Categotry Archives: * Auswahl 1 Texte von Christian Rempel – Der kleine Kaktus – Arbeitslos

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Christian Rempel: Rezension zum Roman “Léon und Louise” von Alex Capus

Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V., bei unseren beiden letzten Treffen zu “Lesen und Schreiben” im Juni und auch im Juli wurde unter anderem über den Roman “Léon und Louise” von Alex Capus gesprochen, den Gerhard wärmstens empfahl. Und damit auch weitere Fürsprecher dieses Werkes auf den Plan rief. Christian hat nicht lange gezögert und sich dem Buch umgehend gewidmet. An seinen Gedanken läßt er uns teilhaben. Unter Kolumne KW24 “Französischer Exkurs” auf seiner Website Gedichtladen Waltersdorf könnt ihr in die Materie einsteigen, falls eurer Interesse geweckt wurde. Liane Fehler Onlineredaktion

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Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V.,

bei unseren beiden letzten Treffen zu “Lesen und Schreiben” im Juni und auch im Juli wurden unter anderem über den Roman “Léon und Louise” von Alex Capus gesprochen, den Gerhard wärmstens empfohlen und damit auch weitere Fürsprecher dieses Werkes auf den Plan gerufen hatte. Christian hat nicht lange gezögert und sich dem Buch umgehend gewidmet. An seinen Gedanken lässt er uns teilhaben. Unter Kolumne KW24 “Französischer Exkurs” auf seiner Website Gedichtladen Waltersdorf könnt ihr in die Materie einsteigen, falls eurer Interesse geweckt wurde.

Liane Fehler Onlineredaktion

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Christian Rempel: Glashütte

Glashütte Hier Firmen aus dem Boden schießen, Man sieht noch Kräne und Gerüste. Den Bahnhof musste man schon schließen, Weil der auch produzieren müsste. Er ist nun Nomos. Auf der Höh, Die Sternwarte, neu ausgerüstet, Ist Wempe nun und ich versteh, Ihr nicht, weil ihr es sehen müsstet. Doch abends sitzt dort nur Herr Klein, Er zeigt mir ferne Galaxien, Lädt zu 'nem Sternenstündchen ein Und Unkenntnis wird mir verzieh'n. Sechs Uhrenfirmen hier am Ort, Man hört es förmlich allseits ticken. Das Tick und Tack, es dauert fort, Ein unaufhörlich Zeigerrücken. Der Boom ist eine Renaissance, Weil viele noch die Unruh lieben. Man hat's bemerkt und nutzt die Chance Nicht mehr elektrisch angetrieben. Sie sind beliebt, die winzig Räder, Man könnt es fast schon Kunstwerk nennen, Mit Ankerrad, Iridiumfeder, Wie wir sie ganz von früher kennen. Man hofft auf einen Boom beständig, Glashüttes lange Konjunktur, Dass dieses Glück dann auch inwendig, Kann man nicht wissen, wünscht es nur. Und abends hört man leise Schritte, Ein wenig sächsisch wird gesprochen, Besuchen Sie doch mal Glashütte, Hier ist der Wohlstand ausgebrochen.

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Hier Firmen aus dem Boden schießen,
Man sieht noch Kräne und Gerüste.
Den Bahnhof musste man schon schließen,
Weil der auch produzieren müsste.

Er ist nun Nomos. Auf der Höh,
Die Sternwarte, neu ausgerüstet,
Ist Wempe nun und ich versteh,
Ihr nicht, weil ihr es sehen müsstet.

Doch abends sitzt dort nur Herr Klein,
Er zeigt mir ferne Galaxien,
Lädt zu ’nem Sternenstündchen ein
Und Unkenntnis wird mir verzieh’n.

Sechs Uhrenfirmen hier am Ort,
Man hört es förmlich allseits ticken.
Das Tick und Tack, es dauert fort,
Ein unaufhörlich Zeigerrücken.

Der Boom ist eine Renaissance,
Weil viele noch die Unruh lieben.
Man hat’s bemerkt und nutzt die Chance
Nicht mehr elektrisch angetrieben.

Sie sind beliebt, die winzig Räder,
Man könnt es fast schon Kunstwerk nennen,
Mit Ankerrad, Iridiumfeder,
Wie wir sie ganz von früher kennen.

Man hofft auf einen Boom beständig,
Glashüttes lange Konjunktur,
Dass dieses Glück dann auch inwendig,
Kann man nicht wissen, wünscht es nur.

Und abends hört man leise Schritte,
Ein wenig sächsisch wird gesprochen,
Besuchen Sie doch mal Glashütte,
Hier ist der Wohlstand ausgebrochen.

C.R. 14.11.2013

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Christian Rempel: Überlegt

Du bist mir schon treu nun seit Jahren und blühst wie der Frühling im Mai wie soll man mit solchem verfahren wie fühlt man sich dabei nicht frei Der Wind kräuselt sanft Dir die Lippen die Sonne durchleuchtet Dein Haar und doch schlägt wohl gegen die Rippen was einst mir ein Herze war Und was es mir einst wohl gewesen und was es auch heute noch ist die Zeit mit dem eisernen Besen macht doch, dass Du einmal vergisst Und hab ich nicht heut auch vergessen als ich fuhr bei der Ampel auf rot wie Du mir erklärt hast gemessen Du liebtest mich bis in den Tod C.R. 21.03.2006

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Du bist mir schon treu nun seit Jahren
und blühst wie der Frühling im Mai
wie soll man mit solchem verfahren
wie fühlt man sich dabei nicht frei

Der Wind kräuselt sanft Dir die Lippen
die Sonne durchleuchtet Dein Haar
und doch schlägt wohl gegen die Rippen
was einst mir ein Herze war

Und was es mir einst wohl gewesen
und was es auch heute noch ist
die Zeit mit dem eisernen Besen
macht doch, dass Du einmal vergisst

Und hab ich nicht heut auch vergessen
als ich fuhr bei der Ampel auf rot
wie Du mir erklärt hast gemessen
Du liebtest mich bis in den Tod

C.R. 21.03.2006

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Christian Rempel: Für Andrea

Du gibst mir Deinen zarten Leib des Nachts in einer Stunde so bist Du nun mein schönes Weib Du machst, dass ich gesunde Weiß mir ein Mädchen wunderschön und nicht nur ganz von Pappe lass mich in Deine Augen sehn ich trag `ne Narrenkappe Die Schellen geben sanften Ton ganz nah an Deinen Ohren wenn Du sie hörst, da bist Du schon für Dich und mich verloren Du fragst mich: „Ist es Dir auch ernst mit Deinem Narrenhute.“ Ich sag: „Wie Du das Herz mir wärmst und weckst in mir das Gute.“ Da deckst Du mich mit Küssen zu und einer warme Decke, dass ich bald wieder so was tu und nicht so bald verrecke.

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Du gibst mir Deinen zarten Leib
des Nachts in einer Stunde
so bist Du nun mein schönes Weib
Du machst, dass ich gesunde

Weiß mir ein Mädchen wunderschön
und nicht nur ganz von Pappe
lass mich in Deine Augen sehn
ich trag `ne Narrenkappe

Die Schellen geben sanften Ton
ganz nah an Deinen Ohren
wenn Du sie hörst, da bist Du schon
für Dich und mich verloren

Du fragst mich: „Ist es Dir auch ernst
mit Deinem Narrenhute.“
Ich sag: „Wie Du das Herz mir wärmst
und weckst in mir das Gute.“

Da deckst Du mich mit Küssen zu
und einer warme Decke,
dass ich bald wieder so was tu
und nicht so bald verrecke.

C.R. 04.02.2004

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