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Liane Fehler – Foto: Blütenzauber

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Desdemona – gEDANKENWASSER

gEDANKENWASSER Plätschernd wallend durchs Gelände Schwappend gierig nach Bewegung Überfluten unerbittlich Wiese,Felder und auch Dörfer Wiederkehrend als Getöse Wälzend an den Uferzonen Peitschend auf dem weitem Meere So die Wasser Homäopatisch die Ideen In den Wassern unsrer Schädel Irrend die Synapsen suchend Steckenbleibend im Gehäuse Leeres Rauschen ohne Tiefgang Selten nährend die Gemüter Hüpfend, treibend wie die Wasser so Gedanken Flüchtig bleiben Auch im Ernstfall Wasser zum Gedankenmischen wASSERGEDANKEN

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gEDANKENWASSER

Plätschernd wallend durchs Gelände
Schwappend gierig nach Bewegung
Überfluten unerbittlich
Wiese,Felder und auch Dörfer
Wiederkehrend als Getöse
Wälzend an den Uferzonen
Peitschend auf dem weitem Meere

So die Wasser

Homäopatisch die Ideen
In den Wassern unsrer Schädel
Irrend die Synapsen suchend
Steckenbleibend im Gehäuse
Leeres Rauschen ohne Tiefgang
Selten nährend die Gemüter
Hüpfend, treibend wie die Wasser

so Gedanken

Flüchtig bleiben
Auch im Ernstfall
Wasser zum Gedankenmischen

wASSERGEDANKEN

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Chronik 2015: Einladung zur Lesung von Autoren des Eitel Kunst e.V. aus der Jubiläumsanthologie „unDichterNebel“ bei StadtLesen in Wildau

Liebe “Eitlen Künstler” und Freunde der “UnDichter”, hiermit darf ich Euch ganz herzlich zu einem Event der besonderen Art einladen: Die Veranstaltungsreihe StadtLesen, ist vom 19. bis 22. Mai 2015 (vor Pfingsten) in Wildau zu Gast. Mit einer Lesung stellen Autoren des Eitel Kunst e.V. die eben erschienene Jubiläumsanthologie "unDichternebel" erstmalig vor. Am Freitag dem 22.05.2015 im Rahmen des mehrtägigen Events StadtLesen in Wildau auf dem Campus der TH am Witthöft-Platz ist es um 18 Uhr soweit. ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau. Um diesen Artikel zu öffnen und den Links folgen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading, to open the article.

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Liebe “Eitlen Künstler” und Freunde der “UnDichter”,

hiermit darf ich Euch ganz herzlich zu einem Event der besonderen Art einladen:

Die Veranstaltungsreihe StadtLesen, ist vom 19. bis 22. Mai 2015 (vor Pfingsten) in Wildau zu Gast.

Mit einer Lesung stellen Autoren des Eitel Kunst e.V. die eben erschienene Jubiläumsanthologie „unDichterNebel“ erstmalig vor. Am Freitag dem 22.05.2015 im Rahmen des mehrtägigen Events StadtLesen in Wildau auf dem Campus der TH am Witthöft-Platz ist es um 18 Uhr soweit.

Im Vorfeld des Erscheinens der neuen Anthologie unDichterNebel: 2001 – 2015 habe ich in Abstimmung mit Annett, die sich intensiv um die Veröffentlichung der Jubiläumsanthologie „unDichterNebel“ gekümmert hat, notwendig gewordene Anpassungen in unserem Blog vorgenommen. Dabei konnte ich feststellen, dass eine nennenswerte Zahl von Texten und Bildern, die im Blog vorgestellt wurden, es ins Buch „geschafft“ haben.

Auch aus diesem Grunde würde es mich sehr freuen, liebe “Eitlen Künstler” und Freunde der “UnDichter” Euch auch 22. Mai 2015 auf dem Campus Witthöft-Platz in Wildau zu unserer Lesung aus der Jubiläumsanthologie „unDichterNebel“ begrüßen zu dürfen.

 

Liane Fehler Onlineredaktion

PS: Der Witthöft-Platz ist in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Station Wildau vor dem Haus 10 in dem sich die Bibliothek der TH und die Mensa befinden. Habe einen guten Plan auch auf den Seiten der TH gefunden: Ludwig Witthöft Platz.

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Gerhard Jaeger – Bild: Kirche Samos 35

Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen. ▶ Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um dieses Bild in voller Größe sehen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. ▶ Note: This is a preview. Please click in the turquoise-colored heading of the article, and you can see the pictures in full size.

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Gerhard Jaeger - Bild: Kirche Samos 35

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Gerhard Jaeger - Bild: Kirche Samos 35
Gerhard Jaeger – Bild: Kirche Samos 35

 

Dieses Bild von Gerhard Jaeger war neben weiteren Exponaten der Kunstausstellung des Malaika Projektes “Art‬ unite us – Kunst vereint uns” im Rahmen einer Multimedia Show im Dezember 2014 im Mehrgenerationenhaus Königs Wusterhausen zu sehen.

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Liane Fehler: „Lyrik nervt!“ Ein kleiner Rückblick auf die Textarbeit bei “Lesen und Schreiben” im April 2014

Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V., "Lyrik nervt!" war eine der Buchempfehlungen, die bei unserem Treffen “Lesen und Schreiben” am 9. April 2014 in die Runde, geworfen wurden. Die Textarbeit kam bei unserem Treffen nicht zu kurz. Ein besonderer Spaß war das Spiel mit Alliteration und Lautmalerei neben anderen Gesprächen über das Schreibhandwerk. Zwei Literaturempfehlungen, die ich gern weitergebe, kamen von Annett. (Wir müssen ja wirklich nicht alles neu erfinden!) Franz Fühmann: Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel ... Hinweis: Dies ist eine Vorschau, um diesen Artikel ganz lesen zu können, oder den Links zu folgen, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort “Weiterlesen” klicken und den Artikel öffnen. In der Vorschau erscheint der Text immer ohne Links

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Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V.,

„Lyrik nervt!“ war eine der Buchempfehlungen, die bei unserem Treffen “Lesen und Schreiben” am 9. April 2014 in die Runde, geworfen wurden. Die Textarbeit kam bei unserem Treffen nicht zu kurz. Ein besonderer Spaß war das Spiel mit Alliteration und Lautmalerei neben anderen Gesprächen über das Schreibhandwerk. Zwei Literaturempfehlungen, die ich gern weitergebe, kamen von Annett. (Wir müssen ja wirklich nicht alles neu erfinden!)

Franz Fühmann: Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel. ill. von Egbert Herfurth, Hinstorff, Rostock 2005, ISBN 3-356-01098-0

Einen kleinen Eindruck von dem spielerischen Gebrauch der Sprache vermittelt  der Text:
Am Schneesee
von Franz Fühmann. Neben der Umsetzung als Trickfilm fand ich diese leicht musikalisch untermalte Version:
Die Geschichte vom Schneesee auch sehr schön.

Die zweite Buchempfehlung war: Lyrik nervt! von Andreas Thalmayr
(Andreas Thalmayr ist eines der Pseudonyme von Hans Magnus Enzensberger, unter dem bereits mehrere Lyrik-Anthologien, wie beispielsweise „Das Wasserzeichen der Poesie“ veröffentlicht wurden.) Auf der Seite von perlentaucher kann der Interessierte einen ersten Eindruck vom Buch gewinnen. Auch in der Bibliothek Eurer Wahl könntet Ihr Glück haben.

Was war noch Thema?

Etwas in eigener Sache: Der Eitel Kunst e. V wird im Jahr 2015 ein Vierteljahrhundert lang bestehen. Zum 25.jährigen Jubiläum gibt es jetzt schon Ideen – zum Beispiel die Herausgabe einer neuen Anthologie. (An dieser Stelle möchte ich noch einmal an die von Gerhard und Annett geäußerte Bitte erinnern, Texte für die neue Anthologie vorzuschlagen.) Wir wollen diesen schönen Anlass in angemessener Weise feiern. Wer tolle Vorschläge hat, kann sie hier im Blog mit in die Runde geben. Nun freue ich mich schon auf unser Treffen heute in Königs Wusterhausen.

Liane Fehler Onlineredaktion

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Christian Rempel: Frühlingsgedanken

Der Frühling ist nun da willst Du mich hingeleiten dann leite mich er ist ja nah laß spüren uns die Zeiten Einsam ging ich für mich hin bis heut zu diesem Tage warum ich immer einsam bin ich nun Dich endlich frage Und unter Deinem zarten Schritt da blühn im Grün die Pflanzen ach nimm mich auf der Reise mit ist schon gepackt mein Ranzen Ich locke auch den Storch zu Dir er soll mit Lust Dich beißen dann schenkst Du noch ein Kindlein mir kannst Deine Lieb beweisen C.R. 24.03.03

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Der Frühling ist nun da
willst Du mich hingeleiten
dann leite mich er ist ja nah
laß spüren uns die Zeiten

Einsam ging ich für mich hin
bis heut zu diesem Tage
warum ich immer einsam bin
ich nun Dich endlich frage

Und unter Deinem zarten Schritt
da blühn im Grün die Pflanzen
ach nimm mich auf der Reise mit
ist schon gepackt mein Ranzen

Ich locke auch den Storch zu Dir
er soll mit Lust Dich beißen
dann schenkst Du noch ein Kindlein mir
kannst Deine Lieb beweisen

C.R. 24.03.03

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Liane Fehler: Entweihung

Mein Sockel ist verlassen die dort einst stand verschwand beobachtet mit Abstand und fand die Inschrift hat viel Pathos malt ein Strichmännchen dazu – Juch Huu!!

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Mein Sockel
ist verlassen
die dort
einst stand
verschwand
beobachtet
mit Abstand
und fand
die Inschrift
hat viel Pathos
malt ein
Strichmännchen
dazu
Juhu!

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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Frank Siegert: Papstdorfer Wanderung

Als ich gestern die Straße entlang ging, entdeckte ich in der Mitte einen Schaden im Asphalt. Ein Loch, in dem sich etwas Wasser befand. Heute gehe ich erneut daran vorbei und staune. Es schauen zwei grüne Blätter einer Pflanze daraus empor. Wie lange werden sie wohl wachsen können. Ich betrete einen Weg. Rechts von mir ist eine Böschung mit Ackerschachtelhalm übersät. Wie ein Wald steht er kerzengerade da. Meine Oma sagte: „Wenn er einmal auf dem Beet ist, bekommt man ihn nicht mehr los.“ Ich bewundere ihn. Was hat er für ein Durchsetzungsvermögen gegenüber den anderen Kräutern auf der Wiese. Ich gehe einen Berg empor. Als ich auf dem Gipfel war, liegt vor mir ein Feld. Wie bei einem Teppich, der sich im Abendwind sanft wellt, strahlen roter Klee, blaue Miere und weiße Kamille mich an. Am Rand wachte der Mohn wie eine rote Ampel. Bitte nicht betreten!

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Als ich gestern die Straße entlang ging, entdeckte ich in der Mitte einen Schaden im Asphalt. Ein Loch, in dem sich etwas Wasser befand. Heute gehe ich erneut daran vorbei und staune. Es schauen zwei grüne Blätter einer Pflanze daraus empor. Wie lange werden sie wohl wachsen können.

Ich betrete einen Weg. Rechts von mir ist eine Böschung mit Ackerschachtelhalm übersät. Wie ein Wald steht er kerzengerade da. Meine Oma sagte: „Wenn er einmal auf dem Beet ist, bekommt man ihn nicht mehr los.“ Ich bewundere ihn. Was hat er für ein Durchsetzungsvermögen gegenüber den anderen Kräutern auf der Wiese.

Ich gehe einen Berg empor. Als ich auf dem Gipfel war, liegt vor mir ein Feld. Wie bei einem Teppich, der sich im Abendwind sanft wellt, strahlen roter Klee, blaue Miere und weiße Kamille mich an.

Am Rand wachte der Mohn wie eine rote Ampel. Bitte nicht betreten!

Auf den nicht mit Wald bedeckten Flächen befinden sich Getreidefelder. In der Luft fliegen Schwalben. Fern ragen die Sandsteine aus den Wäldern. Dazwischen wellen sich Dorf und Felder umgrenzt von Baumgruppen. Der sachte Luftstrom vermittelt mir Ungebundensein. Ich laufe langsam, um dieses Gefühl lange in mir zu spüren.

Vor mir auf einer Bank sehe ich drei junge Damen. Der Faszination, die von ihnen ausgeht, kann ich mich nicht entziehen. Wie die ersten Kirschblüten, mit ihrer Lieblichkeit und ihrer Reinheit so strahlen sie mich an.

Auf einmal werde ich angesprochen. Wie geblendet zucke ich zusammen. Eine dieser Erscheinungen bittet mich um zwei Euro für zwei Flaschen Limonade. Erschrocken ziehe ich die Geldbörse heraus und gewähre ihnen die Bitte.

Ein nettes Dankeschön springt aus ihren Mündern. Im Gleichklang ihrer Worte so lachen ihre Augen mir zu. Sogleich steigt mir vom Herzen ein angenehmes Gefühl auf. Schade, dass ich im Rücken keine Kamera habe, sonst könnte ich ihre Freude aufzeichnen, um sie mit nach Hause zunehmen.

Meine Fußsohlen betreten einen teilweise mit Kräutern und Gräsern bewachsen Waldweg. Zwischen den Bäumen schauen die Sandsteine hervor. Verhalten zwitschern Waldvögel. Oft wird der Weg nicht betreten. Doch finde ich eine leere Limonadenflasche. Es war also doch jemand vor kurzen hier. In Gedanken fülle ich die Flasche mit meiner Urlaubsenergie auf und lasse sie für den nächsten Wanderer liegen.

In dem sanft im Tal gewellten Ort stehen die Häuser mit roten und schwarzen Dächern zwischen Steinmauern. Fichten und Apfelbäume säumen die gemähten Wiesen. Einige sauber gestrichene Garagentore stehen auf und lassen Heimwerkerwerkstätten sehen. Manchmal kräht ein Hahn. In Vorgärten blühen gelb sorgsam eingefasste Blumenkästen. Auf Plastestühlen sitzen ein paar ältere Herren im Plausch vertieft.

Die von Wald umrankten Sandsteine werden ihre Welt wohl nicht durch umfallen zerstören können.

Vor einer großen Hütte sitzen junge Männer mit langen Bärten. Sie haben Bücher in der Hand und diskutieren laut. Auf dem Tisch steht kein Bier, sondern Teegläser. Die Sonne ist fast im Untergehen.

Durch eine halboffene Tür sehe ich Reagenzgläser im Abendlicht.

Das Haus sieht neu gebaut aus. Die alte Bauernhausform verrät aber sein Alter. Mit Fachwerk und gelbem Putz steht es an einem Kastanienbaum. Von fern schreit ein Kind. Auf einem freien Fleck zwischen Wiese und einer Pergola steht ein junger Mann. Mit langsamen kreisenden Arm und Körperbewegungen bewegt er sich harmonisch in der untergehenden Sonne.

 Abends gehe ich in das Gasthaus „Zur Hoffnung“. Die kleinen Tische im Gastraum sind alle mit Gästen besetzt. Verhaltenes Stimmengewirr ist im Raum, der mit Essensgerüchen gefüllt ist. Die Bestecke stehen in Bierkrügen, in den Speisekarten befinden sich auf der Rückseite Wanderhinweise. Ein alter Regulator hängt an der Wand. Die freundliche Kellnerin bringt mein bestelltes Essen. Verschiedene Urlaubsdialekte umschwirren mein Ohr. Meine Zunge wird von der Mahlzeit sehr verwöhnt.

Ich hoffe vergebens, dass ich die Uhr anhalten kann, um diese Würze des Augenblicks  richtig auskosten.

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Liane Fehler: Novemberherz – Novemberheart

Novemberherz erzählst von Liebe Wortgemälde alle Gedanken fliegen auf Deine verstummten Schreie fallen mir vor die Füße Zeit hängt überm Zaun

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   Foto: sonnenstrahlen-k
   http://quarknet.de/himmels-fotos.php

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erzählst von Liebe
Wortgemälde
alle Gedanken
fliegen auf

Deine verstummten
Schreie
fallen mir vor die Füße
Zeit hängt überm Zaun

tanze um den Stein
in dem Du bist
noch hör ich das Lächeln
in Deiner Stimme

suche Wahres
in Tagträumen
schlaflosen Nächten
Sehnsucht mit Dir
den Wind zu überholen

singe an
gegen die Stille
die meinen Mut frisst

entschwunden
in die Novemberfarben
Dein Schatten
mit meiner Hoffnung

11.Mai 2012

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015
(ISBN  978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz.)

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smt: Im Abgrund

Ich trag´ den November im Herzen, plötzlich ist es dunkel und grau. Im Kopf toben Gewitter und Schmerzen, Gefühle sind spröde und rau.

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Ich trag´ den November im Herzen,
plötzlich ist es dunkel und grau.
Im Kopf toben Gewitter und Schmerzen,
Gefühle sind spröde und rau.

Herz unter Glocke hämmert hart und dumpf,
langsam entschwinden Hoffnung und Licht.
Gedanken werden lähmend und stumpf,
dichter Nebel verdeckt die Ufersicht.

Ein Schrei kämpft sich die Kehle hinauf,
die nackte Angst stärkt seinen Drang,
doch Scham und Verzweiflung hemmen den Lauf
und nehmen dem Ruf nach Hilfe den Klang.

Düstere Leere breitet sich um mich aus,
ich steh` einfach regungslos mittendrin
mein Selbst dringt immer weniger hinaus
Bis ich einfach unsichtbar für andere bin.

Und meine Seele, wund, geschunden
verhärtet, wird gegen Glück immun.
Hunger lässt die Verzweiflung sich munden,
der Durst wird gestillt aus dem Tränentaifun.

Den Geist umwunden mit rostigen Ketten
Trübt sich der einst klare Blick nach vorn.
Der letzte Wunsch – mich selbst zu retten,
wann geht auch der mir noch verlor´n?

Vor dem Ende kommt Resignation – und bleibt,
kaum noch Bewegung in unendlich gedehnter Zeit,
nichts ist mehr da, was mich vorwärts treibt,
droh´zu ersticken in innerer Einsamkeit.

Das Leben geht weiter, läuft an mir vorbei.
Menschen auch. Warum hält mich keiner auf?
Heißt mich willkommen, sagt nicht Good-bye,
reicht mir die Hand, baut mich wieder auf.

Ich schaff´s nicht allein, bin mir selbst zu schwer,
stecke fest, brauch´ Hilfe beim ersten Schritt.
Gehst Du zum Licht, komm` ich hinterher
und halbe bald von alleine mit.

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