Categotry Archives: aktuelle Auswahl

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Liane Fehler (Text und Audio): Auferstehung klemmt

Die Miniatur zeigt ein Bild von Gerhard Jaeger mit dem Titel “am Meer”. ▶ Hinweis: Um die Audiodatei öffnen und anhören zu können, bitte in die Artikelüberschrift oder das Wort “Weiterlesen” klicken.

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Gerhard Jaeger (Lyrik und Foto): „Immer wieder“

. . . . . . . . . Immer wieder heimlich helle Worte immer wieder Ängste im sonnigen Schweigen immer wieder Räume leuchtend vor Verlassenheit immer wieder Hände voll Verlorenheit immer wieder blaues Wundern giftig grünes Hoffen immer wieder Verlangen Feuer, Feuer immer wieder die rote Spur

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Immer wieder

heimlich helle Worte
immer wieder Ängste
im sonnigen Schweigen
immer wieder Räume
leuchtend vor Verlassenheit
immer wieder Hände
voll Verlorenheit
immer wieder blaues Wundern
giftig grünes Hoffen
immer wieder Verlangen

Feuer, Feuer
immer wieder die rote Spur

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Fritze (Christian Hohberg) – Lied: wenn ich dich berühre (Audio)

Um den Titel abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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wenn ich dich berühre
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Christian Rempel: Frühlingsgedanken

Der Frühling ist nun da willst Du mich hingeleiten dann leite mich er ist ja nah laß spüren uns die Zeiten Einsam ging ich für mich hin bis heut zu diesem Tage warum ich immer einsam bin ich nun Dich endlich frage Und unter Deinem zarten Schritt da blühn im Grün die Pflanzen ach nimm mich auf der Reise mit ist schon gepackt mein Ranzen Ich locke auch den Storch zu Dir er soll mit Lust Dich beißen dann schenkst Du noch ein Kindlein mir kannst Deine Lieb beweisen C.R. 24.03.03

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Der Frühling ist nun da
willst Du mich hingeleiten
dann leite mich er ist ja nah
laß spüren uns die Zeiten

Einsam ging ich für mich hin
bis heut zu diesem Tage
warum ich immer einsam bin
ich nun Dich endlich frage

Und unter Deinem zarten Schritt
da blühn im Grün die Pflanzen
ach nimm mich auf der Reise mit
ist schon gepackt mein Ranzen

Ich locke auch den Storch zu Dir
er soll mit Lust Dich beißen
dann schenkst Du noch ein Kindlein mir
kannst Deine Lieb beweisen

C.R. 24.03.03

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Christian Rempel: Für Andrea (1)

Für Andrea 1 Das war der schöne Maien wir gingen Hand in Hand Du kannst mir nicht verzeihen ich flieh` ins ferne Land Ich hör kein Vogel singen ist alles um mich stumm verlassen von den Dingen so schleiche ich herum Dein Sprechen ist Mechanik es dringt nicht an mein Herz ich bin so sehr in Panik Dein Lächeln ist aus Erz Wie soll ich da noch leben so ohne Liebe gar ich wollte sie Dir geben wie sie noch niemals war Ja ruhig willst Du bleiben mich töten ganz und gar sägst mich getrost in Scheiben und kochst mich hernach gar Ich werd sie Dir versalzen die Suppe aus meinem Herz das Schicksal will mich walzen doch ich bin auch aus Erz Ich lehre Dein Empfinden als wenn`s mein eignes wär` dann werde ich verschwinden bis dass ich wiederkehr 24.05.2004

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Das war der schöne Maien
wir gingen Hand in Hand
Du kannst mir nicht verzeihen
ich flieh` ins ferne Land

Ich hör kein Vogel singen
ist alles um mich stumm
verlassen von den Dingen
so schleiche ich herum

Dein Sprechen ist Mechanik
es dringt nicht an mein Herz
ich bin so sehr in Panik
Dein Lächeln ist aus Erz

Wie soll ich da noch leben
so ohne Liebe gar
ich wollte sie Dir geben
wie sie noch niemals war

Ja ruhig willst Du bleiben
mich töten ganz und gar
sägst mich getrost in Scheiben
und kochst mich hernach gar

Ich werd sie Dir versalzen
die Suppe aus meinem Herz
das Schicksal will mich walzen
doch ich bin auch aus Erz

Ich lehre Dein Empfinden
als wenn`s mein eignes wär`
dann werde ich verschwinden
bis dass ich wiederkehr

C.R. 24.05.2004

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Liane Fehler: Licht – Light

Meine Speise ist Licht während ich die Namen auf eure Steine schreibe Häng Gebete an die Bäume schicke Wünsche mit dem Wind erste Ahnung Endlichkeit lächelnde Erinnerung aufgerissen Gedankenweit nur Liebe lässt mich Angst vergessen

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Meine Speise ist Licht
während ich die Namen
auf eure Steine schreibe

Häng Gebete an die Bäume
schicke Wünsche mit dem Wind

erste Ahnung Endlichkeit
lächelnde Erinnerung
aufgerissen Gedankenweit

nur Liebe lässt mich
Angst vergessen

 

 Mai 2012

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Liane Fehler: In Deinem Blick Frühling

bedecke meine Lider mit Schnee erwarte Kühle im Kopf doch Lebensatem blies warm ins Genick schönes Schaudern

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Foto: regenbogen-k  quarknet
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Bedecke meine Lider
mit Schnee
erwarte Kühle im Kopf
doch Lebensatem
blies warm ins Genick
schönes Schaudern

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Liane Fehler: Licht und Schatten

Die Spiegel verhangen die Uhren angehalten mein Ich zerfließt im Schatten der lautlos durchs Zwielicht wandert Dämonen der Vergangenheit

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Die Spiegel verhangen
die Uhren angehalten
mein Ich zerfließt
im Schatten
der lautlos
durchs Zwielicht
wandert
Dämonen der Vergangenheit
klappen vor mir auf
wie Pappkameraden
Ich sehe mich
durch eure Augen
erfinde mich, wandle mich
und wachse ins Licht

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Liane Fehler: Von mir

Von mir Komm lass uns miteinander sprechen der Mund von dir die Zunge von mir bereisen wir alles zusammen die Berge von dir die Wüste von mir Lass uns im Sommer auf den Almen gehn Lass uns die Meere durchziehen Lass uns die Wahrheiten sagen

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*Foto: blick-vom-bentayga-k quarknet

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Komm lass uns miteinander sprechen
der Mund von dir die Zunge von mir
bereisen wir alles zusammen
die Berge von dir die Wüste von mir

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Lass uns im Sommer auf den Almen gehn
Lass uns die Meere durchziehen
Lass uns die Wahrheiten sagen
der Mund von dir die Zunge von mir

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Lassen wir die Liebe ins Feuer fallen
die Glut von dir  – die Asche von mir

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Übersetzung und Nachdichtung aus dem Türkischen

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Lars: Wir hatten uns

Wir hatten uns zu häufig hingenommen das Rauchen aufzugeben, gabst du auf du wusstest, wie mir die Luft wegblieb ich nahm es hin weil ich dachte, weil ich dich liebe auf mein „Ich liebe dich.“ kam offen ehrlich lang schon

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Wir hatten uns
zu häufig hingenommen

das Rauchen aufzugeben, gabst du auf
du wusstest, wie mir die Luft wegblieb

ich nahm es hin
weil ich dachte, weil ich dich liebe

auf mein „Ich liebe dich.“
kam offen ehrlich lang schon
dein „Das kannst du beibehalten.“

lies mich liegen hinter dir
doch drehtest du dich nicht mehr
um  mit mir und ich mich wohl
nicht mehr zurück

ich wachte fern von dir
nun morgens auf
dich nicht zu stören
schlich ich fort

anstatt die Nase
noch einmal in dein Haar zu graben
Geruch Wärme Berührung
die mir Mut gab für den Tag

am Anfang war nicht mehr
von Kindern die Rede
am Ende nicht mehr
vom gemeinsamen Haus

in den Jahren dazwischen
reduzierten sich
die Arten unserer Berührungen
weil wir uns kannten oder
weil wir uns nicht mehr kannten

uns unsere Luftschlossträume
unsere tiefsten Ängste
nicht mehr eingestanden

auch, wenn wir sie
wegen einander aufgaben
oder nur miteinander besiegen konnten

wir hatten gelernt uns hinzunehmen

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(Erstveröffentlichung in: Heuschnupfen. Geschichten und Gedichte von der Liebe und vom Leben, Hrsg. Dachverband Altenkultur e.V., Leipzig 2010)

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Susann Schönherr (Bild und Text): Ritual 2

Am Feuer da weilen Sie Drei finstere Gestalten In des Totengräbers Nacht Geheimes Wissen vereinen sie Diese drei Alten Mit magischer Kraft

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Lars Steger: Südlich von Neuendorf

Wie immer die Wellen neu Buhnen furchen die See der Wind jagt Sandkristallspeere der Regen ein Heer von Faustschlägen eiskalter Zwerge mir ins Gesicht, treibt langsam die Kälte durch den Stoff aber ich gehe gegen Süden der Strand gehört mir allein Bilder finden die die alten Frauen schon gefunden haben die lange vor mir da waren gemeinsam längst auf dem Weg zu den Häusern in meinem Rücken ja Anna, die Landschaft wird wieder ein Motiv für einen, der nur die Hoffnung auf Hoffnung hat * *

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Wie immer die Wellen neu
Buhnen furchen die See
der Wind jagt Sandkristallspeere
der Regen ein Heer
von Faustschlägen eiskalter Zwerge
mir ins Gesicht, treibt langsam
die Kälte durch den Stoff
aber ich gehe
gegen Süden
der Strand gehört mir
allein
Bilder finden
die die alten Frauen
schon gefunden haben
die lange vor mir da waren
gemeinsam
längst auf dem Weg
zu den Häusern
in meinem Rücken
ja Anna, die Landschaft
wird wieder ein Motiv
für einen, der
nur die Hoffnung
auf Hoffnung hat
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Susann Schönherr (Text und Foto): Mitten im Mai

Mitten im Mai Es zieht herab mich Ins Unglück beträchtlich Beschwert mit Blei Es springt entzwei vor lauter Schmerz

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Das Foto:”Pfirsichbaum” ist von Susann Schulz.

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Es zieht herab mich
Ins Unglück beträchtlich
Beschwert mit Blei
Es springt entzwei
vor lauter Schmerz
mein getroffenes Herz
Oh Gott, steh mir bei
Mir entweicht die Luft
Oh welch zarter Duft
Zieht an mir vorbei
Fange an zu fantasieren
Herz hört auf zu funktionieren
Mitten im Mai

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