestirne
die eigene Bahn ziehen
im Kosmos der Zeit
und doch
wissen
wo der andere ist

 wo der andere ist
wissen
und doch
im Kosmos der Zeit
die eigene Bahn ziehen
als Gestirne
danach
sich wieder erkennen

für Sekunden
auf brennenden Laken
eins sein
ineinander verschmelzen


Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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*** Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Andreas Schrock: Busbahnhof Sewastopol

Wie ein Greifvogel fällt die Dämmerung in die awtozanzija, über Männer mit leeren Kartoffelsäcken, über Mädchen mit Handtaschen, über das Kind. Da hinein fällt die Dämmerung, fällt das Licht des Linienbusses, spärlich, ins Donezkbecken fährt er, gut tausend Kilometer, budjet, budjet. Auf den letzten Plätzen sitzen wir, dein Gesicht, deine großen Augen gegen den dunklen Himmel. Nach Jalta oder weiter nach Donezk fliegen unsere Gedanken dem Busfahrer voraus.Die deschurnaja ist jung, eine djewotschka, die durchzählt mit klarem Blick. Voraus fliegen unsere Wünsche, ein Bus voll Erwartung, schweigend, schaukelt die Küstenstraße, Kurve um Kurve am Mittelstreifen entlang. Der Mond scheint wie eine halbierte Melone, hängt unwirklich, ungelenk, nichts voreilige festlegend, purzeln die Worte, geht die Fahrt ins offene Land.

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Wie ein Greifvogel fällt die Dämmerung
in die awtozanzija, über Männer mit
leeren Kartoffelsäcken, über Mädchen
mit Handtaschen, über das Kind.

Da hinein fällt die Dämmerung, fällt das Licht
des Linienbusses, spärlich, ins Donezkbecken
fährt er, gut tausend Kilometer, budjet, budjet.

Auf den letzten Plätzen sitzen wir,
dein Gesicht, deine großen Augen
gegen den dunklen Himmel. Nach
Jalta oder weiter nach Donezk
fliegen unsere Gedanken dem
Busfahrer voraus.Die deschurnaja
ist jung, eine djewotschka, die
durchzählt mit klarem Blick.

Voraus fliegen unsere Wünsche, ein Bus
voll Erwartung, schweigend, schaukelt
die Küstenstraße, Kurve um Kurve
am Mittelstreifen entlang.

Der Mond scheint wie eine
halbierte Melone, hängt
unwirklich, ungelenk, nichts
voreilige festlegend,
purzeln die Worte,

geht die Fahrt ins
offene Land.

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Liane Fehler: Mit dem Flügelschuh – poem: with the wing shoe

Mit dem Flügelschuh (dem Engel gemaust) gelaufen übers Wolkenbeet noch schnell den goldenen Mond angestupst Bin ein Spielkind Glückskind

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Mit dem Flügelschuh
(dem Engel gemaust)
gelaufen übers Wolkenbeet
noch schnell den

goldenen Mond
angestupst

Bin ein Spielkind
Glückskind
so voller Übermut
aus der Luft gefangen
Deinen sehnsüchtigen Blick
nach oben

Ein großes Ja!
in den Himmel geschrieben

5.Mai 2012

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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