Categotry Archives: Andreas Schrock

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Andreas Schrock: Foto vom Gebetsstein in der Stadtkirche Wehlen

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Gebetsstein in der Stadtkirche Wehlen ein Foto von Andreas Schrock
Gebetsstein in der Stadtkirche Wehlen – Foto von Andreas Schrock

 

 

 

 

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Andreas Schrock: Depression

ich fliege von blüte zu blüte, und blüte zu blüte, gleich mit beginn der zeit, im frühling, wenns blüht und glüht, die sonne, die wonne dann flieg ich, bis zum herbst, ...

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ich fliege
von blüte zu blüte,
und blüte zu blüte, gleich
mit beginn der zeit,
im frühling, wenns blüht
und glüht, die sonne,
die wonne

dann flieg ich,
bis zum herbst, da sterbst,
im Blute, ich gute,
nehm nur die gute zeit, bereit

nicht im dunkeln, nein,
da nicht, ich kann nur
als licht

das herzeleid,
in herbstezeit
ertrag ich nicht

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Andreas Schrock: Foto Meer

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Andreas Schrock mit dem Foto eines Schattens im Sand

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Andreas Schrock: Fotos im Blog – Auswahl Mai 2014

Dies ist eine Auswahl aus den bisher hier im Blog veröffentlichten Fotos von Andreas Schrock. Die Miniaturfotos sind eine Art der Vorschau. Beim Klicken in die jeweilige Miniatur sollte sich ein weiteres Fenster öffnen, auf dem das Foto vor einem schwarzen Hintergrund erscheint. Das ist oft für das Betrachten von Fotos ein Vorteil. Das Auge kann sich bei dieser Art der Darstellung erholen. Der Blick wird nicht abgelenkt, sondern kann sich ganz auf das zu Betrachtende fokussieren. Die Wahrnehmung von Kontrasten ist leichter. Viele Farben entfalten oft erst vor einem schwarzen Hintergrund ihre Wirkung und Leuchtkraft vollständig.

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Oke – Lied: Einen Sommer lang – Foto: Andreas Schrock

"Einen Sommer lang" - Ein Titel, der das Potenzial hat, unser Frühsommerhit zu werden. "Einen Sommer" ein echter "Ohrwurm" mit der Leichtigkeit einer warmen duftenden Brise, die sanft über die Haut streicht und das Happygefühl steigen läßt. Viel Spaß beim Hören liebe Freunde! Liane. Dies ist eine Vorschau, um diesen Titel abspielen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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Andreas Schrock – Foto: Gottgetreu

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Libella Hoge-Yazar: Wind & Wellenklang – Foto: Andreas Schrock

für Gerhard Strandhafer wispert weckt einen schlafenden Sturm dreht Pirouetten über den knirschenden Sand Heckenrosen verglühen . . . Es handelt sich um eine Zusammenführung von einem bereits publizierten Text in Verbindung mit einem neuen Foto. Dies geschieht in Verantwortung der Onlineredaktion. Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um dieses Foto in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen.

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Grasschatten im Sand ein Foto von Andreas Schrock

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Foto von Andreas Schrock

 für Gerhard

Strandhafer wispert
weckt einen schlafenden Sturm
dreht Pirouetten
über den knirschenden Sand
Heckenrosen verglühen
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Andreas Schrock – Foto: A23 Fernsehturm

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Gerhard Jaeger – akustisches Experiment – Foto: Leitungen von Andreas Schrock

Dies ist ein akustisches Experiment. Das Foto: "A9 Leitungen" ist von Andreas Schrock. Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um diesen Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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Gerhard Jaeger – Lied: Ballade des Mannes – Textidee und Foto: Andreas Schrock

Musik, Komposition und Gesang: Gerhard Jaeger. Der Text von Andreas Schrock war Inspiration für dieses Lied. Das Foto: "Leben-Lieben-Leiden in Dippoldiswalde" ist auch von Andreas Schrock Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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▶ Ballade des Mannes

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Musik, Komposition und Gesang: Gerhard Jaeger.
Der Text von Andreas Schrock der minimal angepasst wurde,
war Inspiration für dieses Lied.
Das Foto: „Leben-Lieben-Leiden in Dippoldiswalde“
ist von Andreas Schrock

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Lyrik und Liedtext:
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Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

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Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp
Warum och, ich mach hier nur Rast
Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr
Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast

Dat Mädchen  drüben sitzt so allein
Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus
Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht
Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus

Herbst war’s,kühl, auf der Bank
Als Elli allein ein Schnäpschen trank
Die Bluse so dünn, die Brüste so fest
Die Blicke so groß, wie macht man das bloß

Den Moment hab ich verpasst
Allet jespürt und nischt erfasst
Herbst ist wenn große Taten auf mich warten
Immer dann bloß warten, warten warten

Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn
Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen
Nächstens mal nüchtern, könnt ja
Schüchtern lächeln zu ihr

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust
Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
mit dieser janzen Lust

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Chronik 2008 – Eitel Kunst 2008-08-2 in Dresden Foto: Andreas Schrock

eitel kunst 2008-08-2 Andreas Schrock Schön waren sie, die Sommerseminare in Dresden und Umgebung; waren sie doch stets liebevoll vorbereitet, sogar mit "Romantikfaktor" Liane Fehler Onlineredaktion

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Foto: „eitel kunst 2008-08-2“ von  Andreas Schrock

Schön waren sie, die Sommerseminare in Dresden und Umgebung;
waren sie doch stets liebevoll vorbereitet, sogar mit „Romantikfaktor“

Liane Fehler Onlineredaktion

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Andreas Schrock: Vorworte aus dem Gedankenwasser Nr. 118

Vorworte Die Straßenbahn ruckelte gemächlich an Plattenbauten vorbei. Ich stand ganz vorn und schaute der Straßenbahnfahrerin über die Schultern. Sie rauchte. Sie war hübsch. Sie war Mitte 20. Sie hatte ein Foto von Sharon Stone unter die Scheibe geklemmt. Sie hörte Musik. Der Ascher stand rechts von ihr, auf einer Tischdecke mit Folkloremotiven. Ich fuhr mit der hübschen Straßenbahnfahrerin durch Oradea, einer Stadt im Nordwesten Rumäniens, so groß wie Cottbus. An diese skurrile Fahrt musste ich denken, als Tina und ich die Texte sortierten und in eine Reihenfolge zu bringen versuchten. Das Heft steckt wie die Straßenbahn in Oradea voll poetischer Geschichten. Und doch will die Einordnung nicht so recht gelingen. Fast scheint es, als wollten sich Texte (und Bilder), nachdem sie gesprochen haben, dem Zugriff schnell wieder entziehen. Dabei erzählen sie von Zeiten, von Orten, von Verläufen. Sie tun es satt von Leben, manchmal mit Witz, manchmal mit einem Lächeln, selbst wenn sie von Verlusten erzählen. Die „Linie 118“ lädt zu einer poetischen Fahrt durch Menschen und Landschaften ein. Und der Streckenverlauf ist keineswegs so festgelegt, wie es uns die Seitenzahlen weißmachen wollen. Die Straßenbahnfahrt durch Oradea hatte übrigens noch eine zweite Ebene: die Bahn war ja voller Menschen. Aber kein einziger Fahrgast störte sich an der hübschen, rauchenden Straßenbahnfahrerin, die mit ihrer Folkloredecke durch eine Großstadt ruckelte. Warum? Ich glaube, dass sie damit nicht nur ihre Geschichte erzählte, sondern auch die Geschichte der Menschen um sie herum, ihre Sehnsüchte und Sorgen. Und auch daran musste ich denken, als das „Gedankenwasser Nr. 118“ entstand. Was erzählen die Texte mit ihren unterschiedlichen Orten und Zeiten von der einen Zeit, in der wir alle leben? Und dem einen Ort (Land), in dem wir zu Hause sind? Lasst Euch überraschen und mitnehmen auf eine Entdeckungsfahrt! Viel Freude dabei wünscht Andreas Schrock.

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Vorworte

Die Straßenbahn ruckelte gemächlich an Plattenbauten vorbei. Ich stand ganz vorn und schaute der Straßenbahnfahrerin über die Schultern. Sie rauchte. Sie war hübsch. Sie war Mitte 20. Sie hatte ein Foto von Sharon Stone unter die Scheibe geklemmt. Sie hörte Musik. Der Ascher stand rechts von ihr, auf einer Tischdecke mit Folkloremotiven. Ich fuhr mit der hübschen Straßenbahnfahrerin durch Oradea, einer Stadt im Nordwesten Rumäniens, so groß wie Cottbus.

An diese skurrile Fahrt musste ich denken, als Tina und ich die Texte sortierten und in eine Reihenfolge zu bringen versuchten. Das Heft steckt wie die Straßenbahn in Oradea voll poetischer Geschichten. Und doch will die Einordnung nicht so recht gelingen. Fast scheint es, als wollten sich Texte (und Bilder), nachdem sie gesprochen haben, dem Zugriff schnell wieder entziehen. Dabei erzählen sie von Zeiten, von Orten, von Verläufen. Sie tun es satt von Leben, manchmal mit Witz, manchmal mit einem Lächeln, selbst wenn sie von Verlusten erzählen. Die „Linie 118“ lädt zu einer poetischen Fahrt durch Menschen und Landschaften ein. Und der Streckenverlauf ist keineswegs so festgelegt, wie es uns die Seitenzahlen weißmachen wollen.

Die Straßenbahnfahrt durch Oradea hatte übrigens noch eine zweite Ebene: die Bahn war ja voller Menschen. Aber kein einziger Fahrgast störte sich an der hübschen, rauchenden Straßenbahnfahrerin, die mit ihrer Folkloredecke durch eine Großstadt ruckelte. Warum? Ich glaube, dass sie damit nicht nur ihre Geschichte erzählte, sondern auch die Geschichte der Menschen um sie herum, ihre Sehnsüchte und Sorgen.

Und auch daran musste ich denken, als das „Gedankenwasser Nr. 118“ entstand. Was erzählen die Texte mit ihren unterschiedlichen Orten und Zeiten von der einen Zeit, in der wir alle leben? Und dem einen Ort (Land), in dem wir zu Hause sind? Lasst Euch überraschen und mitnehmen auf eine Entdeckungsfahrt! Viel Freude dabei wünscht Andreas Schrock.

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Gerhard Jaeger: geselliges Lied – Foto: von Andreas Schrock

akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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„geselliges Lied“ 

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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

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Andreas Schrock: Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp Warum och, ich mach hier nur Rast Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast Dat Mädchen drüben sitzt so allein Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus Herbst war’s,kühl, auf der Bank Als Elli allein ein Schnäpschen trank Die Bluse so dünn, die Brüste so fest Die Blicke so groß, wie macht man das bloß Den Moment hab ich verpasst Allet jespürt und nischt erfasst Herbst ist wenn große Taten auf mich warten Immer dann bloß warten, warten warten Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen Nächstens mal nüchtern, könnt ja Schüchtern lächeln zu ihr Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n mit dieser janzen Lust Es gibt eine Liedfassung von Gerhard Jaeger die aufgrund dieser Textvorlage von A. Schrock entstanden ist. Dabei wurde der Text nur minimal verändert. Das Lied hat den gleichen Titel wie dieses Gedicht: "Ballade des Mannes".

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Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp
Warum och, ich mach hier nur Rast
Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr
Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast

Dat Mädchen  drüben sitzt so allein
Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus
Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht
Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus

Herbst war’s,kühl, auf der Bank
Als Elli allein ein Schnäpschen trank
Die Bluse so dünn, die Brüste so fest
Die Blicke so groß, wie macht man das bloß

Den Moment hab ich verpasst
Allet jespürt und nischt erfasst
Herbst ist wenn große Taten auf mich warten
Immer dann bloß warten, warten warten

Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn
Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen
Nächstens mal nüchtern, könnt ja
Schüchtern lächeln zu ihr

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust
Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
mit dieser janzen Lust

Es gibt eine Liedfassung von Gerhard Jaeger die aufgrund dieser Textvorlage von A. Schrock entstanden ist. Dabei wurde der Text nur minimal verändert.
Das Lied hat den gleichen Titel wie dieses Gedicht: „Ballade des Mannes“.

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▶ Eitel Kunst: Die Audiobox – Experimente – Lieder und Lyrik

Eitel Kunst: Audioprojekte - Lieder und Lyrik eine Audiobox

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… aus unserer Akustikwerkstatt:

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▶ Grüße vom Sommerseminar 2014
von Andreas und Liane 

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

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Für die abschließende technische Bearbeitung und die sphärische Begleitmusik danken wir Gerhard.

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FLUGDRACHEN*

Andreas Schrock: Worte wehen leis

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

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„Worte wehen leis“ – Audio, Text und Foto von Andreas Schrock

▶ Worte wehen leis` (Hier gehts zum Text.)

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▶ Auferstehung klemmt (Audio – Lyrik)

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

Sprecherin und Text: Liane Fehler

Die Miniatur zeigt ein Bild von Gerhard Jaeger mit dem Titel “am Meer”.

▶ Auferstehung klemmt
Das Gedicht wurden veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

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▶ Erwin von der Panke: „Der letzte Traum“

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

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Texter, Sprecher und Musikant ist Gerhard Jaeger alias Erwin von der Panke.
Auch das Foto ist von ihm.

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Das Foto ist von Gerhard Jaeger.

▶ Oke mit dem Lied: im wunderschönen Monat zwei

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Foto: „Karaoke“  von Gerhard Jaeger

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Lieder eines Lumpen 

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 Text: Wilhelm Busch

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 Foto von Susann Schulz

Osterspaziergang Interpret: Oke alias Dirk Möller

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Osterspaziergang Dirk Möller alias Oke

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 Arrangement und Interpretation:Dirk Möller alias Oke

Text: Osterspaziergang von Johann Wolfgang von Goethe

(Hier gehts zum Text.)

*“Segel hoch“ Foto von Gerhard Jaeger alias “Erwin von der Panke

Lied: Meer unser von Christian Hohberg begleitet von Gerhard Jaeger  alias “Erwin von der Panke – Mai 2014

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Meer unser 
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Text & Komposition Christian Hohberg; Begleitung am Keyboard: Gerhard Jaeger

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Foto von Andreas Schrock

 

Einen Sommer lang – Interpret: Oke

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Einen Sommer lang 
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Interpretation und Arrangement:Oke alias Dirk Möller
Text:: Einen Sommer lang von Detlef von Lilienkron

 

Foto von Gerhard Jaeger

  Hexenformel (Lied) Erwin von der Panke

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Hexenformel  Version April 2014
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Foto, akustisches  Arrangement, Gesang und Text: Gerhard Jaeger
musikalischer Interpret M. Bach.

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Foto von Andreas Schrock
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geselliges Lied von Gerhard Jaeger

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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger


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„wenn ich dich berühre“ von Christian Hohberg

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Liane liest Gedichte vom Wundertäter, Schattenengel und dem  gesattelten Frosch (Audio – Lyrik)

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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde. Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler; Schnirkelschnecken – Fotocollage: Susann Schönherr & Liane Fehler

Liane Fehler: Nacktschnecken am FKK

Liane Fehler: Sattle den Frosch

Liane Fehler: kaltblau

Liane Fehler: Licht und Schatten

Liane Fehler: Schattenengel – Antwort – für smt

Liane Fehler: Der Wundertäter Liebe

Liane Fehler: Mit dem Flügelschuh

Liane liest Gedichte vom Wundertäter, Schattenengel und dem gesattelten Frosch Audio 04

Dies ist eine alternative Abspielvariante in die türkisfarbene Schrift klicken
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Liane liest Gedichte: Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken,  Mein, von mir  Audio 18

 

Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde.

Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler: Viva la vida

Liane Fehler: Lyrik

Liane Fehler: Morgen-Gedanken

Liane Fehler: Mein

Liane Fehler: Von mir

 

wohin
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Gesang: D. Möller( Schauspieler)

akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Text: Gerhard Jaeger

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

 

   „Trabbi in Rubenow“ ein Bild von Gerhard Jaeger

Staublied
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

Foto von Antje Sadig

feierabend
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Text: Annett Goldberg
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger,

feierabend9 alternative Abspielvariante – bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen.
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Schnirkelschnecken Version 2
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Text:Liane Fehler
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecherin: Liane Fehler

Garagen Kramer
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Text:Theodor Kramer
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecher:  D. Möller( Schauspieler)

eins
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Text, akustische Bearbeitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

schöner scheitern Version 2a
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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt

schöner scheitern
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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger Text und Sprecherstimme:smt

Foto von Andreas Schrock

Vielleicht  (Version 1j)

Text: Annett Goldberg

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Monocrom (1) Neuaufnahme
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Text, akustische Begleitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

Foto von smt

morgenlicht (5) Neuaufnahme
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Text, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger
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Babajagalied
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zu einem Projekt und Text von Christian Rempel


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Ballade des Mannes
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Text: Andreas Schrock

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Minuten rieseln (Lied von Gerhard Jaeger)
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler

halbmond-bewoelkt
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Schaffner Mond
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Text: Gerhard Jaeger

Schattenengel Neuaufnahme
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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Teller auf den Tisch

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Text: Gerhard Jaeger

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Vielleicht
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Annett Goldberg

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„Viva la Vida“
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler

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Andreas Schrock: „200 Jahre fröhlicher Freitod?“ Kleiner Vorgriff auf den 200. Todestag Heinrich von Kleist’s im Jahr 2011

Kleists letzter Brief an seine Schwägerin Marie von Kleist, Stimmings Krug bei Potsdam, 21. November 1811: „Meine liebste Marie, wenn Du wüßtest, wie der Tod und die Liebe sich abwechseln, um diese letzten Augenblick meines Lebens mit Blumen, himmlischen und irdischen, zu bekränzen, gewiß Du würdest mich gern sterben lassen. Ach, ich versichre Dich, ich bin ganz selig. Morgens und abends knie ich nieder, was ich nie gekonnt habe, und bete zu Gott; ich kann ihm mein Leben, das allerqualvollste, das je ein Mensch geführt hat, jetzo danken, weil er es mir durch den herrlichsten und wollüstigsten Tode vergütigt … Ach, ich versichre Dich, ich habe Dich so lieb, Du bist mir so überaus teuer und wert, daß ich kaum sagen kann, ich liebe diese liebe vergötterte Freundin mehr als Dich (Anm.: Henriette Vogel, 31 Jahre alt und unheilbar an Gebärmutterkrebs erkrankt[1]). Der Entschluß, der in ihrer Seele aufging, mit mir zu sterben, zog mich, ich kann Dir nicht sagen, mit welcher unaussprechlichen und unwiderstehlichen Gewalt, an ihre Brust; erinnerst Du Dich wohl, daß ich Dich mehrmals gefragt habe, ob Du mit mir sterben willst? – Aber Du sagtest immer nein - … Ach, meine teure Freundin, möchte Dich Gott bald abrufen in jene bessere Welt, wo wir uns alle, mit der Liebe der Engel, einander werden ans Herz drücken können. – Adieu“ Erstmals stoße ich 2007 auf den Namen Heinrich von Kleist (1777-1811). Über eine Buchspende erhalte ich H. von Kleists sämtliche Werke, vierter Band, Stuttgart, ohne Jahr und in Frakturschrift. Ich nehme das Buch in den einige Kilometer entfernten Garten und beginne dort mangels anderer verfügbarer Literatur zu lesen. Die Anektdoten gefallen mir auf Anhieb, weil ich das Gefühl habe, sie zu verstehen. Es klingt vielleicht kindisch, albern, überholt, doch die Werke der Klassiker ringen mir immer noch einen Respekt ab, der zu einer gewissen Distanz führt. Doch Kleists Anekdoten aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges sind irgendwie anders: kurz und knapp, auf den Punkt gebracht eben, ohne sichtbare Wertung, oder, um es in einem modernen Slogan auszudrücken: sie enthalten Fakten, Fakten, Fakten. Das ist Journalismus in der ursprünglichsten Form. Egon Erwin Kisch hätte es nicht anders gemacht. Das ist mir sympathisch, heute noch, weil ich das Gefühl habe, relativ dicht an den Quellen zu sein. Vor aller literarischen Arbeit steht ja das Beobachten, das Registrieren, die Sensibilität für innere und äußere Ereignisse. Ich weiß noch nichts von Kleistens Freitod, nichts davon, dass er sich in den Mund schoss, ich sehe nur seine Anekdoten aus dem Siebenjährigen Krieg. Zugegeben, Kleist war nicht in diesem Krieg gewesen, ich schaue im Lexikon nach, er ist also 14 Jahre nach Ende des Krieges geboren. Das heißt aber auch, dass ...

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Kleists letzter Brief an seine Schwägerin Marie von Kleist, Stimmings Krug bei Potsdam, 21. November 1811:

 

„Meine liebste Marie, wenn Du wüßtest, wie der Tod und die Liebe sich abwechseln, um diese letzten Augenblick meines Lebens mit Blumen, himmlischen und irdischen, zu bekränzen, gewiß Du würdest mich gern sterben lassen. Ach, ich versichre Dich, ich bin ganz selig. Morgens und abends knie ich nieder, was ich nie gekonnt habe, und bete zu Gott; ich kann ihm mein Leben, das allerqualvollste, das je ein Mensch geführt hat, jetzo danken, weil er es mir durch den herrlichsten und wollüstigsten Tode vergütigt … Ach, ich versichre Dich, ich habe Dich so lieb, Du bist mir so überaus teuer und wert, daß ich kaum sagen kann, ich liebe diese liebe vergötterte Freundin mehr als Dich (Anm.: Henriette Vogel, 31 Jahre alt und unheilbar an Gebärmutterkrebs erkrankt[1]).  Der Entschluß, der in ihrer Seele aufging, mit mir zu sterben, zog mich, ich kann Dir nicht sagen, mit welcher unaussprechlichen und unwiderstehlichen Gewalt, an ihre Brust; erinnerst Du Dich wohl, daß ich Dich mehrmals gefragt habe, ob Du mit mir sterben willst? – Aber Du sagtest immer nein – … Ach, meine teure Freundin, möchte Dich Gott bald abrufen in jene bessere Welt, wo wir uns alle, mit der Liebe der Engel, einander werden ans Herz drücken können. – Adieu“

 

 

Erstmals stoße ich 2007 auf den Namen Heinrich von Kleist (1777-1811). Über eine Buchspende erhalte ich H. von Kleists sämtliche Werke, vierter Band, Stuttgart, ohne Jahr und in Frakturschrift. Ich nehme das Buch in den einige Kilometer entfernten Garten und beginne dort mangels anderer verfügbarer Literatur zu lesen. Die Anektdoten gefallen mir auf Anhieb, weil ich das Gefühl habe, sie zu verstehen. Es klingt vielleicht kindisch, albern, überholt, doch die Werke der Klassiker ringen mir immer noch einen Respekt ab, der zu einer gewissen Distanz führt.  Doch Kleists Anekdoten aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges sind irgendwie anders: kurz und knapp, auf den Punkt gebracht eben, ohne sichtbare Wertung, oder, um es in einem modernen Slogan auszudrücken: sie enthalten Fakten, Fakten, Fakten. Das ist Journalismus in der ursprünglichsten Form. Egon Erwin Kisch hätte es nicht anders gemacht. Das ist mir sympathisch, heute noch, weil ich das Gefühl habe, relativ dicht an den Quellen zu sein. Vor aller literarischen Arbeit steht ja das Beobachten, das Registrieren, die Sensibilität für innere und äußere Ereignisse. Ich weiß noch nichts von Kleistens Freitod, nichts davon, dass er sich in den Mund schoss, ich sehe nur seine Anekdoten aus dem Siebenjährigen Krieg.

 

Zugegeben, Kleist war nicht in diesem Krieg gewesen, ich schaue im Lexikon nach, er ist also 14 Jahre nach Ende des Krieges geboren. Das heißt aber auch, dass Kleistens Elterngeneration in den Krieg involviert war, heißt also, er hat Zeitzeugen getroffen, ihre Erlebnisse notiert und verdichtet. Kleist wollte, so scheint es mir beim Lesen der Anekdoten, wohl selbst so dicht wie möglich an die Ereignisse heran. Alle Wertung, die man bei Zeitzeugen oder ihren Scriptoren zuweilen trifft, die nachträgliche Einordnung des Geschehens in den Rückblick also, finde ich in den Kleist’schen Anekdoten eher selten. Kleist hat extrahiert, er hat sich an die Zeit gehalten und alles Schwankende der Zeugen fortgelassen.

 

 

Aus den Vernehmungsprotokollen des Hoffiskals Felgentreu, Richter zu Heinersdorf, Stimmings Krug bei Potsdam, 22. November 1811

 

Gastwirt Johann Friedrich Stimming: „Es kamen am Mittwoch, den 20. nachmittags zwischen 2 u. 3 Uhr zwei mir unbekannte Personen, ein Herr und eine Dame, mit einem Lohnkutscher von Berlin gefahren und stiegen in meinem Gasthofe ab. Auf ihr Verlangen mußten ihnen zwei Zimmer im obern Stockwerk des Hauses eingerichtet werden. Sie bestellten Kaffee, erhielten solchen und gingen beide, nachdem sie ihn verzehrt, gemeinschaftlich aus, anscheinend spazieren….(Anm.: weiter mit dem 21. um 3 Uhr nachmittags) Sie gingen hiernächst abermals fort und hinterließen, daß ihnen der Kaffee nachgebracht werden sollte. Meine Ehefrau wunderte sich hierüber, daß die Herrschaften an einem kalten Wintertage den Kaffee im Freien verzehren wollten, wir hatten indes nichts Arges und schickten die Ehefrau des Tageslöhners Riebisch hinter ihnen her, indem wir sie noch vom Hause aus am See sehen konnten, wo beide herumsprangen und Steine in das Wasser warfen.“

 

 

In der Stadtbibliothek Rheinsberg fällt mir 2008 erneut ein Kleist’sches Buch in die Hände: Heinrich von Kleist – ein Lesebuch für unsere Zeit. Ich glaube, es war aus den 50er Jahren, das Papier fühlte sich so anders an als etwa in Büchern der 80er Jahre. Gleichwohl ist das erwähnte Buch wieder und wieder verlegt worden. Ich finde es heute in der Stadtbibliothek Dresden wieder, in der 10. Auflage von 1986. In Rheinsberg lese ich Michael Kohlhaas (aber das ist eine Geschichte für sich) und ich lese in einem weiteren Büchlein (dessen Titel ich nicht notiert habe) über die Umstände seines Todes am kleinen Wannsee. Hier lese ich auch von der Grabstätte, die man heute noch besuchen kann.  Ich bin erstaunt, wie fröhlich und sorglos man mit 34 Jahren in den Tod gehen kann. Ich verstehe es nicht, wer sitzt vor seinem Tode im Campingstuhl, lässt sich noch ein Tässchen Kaffee kommen, lacht und scherzt, atmet Wind, hört Wellen schlagen, sieht den Kreisen zu, den die ins Wasser geworfenen Steine erzeugen und lässt den Blick in die Weite schweifen? Und haut dann ab aus diesem Leben?! Trotzdem komme ich nicht weg von dieser Geschichte, ich weiß nicht, warum.

 

 

Tagelöhner Johann Friedrich Riebisch: „So habe ich die beiden Fremden, welche sich am 21. November hier erschossen, gleich nach ihrer Ankunft hierselbst gesehen. Hiernächst habe ich weiter von ihnen nichts gehört, als am 21. November nachmittags in der 4. Stunde, wo sie mir auf der Chaussee begegneten. Ich kam eben mit einer Karre Mist und ruhte mich aus, als der fremde Herr und die Dame mir ebendaselbst entgegenkamen. Der erste forderte mich auf, die Karre aus dem Wege zu ziehen, damit die Dame passieren könnte, und versprach und gab mir dafür 1 Groschen. Ich hatte kaum die Brücke passiert, als meine Ehefrau kam und sagte: „Stelle dir doch die Tollheit vor, die beiden Menschen wollen dort oben Kaffee trinken!“. Sie trug nämlich den Kaffe bei sich. Kurze Zeit darauf rief mich meine Frau und forderte mich auf, ihr Tische und Stühle nach dem See tragen zu helfen, welche die beiden Fremden verlangt hätten. Auf den am Wannsee befindlichen Hügel fanden wir beide Fremde stehend. Sie hatten den Kaffee schon bis auf eine Tasse ausgetrunken, welche die Mannsperson sich soeben in meiner Gegenwart einschenkte und einen in einer Flasche befindlichen Rest Rum hinzugoß… Indem wir uns entfernten und nach Hause gingen, sahen wir beide Fremden Hand in Hand den Berg hinunter nach dem See zu springen, schäkernd und sich jagend, als wenn sie Zeck spielten. Sie nannten sich beständig Kindchen, liebes Kindchen und waren außerordentlich vergnügt.“

 

 

Ich will nichts von Kleist wissen, aber 2009 taucht der Name wieder auf. Ich lese Texte und Zeichen: Deutsche Literaturgeschichte, erschienen bei Cornelsen in Berlin 1995. Ein Schulbuch für den Deutschunterricht, das mir Lars geliehen hat. Ein tolles Buch, gut verständlich, ein gutes Schulbuch mit Grundlagenwissen eben. Die Chronologie beginnt bei den alten Germanen an und endet 1990, mit dem Ende der DDR-Literatur. Irgendwann, mittendrin sozusagen, nach Schiller und Goethe, kommt das Kapitel: Außenseiter: Jean Paul, Hölderlin, Kleist. Da ist er also wieder und mir fällt ein, dass mir in den Weiten der Bücherregale in meiner Wohnung unlängst ein hierzu passendes Buch von Stefan Zweig in die Hände gefallen ist: Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin, Kleist, Nietzsche, erschienen 1988 bei Kiepenheuer in Leipzig. Ich lese erneut über die Umstände seines Freitodes, diesmal in der Zweig’schen Analyse von 1925  und finde Erklärungen: „…seine Tragik ist nicht, daß er wie die meisten Menschen von dem einen zuviel und von dem andern zuwenig hatte, sondern er hatte von beidem zuviel: zuviel Geist bei zuviel Blut, zuviel Sittlichkeit bei zuviel Leidenschaft, zuviel Zucht bei zuviel Zügellosigkeit.“ Zweig beschreibt diesen Widerspruch an vielen einzelnen Beispielen im Leben Kleists. Er findet immer neue Bilder, um dasselbe Problem zu beschreiben, rund 60 Seiten lang. Zum Schluss schildert er den Freitod Kleistens so fröhlich und ausgelassen, mit so bunten Bildern, dass ich eine Art kontemplative Lust verspüre, dem nachzufolgen.

 

Dabei hat sich Stefan Zweig selbst das Leben genommen, 17 Jahre später, 1942, im sicheren Exil, zusammen mit seiner stark depressiven (zweiten) Frau. Zweig, lese ich im Lexikon, nahm Veronal, ein Schlafmittel, dass seit 1903 auf dem Markt war und auch als Suizidmittel galt. Zweigs Selbstmord hatte damals Unverständnis ausgelöst, da es ihm im in seiner Wahlheimat Brasilien an nichts mangelte. Ist er, so frage ich mich, seinem eigenen literarischen Werk erlegen? Aber er hat doch auch mit leiser, feiner  Kritik an Kleistens Freitod nicht gespart! Er ist in die Gründe und Abgründe des Dichters hinabgestiegen, er hat sie durchwandert und ist tatsächlich am anderen Ende wieder aufgetaucht, als gefeierter Schriftsteller! Zweig hat den Freitod Kleistens haarscharf analysiert, er hat alles gewusst. Hat er es, wenn man so will, wider besseren Wissens selbst getan?

 

 

Ehefrau des Tagelöhners Riebisch: „Ich ging nun zurück (Anm.: nachdem sie wegen eines verlangten Bleistiftes noch einmal bei Heinrich von Kleist und Henriette Vogel gewesen war) und hatte eben wieder die Chaussee betreten, als ich einen Schuß fallen hörte. Ich glaubte, daß die Fremden vielleicht mit einem Schießgewehr, so ich indes vorher gar nicht bemerkt, Scherz treiben, und ging daher, ohne mich umzusehen, meines Weges. Nachdem ich ungefähr 50 Schritt gegangen war, hörte ich einen zweiten Schuß, wobei ich mir jedoch ebensowenig etwas Böses dachte. Als ich die Tasse hier im Gasthofe gereinigt hatte, ging ich zurück und wollte eben den kleinen Hügel hinaufgehen, als ich die Dame auf demselben leichenblaß, auf dem Rücken liegend, erblickte. Auf das heftigste erschreckt, rannte ich sogleich, ohne hinaufzugehen oder weiter hinzublicken, nach meinem Hause, sagte nun, was ich gesehen und erzählte den Vorfall meinem Ehemann.“

 

 

Stefan Zweig und Heinrich von Kleist stehen mit ihrem Freitod nicht allein. Ich lege eine Liste mit Namen an, einen Notizzettel. In der Kantine des Hauses, in dem ich arbeite, treffe ich einen Kollegen der Kulturredaktion. Der Kollege hilft bereitwillig, mit ernsten, tiefhängenden Augen. Der Notizzettel füllt sich. Wladimir Majakowski (erschoss sich), Kurt Tucholsky (nahm im schwedischen Exil eine Überdosis Schlaftabletten), Jochen Klepper mit Familie (Gas, nicht in Auschwitz, sondern in seiner Wohnung in Berlin), Ernst Toller (nahm in seinem New Yorker Exil den Strick), Klaus Mann (Schlaftabletten), Georg Trakl (Kokain). Im Nachgang erst fällt mir unser Zirkelleiter Heinz Vieweg ein, über den zu reden, eigentlich an der Zeit wäre.

 

Hermann Hesse, sagt mir der Kollege, sei auch ein Kandidat gewesen. Er habe in seiner Jugend einen Selbstmordversuch unternommen, sei dann aber uralt geworden. Über den Tod von Ingeborg Bachmann sind wir uns nicht einig. Mein Kollege meint, sie sei mit Steinen in der Tasche ins Wasser gegangen. Mir dagegen ist, als sei sie 1974 in ihrem Bett verbrannt. Wir können die Frage in der Kantine nicht klären. Inzwischen wird der Kaffee kalt und schmeckt nicht mehr. Im Hinausgehen wirft mir der Kollege noch einen Namen zu, der mir dann aber entfallen ist. Ja, sagt der Kollege, der Mann habe zwar nur „gesoffen“, aber eigentlich habe er sich „dotgesoffen“. Den solle ich ruhig mit auf die Liste nehmen.

 

Bin ich unhöflich? Ist die Betrachtung makaber, ungebührlich? Störung der Totenruhe?

 

Was ist Tragik? Der tragische Konflikt, so jedenfalls mein reaktiviertes Schulwissen,

besteht in einer Entscheidungssituation, die in jedem Falle zu Ungunsten des Helden ausgeht. So bei Wilhelm Tell von Friedrich Schiller: Tell wird vom Landvogt gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schießen. Tut er es, winkt ihnen beiden die Freiheit. Tut er es nicht, so die Ankündigung, werden beide mit dem Tode bestraft. Also: schießt Tell nicht, stirbt sein Sohn. Schießt er, so stirbt sein möglicherweise Sohn auch. Selbst wenn sein Sohn überlebt, nimmt er dessen Tod billigend in Kauf. Tell tötet innerlich, indem er anlegt. Der Sohn stirbt innerlich in diesem Moment.

 

Was auch immer Wilhelm Tell tut, er macht sich schuldig.  Wie auch immer er sich entscheidet, er entscheidet sich falsch. Das Scheitern des Helden ist vorprogrammiert. Er hat keine Freiheit der Entscheidung. Das ist Tragik.

 

Tragik macht einen Konflikt groß und gewaltig. Im Wind weht dann nicht selten der Mantel der Geschichte. Tragik vermittelt Bedeutung und wer nur beharrlich genug  den Ursachen für das tragische Scheitern eines Helden nachforscht, wird mit einem tiefen, inneren Verständnis für die schwierige, ausweglose Situation belohnt.

 

Nur unser Held wird damit nicht gerettet.  In der Schule, schon in der 11. oder 12. Klasse gab es in einer Pause eine, aus meiner heutigen Sicht unsinnige Frage: Wenn dein Freund aus dem Fenster in den Tod springen will, lässt du ihm die Freiheit der Entscheidung? Oder hältst du ihn gegen seinen Willen fest?  Natürlich hätte ich festhalten wollen. Aber so einfach war es nicht, da die Frage gleich in einem zweifachen Kontext stand: Zum einen gab es zu der Zeit, Anfang der 80er Jahre, in meinem Freundeskreis eine unterschwellige Diskussion, die ich heute mit „Freiheit im Sozialismus“ umschreiben würde, auch wenn diese Wort selbst nicht auftauchten. Unsere grundsätzliche Haltung hatte zur Folge, dass Toleranz und Freiheit eine große Bedeutung hatten und einen Wert an sich darstellten. Wer den Freund also zurückhalten wollte, verstieß schon mal gegen das Freiheitsgebot. Zum anderen wurde mir die Frage von meiner Liebe gestellt, wenn ich mich recht erinnere. Nicht die Frage also gab den Ausschlag für die rechte Antwort, sondern das Mädchen, das die Frage stellte. Ich mochte diese Augen, ich mochte den Mund, Beziehungsebene ging vor Sachebene.

 

 

Tagelöhner Riebisch: „Ich kam zuerst auf den Berg und sah die beiden Fremden in der dort befindlichen Grube sitzen, die Dame hintenüber, auf dem Rücken liegen, die Mannsperson aber mit dem Unterkörper etwas eingesunken. Seine Hände lagen auf seinen Knien, und ein kleines Pistol zu seinen Füßen in der Grube. Ein großes Pistol lag auf dem Rand der Grube, zu seiner linken Hand und ein drittes kleines Pistol auf dem Tisch ungefähr

8 Schritt von den Leichnamen…. Ich richtete die Mannsperson auf, damit dieselbe in dieser Stellung nicht steif werden und dadurch die Grablegung erschweren mögte [sic], durchsuchte in Gegenwart der Madame Stimming und auf deren Befehl dessen Taschen und fand nichts als einen Schlüssel und Drücker, welche ich Madame Stimming aushändigte.“

 

 

Im vergangenen Herbst durfte ich erstmals mithelfen, einen Jugendgottesdienst zu organisieren. Es ging um das Thema „Leben und Tod“, es war kurz vor dem Totensonntag. Am Telefon hatte ich einen Friedhofsleiter gewonnen, der im Gottesdienst aus seinem Alltag berichten sollte. Es war abends, ich stand im Licht einer Straßenlaterne vor unserer Kirche und wartete auf den Mann. Er kam pünktlich fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Er hatte kurz vorher noch eine Zigarette geraucht, ich roch es ganz deutlich. Er war müde. Er war halb sechs in der Frühe aufgestanden, weil er zum Blumengroßmarkt musste. Während wir uns begrüßten, zog er verstohlen einen Kaugummi aus der Tasche. Es wollte offensichtlich den kalten Rauch in den Griff bekommen.

 

Nach dem Gespräch auf der Bühne fiel es mir wie Schuppen von den Augen: für den Friedhofsleiter geht es auf dem Friedhof eigentlich nicht um den Tod, sondern um das Leben! Bäume und Sträucher auf dem Friedhof sind Natur und oft genug Nistplatz für Vögel. Grabsteine sind lebendige Geschichte, der Friedhofsleiter ist Gesprächspartner für Trauernde. Und die schönsten Blumen im Blumengroßmarkt gibt es früh ums sechs. Ohne Blumen geht auf dem Friedhof gar nichts.

 

Wer tot ist, ist tot. Für die Lebenden dagegen geht es um das Leben, immer. Selbst auf dem Totenbett kann man sein Leben noch bereinigen, wohlgemerkt, das Leben! Man mag das anzweifeln, vielleicht nehme ich den Mund auch zu voll, aber wer wäre autorisierter für diese Feststellung als ein Friedhofsleiter?

 

Wenn der Friedhofsleiter mit seiner Frau einkaufen geht, gibt es immer wieder Irritationen. Seine Frau fragt ihn, wer all die Menschen sind, die ihn zwischen den Regalen grüßen. Sie kennen ihn vom Friedhof her. So wird der Tod ins Leben gewendet, in der Kaufhalle von nebenan.

 

 

Gastwirt Stimming: „Weil meine Geschäfte es nicht erlaubten, mich vom Hause zu entfernen, so ging erst meine Ehefrau nebst Dienstmädchen und nach ihrer Zurückkunft ich selbst hinüber… Ich stellte sogleich zwei Wächter dabei, welche Achtung gegeben, daß niemand die Leichen berührt hat und machte eine Anzeige an das Polizei-Directorium in Potsdam… Bei geschehener Nachsuchung auf den Zimmern fand ich nichts, als auf dem Zimmer der Dame ein kleines, hölzernes Kästchen, ungefähr eines Fußes lang und in dem Zimmer des Herrn ein kleines Felleisen, beide versiegelt. Diese Sachen sowie die beiden vorgefundenen Pistolen habe ich den um

7 Uhr abends hier eingetroffenen Herren Rendanten Vogel und Kriegsrat Peuilhen, wovon der erstere sich für den Ehegemahl der entleibten Dame ausgab, aushändigte. Weiter ist mir aus eigener Wissenschaft nichts bekannt.“

 

 

Natürlich gibt es Depression und Todessehnsucht. Ich habe keine Neigung zur Depression, glaube ich, auch wenn mir die dunklen Seiten des Lebens nicht unbekannt sind. Und die Frage, ob es dann nicht eine Anmaßung ist, sich zum Thema „Leben und Tod“ äußern zu wollen, ist durchaus berechtigt. Nur muss sie erst einmal gestellt werden. Das nämlich wäre der fruchtbare Anfang eines Gesprächs.

 

Ich sehe Heinrich von Kleist und Henriette Vogel vor mir, wie sie Fange spielend, dem See zurennen. Vielleicht kann man das Bild, die Interpretation Stefan Zweigs bedenkend, auch so deuten: Kleist fühlt sich erlöst von den Widersprüchen, die ihn zerreißen. Erlöst! Verräterische Sprache, welch wunderbare Wege gäbe es, ginge man von diesem Wort aus! Erlöst von was? Erlöst wohin?

 

Nehmen wir probehalber einmal an, Kleist sei in diesem Augenblick tatsächlich erlöst gewesen von seinen Widersprüchen, vom Dämon im Kopf. Dann müsste man sagen: Kleist hätte leben können, hätte er diesen Augenblick festgehalten. Jeder moderne Psychoterapeuth würde in diese Lücke springen und sagen: Stopp, wir reflektieren die Situation!  Der Augenblick am kleinen Wannsee war Leben, nicht Tod.

 

 

Ehefrau des Gastwirts Stimming: „Ich habe so wenig als irgendeiner meiner Leute geahndet, daß die beiden Personen einen bösen Vorsatz hätten. Sie schienen mir vielmehr beständig froh und guter Laune und nichts weniger als den Vorsatz zu haben, sich zu töten. An spirituösen Getränken haben beide zwei oder drei Bouteillen Wein, die sie sich mitgebracht, imgleichen ein kleines Fläschchen Rum genossen, überdies aber noch bei uns für 8 Groschen Rum gekauft und genossen.“

 

 

Mein Vater hat Krebs. Als die Diagnose raus war, Ende 2007, gab er alle Ämter ab und begann,  sein Leben komplett neu zu ordnen. Er arbeitete für die PDS in der Gemeindevertretung und wollte sich künftig der Öffentlichkeitsarbeit der Partei im Heimatort widmen. Und hatte noch einiges mehr vor. Alle Pläne für das Alter – hinfällig. Ein halbes Jahr später traf sich unsere Familie in Weimar, meine Mutter hatte dort nach dem Krieg gelebt. Mein Vater und ich schlendern durch eine belebte Fußgängerzone und ich frage ihn, wie es ihm jetzt gehe. Ja, sagt mein Vater, ihm sei leichter ums Herz. Er fühle sich für vieles nicht mehr verantwortlich, eine Last falle von ihm ab.

 

Sicherlich ist diese Aussage nur eine Momentaufnahme, Krebs verändert alles. Aber jetzt haben sich meine Eltern eine Sitzgarnitur gekauft, zwei Sessel und ein Sofa. Das alte Sofa, die alten Sessel flogen raus. – So ist das mit der Tragik, der eine erschießt sich, der andere kauft sich ein Sofa.

 

Wie geht die Geschichte weiter?

 

(2009)

 

Nachbemerkung: Der Brief Kleistens und die Zitate aus den Vernehmungsprokollen stammen aus: Kleist: Ein Lebensbild in Briefen und zeitgenössischen Berichten, vorgestellt von Klaus Günzel, Verlag der Nation, Berlin 1984.



[1] Quelle: Wikipedia

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Gerhard Jaeger Liedfassung eines Textes von Andreas Schrock: „Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen“

Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen Liedfassung Textvorlage A. Schrock Vertonung :G.Jaeger Tonart: Takt: E a c d h a Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp E a c d h a Warum och, ich mach hier nur Rast E a c d h a Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr E a c d h a Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast E a c d h a Dat Mädchen drüben sitzt so allein E a c d h a Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus E a c d h a Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht E a c d h a Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus E a c d h a Herbst war’s,kühl, auf der Bank E a c d h a Als Elli allein ein Schnäpschen trank e a c d h a Die Bluse so dünn, die Brüste so fest E a c d h a Die Blicke so groß, wie macht man das bloß E a c d h a Den Moment hab ich verpasst E a c d h a Allet jespürt und nischt erfasst E a c d h a Herbst ist wenn große Taten auf mich warten E a c d h a Immer dann bloß warten, warten warten E a c d h a Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn E a c d h a Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen E a c d h a Nächstens mal nüchtern, könnt ja E a c d h a Schüchtern lächeln zu ihr E a c d h a Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n E a c d h a Mit Busen und Brust, mit dieser janzen Lust E a c d h a Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n E a c d h a mit dieser janzen Lust, dem Suff und dem Frust

by

Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

                                                                       Liedfassung

                                                                       Textvorlage A. Schrock

                                                                       Vertonung :G.Jaeger

Tonart:

Takt:

E         a           c        d      h           a

Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp

E         a           c        d      h           a

Warum och, ich mach hier nur Rast

E         a           c        d      h           a

Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr

 E         a           c        d      h           a

Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast

E         a           c        d      h           a

Dat Mädchen  drüben sitzt so allein

E         a           c        d      h           a

Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus

E         a           c        d      h           a

Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht

 E         a           c        d      h           a

Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus

E         a           c        d      h           a

Herbst war’s,kühl, auf der Bank

E         a           c        d      h           a

Als Elli allein ein Schnäpschen trank

e         a           c        d      h           a

Die Bluse so dünn, die Brüste so fest

 E         a           c        d      h           a

Die Blicke so groß, wie macht man das bloß

E         a           c        d      h           a

Den Moment hab ich verpasst

E         a           c        d      h           a

Allet jespürt und nischt erfasst

E         a           c        d      h           a

Herbst ist wenn große Taten auf mich warten

 E         a           c        d      h           a

Immer dann bloß warten, warten warten

E         a           c        d      h           a

Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn

E         a           c        d      h           a

Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen

E         a           c        d      h           a

Nächstens mal nüchtern, könnt ja

 E         a           c        d      h           a

Schüchtern lächeln zu ihr

E         a           c        d      h           a

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n

E         a           c        d      h           a

Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust

E         a           c        d      h           a

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n

 E         a           c        d      h           a

mit dieser janzen Lust, dem Suff und dem Frust

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Gerhard Jaeger – Lied: Ballade des Mannes – in Anlehnung an einen Text von Andreas Schrock

Musik, Komposition und Gesang: Gerhard Jaeger. Der Text von Andreas Schrock Mitglied im Eitel Kunst e.V. war Inspiration für dieses Lied. Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Überschrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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Ballade des Mannes


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Musik, Komposition und Gesang: Gerhard Jaeger. Der Text von Andreas Schrock (Mitglied im Eitel Kunst e.V.) war Grundlage und Inspiration für dieses Lied.
Das Foto: „Leben-Lieben-Leiden in Dippoldiswalde“ ist auch von Andreas Schrock

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Christian Rempel: B13 Bahn – Foto: Andreas Schrock

. . . . . . . . . Gewiss fährst Du vorbei Lass alle Hoffnung fahren So ist es schon seit Jahren Die wir zusammen waren Da packt es mich beim Schopfe Das Schicksal will ich zwingen Ich hab es schon im Kopfe Dann wird es auch gelingen Denn Bahnen könn’ entgleisen Und ich Dir dann beweisen Die B13 kann ein Anfang sein Fahr mit Dir in die Nacht hinein Wir beide auf der schiefen Bahn Fängt so nicht die Romanze an?

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Gewiss fährst Du vorbei
Lass alle Hoffnung fahren
So ist es schon seit Jahren
Die wir zusammen waren

Da packt es mich beim Schopfe
Das Schicksal will ich zwingen
Ich hab es schon im Kopfe
Dann wird es auch gelingen

Denn Bahnen könn’ entgleisen
Und ich Dir dann beweisen
Die B13 kann ein Anfang sein
Fahr mit Dir in die Nacht hinein

Wir beide auf der schiefen Bahn
Fängt so nicht die Romanze an?

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Chronik 2013: Was erwartet uns beim Herbstseminar im Oktober 2013? – Anregungen zum Themenschwerpunkt: Lied

Hallo liebe Dichter und Seminaristen, solltet Ihr Lust auf eine praktische Übung zum Thema LIED haben, dann schaut mal in Eure Schublade, ob da was Brauchbares in Sachen rhythmischer Gliederung (auch ansatzweise) vorrätig ist. Wir könnten uns Vorort dran versuchen. Gerhard Jaeger

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Hallo liebe Dichter und Seminaristen, solltet Ihr Lust auf eine praktische Übung zum Thema*
LIED haben, dann schaut mal in Eure Schublade, ob da*was Brauchbares in Sachen rhythmischer Gliederung*
(auch ansatzweise) vorrätig ist. Wir könnten uns Vorort*dran versuchen.

Gerhard Jaeger

 Auf dem Foto von Andreas Schrock sehen Sie eine Momentaufnahme aus dem Frühjahrsseminar im Jahre 2010.

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