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Gerhard Jaeger – Bild: Hauseingang Wartelandschaft 25 – Bild aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Gerhard Jaeger - Bild: Hauseingang Wartelandschaft 25

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Gerhard Jaeger: Bild “Hauseingang Wartelandschaft 25"

Gerhard Jaeger – Bild: Hauseingang Wartelandschaft 25

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Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen.

Das Bild wurde wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

Gerhard Jaeger – Bild: Tulpen 57 – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Gerhard Jaeger: Bild " Tulpen-57"

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Gerhard Jaeger: Bild " Tulpen-57"

 

 Gerhard Jaeger – Bild: Tulpen 57

Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen.

Das Bild wurde wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

Gerhard Jaeger – Bild: Frau Geist 19 – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Bild Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Gerhard Jaeger – Bild: Pyramiden

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Anthologie - Gerhard Jaeger - Bild: Pyramiden 37

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Gerhard Jaeger: Bild “Pyramiden"
Gerhard Jaeger: Bild Pyramiden

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Das Bild wurde veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

Gerhard Jaeger – Bild: Storch – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Gerhard Jaeger – Bild: Vision – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Gerhard Jaeger: Brummkreisel

Brummkreisel Brumm kreiselt kreiselt rum mit Gebrumm um die eigne Achse lustig mit Bier und mit Faxe ...

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Brumm kreiselt
kreiselt rum
mit Gebrumm
um die eigne Achse
lustig mit  Bier
und mit Faxe
schwankt nach links
wankt zur Rechten
und macht brumm
bis er kippt

dann ist er stumm

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Sachlicher Bericht

Sachlicher Bericht Und da hab’ ich Und da wollt’ ich Und da konnt’ ich Nicht Nicht konnt’ ich da ...

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Sachlicher Bericht

Und da hab’ ich
Und da wollt’ ich
Und da konnt’ ich
Nicht

Nicht konnt’ ich da
Nicht wollt’ ich da
Nicht hab’ ich da

Und

da hat’s geklappt

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: zurück

zurück die Dorfstrasse damals ein sandiger Weg das Haus damals ein Schirm das Hoffen damals die Diktatur wird sich verlaufen und immer wieder dieser Hagel damals ...

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zurück
die Dorfstrasse damals
ein sandiger Weg
das Haus damals
ein Schirm
das Hoffen damals
die Diktatur wird sich verlaufen
und immer wieder dieser Hagel
damals
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heute weiß man
es gibt keine andere Welt
andere Zeiten schon
andere Attribute
doch

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Kuba

Kuba (ein Traum) ach, ich habe sie gesehen die Helden der Revolution aufgereiht plakativ Transparente an Pisten vor versteppten Feldern vor Palmenhütten vor tropischen Plantagen Entschlossen, die Bärtigen ...

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(ein Traum)

ach, ich habe sie gesehen
die Helden der Revolution
aufgereiht plakativ
Transparente an Pisten
vor versteppten Feldern
vor Palmenhütten
vor tropischen Plantagen
Entschlossen, die Bärtigen blicken
in schlagdurchlöcherte Strassen
über kleine Zuversichten
holpern, betteln, dösen
die Alltagsgestalten vielleicht
mit hellem Lachen noch
vielleicht aus dörflichen Klassenzimmern
vielleicht die Flasche Rum
Hand in Hand mit den Liebenden
Auf steinernen Mauern unter
der charmanten Morbidität der Fassaden
unglaublich diese Farbigkeit
Salca, Rumba und Strassenkreuzer
reifer noch als Hollywood, aber

vor den Zuckerrohrfeldern
pflügen Ochsengespanne
und vor Armut steht das Verlangen
bitte eine Hand voll Reis
bitte eine Aussicht auf Verdienst

halb nackt ein Junge
unter einer Königspalme
mit ausgestreckter Hand
bereit als Sklave oder
wer weiß was noch wo niemand
weiß wohin es geht

Kuba dein verlorener Sohn
Sonne der Karibik
sinkt ins Meer
brennend
bleibende
Sehnsucht

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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*** Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Gerhard Jaeger: Langsamläufer

Langsamläufer Träge dreht das Windrad Langsamläufer Träge fließt der Fluss Langsamläufer Träge geht der Mann Langsamläufer Träge trinkt er dann Langsamsäufer

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Träge dreht das Windrad

            Langsamläufer

Träge fließt der Fluss

            Langsamläufer

Träge geht der Mann

            Langsamläufer

Träge trinkt er dann

            Langsamsäufer

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Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Gerhard Jaeger: Wehe, weh

wehen, sehen, gehen geh bleib, bleiben schreib, schreiben, treiben treib komm wehe komm bleib komm schreib komm treib es voran es nicht zu weit es zu mir treib mich rum im Bier im Bier, das treibt, siehst du ich gehe, wehe weh

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Wehe, weh

wehen, sehen, gehen
geh

bleib, bleiben
schreib, schreiben, treiben
treib

komm wehe
komm bleib
komm schreib
komm treib

es voran
es nicht zu weit
es zu mir

treib mich rum
im Bier
im Bier, das treibt,
siehst du

ich gehe, wehe
weh

*

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Da am Meer

Da am Meer des nachts, wenn die Wellen einschlafen unter der brütenden Schwüle, die rumhängt zwischen Steinen und dem rotschwarzen Kraterwein ...

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des nachts, wenn die Wellen einschlafen
unter der brütenden Schwüle, die rumhängt
zwischen Steinen und dem rotschwarzen Kraterwein
diesem gereiften Kitzel, der samtig den Gaumen netzt
am Meer, an dem wir manchmal warten
auf ein Boot, auf die Ankunft des Herren ganz in weiß
die Wolke um den Mond
ganz in schwarz die Stunde
Ewigkeit, ganz die Jungfrau,
die ihre Arme auftut

um ihren Mund ein Lächeln
ist ein Vergessen schwarz, das Aroma
dieser Duft der Athene
aus den Armen des Zeus

eine Träne, oder ein süßer Gram,
so quillst du, mein Traum

mein Gedächtnis kann nicht rückwärts
jetzt ist jetzt und
hier ist alles

da am Meer

aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

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Gerhard Jaeger: Wetterleuchten

Wetterleuchten noch ist nichts. einige Farben Gewölk Striche grün, braun schwarz, indigo ach, bin ich froh noch hat es keine Blitze noch donnert es, nur so ein Furzgegrummel, Mensch ...

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noch ist nichts.
einige Farben
Gewölk Striche
grün, braun
schwarz, indigo
ach, bin ich froh

noch hat es keine Blitze
noch donnert es, nur so
ein Furzgegrummel, Mensch
trägst du `nen kurzen Fummel
Hei! Lass mich mal ran
an die Staffelei

es blitzt ich male

Rhomben mit einem Strich
mitten drin, als Kinder
malten wir das an die Wand

meine Hand ist elektrisch
draußen wird’s hektisch
Endladung

aus Wolkengeheul
aus Windgehechel

wie du stöhnst und
das noch verschönst

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Ode an die Regenwürmer

Ode an die Regenwürmer Vorsicht Drossel im Tiefflug über der duftenden Spatenkrume angeflogen, die Drossel segelt ach kämm’ das Gute doch von oben Spaten und Drossel nicht Drossel landet Spaten sticht ...

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Ode an die Regenwürmer

Vorsicht
Drossel im Tiefflug
über der duftenden Spatenkrume
angeflogen, die Drossel segelt
ach kämm’ das Gute
doch von oben
Spaten und Drossel nicht
Drossel landet
Spaten sticht

Vom Wurm gibt’s nun
Teil A und B
Die Drossel jubiliert:
Aus Einsicht ward Zweisicht
Zweimal der Schnabel pickt
Sozusagen Sicht Nummer drei
alles vorbei

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Schlafen – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

kann ich nicht nicht schlafen, warum warum schon wieder wieder das Letzte das letzte Wort, das das ich gab Fort bist du da ich sagte sagte wir wir sehen uns wieder wieder denke ich an dich an dich denke ich und und habe das Wort das Wort habe ich Ich habe es gebrochen, schlafen schlafen kann nicht seither nicht nicht mehr

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Schlafen

kann ich nicht
nicht schlafen, warum*
warum schon wieder*
wieder das Letzte*
das letzte Wort, das*
das ich gab

Fort bist du*
da ich sagte*
sagte wir*
wir sehen uns wieder*
wieder denke ich an dich*
an dich denke ich und*
und habe das Wort*
das Wort habe ich*
Ich habe es gebrochen, schlafen*
schlafen kann nicht*
seither nicht*
nicht mehr

*

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Wenn die Igel sich anschicken – Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

Wenn die Igel sich anschicken das Laub zu häufen vor dem Schnee kommen kühl aus dem September Abende fremd und doch vertraut an meine Stirn und fragen: Sag wohin nun wollen wir mit unserem Traum Der Abendtau sinkt lautlos unter meine Hand am kalten Tisch ein schwarzer Samt umhüllt die Schulter. Der Lärm das laute Nein der Sommerstimme ist mit diesen Vögeln auf der Flucht vor mir

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Wenn die Igel sich anschicken

das Laub zu häufen
vor dem Schnee

kommen
kühl aus dem September

Abende
fremd und doch vertraut
an meine Stirn
und fragen: Sag wohin nun
wollen wir
mit unserem Traum

Der Abendtau sinkt lautlos
unter meine Hand
am kalten Tisch
ein schwarzer Samt umhüllt
die Schulter. Der Lärm
das laute Nein
der Sommerstimme ist
mit diesen Vögeln
auf der Flucht*

vor mir

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)
                               

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Gerhard Jaeger: Ode an ein hartes Wesen – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

Die Wortfeile möchte ich setzen Dir ans stählerne Ohr Vielleicht fallen ein paar Späne in die Muschel vielleicht gäbe es dann ein wenig Gekuschel

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Ode an ein hartes Wesen

Die Wortfeile
möchte ich setzen
Dir ans stählerne Ohr
*
Vielleicht fallen*
ein paar Späne*
in die Muschel*

vielleicht gäbe es dann*
ein wenig*
Gekuschel

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Teller auf den Tisch – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 –

Teller auf den Tisch (Tregastel Sommer 2013 sie kocht nie das was ich essen will Zicke) ruft der Alte sie zuckt nicht nur die Möwe schreit der Magen gluckst das Meer gluckst und geht wie sein Atem Wasser nimmt es und spuckt es aus ruft der Alte gleich geht die Sonne unter Kiesel rollen hart wie rohe Kartoffeln Wolken schwimmen wie Eierschaum zart der Himmel färbt sich hummerrot leer Teller auf dem Tisch versalzen die See, der Kiesel, das Sein es ist traurig, es ist fies es gibt Gries

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(Tregastel Sommer 2013 sie kocht nie das was ich essen will Zicke)

ruft der Alte
sie zuckt nicht
nur die Möwe schreit
der Magen gluckst
das Meer gluckst
und geht wie sein Atem
Wasser nimmt es und
spuckt es
aus
ruft der Alte
gleich geht die Sonne unter

Kiesel rollen
hart wie rohe Kartoffeln
Wolken schwimmen
wie  Eierschaum zart
der Himmel färbt sich hummerrot
leer Teller auf dem Tisch
versalzen die See, der Kiesel, das Sein
es ist traurig, es ist fies
es gibt Gries

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Nur Engel klopfen leise an – Schattenengel lII

Schattenengel lII 2.8.2013 Bad Sonnenburg Ich tauche, Dunkelheit diese Stiege, mir voraus die Furcht, steigt in mir aber ein Leuchten, ja?

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2.8.2013 Bad Sonnenburg

Ich tauche, Dunkelheit
diese Stiege, mir voraus
die Furcht, steigt

in mir aber
ein Leuchten, ja?

du mit offenem Haar
du mit den Kleidern
der Einsamkeiten
du mit dem Lippenrot
der Sehnenden
du und der Aromaduft
der Hoffnung

Dunkelsein, die Stiege
mir folgt die Furcht
leise ein Klopfen
von leiser Hand
damals an jene Tür
ein Klopfen jetzt
in meiner Brust

mein Engel
Du

 Aus der Anthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 (ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger: Auch Teufel können weinen

Teufel, also manchmal kommt mir der Verdacht so schlecht können Teufel nun auch nicht sein in Talkshows sah ich arme Teufel stammeln vor Wetterkarten sah ich einen Teufel rammeln kleine Teufel sah ich auf die Nase fliegen oder betrunkene in Haltestellen liegen tatsächlich sah ich einen über einen Kontoauszug weinen (veröffentlicht im GeWa 114)

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Teufel, also manchmal

kommt mir der Verdacht
so schlecht können Teufel
nun auch nicht sein
in Talkshows sah ich
arme Teufel stammeln
vor Wetterkarten sah ich
einen Teufel rammeln
kleine Teufel sah ich
auf die Nase fliegen
oder betrunkene
in Haltestellen liegen
tatsächlich sah ich einen
über einen Kontoauszug weinen

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)
  und im GeWa 114.

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Gerhard Jaeger: Monochrom

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blauer Schnee
blauer Rauch
blaue Mondnacht
blauer Mond lacht
blauer Schneemann auch
blau sein Bauch
blau sein Gesicht
blau der ganze Wicht
aus blauem Schnee
*
ach kalte Nacht
durch die ich geh’
mit Blaulicht und Schnee
*
Ich – ein blauer Mann, einer,
der auch frieren kann
*
Blauer Schnee
Schnee so blau
*
schau
alles blau

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Gerhard Jaeger – Bild: Über Wasser

Hiddensee 2012 Insel im Regen, weißt du, den Regen trinken die Wiesen. hier trinken die Wiesen

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                Hiddensee 2012

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

gen
trinken die Wiesen.
hier trinken die Wiesen
mehr als andern Orts.
Was?

Wasser rund um
Wasser im Schwamm
Wasser im Bodden
Wasser – Wasserwiesen
Die Insel, wird untergehen.
Was?


Untergehen kann sie nicht
Wasser, ja schon, aber
sie wird gehalten, getragen-
getragen – von wem? –
Was?

Vom Sanddorn, Holunder
einwenig Sonne und
Wildrosen auch, sie
halten die Insel, aber
die Düfte, die allein
tragen sie.

 

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