Categotry Archives: * November 3

Malack Silas: „Stunning landscapes and marshland“ „fantastische Landschaft – Marschland“

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Somewhere in Bestensee...Stunning landscapes and marshland

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Somewhere in Bestensee...Stunning landscapes and marshland

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Gerhard Jaeger: Der letzte Traum

"Der letzte Traum" . Ach Kleiner was wirst du erzählen wenn du erwachst nun: einen Mond habe ich geträumt rot, wie der Untergang der Sonne im Wolkenbett ach Kleiner, schnarchen, ich meine konnte er das der Untergang nun: gehört habe ich nichts, aber stundenlang träumte ich den Mond feurig, aber Wind zog an der Decke ach Kleiner, kam er aus dem Verstecke und was träumtest du exakt nun: er war dann nackt, der Mond ach Kleiner, sollte er sich schämen dort oben entblößt und wusste er von deinem Traum nun: wohl kaum

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Der letzte Traum

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Ach Kleiner was wirst du erzählen
wenn du erwachst

nun: einen Mond habe ich geträumt
rot, wie der Untergang
der Sonne im Wolkenbett

ach Kleiner, schnarchen, ich meine
konnte er das der Untergang

nun: gehört habe ich nichts, aber
stundenlang träumte ich den Mond
feurig, aber Wind zog an der Decke

ach Kleiner, kam er aus dem Verstecke
und was träumtest du exakt

nun: er war dann nackt, der Mond

ach Kleiner, sollte er sich schämen
dort oben entblößt und
wusste er von deinem Traum

nun: wohl kaum

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Foto von Malack Silas

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Liane Fehler: Minuten rieseln – Minutes trickle

Minuten rieseln durch den Tag die Wolken schieben schwarz durch nackte Bäume lustige Lieder sind längst gesungen werfe Ballast ab und hoff auf neue Träume

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Foto: Wolken – quarknet
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Minuten rieseln
durch den Tag*
die Wolken schieben schwarz*
durch nackte Bäume*
lustige Lieder sind*
längst gesungen*
werfe Ballast ab und*
hoff auf neue Träume

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*2011

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Christian Rempel: Utopia

... Utopia – zweiter Tag Die Einfahrt verrifft, die Jugend, wie schade: versoffen, bekifft, und die Alten malade.

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Utopia – erster Tag

Schiff zum Weltenrand,
Seeschlange bade!
Utopia noch unerkannt.
Wo sind nur Deine Gestade?

Das GPS spinnt!
Das ist der Rand der Welt.
Novalis hier beginnt,
allein auf sich gestellt.

Du bist – ich glaub es – Utopia

Utopia – zweiter Tag

Die Einfahrt verrifft,
die Jugend, wie schade:
versoffen, bekifft,
und die Alten malade.

Werbebanner für alles,
Dudelradio und TV.
Bild eines Augiasstalles,
Geilheit auf alles was frau.

Ist nicht – nun glaub mir –

Utopia

Utopia – dritter Tag

Die Jugend wehrhaft,
die Kassen gefüllt,
alle in traute Stille gehüllt.
technisch in Meisterschaft.

Ein jeder in Arbeit,
so er nicht befreit.
Für alles ist Zeit,
bis zur Unendlichkeit.

Du bist – ich glaub es –

Utopia

Utopia – vierter Tag

Hoffart als wahre Natur,
Bitten zu Tode geschwiegen.
Freiheit ist`s pur,
wenn bei Huren sie liegen.

Wahl gibt es alle paar Jahr,
dass nichts anbrennt:
„Wählt, was ihr nie erkennt!“
Mitgefühl nur gegen bar.

Ist nicht – glaub ja nicht –

Utopia

Utopia – heute

Des weisen Hauptes Krone,
Zierrat wem Zierrat gebührt,
die Königin nicht ohne,
das Schloss gut aufgeführt.

Und wie ich mich verneige,
kehr ich vor’m eignen Haus,
das GPS ist aus,
in Sphären schon eine
Geige!

Das ist – so glaub nur – Utopia

Aus der Literaturbox 2012 von Christian Rempel

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Aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Liane Fehler: Arabeske

Arabeske heißt mein wildes Pferd es trug mich im Teufelsritt durch den Frühling in den Sommer bis zu dieser Nacht gelange durch die Gärten „de Aranjuez“* auf die Mondsichel weiches Licht fließt auch auf die allein Träumenden über die traurigen, großen Kinder die erwachsen tun

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Arabeske

heißt mein wildes Pferd
es trug mich im Teufelsritt
durch den Frühling
in den Sommer
bis zu dieser Nacht
gelange durch die Gärten
„de Aranjuez“*
auf die Mondsichel
weiches Licht fließt
auch auf die
allein Träumenden
über die traurigen, großen Kinder
die erwachsen tun

Mein Blick findet
in der Ferne – Dich
Kommst Du?
Wartest Du?

Meinem Rappen
flüstere ich Deinen Namen ins Ohr
Fasse in seine Mähne
reite über die schwarzen Himmel
die Blauen – die Weißen

Sommer 2012*

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*Arabeske: orientalische Musikrichtung arabischen Ursprungs, die Texte handeln oft von unerfüllter Liebe und dem Leiden an der Welt.
* Concerto de Aranjuez von Joaquín Rodrigo zählt zu den populärsten Musikstücken des 20. Jahrhunderts.
 
Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)
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Liane Fehler: Sattle den Frosch – poem: Saddle the frog – aus der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015

Hab meine Erwartungen verfüttert am Teich werfe auch die nicht gesagten Worte hinterher Tränenblick presst die Ohnmacht aus dem Körper suche ein Vehikel für mein „ICH“ will fort sattle den Frosch und hüpfe von dannen

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Liane Fehler: Schattenengel – Shadeangel

für smt Schattenengel blau hast die Nacht getrunken flügelschwer flügellahm

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Antwort – für smt

 
 
 
 

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Schattenengel blau
hast die Nacht
getrunken
flügelschwer
flügellahm
zu mir herab
gesunken

Ich spürte längst
Deine Gegenwart
wie Du mir folgtest
auf meinen Wegen
Ich sah im Spiegel
Dich und mich
ein Herzschlag nur
ein Atem

Wir gingen gemeinsam
durch verbranntes Land
vorbei an Ruinen
an Feuerstellen
wir lagen beide
in Asche und Sand

Dich bei mir zu wissen
zur Zeitenwende
ein Glücksversprechen
ein Lebensfunke

wir teiln uns die Flügel
und Hand in Hand
schaun wir ins Morgen
und fliegen…
Fliegen dorthin!


Frühjahr 2012
Foto: J.Fehler

 Aus der Anthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 (ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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