Tag Archives: 1 A Slider 14 neue Texte

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Liane Fehler: Brot und Spiele

Bedenkenträger und Deuteriche laufen in Expertenrunden gegen die Ichlinge auf - Gemeinsam werfen sie Nebelkerzen in die illustre Runde - und treiben jede Woche mit voller Wonne eine neue Sau durchs TV

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Bedenkenträger und Deuteriche

laufen in Expertenrunden
gegen die Ichlinge auf –
Gemeinsam werfen sie
Nebelkerzen
in die illustre Runde –
und treiben
 jede Woche
mit voller Wonne
eine neue Sau durchs TV

                                                    (2010)

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Gerhard Jaeger: Schaffner Mond (Lied)

Um den Titel abzuspielen bitte einfach in den blaue Schriftzug "Lied: "schaffner mond" klicken. Lied: "schaffner mond" Text, Musik, Komposition und Gesang: Gerhard Jaeger

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Um den Titel abzuspielen bitte einfach in den blauen
Schriftzug „Lied: „schaffner mond“ klicken.

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▶ Lied: Schaffner Mond

Text, Musik, Komposition und Gesang: Gerhard Jaeger

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Sylvia Woodhouse zur Collage 3 von Peggy Salaw

Meinen bunten Glückssack Jepackt. Ihm die Krallen jeschnitten. Schwänzl friesiert. Und los flaniert…

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Meinen bunten Glückssack
Jepackt.
Ihm die Krallen jeschnitten.
Schwänzl friesiert.
Und los flaniert…

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„Lesen & Schreiben“ von Juli bis September 2013 in Wildau

Hej, liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter, wir treffen uns zu unserem Jour fixe zu "Lesen & Schreiben" in der Bibliothek in Wildau am 10. Juli, 14. August und am 11. September 2013 immer ab 16.30 Uhr. Wie bei unserem Seminar im August gilt auch für "Lesen und Schreiben": "Wer gern eigene Texte verfasst oder Texten von anderen gerne zuhört, ist uns jederzeit herzlich willkommen."

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Hej, liebe Eitle Künstler und Freunde der UnDichter, wir treffen uns zu unserem Jour fixe zu „Lesen & Schreiben“ in der Bibliothek in Wildau am 10. Juli, 14. August und am 11. September 2013 immer ab 16.30 Uhr. Wie bei unserem Seminar im August gilt auch für „Lesen und Schreiben“: „Wer gern eigene Texte verfasst oder Texten von anderen gerne zuhört, ist uns jederzeit herzlich willkommen.“

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Sylvia Woodhouse mit einem Text zur Collage 3 von Jenny Dlugaiczyk

Einmal Nach Dalis Maßstab Frau werden.

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Einmal

Nach Dalis Maßstab

Frau werden.

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Gerhard Jaeger: Collage

es schlug mein Herz geschwind zu Pferde als ein Trabbi rumpelt durch die Nacht

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es schlug mein Herz
geschwind zu Pferde
als ein Trabbi rumpelt
durch die Nacht

Ganz ehrlich, sofort
hab ich gedacht:
Das ist eine Collage!

Knete aus dem Westen
und aus dem Osten das
was dort so war am besten

Wunderland, Wunderland
die Ideale, die sind weggerannt
ene ,mene Du:
Nu‘ sieh‘ zu

Schluss mit der Collage
manches, was sich wendet
als Blamage endet.

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Lars Steger: im sand die erde

im sand die erde unterm pendel mit der zeit sich drehen sehen Autor: Lars

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im sand die erde
unterm pendel mit der zeit
sich drehen sehen

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Desdemona: Steine vor Felsen – Collage von Hagen Ludwig

Schillernde Felsen trotzen den Winden seit ewiger Zeit. Zerfurchte Steine öffnen die Schichtung Tiefe enthüllend.

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Schillernde Felsen
trotzen den Winden
seit ewiger Zeit.
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Zerfurchte Steine
öffnen die Schichtung
Tiefe enthüllend.
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Aufgeregte Rede –
kaum wahrgenommen –
verrinnt mit dem Klang.

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Christian Rempel: Fauna superioris

Der Spinnenfaden ist recht fest, nimm die geringe Dichte noch hinzu, wenn Du ihn an sich selber hängen lässt, kann länger werden er als Stahl und Eisen.

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Der Spinnenfaden ist recht fest,
nimm die geringe Dichte noch hinzu,
wenn Du ihn an sich selber hängen lässt,
kann länger werden er als Stahl und Eisen.
Kannst Du’s beweisen?
Beider Zugfestigkeit: 1 GPa,
Dichteverhältnis die Hexenzahl 7.
Wisst ihr es nun ihr Lieben?
Und denket ihr nun kurz und knapp,
das hängt vielleicht vom Querschnitt ab,
habt einen Holzweg ihr beschritten.
Und denken wir uns Stalaktiten
von langen langem Holze (28 km),
dann rissen sie noch später ab,
als wenn aus Stahl,
natürlich erste Wahl,
sie wären.
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Die Flora sich so findig zeigt
und nur die Fauna übersteigt
an Festigkeit noch das Gebilde,
das hab ich raus, nun lächelt milde.

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21.2.2013

 

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smt: Die letzte Nacht

Und wieder kann ich nicht schlafen. Seit Tagen geht das schon so. Der Tinnitus pfeift in meinen Ohren, und die zu kleine Decke sorgt für kalte Füße. Als ich mich auf die andere Seite drehe, quietschst du leise. Vorsichtig kuschele ich mich an Dich und denke zurück. Wie lange ist es jetzt her - zwölf Jahre? Ein Wunder, dass du mich so lange ertragen hast. Sacht streichen meine Finger über deine kleinen Falten. Ja, wir werden alle nicht jünger. Ich habe an Umfang und Gewicht zugelegt und du eben … - nun, es ist, wie es ist.

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Und wieder kann ich nicht schlafen. Seit Tagen geht das schon so. Der Tinnitus pfeift in meinen Ohren, und die zu kleine Decke sorgt für kalte Füße. Als ich mich auf die andere Seite drehe, quietschst du leise. Vorsichtig kuschele ich mich an Dich und denke zurück. Wie lange ist es jetzt her – zwölf Jahre? Ein Wunder, dass du mich so lange ertragen hast. Sacht streichen meine Finger über deine kleinen Falten. Ja, wir werden alle nicht jünger. Ich habe an Umfang und Gewicht zugelegt und du eben … – nun, es ist, wie es ist.

Damals war es Liebe auf den ersten Blick. Ich plünderte für dich mein Konto und schon zwei Wochen später kamst du in meine erste eigene Wohnung, in die ich erst kurz zuvor eingezogen war. Es waren glückliche Jahre, aber mit der Zeit wurde es anstrengend. Anfangs botest du mir Halt und wachtest über meinen oft unruhigen Schlaf. Still nahmst du es hin, wenn ich mich erst spät in der Nacht hinlegte und nicht vor dem Mittag wieder aufstand. Doch unbewusst hast du mich immer deine Härte und  Unnachgiebigkeit spüren lassen – und so nahm ich schließlich doch immer wieder den Kampf mit dem Alltag auf. Doch dann ließ diese belebende Spannung nach. Du wurdest immer nachgiebiger und ich hatte das Gefühl, in deiner Weichheit zu versinken, nicht mehr hochzukommen, ja fast zu ersticken. Irgendwann wurde mir klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Es gab keine gemeinsame Zukunft für uns.

Weil ich wusste, dass du das anders sehen würdest, ließ ich mir Zeit bei der Suche nach etwas neuem – aber irgendwann war es so weit. Es passierte in einem großen Einkaufspark. Wie damals bei dir, verliebte ich mich sofort. Dennoch zögerte ich vor dem entscheidenden Schritt. Mir war klar, es ist die richtige Entscheidung, aber nicht jedem fällt es leicht, Gewohntes aufzugeben. Vielleicht liege ich deshalb gerade noch immer wach da, während du in dir ruhst. Ich wollte keinen langen Abschied und habe mich deshalb für die schnelle, schmerzhafte Variante entschieden. Du weißt noch nicht, dass
dies unsere letzte gemeinsame Nacht sein wird. Ich habe keine großen Vorbereitungen getroffen, es erschien mir sowieso unvermeidlich, dass ihr euch kurz begegnen werdet.

Mir ist klar, wie unwahrscheinlich es ist, dass dich nach mir noch jemand nimmt. Sie haben mir zugesagt, dich abzuholen, aber wo sie dich hinbringen werden – ich weiß es nicht. Und auch wenn du keine Zukunft hast – für mich wird es eine Erleichterung, ein Neuanfang sein. Mit diesem Gedanken schlafe ich doch noch kurz ein. Als ich am Morgen aufstehe und meinen schmerzenden Rücken spüre, bin ich mir endgültig sicher: Sie war richtig – die Entscheidung für ein neues Bett.

Der Text wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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smt: Schattenengel – Der Beginn

Da stehst Du nun vor mir ganz still, hübsche Augen, so groß und weit. Schreck im Gesicht und Mitgefühl. Ich hauch´ Dir zu: Es tut mir leid, dass ich Dir vor die Füße fiel. Um Dich herum die Zeit verfließt, doch Du bist salzsäulenstarr. Dein tränenfeuchter Blick ergießt

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Foto:quarknet.

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Da stehst Du nun vor mir ganz still,
hübsche Augen, so groß und weit.
Schreck im Gesicht und Mitgefühl.
Ich hauch´ Dir zu: Es tut mir leid,
dass ich Dir vor die Füße fiel.

Um Dich herum die Zeit verfließt,
doch Du bist salzsäulenstarr.
Dein tränenfeuchter Blick ergießt
sich auf das, was einst Leben war
und vor Dir sein Dasein beschließt.

Ich weiß, es war ein Zufall nur,
keiner hörte den stillen Schrei.
Dennoch will ich glauben stur,
Du kamst allein für mich vorbei
Und folgtest meiner Seelenspur.

Du bist so unschuldig und rein,
wie Du vor Leben quillst,
hüll´ Dich mit meinem Geiste ein,
grad als Du gehen willst,
will nun Dein Schattenengel sein.

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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