Tag Archives: Lyrik von Andreas Schrock

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Andreas Schrock liest: Die Lücke und Busbahnhof Sewastopol – ein Audio-Lyrikbeitrag

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*A.Schrock 1 Audio

 ▶ Die Lücke und
Busbahnhof Sewastopol

  Dies ist eine alternative Abspielvariante.

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Hier gehts zu den Texten von Andreas:

▶ Die Lücke,

▶ Busbahnhof Sewastopol

Ein Dank geht an Sebastian Schulz für den technischen Support. Liane

Die Gedichte  wurden veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

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Andreas Schrock: Der Rest der Revolution

Der Rest der Revolution Wir wimmern, statt zu schrein. Wir zärteln und scheuen den Kuss. Die Revoluzze im Bett, verhandeln wir wer oben und wer unten liegen muss.

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Wir wimmern, statt zu schrein.
Wir zärteln und scheuen den Kuss.

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Die Revoluzze im Bett, verhandeln wir
wer oben und wer unten liegen muss.

 

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Andreas Schrock: Depression

ich fliege von blüte zu blüte, und blüte zu blüte, gleich mit beginn der zeit, im frühling, wenns blüht und glüht, die sonne, die wonne dann flieg ich, bis zum herbst, ...

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ich fliege
von blüte zu blüte,
und blüte zu blüte, gleich
mit beginn der zeit,
im frühling, wenns blüht
und glüht, die sonne,
die wonne

dann flieg ich,
bis zum herbst, da sterbst,
im Blute, ich gute,
nehm nur die gute zeit, bereit

nicht im dunkeln, nein,
da nicht, ich kann nur
als licht

das herzeleid,
in herbstezeit
ertrag ich nicht

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Gerhard Jaeger Liedfassung eines Textes von Andreas Schrock: “Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen”

Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen Liedfassung Textvorlage A. Schrock Vertonung :G.Jaeger Tonart: Takt: E a c d h a Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp E a c d h a Warum och, ich mach hier nur Rast E a c d h a Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr E a c d h a Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast E a c d h a Dat Mädchen drüben sitzt so allein E a c d h a Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus E a c d h a Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht E a c d h a Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus E a c d h a Herbst war’s,kühl, auf der Bank E a c d h a Als Elli allein ein Schnäpschen trank e a c d h a Die Bluse so dünn, die Brüste so fest E a c d h a Die Blicke so groß, wie macht man das bloß E a c d h a Den Moment hab ich verpasst E a c d h a Allet jespürt und nischt erfasst E a c d h a Herbst ist wenn große Taten auf mich warten E a c d h a Immer dann bloß warten, warten warten E a c d h a Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn E a c d h a Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen E a c d h a Nächstens mal nüchtern, könnt ja E a c d h a Schüchtern lächeln zu ihr E a c d h a Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n E a c d h a Mit Busen und Brust, mit dieser janzen Lust E a c d h a Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n E a c d h a mit dieser janzen Lust, dem Suff und dem Frust

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Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

                                                                       Liedfassung

                                                                       Textvorlage A. Schrock

                                                                       Vertonung :G.Jaeger

Tonart:

Takt:

E         a           c        d      h           a

Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp

E         a           c        d      h           a

Warum och, ich mach hier nur Rast

E         a           c        d      h           a

Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr

 E         a           c        d      h           a

Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast

E         a           c        d      h           a

Dat Mädchen  drüben sitzt so allein

E         a           c        d      h           a

Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus

E         a           c        d      h           a

Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht

 E         a           c        d      h           a

Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus

E         a           c        d      h           a

Herbst war’s,kühl, auf der Bank

E         a           c        d      h           a

Als Elli allein ein Schnäpschen trank

e         a           c        d      h           a

Die Bluse so dünn, die Brüste so fest

 E         a           c        d      h           a

Die Blicke so groß, wie macht man das bloß

E         a           c        d      h           a

Den Moment hab ich verpasst

E         a           c        d      h           a

Allet jespürt und nischt erfasst

E         a           c        d      h           a

Herbst ist wenn große Taten auf mich warten

 E         a           c        d      h           a

Immer dann bloß warten, warten warten

E         a           c        d      h           a

Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn

E         a           c        d      h           a

Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen

E         a           c        d      h           a

Nächstens mal nüchtern, könnt ja

 E         a           c        d      h           a

Schüchtern lächeln zu ihr

E         a           c        d      h           a

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n

E         a           c        d      h           a

Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust

E         a           c        d      h           a

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n

 E         a           c        d      h           a

mit dieser janzen Lust, dem Suff und dem Frust

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Andreas Schrock – Haiku: worte wehen leis`

worte wehen leis` vom blatt wie segelflieger im sommerabend

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worte wehen leis`*
vom blatt wie segelflieger*
im sommerabend

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für maria, Gedankenwasser 114
andreas schrock

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Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015 – Andreas Schrock: satt liegt der abend

satt liegt der abend so in der hängematte zwischen dir und mir

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Andreas S.: klassentreffen

was wäre denn, als idee nur, beim tuscheln in der bank, was wäre denn, wenn wir zusammenhielten nach fünfundzwanzig jahren, wenn wir beschützten einander, wenn mein lächeln dir gälte, als kameradin, sagt man nicht mehr, als schwester vielleicht, oder freundin auf zeit was wäre denn, wenn wir wüssten, wie erwachsene und glaubten, wie kinder, wenn wir uns führten und berührten, uns erzählten und erwählten im flaschendrehn, brächte ich dich bis zur haustür, bis morgen, dann fingen wir neu an.

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was wäre denn, als idee nur,
beim tuscheln in der bank,
was wäre denn, wenn
wir zusammenhielten nach
fünfundzwanzig jahren, wenn
wir beschützten einander, wenn
mein lächeln dir gälte, als
kameradin, sagt man nicht mehr,
als schwester vielleicht,
oder freundin auf zeit
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was wäre denn, wenn
wir wüssten, wie erwachsene
und glaubten, wie kinder, wenn
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wir uns führten und berührten,
uns erzählten und erwählten
im flaschendrehn,
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brächte ich dich
bis zur haustür,
bis morgen, dann
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fingen wir neu an.

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Andreas Schrock: frühling in dresden

frühling in dresden wenn der schnee schmilzt steigt der elbpegel, aber das hat eigentlich noch nie einen interessiert. in den kellergewölben tanzen wir bis das licht ausfällt. das frühstück mit dir ist wie`s abendbrot. du bist hellwach, immergleich, deine hände brötchenwarm. es regnet lindenblüten, aber es ist ohne bedeutung. ich lauf durch die straßen und bin immer schon da. komm, wir feiern abschied. trinken sekt, hören kurzwelle und knoten ein taschentuch an die antenne.

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wenn der schnee schmilzt
steigt der elbpegel, aber das
hat eigentlich noch nie
einen interessiert.

in den kellergewölben
tanzen wir bis
das licht ausfällt.

das frühstück mit dir
ist wie`s abendbrot. du
bist hellwach, immergleich,
deine hände brötchenwarm.

es regnet lindenblüten,
aber es ist ohne bedeutung.
ich lauf durch die straßen
und bin immer schon da.

komm, wir feiern abschied.
trinken sekt, hören kurzwelle
und knoten ein taschentuch
an die antenne.

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