Tag Archives: sibyll maschler

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sibyll maschler: Schnittig

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Die Zeit schneiden
mit der Schere
hörbar
wie ein Metronom
im Gleichschritt
Stiefel der Soldaten
auf dem Asphalt
scharf und kantig
der Widerhall
des Spechtschnabels am Baum

Mit der Zeit schneiden
die Kinder Löcher
in Zeitungen und Hosen
steigen Seifenblasen fallen
schimmern zwei Atemzüge lang
wie durchgeschnitten halb
in der Pfütze noch

Die Zeit schneidet
messerscharf
Falten in Haut Hirn und Hut
und Hoffnung wie
die Zeit schneiden

April 2017

sibyll maschler

Text und Foto:  sibyll maschler

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Seminar vom 1. bis 3. September 2017 in Jahnishausen

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Vereinsinformation:

Liebe bekannte und vielleicht noch unbekannte UnDichter des Seminars vom

1. bis 3. September 2017 in Jahnishausen.

Die vollständige Anschrift des Seminarortes lautet: 01594 Riesa, Ortsteil Jahnishausen, Jahnatalstr. 4 a. Die telefonische Erreichbarkeit der vor Ort Verantwortlichen liegt leider außerhalb unseres Wochenendes, nämlich montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr. Dennoch möchte ich die Tel.-Nr. sicherheitshalber einmal notieren: 0162-51 54 45 8. Ein AB ist unter 03525-51 78 51 geschaltet.

Den nördlich von Riesa Anreisenden sei mitgeteilt, dass IC und RE kombiniert die Strecke zwischen Berlin und Riesa in gut 2 Sunden zurück legen. Wer mit dem RE und RB gemütlicher reisen möchte, sollte 3 Stunden einplanen. Zwischen Riesa Bahnhof und Jahnishausen befinden sich 6 km Fußweg, welcher fitnessabhängig in 1 ¼ oder 1 ½ Stunden bewältigt werden kann. Der Bus benötigt eine viertel Stunde. Mit der Linie 430 sollte man nach 10 Haltestellen in Lommatzsch aussteigen und dann noch 350 m gehen. Wer die Linie 431 (Staucha Kirche bis Riesa Oelsitz) wählt, steigt bitte nach 8 Haltestellen aus und hat dann noch 1,3 km Wanderung vor sich. Die Taktzeiten bitte selbst erkunden.

Über die Betten- und Zimmeraufteilungen sowie Zeltplätze hatten wir uns zum Jahresanfang verständigt.

Für die Verpflegung ab Freitagabend brauchen wir jedoch noch nahrhafte Ideen und aktive Mitarbeit. Da ich erst einen Tag vor dem 1. September aus meinem Jahresurlaub (Schweiz) zurückkehren werde, freue ich mich, überhaupt pünktlich anreisen zu können. Das Frühstück könnten wir in Jahnishausen sicher noch dazu buchen, würde aber extra kosten. Eine gut ausgestattete, überdachte Wohnküche – im Grünen – steht zur Verfügung. Freiwillige bitte vor. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass am Ende des Seminares rasch alle Lebensmittel verstaut sind. Im Umkehrschluss stellt sich die Frage, ob nicht auch zur Anreise jeder zumindest eine Kleinigkeit beisteuern könnte. Dabei geht es nicht um ganze Mahlzeiten oder große Portionen, sondern eher um kleine, liebevoll zubereitete Ergänzungen. Das könnten z.B. sein: Mit Pektin angerührte, frische Früchte als Aufstrich am Morgen, ein Gläschen leckeres Pesto oder selbst gemachte Grillsoße, fast noch duftende Plätzchen oder ein Küchlein. Jede/r nach seinem Geschmack! Egal, ob top gesund oder richtig schön zum Schlemmen, alles ist willkommen.

Es grüßt Euch herzlich

sibyll

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sibyll maschler: Für B.

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sybill maschler IMG_4736

Für B.

Wir wollten Blumen pflücken
streuen in Gärten und von lichten Brücken
auch in Gassen Gossen und Tunneln
atmen wachsen
und scheinen
Unmögliches
voneinander zu verlangen
Du bist nicht ganz
zerrissen
zitierst Kleist
>was brauchen wir, als nur uns selbst<
und dennoch
suchtest du
mich
Worauf gründest du dich
wenn du glaubst
ich sei stark genug
dir beizustehen
in deinem splitternden Schmerz
Warum wähltest du mich
diese Schwere mit dir zu teilen
schon jetzt
zerschelle ich an dir
Wie einander bloß halten

sibyll maschler

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sibyl maschler (Text und Bild): Blickwinkel

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Blickwinkel

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Es war in einem großen, verwilderten Park mit alten, knorrigen Bäumen. Auf der einen Seite grenzte dieser Park an einen Fluss, auf der anderen Seite stand ein Turm aus Backsteinziegeln auf einer seichten Anhöhe. Ein Mann, mit mehrsilbigem Namen, ging dort häufig spazieren. Im Sommer lief er lange über die kniehohen Wiesen und die unebenen, erdigen Wege, lehnte an den Bäumen, sah in den hohen Himmel oder saß auf einer Bank. Wenn er saß, dann war er ganz rund, das Kinn Richtung Brustbein gebeugt, als wolle er sein Haupt senken zum Herzen hin. Wie zu einer Kugel gerundet, in den Händen ein Buch haltend oder einen Gegenstand, den er zwischen den Fingern bewegte, war sie ihm irgendwann aufgefallen. Sie kam selten in den Park, aber wenn sie kam, war sie fast durchsichtig. Und sie kam so still, dass er, ob der Stille, die vorüberschwebte, den Kopf hob. Meistens war ihr Haar ein wenig zerzaust, umspielte ein schlichtes Kleid ihren Körper bis hin zu den Knien. Ihre flachen Schuhe hinterließen kaum einen Abdruck im Boden. Sie schien so leicht zu sein. Eines Tages nahm er einen alten Bildband mit in den Park. Die Seiten waren schon etwas vergilbt und fühlten sich ein wenig rau an. Auf dem braunen Leineneinband prangten die leicht verschnörkelten Buchstaben  >Schönes Italien<. Als das Buch offen auf seinem Schoß lag und er die Seiten gemächlich umblätterte, sprach er sie, als sie langsam vorüberging, leise an. Er wollte ihr die Bilder aus dem Buch gern zeigen und all die schönen Landschaften mit ihr teilen. So kamen sie über diese An- und Aussichten und gleichsam über die offene, klangvolle italienische Sprache ins Gespräch. Sie erzählte ihm von ihren Reisen nach Rom und Venedig, von den vollen Gassen und Plätzen, weshalb sie die weiten, teilweise noch urbanen Landstriche von Kalabrien und Sizilien noch viel schöner fände. Sie berichtete von der Fülle im Norden und der heilsamen Kargheit des Südens. Ach, und erst diese Oliven- und Zitronenbäume dort, die Schattierungen der Farben und die Gerüche der Früchte! Sie kam ins Schwärmen. Nach etwa einer Stunde brachen sie dann aber auf und verabredeten sich für ein nächstes Mal. Als sie sich schon ein paar Meter voneinander entfernt hatten, rief er ihr nach, dass er frisches, vielleicht noch lauwarmes Baguette mitbringen würde. Und sie entgegnete ihm rasch, dass sie Pesto aus Basilikum und angerösteten Nüssen dazu anrichten wolle. Bei jenem folgenden, kleinen Picknick auf der Bank, sprachen sie über ihre Namen. Den ihren konnte man ab der Hälfte auch rückwärts lesen, ohne eine Klangveränderung zu hören. Ihr Name bestand aus drei Silben und enthielt zwei Konsonantendoppelungen. Annabell. Seit jeher fühlte sie sich wohl, wenn sie so genannt oder gerufen wurde. Annabell war weder zu häufig hörbar noch zu selten, als dass man den Namen bei etwaigen Nennungen wiederholen oder gar buchstabieren musste. Auch sein Name bestand aus drei Silben, aber dafür hatte er selbst gesorgt. Die ursprüngliche Fassung war um eine Silbe länger gewesen, doch diese entsprach ihm nicht, nicht seinem Rhythmus- und Wohlgefühl. Außerdem sprach er mit sehr hohem Tempo, so dass ihn die Länge des Namens hinderte, wenn er angesprochen wurde oder die Buchstabenfolge selbst notierten musste. Auch nach  dem Tag, an welchem sie über ihre Namen gesprochen hatten, verabredeten sie sich für weitere Begegnungen im Park. Die Wiese war zu dieser Zeit saftig und in das Grün hatten sich Löwenzahn, Margeriten und lilafarbenen Winden gemischt. Einmal brachte er einen Bumerang mit und zeigt ihr, wie dieser zu werfen sei. Man musste einen bestimmten Winkel beachten, damit der Bumerang auch wieder zum gewünschten Ort zurückkehrte. Außerdem waren viel Kraft und Schwung von Nöten. Er veränderte immer wieder Blicke und Winkel, bevor er zum Wurf ansetzte. Für sie war es schwierig, den Bumerang entsprechend zu werfen. Es schien ihr, als wolle er ihre Blicke all zu sehr lenken, nicht nur zum Himmel und auf Erden. So kam es, dass  ihr die Würfe in die Ferne gelangen, aber die Rückkehr nur selten. Es folgte die Zeit, als sie sich auch manchmal zur Nacht dort verabredeten. Der Sommer war vergangen und die Blätterfärbung längst vorüber. Viele Bäume waren kahl und die Büsche durchlässig geworden. Sie liebten es, wenn sie durch das hohe Laub schlurften und die braunen Blätter dabei empor stoben. Da brachte er eine Fackel mit, um die Dunkelheit zu befeuern und ihr Antlitz in anderem Schein zu sehen. Sie gingen damit bis zum entlegenen Fluss und dann wieder zurück, entlang der Anhöhe, auf die große Wiese. Nachts nannte er sie Bella oder Anna, je nach Stimmung, die ihm gerade entsprach. Ganz selten, wenn er glaubte, dass sie ihn nicht mehr hören konnte, sprach er die Silben leise vor sich hin: Bella Anna; und erinnerte sich an ihr erstes Gespräch. Als der Mond zur Sichel geformt war, brachte er seinen Bumerang wieder mit. Sie hatten lange nicht damit geworfen. Annabell fehlte noch immer die Übung, wie der Winkel besser gelänge. Sie schaute ihm lieber zu, mochte aus der Distanz von ihm das Werfen lernen. Beide machten sich einen Spaß daraus, nach dem ins Laub gefallenen Bumerang um die Wette zu laufen. Vielleicht waren zwei oder gar drei ausgelassene Stunden vergangen, in denen sie gelaufen, gelacht und getobt hatten. Sie schienen wie Kinder und wollten sich nun wieder verabschieden, um nach Hause zu gehen. Doch er wünschte einen letzten, weiten Wurf. Es sollte, so sagte er, ein großer Wurf werden. Als sie nach dem Bumerang suchten, war Annabell schneller als er. Sie bückte sich, gab ihm rasch ihren letzten Buchstaben vom eigenen Vornamen in die Hand, und er griff, übermütig im Spiel, nach dem vermeintlichen Bumerang, nahm Maß und alle Kraft zusammen und schleuderte ihn hinauf bis zum fernen Mond. Dort verhakte sich der Winkel im Gestein des Planeten und ward nie mehr auf  Erden gesehen.

Und wenn sie nicht gerade einen Schuldschein einlöste oder eine Urkunde unterschrieb, schätzte sie die verkürzte Schreibweise ihres Namens. Er hatte in ihr etwas angestoßen und abgelöst. Doch es fehlte ihr nichts, vielmehr hatte er sie von Überflüssigem befreit. So erinnerte sie sich seiner immer und immer wieder neu.

2015

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sibyl maschler (Foto und Text): Zwischen den Lichtern

. . . . . . . . . Zwischen den Lichtern Wanderer in den Wäldern und Fluren sag, hast du es wiedergefunden das Glühwürmchen vom Sommeranfang in all den Nächten gelang dir das Greifen nach deiner Dunkelheit und diese zum Tier zu tragen zu dem kleinen um es zu bestärken in seinem Leuchten gegen die Übermacht der Sterne am Firmament lehrte es dich als Dank die Morsezeichen welche es hinauf sendet in der Hoffnung auf Antwort ohne zu ahnen dass jenes ferne Funkeln eine Supernova sibyl maschler August 2015

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Zwischen den Lichtern

Wanderer
in den Wäldern und Fluren
sag, hast du es wiedergefunden
das Glühwürmchen
vom Sommeranfang
in all den Nächten

gelang dir
das Greifen nach deiner Dunkelheit
und diese zum Tier zu tragen
zu dem kleinen
um es zu bestärken in seinem Leuchten
gegen die Übermacht
der Sterne am Firmament

lehrte es dich
als Dank
die Morsezeichen
welche es hinauf sendet
in der Hoffnung auf Antwort
ohne zu ahnen
dass jenes ferne Funkeln
eine Supernova

sibyl maschler
August 2015

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sibyl maschler: Von Wasser zu Wasser

. . . . . . . . . Von Wasser zu Wasser Nass getränkt werden wir an Land gespült gestillt und dennoch ... ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading, to open the article

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Von Wasser zu Wasser

Nass
..getränkt
……werden wir
………..an Land gespült
……..gestillt
…..und dennoch
dürsten wir
was
..willst
du
…..mich
…….lehren
………..erbarmungslos
……..glaubst du
…….dich erheben zu können
……über mich
...stürzt
sang- und klanglos
..sollst du perlen
……aus Poren
……..rinnen auf meiner Haut
……und fließen
endlich zurück
ins Meer

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sibyll maschler (Lyrik und Fotos): EinSatz-Gedichte

EinSatz-Gedichte für Pater Reinhard - Ich Ich höre Ich höre im Kloster Ich höre im Kloster auf Ich höre im Kloster auf weisende Wahrheit ... ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken.

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EinSatz-Gedichte

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– für Pater Reinhard –

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Ich
Ich höre
Ich höre im Kloster
Ich höre im Kloster auf
Ich höre im Kloster auf weisende Wahrheit

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Nacht
Die Nacht ist
vorgedrungen
zum Denken
und Erfüllen

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Im Schweigen
Im Schweigen bleiben
Im Schweigen bleiben wir
Im Schweigen bleiben wir einander Geheimnis

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Selbst
Selbst im dichtesten Wald
bleibt in den Wipfeln
Freiraum
zum Himmel

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Dezember 2014

Erstveröffentlichung des Textes hier im Blog am 11. Dezember 2014.

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sibyll maschler (Lyrik und Foto): Zeiten der Dürre

Zeiten der Dürre des Wartens und der Suche gebären Klarheit . ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um dieses Bild in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading of the article, and you can see the pictures in full size

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Zeiten der Dürre

des Wartens und der Suche
gebären Klarheit
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Erstveröffentlichung des Textes hier im Blog am 10. Dezember 2013.
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sibyll maschler (Lyrik und Foto): Echolot

. . . . . . . . . Echolot Worte zögernd abgewogen zwischen Äpfeln und Brot geschnitten zermalmt geschluckt Worte manchmal aufgescheucht wie Vögel durch helles Lachen Blicke wechseln Stimmen im Gewirr zugeweht gleich einer Brise am Straßenrand ausgelotet im Gewölbe lauschen ruht dunkel Leben in Zwischenräumen rinnt Wasser tropft hallt wider danach endlich stufenweiser Aufstieg im Sonnenlicht schmilzt Reif unter den Schritten Stöcke und Steine im Tal offenes Glas Februar 2015

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Foto: von Sibyll Maschler

 

Echolot

Worte
zögernd abgewogen
zwischen Äpfeln und Brot
geschnitten zermalmt geschluckt
Worte manchmal aufgescheucht
wie Vögel
durch helles Lachen
Blicke wechseln Stimmen
im Gewirr
zugeweht
gleich einer Brise
am Straßenrand
ausgelotet
im Gewölbe lauschen
ruht dunkel Leben
in Zwischenräumen
rinnt Wasser tropft hallt wider
danach endlich stufenweiser Aufstieg
im Sonnenlicht schmilzt Reif
unter den Schritten
Stöcke und Steine
im Tal
offenes Glas

Februar 2015

 

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sibyll maschler Text und Foto: Alte Vogelskulptur

. . . . . . . . . Alte Vogelskulptur Auf den zweiten Blick fehlen die Spitzen die Enden das Ruder um den Flug zu lenken das Zerbrechliche gebrochen was bleibt ist der Blick in den Himmel die Stimme der Schrei vom Grunde hinauf 30. Mai 2014

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Alte Vogelskulptur

Auf den zweiten Blick
fehlen die Spitzen
die Enden
das Ruder
um den Flug zu lenken
das Zerbrechliche
gebrochen
was bleibt
ist der Blick
in den Himmel
die Stimme
der Schrei
vom Grunde hinauf

 

30. Mai 2014

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sibyll maschler (Lyrik und Foto): Abbitte

Wende deinen Blick von mir dann lass meine Hände los unsre Lieder verstummen erhebe deine Schwingen Lieber, fliege endlich fort und nimm deine Seele mit Juli 2014

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Wende deinen Blick von mir
dann lass meine Hände los
unsre Lieder verstummen
erhebe deine Schwingen
Lieber, fliege endlich fort
und nimm deine Seele mit

Juli 2014

 

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Chronik 2014: “Eitel Kunst e.V. – eine Sammlung UnDichter” 24 Jahre – eine Collage

Fotocollage: "Vierundzwanzig Jahre im Zeichen der Eule" Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um diesen Artikel in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen.

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Fotocollage: „Vierundzwanzig Jahre im Zeichen der Eule“

Die Eulen (mit Narrenkappe) auf einem geschlossenem Buch sind Zeichnungen von Olaf Zernick und wurden zum Symbol des Vereins. Die Collage aus 24 Teilen wurde zusammengestellt von Liane Fehler.

 

 

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         auf dem Titel ein Bild "Ganz oben" von Gerhard Jaeger  


Mein Blick auf 24 Jahre Vereinsleben mit einer Collage aus 24 Fotos.
Dieses letzte Foto „Alles ok!“ von smt soll symbolisch für das vor uns liegende 25. Jahr stehen.

Es gibt “Eitel Kunst e.V. – eine Sammlung ­UnDichter” nunmehr seit vierundzwanzig Jahren. Aus diesem Grund habe ich mit dieser Foto-Collage: „Vierundzwanzig Jahre im Zeichen der Eule“ versucht durch die Auswahl von Zeichnungen und Fotos mit Motiven, die aus meiner Sicht für unsere Gemeinschaft, für unser Vereinsleben stehen können, dem Medium Blog angemessen, ein größeres Bild, bestehend aus vielen Kleineren zu zeigen. Dies ist eine persönliche Annäherung an dieses Thema. Sicher gibt es auch andere Sichtweisen.

Quellen:
Die Zeichnungen der Eulen wurden von Olaf Zernick gefertigt. Diese Eulen dienen schon seit Jahren als Logo unseres Vereines und tauchen an verschiedenen Stellen hier im Blog oder in unserem Heft Gedankenwasser immer wieder auf.
Alle verwendeten Fotos der Collage sind bereits im Blog veröffentlicht. Die Fotos sind von Andreas Schrock, smt, die Porträitfotos sind von Gerhard Jaeger, Christian Rempel, Sibyll Maschler und Liane Fehler selbst. Es wurden Titelfotos der „Gedankenwasser“ mit den Heft-Nummern 82, 85/86 und 113 verwendet. Die Collage „Remember“ ist eine Gemeinschaftsarbeit von Susann Schulz und Liane Fehler unter Verwendung einiger Fotos von Andreas Schrock.

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