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Liane Fehler – Foto: Blütenzauber

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Desdemona – gEDANKENWASSER

gEDANKENWASSER Plätschernd wallend durchs Gelände Schwappend gierig nach Bewegung Überfluten unerbittlich Wiese,Felder und auch Dörfer Wiederkehrend als Getöse Wälzend an den Uferzonen Peitschend auf dem weitem Meere So die Wasser Homäopatisch die Ideen In den Wassern unsrer Schädel Irrend die Synapsen suchend Steckenbleibend im Gehäuse Leeres Rauschen ohne Tiefgang Selten nährend die Gemüter Hüpfend, treibend wie die Wasser so Gedanken Flüchtig bleiben Auch im Ernstfall Wasser zum Gedankenmischen wASSERGEDANKEN

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gEDANKENWASSER

Plätschernd wallend durchs Gelände
Schwappend gierig nach Bewegung
Überfluten unerbittlich
Wiese,Felder und auch Dörfer
Wiederkehrend als Getöse
Wälzend an den Uferzonen
Peitschend auf dem weitem Meere

So die Wasser

Homäopatisch die Ideen
In den Wassern unsrer Schädel
Irrend die Synapsen suchend
Steckenbleibend im Gehäuse
Leeres Rauschen ohne Tiefgang
Selten nährend die Gemüter
Hüpfend, treibend wie die Wasser

so Gedanken

Flüchtig bleiben
Auch im Ernstfall
Wasser zum Gedankenmischen

wASSERGEDANKEN

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Gerhard Jaeger – Bild: Kirche Samos 35

Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen. ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um dieses Bild in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading of the article, and you can see the pictures in full size.

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Gerhard Jaeger - Bild: Kirche Samos 35

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Gerhard Jaeger - Bild: Kirche Samos 35
Gerhard Jaeger – Bild: Kirche Samos 35

 

Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen.

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Liane Fehler: „Lyrik nervt!“ Ein kleiner Rückblick auf die Textarbeit bei “Lesen und Schreiben” im April 2014

Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V., "Lyrik nervt!" war eine der Buchempfehlungen, die bei unserem Treffen “Lesen und Schreiben” am 9. April 2014 in die Runde, geworfen wurden. Die Textarbeit kam bei unserem Treffen nicht zu kurz. Ein besonderer Spaß war das Spiel mit Alliteration und Lautmalerei neben anderen Gesprächen über das Schreibhandwerk. Zwei Literaturempfehlungen, die ich gern weitergebe, kamen von Annett. (Wir müssen ja wirklich nicht alles neu erfinden!) Franz Fühmann: Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel ... Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um diesen Artikel ganz lesen zu können, oder den Links zu folgen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. In der Vorschau erscheint der Text immer ohne Links

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Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V.,

„Lyrik nervt!“ war eine der Buchempfehlungen, die bei unserem Treffen “Lesen und Schreiben” am 9. April 2014 in die Runde, geworfen wurden. Die Textarbeit kam bei unserem Treffen nicht zu kurz. Ein besonderer Spaß war das Spiel mit Alliteration und Lautmalerei neben anderen Gesprächen über das Schreibhandwerk. Zwei Literaturempfehlungen, die ich gern weitergebe, kamen von Annett. (Wir müssen ja wirklich nicht alles neu erfinden!)

Franz Fühmann: Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel. ill. von Egbert Herfurth, Hinstorff, Rostock 2005, ISBN 3-356-01098-0

Einen kleinen Eindruck von dem spielerischen Gebrauch der Sprache vermittelt  der Text:
Am Schneesee
von Franz Fühmann. Neben der Umsetzung als Trickfilm fand ich diese leicht musikalisch untermalte Version:
Die Geschichte vom Schneesee auch sehr schön.

Die zweite Buchempfehlung war: Lyrik nervt! von Andreas Thalmayr
(Andreas Thalmayr ist eines der Pseudonyme von Hans Magnus Enzensberger, unter dem bereits mehrere Lyrik-Anthologien, wie beispielsweise „Das Wasserzeichen der Poesie“ veröffentlicht wurden.) Auf der Seite von perlentaucher kann der Interessierte einen ersten Eindruck vom Buch gewinnen. Auch in der Bibliothek Eurer Wahl könntet Ihr Glück haben.

Was war noch Thema?

Etwas in eigener Sache: Der Eitel Kunst e. V wird im Jahr 2015 ein Vierteljahrhundert lang bestehen. Zum 25.jährigen Jubiläum gibt es jetzt schon Ideen – zum Beispiel die Herausgabe einer neuen Anthologie. (An dieser Stelle möchte ich noch einmal an die von Gerhard und Annett geäußerte Bitte erinnern, Texte für die neue Anthologie vorzuschlagen.) Wir wollen diesen schönen Anlass in angemessener Weise feiern. Wer tolle Vorschläge hat, kann sie hier im Blog mit in die Runde geben. Nun freue ich mich schon auf unser Treffen heute in Königs Wusterhausen.

Liane Fehler Onlineredaktion

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Christian Rempel: Frühlingsgedanken

Der Frühling ist nun da willst Du mich hingeleiten dann leite mich er ist ja nah laß spüren uns die Zeiten Einsam ging ich für mich hin bis heut zu diesem Tage warum ich immer einsam bin ich nun Dich endlich frage Und unter Deinem zarten Schritt da blühn im Grün die Pflanzen ach nimm mich auf der Reise mit ist schon gepackt mein Ranzen Ich locke auch den Storch zu Dir er soll mit Lust Dich beißen dann schenkst Du noch ein Kindlein mir kannst Deine Lieb beweisen C.R. 24.03.03

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Der Frühling ist nun da
willst Du mich hingeleiten
dann leite mich er ist ja nah
laß spüren uns die Zeiten

Einsam ging ich für mich hin
bis heut zu diesem Tage
warum ich immer einsam bin
ich nun Dich endlich frage

Und unter Deinem zarten Schritt
da blühn im Grün die Pflanzen
ach nimm mich auf der Reise mit
ist schon gepackt mein Ranzen

Ich locke auch den Storch zu Dir
er soll mit Lust Dich beißen
dann schenkst Du noch ein Kindlein mir
kannst Deine Lieb beweisen

C.R. 24.03.03

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Ein kurzes Porträt: Gerhard Jaeger

Gerhard Jaeger Maler und Lyriker lebt in Berlin 1948 in Prenzlauer Berg geboren, nach dem Abitur zunächst Maschinenbau studiert, 1975 - 1978 Studium Literatur und Kunst in Leipzig danach Arbeit an Bildern und Gedichten Publikationen im Verlag "Neues Leben" in Zeitschriften und Zeitungen Studienaufenthalte 1982 Ukraine Erdgastrasse im Raum Ivanow Frankowsk, 1994 Griechenland Kreta, 1998 Italien Toskana, 2002 und 2007 Sizilien, 20010 Cuba Ausstellungen: Im Zeitraum von 1982 bis 2012 verschiedene Ausstellungen, in letzter Zeit 2004 Berlin Fa. Springer, 2005 bis 2007 Berlin in Arztpraxen, Kneipen, 2010, 2011 und 2012 im MGH König Wusterhausen seit 2007 Verkaufsausstellung im Naturkosmetikladen "Lotte" Prenzlauer Berg .

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Maler und Lyriker

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lebt in Berlin

1948 in Prenzlauer Berg geboren, nach dem Abitur zunächst Maschinenbau studiert,

1975 – 1978 Studium Literatur und  Kunst in Leipzig

danach Arbeit  an Bildern und Gedichten

Publikationen im Verlag „Neues Leben“  in Zeitschriften und Zeitungen

Literaturkritiken u.a. in “Sinn und Form“

Studienaufenthalte 1982 Ukraine Erdgastrasse im Raum Ivanow Frankowsk, 1994 Griechenland Kreta, 1998 Italien Toskana, 2002 und 2007 Sizilien, 2010 Kuba

Ausstellungen im Zeitraum von 1982 bis 2012 verschiedene Ausstellungen, 

in letzter Zeit 2004 Berlin Fa. Springer, 2005 bis 2007 Berlin in  Arztpraxen, Kneipen, 2010, 2011 und 2012 im  MGH König Wusterhausen seit 2007 Verkaufsausstellung im Naturkosmetikladen „Lotte“ Prenzlauer Berg.

 

Auszug aus einem Briefwechsel                              

Guten Morgen und einen erfolgreichen Tag, lieber Oke.

Vielen Dank für die Glückwünsche. Man muss ja nicht nachrechnen, wie viele Weihnachtsbäume man noch schmücken wird nach hinten raus und bis zur seligen Auffahrt. Ohne das lebt es sich lustiger. Ich habe Deine Gedichte gelesen und versucht ihnen näher zu kommen. Dabei sind mir Schlüsselwörter aufgefallen, die für die Erschließung des Textes wichtig sind. Da konnte ich nicht anders, musste Hand anlegen, als Maler und Poet. Habe mir aus Deinem Text eine Lesart gepinselt. Nee, nee, wissenschaftlich ist das nicht und ob es Gültigkeit besitzt, müsste der Leser/Hörer entscheiden. Aber: Es ist meinem Sprachempfinden geschuldet und meinem Hang nach (Sinn)Bildern zu suchen. Auch ein Gedicht hat Bildebenen. So rücke ich mir Worte in den Vordergrund (an den Zeilenanfang, in ein Reimschema, oder in die Pointe) denen ich eine tragende Funktion aufbürde. In die Mittelebene gehören Zeichen, Metaphern, Symbole. Damit können die Verben auf dem Wege zum Sinnigen reisen. Den Texthintergrund erhellen die Stimmung, Klang, Rhythmik, Farbe, Licht, Befindlichkeit. So ist der Schreibanlass geborgen im bildhaften (Sprach)Raum. Wenn’s funktioniert, ist man im Bild. Das sind dann die klarsten Stunden….

Danke für die Texte. Wann bekomme ich mehr Herr Mime?

Herzliche Grüße

An Euch und alle Poeten

Gerhard

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Christian Rempel: Trosttanka

Ist halb nur der Mond, leuchtet dem deutschen Michel. So klein war er nie – der Mond ist gemeint, nicht Sie. Ist bewohnt seine Sichel? Bist so blass wie er, ein Kreuz zu machen ist schwer, im September schon. Lass es Dir leicht sein mein Sohn, bis dahin ist noch ein Mond.

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Ist halb nur der Mond,
leuchtet dem deutschen Michel.
So klein war er nie –
der Mond ist gemeint, nicht Sie.
Ist bewohnt seine Sichel?

Bist so blass wie er,
ein Kreuz zu machen ist schwer,
im September schon.
Lass es Dir leicht sein mein Sohn,
bis dahin ist noch ein Mond.

C.R. 22.8.2013

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Gerhard Jaeger: Nur Engel klopfen leise an – Schattenengel lII

Schattenengel lII 2.8.2013 Bad Sonnenburg Ich tauche, Dunkelheit diese Stiege, mir voraus die Furcht, steigt in mir aber ein Leuchten, ja?

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2.8.2013 Bad Sonnenburg

Ich tauche, Dunkelheit
diese Stiege, mir voraus
die Furcht, steigt

in mir aber
ein Leuchten, ja?

du mit offenem Haar
du mit den Kleidern
der Einsamkeiten
du mit dem Lippenrot
der Sehnenden
du und der Aromaduft
der Hoffnung

Dunkelsein, die Stiege
mir folgt die Furcht
leise ein Klopfen
von leiser Hand
damals an jene Tür
ein Klopfen jetzt
in meiner Brust

mein Engel
Du

 Aus der Anthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 (ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Christian Rempel: Adaption (frei nach Goethe)

Dein süßer Blick in Schatten spielt die Blätter werfen auf die Flur ich schweige, doch mein Herz schlägt wild für Dich allein – ich atme nur

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Dein süßer Blick in Schatten spielt
die Blätter werfen auf die Flur
ich schweige, doch mein Herz schlägt wild
für Dich allein – ich atme nur

Was waren das für Zärtlichkeiten
wie einer Gottheit zugedacht
die nun auch hier in unsern Breiten
verjünget sich an Frühlingspracht

Nun endlich könn’ auch Seelen sprechen
wo Abschied uns beständig nah
im Widerstreit mit grünend’  Flächen
und streitend wider das Trara

Der Tränenbach, in dem ich stund
der Liebe Lob, der Gottheit Preis
des allen tat ich lang schon kund
des Glückes hangend an Deinem Mund
in Fernen gelangend auf dem Erdenrund
Du Herrliche, Du biegsames Reis
bist alles, alles, was ich weiß
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frei nach Goethe          9.3.2012

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Gerhard Jaeger: Unter den Spiegeln

Der Seen Schwimmen Landschaften, Ufer des Erinnerns Auf steigen Vögel, um zu erspähen ein Aufblitzen am Rückenbogen der Wellen oder Fische Beute macht der Wind Im Erlengeäst. Er treibt Gewölk vom erglühenden Himmel Und kehrt Sorgen Ins Verblassen So schwimmt etwas Unter den Spiegeln Nun anders Dahin

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Der Seen
Schwimmen Landschaften,
Ufer des Erinnerns

Auf steigen Vögel,
um zu erspähen
ein Aufblitzen am Rückenbogen
der Wellen oder Fische

Beute macht der Wind
Im Erlengeäst. Er treibt
Gewölk vom erglühenden Himmel
Und kehrt Sorgen
Ins Verblassen

So schwimmt etwas
Unter den Spiegeln
Nun anders
Dahin                               

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Gerhard Jaeger: Versöhnung

Manchmal Matjora Schmecke ich das Blut Die zerbrochene Klinge Ragt aus meinem Auge Blau Du schenkst Wein, rot wie der schmeckt und vom Blut befreit diesen Brotlaib in dem alle Leiber schwanden die zerfielen zu Ackersand Speck teilst du und Freundschaft springt über Als könne uns nun Keine Klinge mehr (veröffentlicht im GeWa 114)

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Manchmal Matjora
Schmecke ich das Blut
Die zerbrochene Klinge
Ragt aus meinem Auge
Blau

Du schenkst Wein, rot
wie der schmeckt und
vom Blut befreit

diesen Brotlaib
in dem alle Leiber schwanden
die zerfielen
zu Ackersand

Speck teilst du und
Freundschaft springt über
Als könne uns nun
Keine Klinge mehr

(veröffentlicht im GeWa 114)

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Jennifer Müller: Tanzwut

Gleichgültige Bewegungen Zum Rhythmus der Musik Mechanische Motorik Viel zu sagen gibt es ja auch nicht Menschen ohne Gesichter Eine Masse tanzender In Ekstase versetzter Hohlköpfe Knutschend in der Ecke Die einzelnen Liebespaare

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Gleichgültige Bewegungen
Zum Rhythmus der Musik
Mechanische Motorik
Viel zu sagen gibt es ja auch nicht
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Menschen ohne Gesichter
Eine Masse tanzender
In Ekstase versetzter Hohlköpfe
Knutschend in der Ecke
Die einzelnen Liebespaare
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Discolicht flackernd macht
Alles unrealer als es ist
Wochenendtanzwut
Nur treibt man manchmal
Einfach nicht mit

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