Categotry Archives: Lyrik von Lars Steger

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Lars Steger: Fern – Weh

Fern – Weh die Mauer fiel und wie die Trabbis wurden die Panzer verramscht um Platz zu schaffen für neues Gerät die Einen kamen ins Museum die Anderen an ferne Fronten gegen Freiheitskämpfer oder Terroristen hier wuchsen die Zäune an den Ufern in den Wäldern nur in der Ferne wurden noch Mauern gebaut babylonisch hoch durch heiliges Land wie Wüsten wo man den Stacheldraht einst zuerst zerschnitt zog man nun NATO-Drahtrollen wie lang dauert es hier noch bis wieder tödliche Schüsse fallen wer gibt den Befehl Aug. / 29.9. / 15.10.2015 Die Erstveröffentlichung dieses Textes erfolgte im Flucht-Heft, der Publikation des Eitel Kunst e.V. – außerhalb der Gewa-Reihe das große Sonderheft zum Thema FLUCHT.

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Fern – Weh

die Mauer fiel und wie die Trabbis
wurden die Panzer verramscht
um Platz zu schaffen für neues Gerät

die Einen kamen ins Museum
die Anderen an ferne Fronten
gegen Freiheitskämpfer
oder Terroristen

hier
wuchsen die Zäune
an den Ufern
in den Wäldern

nur in der Ferne
wurden noch Mauern gebaut
babylonisch hoch
durch heiliges Land
wie  Wüsten

wo man den Stacheldraht
einst zuerst zerschnitt
zog man nun NATO-Drahtrollen

wie lang dauert es hier noch
bis wieder tödliche Schüsse fallen
wer gibt den Befehl

Aug. / 29.9. / 15.10.2015

Die Erstveröffentlichung dieses Textes erfolgte im Flucht-Heft, der Publikation des Eitel Kunst e.V. – außerhalb der Gewa-Reihe das große Sonderheft zum Thema FLUCHT.

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Lars Steger – einsam zu spielen

einsam zu spielen oh, glaub mir kein wort mein kind träumen und trauern

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einsam zu spielen
oh, glaub mir kein wort mein kind
träumen und trauern

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Lars Steger: baumschatten wandern

baumschatten wandern wie netze übers wasser im licht des mondes

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baumschatten wandern
wie netze übers wasser
im licht des mondes

 

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Lars Steger – am steg ich und du

am steg ich und du die kranichrufe in der nacht spinnfadenglitzern

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am steg ich und du
die kranichrufe in der nacht
spinnfadenglitzern

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Lars Steger: noch kilometer

noch kilometer nur widerschein auf der see sternenfeuer schwarz

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noch kilometer
nur widerschein auf der see
sternenfeuer schwarz

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Lars Steger: einsam zu spielen

einsam zu spielen oh, glaub mir kein wort mein kind träumen und trauern

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einsam zu spielen
oh, glaub mir kein wort mein kind
träumen und trauern

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Lars Steger: am steg ich und du

am steg ich und du die kranichrufe in der nacht spinnfadenglitzern

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am steg ich und du
die kranichrufe in der nacht
spinnfadenglitzern

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Lars Steger: entenbalznicken

entenbalznicken dies geschnatter geglitzer gründeln hinterm eis

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entenbalznicken
dies geschnatter geglitzer
gründeln hinterm eis

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Lars Steger: noch treiben schollen

noch treiben schollen bäume hängen in bäumen stümpfe treiben aus

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noch treiben schollen
bäume hängen in bäumen
stümpfe treiben aus

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Lars Steger: der fische stille

der fische stille da wo der mond wellen schlägt im wolkenteppich

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der fische stille
da wo der mond wellen schlägt
im wolkenteppich

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Lars Steger: Mein Drama – eine Nachdichtung

Mein Drama In Russland war ich Deutscher und Ganz Und in Deutschland russischer Iwan Hier wie dort ist mein Schicksal Ausländer-Sein Ich bin nicht Johann und bin nicht Iwan Ich bin nicht deutsch, aber ich, und nicht russisch Zwei Kulturen habe ich Schweigend sitzen alte Frauen auf der Bank So schmückt mich das Leben Ich lebe immer in Unfreiheit Und die Seele glüht in der Asche Doch ich bin nicht die meines Schicksals Ich bin durch die Sklaverei Herr der Erde Beherbergt von „Mutter Deutschland“ Zerhackt I C H zu Hälften Das ist jetzt mein Drama Ich bin nicht Johann und bin nicht Iwan "Mein Drama" ist die Nachdichtung eines Textes von Jochen Hartung und wurde von Lars Steger ins Deutsche übertragen.

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Mein Drama

In Russland war ich Deutscher und Ganz
Und in Deutschland russischer Iwan
Hier wie dort ist mein Schicksal Ausländer-Sein
Ich bin nicht Johann und bin nicht Iwan
Ich bin nicht deutsch, aber ich, und nicht russisch
Zwei Kulturen habe ich
Schweigend sitzen alte Frauen auf der Bank
So schmückt mich das Leben
Ich lebe immer in Unfreiheit
Und die Seele glüht in der Asche
Doch ich bin nicht die meines Schicksals
Ich bin durch die Sklaverei Herr der Erde
Beherbergt von „Mutter Deutschland“
Zerhackt I C H zu Hälften
Das ist jetzt mein Drama
Ich bin nicht Johann und bin nicht Iwan

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“Mein Drama” ist die Nachdichtung eines Textes von Jochen Hartung und wurde von Lars Steger ins Deutsche übertragen.

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Lars Steger: krumme wege nachts

krumme wege nachts das ufer lag im nebel heut erst seh ich uns

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krumme wege nachts
das ufer lag im nebel
heut erst seh ich uns

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