Tag Archives: Lyrik von Christian Rempel

Christian Rempel: Unterwegs

Unterwegs Es rief uns an der Weihnachtsmann noch werkelt er im dunklen Tann fragt nach dem Fest, nach wo und wann wann fängt das Fest der Stille an? Wir sagen ihm, dass im Advent wenn uns das zweite Kerzlein brennt wie es hier Sitte, die man kennt das Fest uns werden wird Doch vorher heißt es backen, bauen dass es auch Schmuck, schön anzuschauen zu kosten, zu betasten gibt und auch zu kaufen, wenn's beliebt Und wie viele helfen mit denn Freude soll sich dann verbreiten und gerade in den trüben Zeiten wo's Winter wird in unsern Breiten Jetzt schau Dir dies Gedichtlein an was man zum Reime sagen kann ist leicht zu sehen und sodann kommt raschen Schrittes schon heran na wer wohl, ja der … C.R. 24.10.2014

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Unterwegs

Es rief uns an der Weihnachtsmann
noch werkelt er im dunklen Tann
fragt nach dem Fest, nach wo und wann
wann fängt das Fest der Stille an?

Wir sagen ihm, dass im Advent
wenn uns das zweite Kerzlein brennt
wie es hier Sitte, die man kennt
das Fest uns werden wird

Doch vorher heißt es backen, bauen
dass es auch Schmuck, schön anzuschauen
zu kosten, zu betasten gibt
und auch zu kaufen, wenn’s beliebt

Und wie viele helfen mit
denn Freude soll sich dann verbreiten
und gerade in den trüben Zeiten
wo’s Winter wird in unsern Breiten

Jetzt schau Dir dies Gedichtlein an
was man zum Reime sagen kann
ist leicht zu sehen und sodann
kommt raschen Schrittes schon heran

na wer wohl, ja der …

C.R. 24.10.2014

 

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Christian Rempel: Wir sind ein Volk – Audiobeitrag

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Christian Rempel: Die Wende – ein Lyrikbeitrag – Audio

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Christian Rempel: Aufforderung

Aufforderung Herbst, Du siehst Dir gar nicht ähnlich viel Wärme noch – ist ungewöhnlich der Wind bleibt aus, wo bleibt er nur? wie viele Blätter noch im Parcours Solln wir die Bäume selber schütteln das letzte Blatt herniederrütteln? Sie eigenhändig kolorieren willst Du uns an der Nase führen? Nun herbstle doch mal, fang schon an dass man daran dann sehen kann: Die Natur weiß, was sie tut der Mensch tut ihr nur selten gut C.R. 2.11.2014

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Herbst, Du siehst Dir gar nicht ähnlich
viel Wärme noch – ist ungewöhnlich
der Wind bleibt aus, wo bleibt er nur?
wie viele Blätter noch im Parcours

Solln wir die Bäume selber schütteln
das letzte Blatt herniederrütteln?
Sie eigenhändig kolorieren
willst Du uns an der Nase führen?

Nun herbstle doch mal, fang schon an
dass man daran dann sehen kann:
Die Natur weiß, was sie tut
der Mensch tut ihr nur selten gut

C.R. 2.11.2014

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Christian Rempel: Hornveilchen

Blütenblätterchen flattern im Wind, Sprühregenschauer gehen herab. Da ist schon Wärme, die Luft ist lind, sieht man von nächtlichen Frösten ab.

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Foto: quarknet.sonstige-zierpflanzen

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Hornveilchen

Blütenblätterchen flattern im Wind,
Sprühregenschauer gehen herab.
Da ist schon Wärme, die Luft ist lind,
sieht man von nächtlichen Frösten ab.

Die vielen Blüten laden uns ein,
wollen mehr – als ein Dasein fristen,
sind nicht vom Gelde der falsche Schein,
als ob sie um ihren Eindruck wüssten.

Lass nur die Farben recht zu Dir dringen,
atme die Düfte, die bald schon vergehn,
spüre den Hauch nun von Frühlingsschwingen.

Lass Dir Gefühle zu Kopfe steigen,
üb Dich, nach schönen Mädchen zu sehn,
und jede Sekunde mach Dir zu Eigen.

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C.R. 9.5.2014


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Christian Rempel (Foto und Text): Pfingsten

Zählst zu den langen Feiertagen, der heilige Geist steigt von oben herab, bald geht's dem Frühling an den Kragen, der Sommer schneidet ihm bunte Zöpfe ab. Am Fenster sitzt ein weißes Täubchen und gurrt von Liebe, ist dies der Geist? Gibt Erdbeertorte mit Sahnehäubchen, der Habicht am blauen Himmel kreist. ...

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Zählst zu den langen Feiertagen,
der heilige Geist steigt von oben herab,
bald geht’s dem Frühling an den Kragen,
der Sommer schneidet ihm bunte Zöpfe ab.

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Am Fenster sitzt ein weißes Täubchen
und gurrt von Liebe, ist dies der Geist?
Gibt Erdbeertorte mit Sahnehäubchen,
der Habicht am blauen Himmel kreist.

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Wo bleibt nur der geistvolle Täuberich?
Ließ er sein weißes Täubchen im Stich?
Der Habicht, hat er ihn schon aufgefressen?

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Was hülfe uns alle Weisheit im Leben,
wenn sich noch traurige Dinge begäben
und wir es bei bloßen Worten belässen.

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C.R. 4.6.2014

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Christian Rempel: Frühlings Erwachen – Foto: Pfirsichbaum von Susann Schulz

Erhebe Dich, Du müder Erdengeist und sage mir, was Du zu sagen weißt. Red' mir von Blümchen und vom Holden von des Holunders weißen Dolden. Und red' auch von Dir selbst, wie Du geschäftig waltest jedes Jahr, mich stets vor neue Rätsel stellst, mich hinführst, wo ich niemals war. Auch von der lieben Liebe schweige nicht, dann will an Dich ich diese gleichfalls wenden. Auf dass der Damm des großen Schweigens bricht und sich was regt in totgeglaubten Lenden. Die Bäche füll' mit Wassern von Gedanken, erwach aus Winters Agonie, bring Linderung dem leider Kranken, dem ein graus Schicksal nicht verzieh. Du nennst Dich Auferstehung, ich sag Geist zu Dir. C.R. 28.1.2014

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Das Foto:”Pfirsichbaumblüte” ist von Susann Schulz.

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Foto: Pfirsichbaumblüte von Susann Schulz

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Erhebe Dich, Du müder Erdengeist
und sage mir, was Du zu sagen weißt.
Red‘ mir von Blümchen und vom Holden
von des Holunders weißen Dolden.

Und red‘ auch von Dir selbst,
wie Du geschäftig waltest jedes Jahr,
mich stets vor neue Rätsel stellst,
mich hinführst, wo ich niemals war.

Auch von der lieben Liebe schweige nicht,
dann will an Dich ich diese gleichfalls wenden.
Auf dass der Damm des großen Schweigens bricht
und sich was regt in totgeglaubten Lenden.

Die Bäche füll‘ mit Wassern von Gedanken,
erwach aus Winters Agonie,
bring Linderung dem leider Kranken,
dem ein graus Schicksal nicht verzieh.

Du nennst Dich Auferstehung,
ich sag Geist zu Dir.

C.R. 28.1.2014

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Christian Rempel: Glashütte

Glashütte Hier Firmen aus dem Boden schießen, Man sieht noch Kräne und Gerüste. Den Bahnhof musste man schon schließen, Weil der auch produzieren müsste. Er ist nun Nomos. Auf der Höh, Die Sternwarte, neu ausgerüstet, Ist Wempe nun und ich versteh, Ihr nicht, weil ihr es sehen müsstet. Doch abends sitzt dort nur Herr Klein, Er zeigt mir ferne Galaxien, Lädt zu 'nem Sternenstündchen ein Und Unkenntnis wird mir verzieh'n. Sechs Uhrenfirmen hier am Ort, Man hört es förmlich allseits ticken. Das Tick und Tack, es dauert fort, Ein unaufhörlich Zeigerrücken. Der Boom ist eine Renaissance, Weil viele noch die Unruh lieben. Man hat's bemerkt und nutzt die Chance Nicht mehr elektrisch angetrieben. Sie sind beliebt, die winzig Räder, Man könnt es fast schon Kunstwerk nennen, Mit Ankerrad, Iridiumfeder, Wie wir sie ganz von früher kennen. Man hofft auf einen Boom beständig, Glashüttes lange Konjunktur, Dass dieses Glück dann auch inwendig, Kann man nicht wissen, wünscht es nur. Und abends hört man leise Schritte, Ein wenig sächsisch wird gesprochen, Besuchen Sie doch mal Glashütte, Hier ist der Wohlstand ausgebrochen.

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Hier Firmen aus dem Boden schießen,
Man sieht noch Kräne und Gerüste.
Den Bahnhof musste man schon schließen,
Weil der auch produzieren müsste.

Er ist nun Nomos. Auf der Höh,
Die Sternwarte, neu ausgerüstet,
Ist Wempe nun und ich versteh,
Ihr nicht, weil ihr es sehen müsstet.

Doch abends sitzt dort nur Herr Klein,
Er zeigt mir ferne Galaxien,
Lädt zu ’nem Sternenstündchen ein
Und Unkenntnis wird mir verzieh’n.

Sechs Uhrenfirmen hier am Ort,
Man hört es förmlich allseits ticken.
Das Tick und Tack, es dauert fort,
Ein unaufhörlich Zeigerrücken.

Der Boom ist eine Renaissance,
Weil viele noch die Unruh lieben.
Man hat’s bemerkt und nutzt die Chance
Nicht mehr elektrisch angetrieben.

Sie sind beliebt, die winzig Räder,
Man könnt es fast schon Kunstwerk nennen,
Mit Ankerrad, Iridiumfeder,
Wie wir sie ganz von früher kennen.

Man hofft auf einen Boom beständig,
Glashüttes lange Konjunktur,
Dass dieses Glück dann auch inwendig,
Kann man nicht wissen, wünscht es nur.

Und abends hört man leise Schritte,
Ein wenig sächsisch wird gesprochen,
Besuchen Sie doch mal Glashütte,
Hier ist der Wohlstand ausgebrochen.

C.R. 14.11.2013

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Christian Rempel: Überlegt

Du bist mir schon treu nun seit Jahren und blühst wie der Frühling im Mai wie soll man mit solchem verfahren wie fühlt man sich dabei nicht frei Der Wind kräuselt sanft Dir die Lippen die Sonne durchleuchtet Dein Haar und doch schlägt wohl gegen die Rippen was einst mir ein Herze war Und was es mir einst wohl gewesen und was es auch heute noch ist die Zeit mit dem eisernen Besen macht doch, dass Du einmal vergisst Und hab ich nicht heut auch vergessen als ich fuhr bei der Ampel auf rot wie Du mir erklärt hast gemessen Du liebtest mich bis in den Tod C.R. 21.03.2006

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Du bist mir schon treu nun seit Jahren
und blühst wie der Frühling im Mai
wie soll man mit solchem verfahren
wie fühlt man sich dabei nicht frei

Der Wind kräuselt sanft Dir die Lippen
die Sonne durchleuchtet Dein Haar
und doch schlägt wohl gegen die Rippen
was einst mir ein Herze war

Und was es mir einst wohl gewesen
und was es auch heute noch ist
die Zeit mit dem eisernen Besen
macht doch, dass Du einmal vergisst

Und hab ich nicht heut auch vergessen
als ich fuhr bei der Ampel auf rot
wie Du mir erklärt hast gemessen
Du liebtest mich bis in den Tod

C.R. 21.03.2006

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Christian Rempel mit 17 Winterhaikus

Wintergerede Themen sind Eis und der Schnee schweigend die Wälder Straßen mit Lauge auf Asphalt zerfließt die Pracht hätt'st Du das gedacht? Unterm Schnee das Grün harrend auf froh Wiederkehr was wollen wir mehr? Seelen gefroren ein Januarstelldichein für weißes Gebein Kilometerweit nichts, wo das Auge verharrt alles rings erstarrt Schneeige Weite im Pelz fühlst Du Dich prächtig Winter ist mächtig Wärme von innen winterliches Beginnen all Deinen Sinnen Die Pusteblume ist nur Erinnerung mehr der Winter ringsum Zu Minusgraden auf verschlungenen Pfaden Spuren begradigt Eis und Schnee ist rings das ist wohl das Winterdings in Versen besing's Ein Schneekatarakt Eishaut an Seebrücken knackt der Winter gibt Takt Schneemann muss frieren sagt dem hungrigen Hasen friss meine Nasen Verse gefroren war'n nicht für Deine Ohren aus Glut geboren Deine Augen starr weil schon wieder Winter war Seele sagte "knarr" "Patsch" sagt der Fettnapf den Kopf voller Wintersinn steh ich in ihm drin Habe Wintersinn der Hintersinn ist perdu hüh, mein Einhorn, hüh! Ich habe nun ach Haiku genug geschrieben lest sie ihr Lieben C.R. 23.1.2014

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Wintergerede
Themen sind Eis und der Schnee
schweigend die Wälder

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Straßen mit Lauge
auf Asphalt zerfließt die Pracht
hätt’st Du das gedacht?
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Unterm Schnee das Grün
harrend auf froh Wiederkehr
was wollen wir mehr?
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Seelen gefroren
ein Januarstelldichein
für weißes Gebein
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Kilometerweit
nichts, wo das Auge verharrt
alles rings erstarrt
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Schneeige Weite
im Pelz fühlst Du Dich prächtig
Winter ist mächtig
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Wärme von innen
winterliches Beginnen
all Deinen Sinnen
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Die Pusteblume
ist nur Erinnerung mehr
der Winter ringsum
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Zu Minusgraden
auf verschlungenen Pfaden
Spuren begradigt
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Eis und Schnee ist rings
das ist wohl das Winterdings
in Versen besing’s
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Ein Schneekatarakt
Eishaut an Seebrücken knackt
der Winter gibt Takt
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Schneemann muss frieren
sagt dem hungrigen Hasen
friss meine Nasen
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Verse gefroren
war’n nicht für Deine Ohren
aus Glut geboren
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Deine Augen starr
weil schon wieder Winter war
Seele sagte „knarr“
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„Patsch“ sagt der Fettnapf
den Kopf voller Wintersinn
steh ich in ihm drin
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Habe Wintersinn
der Hintersinn ist perdu
hüh, mein Einhorn, hüh!
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Ich habe nun ach
Haiku genug geschrieben
lest sie ihr Lieben
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                        C.R. 23.1.2014

 

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Christian Rempel: Bär – ich

Ich schnaub sie an Prüf sie im Maul Pack zu mit den Tatzen Das gefällt immer

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Ich schnaub sie an
Prüf sie im Maul
Pack zu mit den Tatzen
Das gefällt immer

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27.01.2005

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Christian Rempel: Höchster Wunsch

Der Herrgott sprach zum Mathematikus: "Ich heut Dir einen Wunsch erfüllen muss. Hast mir gedient so manches Jahr, wo ich nicht grad sehr tätig war. Du hast gerackert Nacht und Tag, was ich an Rätseln Dir aufgab. Das hast Du alles brav gelöst und selten nur am Pult gedöst. Was soll es sein, denn Du kannst wählen: Willst Du die selig Ewigkeit? Gewiss bist müde Du vom Zählen so steht ein Brötchen auch bereit. Nur eines kannst Du davon haben, Denn an beidem sich zu laben, wär denn der Wohltat wohl zu viel." Da denkt der Mathematikus, man meint er findet keinen Schluss. Dann hellt sich sein Gesichte auf: "Gib mir das Brötchen und verschnauf." Der Herrgott kann nun gar nicht fassen, wie kann von Seligkeit er lassen? Was bessres geben konnt' er gar nicht, was geht nur vor in diesem Wicht? Da sprach der Mathematikus "Sehr einfach ist doch dieser Schluss: Nichts ist doch mehr als Seligkeit und dann in alle Ewigkeit. Doch dieses Brötchen, das ich seh ist mehr als nichts und ich versteh: Der kluge Mann wählt sich das höchste, der tumbe nur das allernächste." C.R. 21.1.2014

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Der Herrgott sprach zum Mathematikus:

„Ich heut Dir einen Wunsch erfüllen muss.
Hast mir gedient so manches Jahr,
wo ich nicht grad sehr tätig war.
Du hast gerackert Nacht und Tag,
was ich an Rätseln Dir aufgab.
Das hast Du alles brav gelöst
und selten nur am Pult gedöst.
Was soll es sein, denn Du kannst wählen:
Willst Du die selig Ewigkeit?
Gewiss bist müde Du vom Zählen
so steht ein Brötchen auch bereit.
Nur eines kannst Du davon haben,
Denn an beidem sich zu laben,
wär denn der Wohltat wohl zu viel.“

Da denkt der Mathematikus,
man meint er findet keinen Schluss.
Dann hellt sich sein Gesichte auf:
„Gib mir das Brötchen und verschnauf.“

Der Herrgott kann nun gar nicht fassen,
wie kann von Seligkeit er lassen?
Was bessres geben konnt‘ er gar nicht,
was geht nur vor in diesem Wicht?

Da sprach der Mathematikus
„Sehr einfach ist doch dieser Schluss:
Nichts ist doch mehr als Seligkeit
und dann in alle Ewigkeit.
Doch dieses Brötchen, das ich seh
ist mehr als nichts und ich versteh:
Der kluge Mann wählt sich das höchste,
der tumbe nur das allernächste.“

C.R. 21.1.2014

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Christian Rempel: Heidelberg

Heidelberg Ich kam an jenen Neckarfluß und sah die wilden Gänse die Sonne war mir ein Genuß es wippten ihre Schwänze Und ein Kaufhaus zeigte mir des Frühlings sanfte Spiele er war so nah und ich war hier so nah dem fernen Ziele Hab meinen Goethe mir versöhnt mit einem blauen Buche wie hatt' ich unter ihm gestöhnt und wie ich ihn jetzt suche Wie ein Theater das Hotel in dem ich heute wohne wär gern auch darin ein Gesell nicht nur der Götter Sohne Es geht so hin, geh nicht mehr aus wie fern ist mir das Frieren in diesem groß Theaterhaus da kann man paradieren Und hab schon Sehnsucht nach zu Haus auf fremdem Riesenbette die Stille hier ist mir ein Graus wenn ich nur meines hätte Ich sollt für morgen sammeln mich es will mir nicht gelingen so denke ich erneut an Dich an Dich vor allen Dingen C.R. 13.02.03

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Ich kam an jenen Neckarfluß
und sah die wilden Gänse
die Sonne war mir ein Genuß
es wippten ihre Schwänze

Und ein Kaufhaus zeigte mir
des Frühlings sanfte Spiele
er war so nah und ich war hier
so nah dem fernen Ziele

Hab meinen Goethe mir versöhnt
mit einem blauen Buche
wie hatt‘  ich unter ihm gestöhnt
und wie ich ihn jetzt suche

Wie ein Theater das Hotel
in dem ich heute wohne
wär gern auch darin ein Gesell
nicht nur der Götter Sohne

Es geht so hin, geh nicht mehr aus
wie fern ist mir das Frieren
in diesem groß Theaterhaus
da kann man paradieren

Und hab schon Sehnsucht nach zu Haus
auf fremdem Riesenbette
die Stille hier ist mir ein Graus
wenn ich nur meines hätte

Ich sollt für morgen sammeln mich
es will mir nicht gelingen
so denke ich erneut an Dich
an Dich vor allen Dingen

C.R. 13.02.03

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