• Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 von Autoren des Eitel Kunst e.V ab sofort im Buchhandel

    Liebe “Eitlen Künstler” und Freunde der “UnDichter”,

    mir wurde die große Ehre und Freude zuteil, hier in unserem Blog verkünden zu dürfen, dass die eben erschienenen Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 von Autoren des Eitel Kunst e.V ab sofort auch im Handel unter der ISBN 978-3-941394-40-7 / Osiris Druck Lpz. bestellt werden kann.

    Gerhard Jaeger und Annett Goldberg haben mit Sorgfalt und Sachverstand geeignete Texte, Bilder und Zeichnungen für die Herausgabe der Jubiläumsanthologie: “unDichterNebel” 2001 – 2015 ausgewählt.
    Unsere Freude ist groß, dass unser Verein Eitel Kunst, entgegen der Befürchtungen von Bedenkenträgern, nun schon ein Vierteljahrhundert bestehen konnte und …

0

sibyll maschler: Projektionsflächen

Er war nicht sicher vor ihrer Liebe ein Zerrbild im Spiegel bekam Konturen Entsprechung in Farbe Scherben in einer Mauer Flimmern bei gleißender Sonne wandernder Lichtpunkt Splitter und Silberschmelze

by


*
*
Er war nicht sicher
vor ihrer Liebe
ein Zerrbild im Spiegel
bekam Konturen
Entsprechung in Farbe
Scherben in einer Mauer
Flimmern
bei gleißender Sonne
wandernder Lichtpunkt
Splitter und Silberschmelze
warfen ihn zurück
auf sich selbst
Licht und Schatten
blickdicht

0

smt: Lass´ es raus!

Ist es nicht schön, hier draußen im Sturm zu steh´n, der Welt ins wahre, verborgene Gesicht zu seh´n. Du siehst fasziniert, wie die Natur sich duckt, menschgemachter Lärm wird vom Wind verschluckt. Da ist ein Gefühl, gefangen, doch frei zu sein, umfangen, gezogen, nicht einsam, doch allein. Du überlegst kurz: Will ich standhaft bleiben oder kehre ich um und lass mich treiben? Die Wahl zu kämpfen oder nachzugeben,

by

*
*
Ist es nicht schön, hier draußen im Sturm zu steh´n,
der Welt ins wahre, verbogene Gesicht zu seh´n.

Du siehst fasziniert, wie die Natur sich duckt,
menschgemachter Lärm wird vom Wind verschluckt.
Da ist ein Gefühl, gefangen, doch frei zu sein,
umfangen, gezogen, nicht einsam, doch allein.

Du überlegst kurz: Will ich standhaft bleiben
oder kehre ich um und lass mich treiben?
Die Wahl zu kämpfen oder nachzugeben,
die Entscheidung zu streben oder dahinzuleben.

Du hast das Gefühl: JETZT! – könnte ich fliegen,
doch NEIN, gleich werd´ ich am Boden liegen.

Plötzlich verwischt sich der Unterschied
zwischen stürmischer Welt und wogendem Gemüt.
Du fühlst, vom Tosen betäubt und benommen,
ist der Sturm von draußen in Dir angekommen.

Auf einmal: Ein Lichtstrahl am Horizont,
dort, wo in der Ferne die Hoffnung wohnt.
Du denkst: Entscheide jetzt, sonst ist es zu spät,
wird die letzte Gelegenheit vom Wind verweht.

Schon zögert der Sturm, will sich langsam legen,
nicht länger klagend Mensch und Natur bewegen.
Endlich öffnest Du den Mund und heulst mit dem Wind,
schreist, lachst, jubelst, tobst herum wie ein Kind.

Dann ist das Tosen vorbei, der wilde Sturm erstorben.
Mensch! Fast hättest Du Dir den Spaß verdorben!

0

Моя Драма – Mein Drama – Nachdichtung eines Textes von Jochen Hartung – ins Deutsche übertragen von Lars Steger

by


*
Моя Драма

Я в России, был немцем и Ганцем,
А в Германии русский, Иван,
Тут и там, по судъбе иностранцем –
Я не Йохан и я не Иван.
Я не немец, но я и не русский,
Две кулътуры во мне заплелисъ.
Не судачъте на лавке старушки –
Так меня раз уделала жизнъ.
Я живу в постоянном неволе
И душа дотлевает в золе,
Я такой не по собственной доле –
Я по воле Господ на Земле.
Приютила Германияе – мама,
Раздвоила меня пополам.
Вот такая теперъ моя драма
Я не Йохан и я не Иван.

*
*
Mein Drama

In Russland war ich Deutscher und Ganz
Und in Deutschland russischer Iwan
Hier wie dort ist mein Schicksal Ausländer-Sein
Ich bin nicht Johann und bin nicht Iwan
Ich bin nicht deutsch, aber ich, und nicht russisch
Zwei Kulturen habe ich
Schweigend sitzen alte Frauen auf der Bank
So schmückt mich das Leben
Ich lebe immer in Unfreiheit
Und die Seele glüht in der Asche
Doch ich bin nicht die meines Schicksals
Ich bin durch die Sklaverei Herr der Erde
Beherbergt von „Mutter Deutschland“
Zerhackt I C H zu Hälften
Das ist jetzt mein Drama
Ich bin nicht Johann und bin nicht Iwan

0

Aus der Chronik des „Eitel Kunst e.V.

by

**
*
Chronik

*
*
17.06.1990

Der „Eitel Kunst e.V. – eine Sammlung UnDichter“ wird in Königs Wusterhausen gegründet.

1990
Das erste GedankenWasser erscheint (vorerst ohne Namen)

1991
Die „Ichtungen“ und die „Inseln“ 1 und 2 erscheinen als Textsammlungen.

Es wurden Seminare zur Textarbeit angeboten:

Berlin, Semlin 1991

Königs Wusterhausen 1992

Hiddensee und Rynartice/CZ 1993 und 1994

Rynartice/CZ und Rakow 1995

Kromlau 1996, 1997, 1998

Kromlau und Gräbendorf 1999

Gräbendorf 2000, 2002

Kromlau 2003

2002
Die Anthologie „Zwischen den Zeiten“ erscheint im Jahr 2002 mit Texten aus der Zeit von 1990-2000.

18.06.2005
15. Geburtstag des Vereins und der protokollierte Entschluss, weiterzumachen!

Seminar in Dresden 29.-31. August 2008

Nach langer Zeit versammelten wir uns wieder in Dresden. Am ersten Abend am Elbufer mit Schwedenfeuer und Lagerfreuer, bis tief in die Nacht. Am Sonnabend, dem zweiten Tag seminarierten wir an der geöffneten Balkontür. Ein warmer Luftzug und viel Licht drangen ins Zimmer. Am Abend hatten wir auf dem Hof eine Lesung.
Teilnehmer: LF, AG [zeitweise], GJ, SM, FP [zeitweise], AS, FS, LS, OZ,…

eitel-kunst-2008-08-2
Text und Foto: Schrock, Andreas

0

Willkommen

by

*
*
*
*
auf unserem Blog. Alle sind eingeladen sich zu beteiligen und diese Seite mit Leben zu erfüllen. Ihr findet hier Informationen zu unseren Projekten und auch Termine von Lesungen und Seminaren.Einige unserer Autoren haben Texte zur Verfügung gestellt diese findet ihr hier, in unseren Online-Angeboten, weitaus mehr aber, in unserem Heft „Gedankenwasser“.

1 81 82
Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers: