Monthly Archives: März 2014

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Chronik März 2014 – Christian Rempel: Ganz wie zu Hause (Betrachtungen zu unserem Frühjahresseminar)

Unser Seminar begann wie immer mit etwas Verspätung. Am Freitag traf als letztes der Hauptakteur Christian Hohberg ein, mit einem ganzen Satz von Instrumenten und mehreren Büchern, in denen er seine Texte aufgezeichnet hat. Fast für jedes Lied greift er zu einer anderen, dafür passenden Gitarre und hat wie ein richtiger Spielmann dann auch noch Flöte und Munti dabei. Nebenher sagt er, dass er schon richtiger Rentner ist, sieht auch nicht jünger aus mit weißem Wallehaar und einer gewissen Zerstreutheit. Wenn das entsprechende Lied und das passende Instrument dann aber erst mal gefunden ist, bringt er es wirklich profes­sionell rüber. Er hat sich schon durch das halbe Land gesungen und alles an ihm ist nah und heimelig. Man kann sich vorstellen, wie er einen Kneipenbesuch kulturell anreichern kann, denn die Bierflasche fehlt auch nicht bei seinem Auftritt. In manchen Liedern lässt er symbolisch den Hut herumgehen, aber das überwiegend aus UnDichtern bestehende Publikum bleibt eisern und übersieht den Wink mit dem Zaunpfahl. Ein neues Gedankenwasser macht auch wieder die Runde. Andreas und Bettina Schrock, wenn auch kein Paar mehr, zeichnen dafür verantwortlich. Manche Texte daraus sind eher zum Hören und so wird fast der ganze Inhalt im Laufe des Seminars noch einmal zu Gehör gebracht. Da steht es freilich schon auf dem Papier und die Passion, alles noch mal zu zerpflücken und Verbesserungsvorschläge zu machen, muss daher ins Leere gehen. Manchmal geht die Interpretation auch weit über das Gedruckte hinaus, wie bei meinem Gedicht »Frühlings Erwachen«, das auf Sächsisch einfach der Brüller ist. Mein Vortrag unter Mitwirkung von Liane über das »Wohl und Wehe von ebooks« rief weniger Kontroversen hervor als erwartet. Ich war zwar selbst ein bisschen verunsichert, als ich am Tag vor dem Vortrag bemerkt hatte, dass wohl alle Informationen über den Lesefort­schritt und was man so hervorhebt, irgendwie gespeichert sind, aber der allgemein im Verein ausgeprägte Verfol­gungswahn brach sich nicht Bahn, weil wohl schlicht kaum ein ebook Leser unter den UnDichtern ist. Apropos Wahn und Bahn. Die Reimerei ist ja immer unterschwelliges Thema bei der Dichterei, aber momentan hat man es mehr mit der Alliteration. So »waberte« es nur so von »wallenden, wüsten Wolken«. Frank, der in Nachtarbeit noch ein überreichliches Mahl für die Teilnehmer bereitet hatte, versuchte dabei alle Rekorde zu schlagen. Aber auch die logischen Kniffe haben es der heimeligen Gesellschaft angetan und es entbrannte die sog. »Löffeldiskussion«, ob es nämlich, wenn man gerade unter anderem »jeden Löffel Suppe« bedichtet hat und anschließend feststellt, dass sie sämtlich schon dem Gestern angehören, morgen noch einen Löffel Suppe geben könnte oder es sich um ein Endzeitgedicht handeln müsste. Von der Autorin selbst wurde die so erdiskutierte philosophische Dimension nur mit schweigendem Staunen bedacht. Man fühlte sich zu Hause im MGH in KW, bis in die Nächte hinein, von denen ich allerdings nichts sagen kann, denn ich gehe wie die meisten Fastrentner mit den Hühnern ins Bett. Christian Rempel im Waltersdorfe 31.3.2014

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Unser Seminar begann wie immer mit etwas Verspätung. Am Freitag traf als letztes der Hauptakteur Christian Hohberg ein, mit einem ganzen Satz von Instrumenten und mehreren Büchern, in denen er seine Texte aufgezeichnet hat. Fast für jedes Lied greift er zu einer anderen, dafür passenden Gitarre und hat wie ein richtiger Spielmann dann auch noch Flöte und Munti dabei. Nebenher sagt er, dass er schon richtiger Rentner ist, sieht auch nicht jünger aus mit weißem Wallehaar und einer gewissen Zerstreutheit. Wenn das entsprechende Lied und das passende Instrument dann aber erst mal gefunden ist, bringt er es wirklich profes­sionell rüber. Er hat sich schon durch das halbe Land gesungen und alles an ihm ist nah und heimelig. Man kann sich vorstellen, wie er einen Kneipenbesuch kulturell anreichern kann, denn die Bierflasche fehlt auch nicht bei seinem Auftritt. In manchen Liedern lässt er symbolisch den Hut herumgehen, aber das überwiegend aus UnDichtern bestehende Publikum bleibt eisern und übersieht den Wink mit dem Zaunpfahl.

Ein neues Gedankenwasser macht auch wieder die Runde. Andreas und Bettina Schrock, wenn auch kein Paar mehr, zeichnen dafür verantwortlich. Manche Texte daraus sind eher zum Hören und so wird fast der ganze Inhalt im Laufe des Seminars noch einmal zu Gehör gebracht. Da steht es freilich schon auf dem Papier und die Passion, alles noch mal zu zerpflücken und Verbesserungsvorschläge zu machen, muss daher ins Leere gehen. Manchmal geht die Interpretation auch weit über das Gedruckte hinaus, wie bei meinem Gedicht »Frühlings Erwachen«, das auf Sächsisch einfach der Brüller ist.

Mein Vortrag unter Mitwirkung von Liane über das »Wohl und Wehe von ebooks« rief weniger Kontroversen hervor als erwartet. Ich war zwar selbst ein bisschen verunsichert, als ich am Tag vor dem Vortrag bemerkt hatte, dass wohl alle Informationen über den Lesefort­schritt und was man so hervorhebt, irgendwie gespeichert sind, aber der allgemein im Verein ausgeprägte Verfol­gungswahn brach sich nicht Bahn, weil wohl schlicht kaum ein ebook Leser unter den UnDichtern ist.

Apropos Wahn und Bahn. Die Reimerei ist ja immer unterschwelliges Thema bei der Dichterei, aber momentan hat man es mehr mit der Alliteration. So »waberte« es nur so von »wallenden, wüsten Wolken«. Frank, der in Nachtarbeit noch ein überreichliches Mahl für die Teilnehmer bereitet hatte, versuchte dabei alle Rekorde zu schlagen.

Aber auch die logischen Kniffe haben es der heimeligen Gesellschaft angetan und es entbrannte die sog. »Löffeldiskussion«, ob es nämlich, wenn man gerade unter anderem »jeden Löffel Suppe« bedichtet hat und anschließend feststellt, dass sie sämtlich schon dem Gestern angehören, morgen noch einen Löffel Suppe geben könnte oder es sich um ein Endzeitgedicht handeln müsste. Von der Autorin selbst wurde die so erdiskutierte philosophische Dimension nur mit schweigendem Staunen bedacht.

Man fühlte sich zu Hause im MGH in KW, bis in die Nächte hinein, von denen ich allerdings nichts sagen kann, denn ich gehe wie die meisten Fastrentner mit den Hühnern ins Bett.

Christian Rempel im Waltersdorfe

31.3.2014

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Andreas Schrock: Ballade des Mannes im Dorfkrug zu Briesen

Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp Warum och, ich mach hier nur Rast Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast Dat Mädchen drüben sitzt so allein Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus Herbst war’s,kühl, auf der Bank Als Elli allein ein Schnäpschen trank Die Bluse so dünn, die Brüste so fest Die Blicke so groß, wie macht man das bloß Den Moment hab ich verpasst Allet jespürt und nischt erfasst Herbst ist wenn große Taten auf mich warten Immer dann bloß warten, warten warten Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen Nächstens mal nüchtern, könnt ja Schüchtern lächeln zu ihr Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n mit dieser janzen Lust Es gibt eine Liedfassung von Gerhard Jaeger die aufgrund dieser Textvorlage von A. Schrock entstanden ist. Dabei wurde der Text nur minimal verändert. Das Lied hat den gleichen Titel wie dieses Gedicht: "Ballade des Mannes".

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Die Mütz’ lass ich uff’m Kopp
Warum och, ich mach hier nur Rast
Dat Bier, dat schmeckt schon längst nicht mehr
Ich weeeß, ich bin ein fremder Gast

Dat Mädchen  drüben sitzt so allein
Wie meine Elli, auf der Bank vor’m Haus
Die ich heimlich jeliebt, der ich allet jemacht
Immer jedacht, wie kommt man aus’m denken raus

Herbst war’s,kühl, auf der Bank
Als Elli allein ein Schnäpschen trank
Die Bluse so dünn, die Brüste so fest
Die Blicke so groß, wie macht man das bloß

Den Moment hab ich verpasst
Allet jespürt und nischt erfasst
Herbst ist wenn große Taten auf mich warten
Immer dann bloß warten, warten warten

Jetzt steht dat bier vor mir, mags nich mehr sehn
Die Plürre,dat Mädchen, man sollte gehen
Nächstens mal nüchtern, könnt ja
Schüchtern lächeln zu ihr

Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
Mit Busen und Brust, mit vdieser janzen Lust
Ins Jesichte schaun, den Blick nich verbau’n
mit dieser janzen Lust

Es gibt eine Liedfassung von Gerhard Jaeger die aufgrund dieser Textvorlage von A. Schrock entstanden ist. Dabei wurde der Text nur minimal verändert.
Das Lied hat den gleichen Titel wie dieses Gedicht: „Ballade des Mannes“.

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▶ Eitel Kunst: Die Audiobox – Experimente – Lieder und Lyrik

Eitel Kunst: Audioprojekte - Lieder und Lyrik eine Audiobox

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… aus unserer Akustikwerkstatt:

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▶ Grüße vom Sommerseminar 2014
von Andreas und Liane 

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

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Für die abschließende technische Bearbeitung und die sphärische Begleitmusik danken wir Gerhard.

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FLUGDRACHEN*

Andreas Schrock: Worte wehen leis

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

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„Worte wehen leis“ – Audio, Text und Foto von Andreas Schrock

▶ Worte wehen leis` (Hier gehts zum Text.)

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▶ Auferstehung klemmt (Audio – Lyrik)

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

Sprecherin und Text: Liane Fehler

Die Miniatur zeigt ein Bild von Gerhard Jaeger mit dem Titel “am Meer”.

▶ Auferstehung klemmt
Das Gedicht wurden veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

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▶ Erwin von der Panke: „Der letzte Traum“

(Dies ist eine alternative Abspielvariante.)

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Texter, Sprecher und Musikant ist Gerhard Jaeger alias Erwin von der Panke.
Auch das Foto ist von ihm.

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Das Foto ist von Gerhard Jaeger.

▶ Oke mit dem Lied: im wunderschönen Monat zwei

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Foto: „Karaoke“  von Gerhard Jaeger

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Lieder eines Lumpen 

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 Text: Wilhelm Busch

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 Foto von Susann Schulz

Osterspaziergang Interpret: Oke alias Dirk Möller

Das ist eine alternative Abspielvariante. Bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

Osterspaziergang Dirk Möller alias Oke

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 Arrangement und Interpretation:Dirk Möller alias Oke

Text: Osterspaziergang von Johann Wolfgang von Goethe

(Hier gehts zum Text.)

*“Segel hoch“ Foto von Gerhard Jaeger alias “Erwin von der Panke

Lied: Meer unser von Christian Hohberg begleitet von Gerhard Jaeger  alias “Erwin von der Panke – Mai 2014

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Meer unser 
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Text & Komposition Christian Hohberg; Begleitung am Keyboard: Gerhard Jaeger

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Foto von Andreas Schrock

 

Einen Sommer lang – Interpret: Oke

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Einen Sommer lang 
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Interpretation und Arrangement:Oke alias Dirk Möller
Text:: Einen Sommer lang von Detlef von Lilienkron

 

Foto von Gerhard Jaeger

  Hexenformel (Lied) Erwin von der Panke

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Hexenformel  Version April 2014
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Foto, akustisches  Arrangement, Gesang und Text: Gerhard Jaeger
musikalischer Interpret M. Bach.

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Foto von Andreas Schrock
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geselliges Lied von Gerhard Jaeger

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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger


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„wenn ich dich berühre“ von Christian Hohberg

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Liane liest Gedichte vom Wundertäter, Schattenengel und dem  gesattelten Frosch (Audio – Lyrik)

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Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde. Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler; Schnirkelschnecken – Fotocollage: Susann Schönherr & Liane Fehler

Liane Fehler: Nacktschnecken am FKK

Liane Fehler: Sattle den Frosch

Liane Fehler: kaltblau

Liane Fehler: Licht und Schatten

Liane Fehler: Schattenengel – Antwort – für smt

Liane Fehler: Der Wundertäter Liebe

Liane Fehler: Mit dem Flügelschuh

Liane liest Gedichte vom Wundertäter, Schattenengel und dem gesattelten Frosch Audio 04

Dies ist eine alternative Abspielvariante in die türkisfarbene Schrift klicken
und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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Liane liest Gedichte: Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken,  Mein, von mir  Audio 18

 

Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde.

Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler: Viva la vida

Liane Fehler: Lyrik

Liane Fehler: Morgen-Gedanken

Liane Fehler: Mein

Liane Fehler: Von mir

 

wohin
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Gesang: D. Möller( Schauspieler)

akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Text: Gerhard Jaeger

Das Gedicht wurde veröffentlicht in der Anthologie unDichternebel: 2001 – 2015.

 

   „Trabbi in Rubenow“ ein Bild von Gerhard Jaeger

Staublied
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akustische Bearbeitung, Komposition, Musik, Text und Gesang: Gerhard Jaeger

Foto von Antje Sadig

feierabend
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Text: Annett Goldberg
akustische Bearbeitung, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger,

feierabend9 alternative Abspielvariante – bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen.
Dann sollte ein Player erscheinen.

Schnirkelschnecken Version 2
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Text:Liane Fehler
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecherin: Liane Fehler

Garagen Kramer
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Text:Theodor Kramer
akustische Bearbeitung Gerhard Jaeger,
Sprecher:  D. Möller( Schauspieler)

eins
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Text, akustische Bearbeitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

schöner scheitern Version 2a
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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger
Text und Sprecherstimme:smt

schöner scheitern
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Akustische Bearbeitung: Gerhard Jaeger Text und Sprecherstimme:smt

Foto von Andreas Schrock

Vielleicht  (Version 1j)

Text: Annett Goldberg

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Monocrom (1) Neuaufnahme
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Text, akustische Begleitung und Sprecher: Gerhard Jaeger

Foto von smt

morgenlicht (5) Neuaufnahme
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Text, Komposition, Musik und Gesang: Gerhard Jaeger
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Babajagalied
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zu einem Projekt und Text von Christian Rempel


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Ballade des Mannes
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Text: Andreas Schrock

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Minuten rieseln (Lied von Gerhard Jaeger)
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler

halbmond-bewoelkt
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Schaffner Mond
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Text: Gerhard Jaeger

Schattenengel Neuaufnahme
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler
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Teller auf den Tisch

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Text: Gerhard Jaeger

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Vielleicht
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Annett Goldberg

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„Viva la Vida“
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Text in Anlehnung an ein Gedicht von Liane Fehler

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Chronik 2014: Der Slider heute ist Maria Goldberg gewidmet.

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Der Slider heute ist Maria Goldberg gewidmet.

Liebe Maria, vielen Dank für Deine Beiträge auf unserem Blog.

Deine Haikus haben viele Kommentatoren gefunden. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg auf Deinem persönlichen und besonders auch auf Deinem künstlerischem Lebensweg.(Aspendos wartet) 🙂

Liane

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In eigener Sache: Kein Internet-Monopol für Konzerne – die Netzneutralität ist in Gefahr

Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V., mich hat gestern ein wichtiger Appell erreicht. Die Netzneutralität ist in Gefahr. Kein Internet-Monopol für Konzerne das ist auch im Interesse unseres Blogs. Bitte informiert Euch! Auf dieser Seite von campact bekommt Ihr die sogenannte 5 Minuten Info. Ich habe den Appell mit meiner Unterschrift unterstützt, damit wir und auch dieser Blog weiter von der Netzneutralität profitieren können. Jede Stimme ist wichtig! Wenn die Freiheit verloren ist, wird es schwer sie wieder zu erlangen. Onlineredaktion Liane Fehler Um diesen Artikel ganz lesen zu können, bitte in die türkisfarbene Überschrift oder auf das Wort "Weiterlesen" klicken und den Artikel öffnen.

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Liebe Eitle Künstler und Freunde des Eitel Kunst e.V.,
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mich hat gestern ein wichtiger Appell erreicht. Die Netzneutralität ist in Gefahr. Kein Internet-Monopol für Konzerne das ist auch im Interesse unseres Blogs. Bitte informiert Euch! Auf dieser Seite von campact bekommt Ihr die sogenannte 5 Minuten Info.

Ich habe den Appell mit meiner Unterschrift unterstützt, damit wir und auch dieser Blog weiter von der Netzneutralität profitieren können.

Jede Stimme ist wichtig! Wenn die Freiheit verloren ist, wird es schwer sie wieder zu erlangen.

Onlineredaktion Liane Fehler

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Liane Fehler: Fragen zum Thema: „ebook“ als Anregung zum Einstieg in die Diskussion bei unserem Frühjahrsseminar

Fragen zum Thema: "ebook" literarische Ich-AGs Self-Publishing-Zeitalter Selbstvermarktung-Profis Platzierung des eigenen Titels am Markt E-Book-Plattformen Diese Schlagworte machten mich neugierig und so möchte ich mich dem Thema annähern. Ein weiterer Auslöser war auch, das ein Buch, von Christian Rempel: “Klarheit & Wahn”: Eine Brandenburgische Odyssee” dessen Entstehung ich in der spannenden Phase mit erleben durfte, nun auch als ebook zu haben ist und angetreten ist auch auf diesem Marktsegment des Literaturbetriebes seinen Platz zu finden und zu erobern. e-book Pro und contra - stellvertretend Meinungen Friedrich Forssman: Warum es Arno Schmidts Texte nicht als E-Book gibt Rückschritt per eBook? Benjamin Stein erörtert diese Frage in seinem Blog turmsegler Papier vs. Bits - Der Unterschied zwischen Fortschritt und Bequemlichkeit von Peter Killert eBooks und Geld Blog turmsegler - Reden wir mal über eBooks und Geld Ein sehr interessanter Artikel für alle, die als Autor erste Schritte ins Geschäftsleben machen wollen. Wissen profund von einem etabliertem Autoren und Verleger erläutert. Mein Fazit: Sehr lesenswert! http://turmsegler.net/20120614/steile-thesen/ Infos zu den Geräten: Alle-Ebook-Reader-im-Test untersucht chip.de E-Books for Free (Video ca. 10 min) E-Book-Reader für 60 bis 130 Euro im Test (Video ca. 4 min) Kindle-Alternative: Ebook-Reader Tolino Shine im PC-WELT-Test (2013) Amazon Kindle Paperwhite 2013 Test Fazit nach 72 Stunden News Besprechung von eBooks News 2. Leipziger Indie-Autor-Preis (März 2014) Indie-Buch-Blog Eine Empfehlung replay-als-ebook Wie sicher ist der Kopierschutz von ebooks? Kopierschutz von Ebooks entfernen [HD] [GERMAN] (Video ca. 7 min) Remove e-Book DRM from Kindle, Nook, and Other e-Readers for Free (Video ca. 4 min) Das sind ein paar Links zum Thema, die ich ganz interessant finde. Natürlich erhebe ich keinen Anspruch darauf das Thema erschöpfend zu behandeln. Wer andere interessante und hilfreiche Informationen teilen möchte, ist hier willkommen. Onlineredaktion Liane Fehler

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Fragen zum Thema: „ebook“

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literarische Ich-AGs

Self-Publishing-Zeitalter

Selbstvermarktung-Profis

Platzierung des eigenen Titels am Markt

E-Book-Plattformen

 

Diese Schlagworte machten mich neugierig und so möchte ich mich dem Thema annähern.
Ein weiterer Auslöser war auch, das ein Buch, von Christian Rempel: “Klarheit & Wahn”: Eine Brandenburgische Odyssee” dessen Entstehung ich in der spannenden Phase mit erleben durfte, nun auch als ebook zu haben ist und angetreten ist auch auf diesem Marktsegment des Literaturbetriebes seinen Platz zu finden und zu erobern.

e-book

Pro und contra – stellvertretend Meinungen

Friedrich Forssman: Warum es Arno Schmidts Texte nicht als E-Book gibt

Rückschritt per eBook?   Benjamin Stein erörtert diese Frage in seinem Blog turmsegler

Papier vs. Bits – Der Unterschied zwischen Fortschritt und Bequemlichkeit von Peter Killert

eBooks und Geld

Blog turmsegler Reden wir mal über eBooks und Geld
Ein sehr interessanter Artikel für alle, die als Autor erste Schritte ins Geschäftsleben machen wollen. Wissen profund von einem etabliertem Autoren und Verleger erläutert. Mein Fazit: Sehr lesenswert!

http://turmsegler.net/20120614/steile-thesen/

Infos zu den Geräten:

Alle-Ebook-Reader-im-Test untersucht chip.de

E-Books for Free (Video ca. 10 min)

E-Book-Reader für 60 bis 130 Euro im Test  (Video ca. 4 min)

Kindle-Alternative: Ebook-Reader Tolino Shine im PC-WELT-Test (2013)

Amazon Kindle Paperwhite 2013 Test Fazit nach 72 Stunden

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2. Leipziger Indie-Autor-Preis (März 2014)

Indie-Buch-Blog

Eine Empfehlung
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Wie sicher ist der Kopierschutz von ebooks?

Kopierschutz von Ebooks entfernen [HD] [GERMAN] (Video ca. 7 min)

Remove e-Book DRM from Kindle, Nook, and Other e-Readers for Free (Video ca. 4 min)

Das sind ein paar Links zum Thema, die ich ganz interessant finde. Natürlich erhebe ich keinen Anspruch darauf das Thema erschöpfend zu behandeln. Wer andere interessante und hilfreiche Informationen teilen möchte, ist hier willkommen.

Onlineredaktion Liane Fehler

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Liane Fehler liest: Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken, Mein, von mir

"Liane liest Gedichte: Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken, Mein, von mir- Audio 18" Um die Aufnahme abzuspielen, bitte in die türkisfarbene Schrift klicken und den Artikel öffnen. Dann sollte ein Player erscheinen.

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▶ Viva la vida, Lyrik, Morgen-Gedanken, Mein, von mir

 

Das ist die Liveaufnahme einer kleinen Lesung, die während unserer Lyrikwerkstatt beim Sommerseminar in Bad Sonnenland (2012) unter freiem Himmel spontan zelebriert wurde.

Folgende Texte sind zu hören (Wer möchte, kann dem entsprechendem Link folgen und mitlesen):

Liane Fehler: Viva la vida 

Viva la vida erschienen in der Anthologie unDichternebel : 2001 – 2015 (neu)

Liane Fehler: Lyrik

Liane Fehler: Morgen-Gedanken

Liane Fehler: Mein

Liane Fehler: Von mir

 Mein besonderer Dank für die technische Unterstützung (Aufnahme) und Umsetzung dieses Projektes gilt Andreas Schrock, Gerhard Jaeger und Susann Schulz. Ihr seid toll & Danke für “Rat und Tat”! Liane

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Andreas Schrock: „200 Jahre fröhlicher Freitod?“ Kleiner Vorgriff auf den 200. Todestag Heinrich von Kleist’s im Jahr 2011

Kleists letzter Brief an seine Schwägerin Marie von Kleist, Stimmings Krug bei Potsdam, 21. November 1811: „Meine liebste Marie, wenn Du wüßtest, wie der Tod und die Liebe sich abwechseln, um diese letzten Augenblick meines Lebens mit Blumen, himmlischen und irdischen, zu bekränzen, gewiß Du würdest mich gern sterben lassen. Ach, ich versichre Dich, ich bin ganz selig. Morgens und abends knie ich nieder, was ich nie gekonnt habe, und bete zu Gott; ich kann ihm mein Leben, das allerqualvollste, das je ein Mensch geführt hat, jetzo danken, weil er es mir durch den herrlichsten und wollüstigsten Tode vergütigt … Ach, ich versichre Dich, ich habe Dich so lieb, Du bist mir so überaus teuer und wert, daß ich kaum sagen kann, ich liebe diese liebe vergötterte Freundin mehr als Dich (Anm.: Henriette Vogel, 31 Jahre alt und unheilbar an Gebärmutterkrebs erkrankt[1]). Der Entschluß, der in ihrer Seele aufging, mit mir zu sterben, zog mich, ich kann Dir nicht sagen, mit welcher unaussprechlichen und unwiderstehlichen Gewalt, an ihre Brust; erinnerst Du Dich wohl, daß ich Dich mehrmals gefragt habe, ob Du mit mir sterben willst? – Aber Du sagtest immer nein - … Ach, meine teure Freundin, möchte Dich Gott bald abrufen in jene bessere Welt, wo wir uns alle, mit der Liebe der Engel, einander werden ans Herz drücken können. – Adieu“ Erstmals stoße ich 2007 auf den Namen Heinrich von Kleist (1777-1811). Über eine Buchspende erhalte ich H. von Kleists sämtliche Werke, vierter Band, Stuttgart, ohne Jahr und in Frakturschrift. Ich nehme das Buch in den einige Kilometer entfernten Garten und beginne dort mangels anderer verfügbarer Literatur zu lesen. Die Anektdoten gefallen mir auf Anhieb, weil ich das Gefühl habe, sie zu verstehen. Es klingt vielleicht kindisch, albern, überholt, doch die Werke der Klassiker ringen mir immer noch einen Respekt ab, der zu einer gewissen Distanz führt. Doch Kleists Anekdoten aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges sind irgendwie anders: kurz und knapp, auf den Punkt gebracht eben, ohne sichtbare Wertung, oder, um es in einem modernen Slogan auszudrücken: sie enthalten Fakten, Fakten, Fakten. Das ist Journalismus in der ursprünglichsten Form. Egon Erwin Kisch hätte es nicht anders gemacht. Das ist mir sympathisch, heute noch, weil ich das Gefühl habe, relativ dicht an den Quellen zu sein. Vor aller literarischen Arbeit steht ja das Beobachten, das Registrieren, die Sensibilität für innere und äußere Ereignisse. Ich weiß noch nichts von Kleistens Freitod, nichts davon, dass er sich in den Mund schoss, ich sehe nur seine Anekdoten aus dem Siebenjährigen Krieg. Zugegeben, Kleist war nicht in diesem Krieg gewesen, ich schaue im Lexikon nach, er ist also 14 Jahre nach Ende des Krieges geboren. Das heißt aber auch, dass ...

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Kleists letzter Brief an seine Schwägerin Marie von Kleist, Stimmings Krug bei Potsdam, 21. November 1811:

 

„Meine liebste Marie, wenn Du wüßtest, wie der Tod und die Liebe sich abwechseln, um diese letzten Augenblick meines Lebens mit Blumen, himmlischen und irdischen, zu bekränzen, gewiß Du würdest mich gern sterben lassen. Ach, ich versichre Dich, ich bin ganz selig. Morgens und abends knie ich nieder, was ich nie gekonnt habe, und bete zu Gott; ich kann ihm mein Leben, das allerqualvollste, das je ein Mensch geführt hat, jetzo danken, weil er es mir durch den herrlichsten und wollüstigsten Tode vergütigt … Ach, ich versichre Dich, ich habe Dich so lieb, Du bist mir so überaus teuer und wert, daß ich kaum sagen kann, ich liebe diese liebe vergötterte Freundin mehr als Dich (Anm.: Henriette Vogel, 31 Jahre alt und unheilbar an Gebärmutterkrebs erkrankt[1]).  Der Entschluß, der in ihrer Seele aufging, mit mir zu sterben, zog mich, ich kann Dir nicht sagen, mit welcher unaussprechlichen und unwiderstehlichen Gewalt, an ihre Brust; erinnerst Du Dich wohl, daß ich Dich mehrmals gefragt habe, ob Du mit mir sterben willst? – Aber Du sagtest immer nein – … Ach, meine teure Freundin, möchte Dich Gott bald abrufen in jene bessere Welt, wo wir uns alle, mit der Liebe der Engel, einander werden ans Herz drücken können. – Adieu“

 

 

Erstmals stoße ich 2007 auf den Namen Heinrich von Kleist (1777-1811). Über eine Buchspende erhalte ich H. von Kleists sämtliche Werke, vierter Band, Stuttgart, ohne Jahr und in Frakturschrift. Ich nehme das Buch in den einige Kilometer entfernten Garten und beginne dort mangels anderer verfügbarer Literatur zu lesen. Die Anektdoten gefallen mir auf Anhieb, weil ich das Gefühl habe, sie zu verstehen. Es klingt vielleicht kindisch, albern, überholt, doch die Werke der Klassiker ringen mir immer noch einen Respekt ab, der zu einer gewissen Distanz führt.  Doch Kleists Anekdoten aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges sind irgendwie anders: kurz und knapp, auf den Punkt gebracht eben, ohne sichtbare Wertung, oder, um es in einem modernen Slogan auszudrücken: sie enthalten Fakten, Fakten, Fakten. Das ist Journalismus in der ursprünglichsten Form. Egon Erwin Kisch hätte es nicht anders gemacht. Das ist mir sympathisch, heute noch, weil ich das Gefühl habe, relativ dicht an den Quellen zu sein. Vor aller literarischen Arbeit steht ja das Beobachten, das Registrieren, die Sensibilität für innere und äußere Ereignisse. Ich weiß noch nichts von Kleistens Freitod, nichts davon, dass er sich in den Mund schoss, ich sehe nur seine Anekdoten aus dem Siebenjährigen Krieg.

 

Zugegeben, Kleist war nicht in diesem Krieg gewesen, ich schaue im Lexikon nach, er ist also 14 Jahre nach Ende des Krieges geboren. Das heißt aber auch, dass Kleistens Elterngeneration in den Krieg involviert war, heißt also, er hat Zeitzeugen getroffen, ihre Erlebnisse notiert und verdichtet. Kleist wollte, so scheint es mir beim Lesen der Anekdoten, wohl selbst so dicht wie möglich an die Ereignisse heran. Alle Wertung, die man bei Zeitzeugen oder ihren Scriptoren zuweilen trifft, die nachträgliche Einordnung des Geschehens in den Rückblick also, finde ich in den Kleist’schen Anekdoten eher selten. Kleist hat extrahiert, er hat sich an die Zeit gehalten und alles Schwankende der Zeugen fortgelassen.

 

 

Aus den Vernehmungsprotokollen des Hoffiskals Felgentreu, Richter zu Heinersdorf, Stimmings Krug bei Potsdam, 22. November 1811

 

Gastwirt Johann Friedrich Stimming: „Es kamen am Mittwoch, den 20. nachmittags zwischen 2 u. 3 Uhr zwei mir unbekannte Personen, ein Herr und eine Dame, mit einem Lohnkutscher von Berlin gefahren und stiegen in meinem Gasthofe ab. Auf ihr Verlangen mußten ihnen zwei Zimmer im obern Stockwerk des Hauses eingerichtet werden. Sie bestellten Kaffee, erhielten solchen und gingen beide, nachdem sie ihn verzehrt, gemeinschaftlich aus, anscheinend spazieren….(Anm.: weiter mit dem 21. um 3 Uhr nachmittags) Sie gingen hiernächst abermals fort und hinterließen, daß ihnen der Kaffee nachgebracht werden sollte. Meine Ehefrau wunderte sich hierüber, daß die Herrschaften an einem kalten Wintertage den Kaffee im Freien verzehren wollten, wir hatten indes nichts Arges und schickten die Ehefrau des Tageslöhners Riebisch hinter ihnen her, indem wir sie noch vom Hause aus am See sehen konnten, wo beide herumsprangen und Steine in das Wasser warfen.“

 

 

In der Stadtbibliothek Rheinsberg fällt mir 2008 erneut ein Kleist’sches Buch in die Hände: Heinrich von Kleist – ein Lesebuch für unsere Zeit. Ich glaube, es war aus den 50er Jahren, das Papier fühlte sich so anders an als etwa in Büchern der 80er Jahre. Gleichwohl ist das erwähnte Buch wieder und wieder verlegt worden. Ich finde es heute in der Stadtbibliothek Dresden wieder, in der 10. Auflage von 1986. In Rheinsberg lese ich Michael Kohlhaas (aber das ist eine Geschichte für sich) und ich lese in einem weiteren Büchlein (dessen Titel ich nicht notiert habe) über die Umstände seines Todes am kleinen Wannsee. Hier lese ich auch von der Grabstätte, die man heute noch besuchen kann.  Ich bin erstaunt, wie fröhlich und sorglos man mit 34 Jahren in den Tod gehen kann. Ich verstehe es nicht, wer sitzt vor seinem Tode im Campingstuhl, lässt sich noch ein Tässchen Kaffee kommen, lacht und scherzt, atmet Wind, hört Wellen schlagen, sieht den Kreisen zu, den die ins Wasser geworfenen Steine erzeugen und lässt den Blick in die Weite schweifen? Und haut dann ab aus diesem Leben?! Trotzdem komme ich nicht weg von dieser Geschichte, ich weiß nicht, warum.

 

 

Tagelöhner Johann Friedrich Riebisch: „So habe ich die beiden Fremden, welche sich am 21. November hier erschossen, gleich nach ihrer Ankunft hierselbst gesehen. Hiernächst habe ich weiter von ihnen nichts gehört, als am 21. November nachmittags in der 4. Stunde, wo sie mir auf der Chaussee begegneten. Ich kam eben mit einer Karre Mist und ruhte mich aus, als der fremde Herr und die Dame mir ebendaselbst entgegenkamen. Der erste forderte mich auf, die Karre aus dem Wege zu ziehen, damit die Dame passieren könnte, und versprach und gab mir dafür 1 Groschen. Ich hatte kaum die Brücke passiert, als meine Ehefrau kam und sagte: „Stelle dir doch die Tollheit vor, die beiden Menschen wollen dort oben Kaffee trinken!“. Sie trug nämlich den Kaffe bei sich. Kurze Zeit darauf rief mich meine Frau und forderte mich auf, ihr Tische und Stühle nach dem See tragen zu helfen, welche die beiden Fremden verlangt hätten. Auf den am Wannsee befindlichen Hügel fanden wir beide Fremde stehend. Sie hatten den Kaffee schon bis auf eine Tasse ausgetrunken, welche die Mannsperson sich soeben in meiner Gegenwart einschenkte und einen in einer Flasche befindlichen Rest Rum hinzugoß… Indem wir uns entfernten und nach Hause gingen, sahen wir beide Fremden Hand in Hand den Berg hinunter nach dem See zu springen, schäkernd und sich jagend, als wenn sie Zeck spielten. Sie nannten sich beständig Kindchen, liebes Kindchen und waren außerordentlich vergnügt.“

 

 

Ich will nichts von Kleist wissen, aber 2009 taucht der Name wieder auf. Ich lese Texte und Zeichen: Deutsche Literaturgeschichte, erschienen bei Cornelsen in Berlin 1995. Ein Schulbuch für den Deutschunterricht, das mir Lars geliehen hat. Ein tolles Buch, gut verständlich, ein gutes Schulbuch mit Grundlagenwissen eben. Die Chronologie beginnt bei den alten Germanen an und endet 1990, mit dem Ende der DDR-Literatur. Irgendwann, mittendrin sozusagen, nach Schiller und Goethe, kommt das Kapitel: Außenseiter: Jean Paul, Hölderlin, Kleist. Da ist er also wieder und mir fällt ein, dass mir in den Weiten der Bücherregale in meiner Wohnung unlängst ein hierzu passendes Buch von Stefan Zweig in die Hände gefallen ist: Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin, Kleist, Nietzsche, erschienen 1988 bei Kiepenheuer in Leipzig. Ich lese erneut über die Umstände seines Freitodes, diesmal in der Zweig’schen Analyse von 1925  und finde Erklärungen: „…seine Tragik ist nicht, daß er wie die meisten Menschen von dem einen zuviel und von dem andern zuwenig hatte, sondern er hatte von beidem zuviel: zuviel Geist bei zuviel Blut, zuviel Sittlichkeit bei zuviel Leidenschaft, zuviel Zucht bei zuviel Zügellosigkeit.“ Zweig beschreibt diesen Widerspruch an vielen einzelnen Beispielen im Leben Kleists. Er findet immer neue Bilder, um dasselbe Problem zu beschreiben, rund 60 Seiten lang. Zum Schluss schildert er den Freitod Kleistens so fröhlich und ausgelassen, mit so bunten Bildern, dass ich eine Art kontemplative Lust verspüre, dem nachzufolgen.

 

Dabei hat sich Stefan Zweig selbst das Leben genommen, 17 Jahre später, 1942, im sicheren Exil, zusammen mit seiner stark depressiven (zweiten) Frau. Zweig, lese ich im Lexikon, nahm Veronal, ein Schlafmittel, dass seit 1903 auf dem Markt war und auch als Suizidmittel galt. Zweigs Selbstmord hatte damals Unverständnis ausgelöst, da es ihm im in seiner Wahlheimat Brasilien an nichts mangelte. Ist er, so frage ich mich, seinem eigenen literarischen Werk erlegen? Aber er hat doch auch mit leiser, feiner  Kritik an Kleistens Freitod nicht gespart! Er ist in die Gründe und Abgründe des Dichters hinabgestiegen, er hat sie durchwandert und ist tatsächlich am anderen Ende wieder aufgetaucht, als gefeierter Schriftsteller! Zweig hat den Freitod Kleistens haarscharf analysiert, er hat alles gewusst. Hat er es, wenn man so will, wider besseren Wissens selbst getan?

 

 

Ehefrau des Tagelöhners Riebisch: „Ich ging nun zurück (Anm.: nachdem sie wegen eines verlangten Bleistiftes noch einmal bei Heinrich von Kleist und Henriette Vogel gewesen war) und hatte eben wieder die Chaussee betreten, als ich einen Schuß fallen hörte. Ich glaubte, daß die Fremden vielleicht mit einem Schießgewehr, so ich indes vorher gar nicht bemerkt, Scherz treiben, und ging daher, ohne mich umzusehen, meines Weges. Nachdem ich ungefähr 50 Schritt gegangen war, hörte ich einen zweiten Schuß, wobei ich mir jedoch ebensowenig etwas Böses dachte. Als ich die Tasse hier im Gasthofe gereinigt hatte, ging ich zurück und wollte eben den kleinen Hügel hinaufgehen, als ich die Dame auf demselben leichenblaß, auf dem Rücken liegend, erblickte. Auf das heftigste erschreckt, rannte ich sogleich, ohne hinaufzugehen oder weiter hinzublicken, nach meinem Hause, sagte nun, was ich gesehen und erzählte den Vorfall meinem Ehemann.“

 

 

Stefan Zweig und Heinrich von Kleist stehen mit ihrem Freitod nicht allein. Ich lege eine Liste mit Namen an, einen Notizzettel. In der Kantine des Hauses, in dem ich arbeite, treffe ich einen Kollegen der Kulturredaktion. Der Kollege hilft bereitwillig, mit ernsten, tiefhängenden Augen. Der Notizzettel füllt sich. Wladimir Majakowski (erschoss sich), Kurt Tucholsky (nahm im schwedischen Exil eine Überdosis Schlaftabletten), Jochen Klepper mit Familie (Gas, nicht in Auschwitz, sondern in seiner Wohnung in Berlin), Ernst Toller (nahm in seinem New Yorker Exil den Strick), Klaus Mann (Schlaftabletten), Georg Trakl (Kokain). Im Nachgang erst fällt mir unser Zirkelleiter Heinz Vieweg ein, über den zu reden, eigentlich an der Zeit wäre.

 

Hermann Hesse, sagt mir der Kollege, sei auch ein Kandidat gewesen. Er habe in seiner Jugend einen Selbstmordversuch unternommen, sei dann aber uralt geworden. Über den Tod von Ingeborg Bachmann sind wir uns nicht einig. Mein Kollege meint, sie sei mit Steinen in der Tasche ins Wasser gegangen. Mir dagegen ist, als sei sie 1974 in ihrem Bett verbrannt. Wir können die Frage in der Kantine nicht klären. Inzwischen wird der Kaffee kalt und schmeckt nicht mehr. Im Hinausgehen wirft mir der Kollege noch einen Namen zu, der mir dann aber entfallen ist. Ja, sagt der Kollege, der Mann habe zwar nur „gesoffen“, aber eigentlich habe er sich „dotgesoffen“. Den solle ich ruhig mit auf die Liste nehmen.

 

Bin ich unhöflich? Ist die Betrachtung makaber, ungebührlich? Störung der Totenruhe?

 

Was ist Tragik? Der tragische Konflikt, so jedenfalls mein reaktiviertes Schulwissen,

besteht in einer Entscheidungssituation, die in jedem Falle zu Ungunsten des Helden ausgeht. So bei Wilhelm Tell von Friedrich Schiller: Tell wird vom Landvogt gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schießen. Tut er es, winkt ihnen beiden die Freiheit. Tut er es nicht, so die Ankündigung, werden beide mit dem Tode bestraft. Also: schießt Tell nicht, stirbt sein Sohn. Schießt er, so stirbt sein möglicherweise Sohn auch. Selbst wenn sein Sohn überlebt, nimmt er dessen Tod billigend in Kauf. Tell tötet innerlich, indem er anlegt. Der Sohn stirbt innerlich in diesem Moment.

 

Was auch immer Wilhelm Tell tut, er macht sich schuldig.  Wie auch immer er sich entscheidet, er entscheidet sich falsch. Das Scheitern des Helden ist vorprogrammiert. Er hat keine Freiheit der Entscheidung. Das ist Tragik.

 

Tragik macht einen Konflikt groß und gewaltig. Im Wind weht dann nicht selten der Mantel der Geschichte. Tragik vermittelt Bedeutung und wer nur beharrlich genug  den Ursachen für das tragische Scheitern eines Helden nachforscht, wird mit einem tiefen, inneren Verständnis für die schwierige, ausweglose Situation belohnt.

 

Nur unser Held wird damit nicht gerettet.  In der Schule, schon in der 11. oder 12. Klasse gab es in einer Pause eine, aus meiner heutigen Sicht unsinnige Frage: Wenn dein Freund aus dem Fenster in den Tod springen will, lässt du ihm die Freiheit der Entscheidung? Oder hältst du ihn gegen seinen Willen fest?  Natürlich hätte ich festhalten wollen. Aber so einfach war es nicht, da die Frage gleich in einem zweifachen Kontext stand: Zum einen gab es zu der Zeit, Anfang der 80er Jahre, in meinem Freundeskreis eine unterschwellige Diskussion, die ich heute mit „Freiheit im Sozialismus“ umschreiben würde, auch wenn diese Wort selbst nicht auftauchten. Unsere grundsätzliche Haltung hatte zur Folge, dass Toleranz und Freiheit eine große Bedeutung hatten und einen Wert an sich darstellten. Wer den Freund also zurückhalten wollte, verstieß schon mal gegen das Freiheitsgebot. Zum anderen wurde mir die Frage von meiner Liebe gestellt, wenn ich mich recht erinnere. Nicht die Frage also gab den Ausschlag für die rechte Antwort, sondern das Mädchen, das die Frage stellte. Ich mochte diese Augen, ich mochte den Mund, Beziehungsebene ging vor Sachebene.

 

 

Tagelöhner Riebisch: „Ich kam zuerst auf den Berg und sah die beiden Fremden in der dort befindlichen Grube sitzen, die Dame hintenüber, auf dem Rücken liegen, die Mannsperson aber mit dem Unterkörper etwas eingesunken. Seine Hände lagen auf seinen Knien, und ein kleines Pistol zu seinen Füßen in der Grube. Ein großes Pistol lag auf dem Rand der Grube, zu seiner linken Hand und ein drittes kleines Pistol auf dem Tisch ungefähr

8 Schritt von den Leichnamen…. Ich richtete die Mannsperson auf, damit dieselbe in dieser Stellung nicht steif werden und dadurch die Grablegung erschweren mögte [sic], durchsuchte in Gegenwart der Madame Stimming und auf deren Befehl dessen Taschen und fand nichts als einen Schlüssel und Drücker, welche ich Madame Stimming aushändigte.“

 

 

Im vergangenen Herbst durfte ich erstmals mithelfen, einen Jugendgottesdienst zu organisieren. Es ging um das Thema „Leben und Tod“, es war kurz vor dem Totensonntag. Am Telefon hatte ich einen Friedhofsleiter gewonnen, der im Gottesdienst aus seinem Alltag berichten sollte. Es war abends, ich stand im Licht einer Straßenlaterne vor unserer Kirche und wartete auf den Mann. Er kam pünktlich fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Er hatte kurz vorher noch eine Zigarette geraucht, ich roch es ganz deutlich. Er war müde. Er war halb sechs in der Frühe aufgestanden, weil er zum Blumengroßmarkt musste. Während wir uns begrüßten, zog er verstohlen einen Kaugummi aus der Tasche. Es wollte offensichtlich den kalten Rauch in den Griff bekommen.

 

Nach dem Gespräch auf der Bühne fiel es mir wie Schuppen von den Augen: für den Friedhofsleiter geht es auf dem Friedhof eigentlich nicht um den Tod, sondern um das Leben! Bäume und Sträucher auf dem Friedhof sind Natur und oft genug Nistplatz für Vögel. Grabsteine sind lebendige Geschichte, der Friedhofsleiter ist Gesprächspartner für Trauernde. Und die schönsten Blumen im Blumengroßmarkt gibt es früh ums sechs. Ohne Blumen geht auf dem Friedhof gar nichts.

 

Wer tot ist, ist tot. Für die Lebenden dagegen geht es um das Leben, immer. Selbst auf dem Totenbett kann man sein Leben noch bereinigen, wohlgemerkt, das Leben! Man mag das anzweifeln, vielleicht nehme ich den Mund auch zu voll, aber wer wäre autorisierter für diese Feststellung als ein Friedhofsleiter?

 

Wenn der Friedhofsleiter mit seiner Frau einkaufen geht, gibt es immer wieder Irritationen. Seine Frau fragt ihn, wer all die Menschen sind, die ihn zwischen den Regalen grüßen. Sie kennen ihn vom Friedhof her. So wird der Tod ins Leben gewendet, in der Kaufhalle von nebenan.

 

 

Gastwirt Stimming: „Weil meine Geschäfte es nicht erlaubten, mich vom Hause zu entfernen, so ging erst meine Ehefrau nebst Dienstmädchen und nach ihrer Zurückkunft ich selbst hinüber… Ich stellte sogleich zwei Wächter dabei, welche Achtung gegeben, daß niemand die Leichen berührt hat und machte eine Anzeige an das Polizei-Directorium in Potsdam… Bei geschehener Nachsuchung auf den Zimmern fand ich nichts, als auf dem Zimmer der Dame ein kleines, hölzernes Kästchen, ungefähr eines Fußes lang und in dem Zimmer des Herrn ein kleines Felleisen, beide versiegelt. Diese Sachen sowie die beiden vorgefundenen Pistolen habe ich den um

7 Uhr abends hier eingetroffenen Herren Rendanten Vogel und Kriegsrat Peuilhen, wovon der erstere sich für den Ehegemahl der entleibten Dame ausgab, aushändigte. Weiter ist mir aus eigener Wissenschaft nichts bekannt.“

 

 

Natürlich gibt es Depression und Todessehnsucht. Ich habe keine Neigung zur Depression, glaube ich, auch wenn mir die dunklen Seiten des Lebens nicht unbekannt sind. Und die Frage, ob es dann nicht eine Anmaßung ist, sich zum Thema „Leben und Tod“ äußern zu wollen, ist durchaus berechtigt. Nur muss sie erst einmal gestellt werden. Das nämlich wäre der fruchtbare Anfang eines Gesprächs.

 

Ich sehe Heinrich von Kleist und Henriette Vogel vor mir, wie sie Fange spielend, dem See zurennen. Vielleicht kann man das Bild, die Interpretation Stefan Zweigs bedenkend, auch so deuten: Kleist fühlt sich erlöst von den Widersprüchen, die ihn zerreißen. Erlöst! Verräterische Sprache, welch wunderbare Wege gäbe es, ginge man von diesem Wort aus! Erlöst von was? Erlöst wohin?

 

Nehmen wir probehalber einmal an, Kleist sei in diesem Augenblick tatsächlich erlöst gewesen von seinen Widersprüchen, vom Dämon im Kopf. Dann müsste man sagen: Kleist hätte leben können, hätte er diesen Augenblick festgehalten. Jeder moderne Psychoterapeuth würde in diese Lücke springen und sagen: Stopp, wir reflektieren die Situation!  Der Augenblick am kleinen Wannsee war Leben, nicht Tod.

 

 

Ehefrau des Gastwirts Stimming: „Ich habe so wenig als irgendeiner meiner Leute geahndet, daß die beiden Personen einen bösen Vorsatz hätten. Sie schienen mir vielmehr beständig froh und guter Laune und nichts weniger als den Vorsatz zu haben, sich zu töten. An spirituösen Getränken haben beide zwei oder drei Bouteillen Wein, die sie sich mitgebracht, imgleichen ein kleines Fläschchen Rum genossen, überdies aber noch bei uns für 8 Groschen Rum gekauft und genossen.“

 

 

Mein Vater hat Krebs. Als die Diagnose raus war, Ende 2007, gab er alle Ämter ab und begann,  sein Leben komplett neu zu ordnen. Er arbeitete für die PDS in der Gemeindevertretung und wollte sich künftig der Öffentlichkeitsarbeit der Partei im Heimatort widmen. Und hatte noch einiges mehr vor. Alle Pläne für das Alter – hinfällig. Ein halbes Jahr später traf sich unsere Familie in Weimar, meine Mutter hatte dort nach dem Krieg gelebt. Mein Vater und ich schlendern durch eine belebte Fußgängerzone und ich frage ihn, wie es ihm jetzt gehe. Ja, sagt mein Vater, ihm sei leichter ums Herz. Er fühle sich für vieles nicht mehr verantwortlich, eine Last falle von ihm ab.

 

Sicherlich ist diese Aussage nur eine Momentaufnahme, Krebs verändert alles. Aber jetzt haben sich meine Eltern eine Sitzgarnitur gekauft, zwei Sessel und ein Sofa. Das alte Sofa, die alten Sessel flogen raus. – So ist das mit der Tragik, der eine erschießt sich, der andere kauft sich ein Sofa.

 

Wie geht die Geschichte weiter?

 

(2009)

 

Nachbemerkung: Der Brief Kleistens und die Zitate aus den Vernehmungsprokollen stammen aus: Kleist: Ein Lebensbild in Briefen und zeitgenössischen Berichten, vorgestellt von Klaus Günzel, Verlag der Nation, Berlin 1984.



[1] Quelle: Wikipedia

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Chronik – März 2014 – Veranstaltungshinweis: Liederwerkstatt, ebooks und Texte – Schwerpunktthemen im Frühjahrsseminar des Eitel Kunst e.V.

Die Undichter laden wieder einmal zu einem ihrer Seminare ein, die regelmäßig halbjährlich stattfinden. Es geht mit nur geringfügigen Unterbrechungen des notwendigsten Nachtschlafs von Freitag, dem 28.3. um 19 Uhr bis Sonntag, den 30.03. um 14 Uhr. Tagungsort ist wieder das Mehrgenerationenhaus am Fontaneplatz in Königs Wusterhausen. Die erste Veranstaltung bestreitet am Freitag, den 28.3., um 19 Uhr Christian Friedrich Hohberg, Liedermacher und Spielmann.Er singt und spricht Texte aus seinem Programm: “Vormittagsjazz“. Dazu begleitet er sich auf Klampfe & Zister. Es werden im weiteren Verlauf Texte vorgetragen und diskutiert. Am Sonnabend gibt es einen Vortrag über das Wohl und Wehe von ebooks. Aber auch wer gern eigene Texte vorstellt und ein Feedback haben möchte, ist in der UnDichterrunde herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Kontakt: www.eitelkunst.de

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Die Undichter laden wieder einmal zu einem ihrer Seminare ein, die regelmäßig halbjährlich stattfinden. Es geht mit nur geringfügigen Unterbrechungen des notwendigsten Nachtschlafs von Freitag, dem 28.3. um 19 Uhr bis Sonntag, den 30.03. um 14 Uhr. Tagungsort ist wieder das Mehrgenerationenhaus am Fontaneplatz in Königs Wusterhausen.

Die erste Veranstaltung bestreitet am Freitag, den 28.3., um 19 Uhr Christian Friedrich Hohberg, Liedermacher und Spielmann.Er singt und spricht Texte aus seinem Programm: “Vormittagsjazz“. Dazu begleitet er sich auf Klampfe & Zister.

Es werden im weiteren Verlauf Texte vorgetragen und diskutiert. Am Sonnabend gibt es einen Vortrag über das Wohl und Wehe von ebooks. Aber auch wer gern eigene Texte vorstellt und ein Feedback haben möchte, ist in der UnDichterrunde herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Kontakt: www.eitelkunst.de

gez.: Christian Rempel

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Christian Rempel: Frühlings Erwachen – Foto: Pfirsichbaum von Susann Schulz

Erhebe Dich, Du müder Erdengeist und sage mir, was Du zu sagen weißt. Red' mir von Blümchen und vom Holden von des Holunders weißen Dolden. Und red' auch von Dir selbst, wie Du geschäftig waltest jedes Jahr, mich stets vor neue Rätsel stellst, mich hinführst, wo ich niemals war. Auch von der lieben Liebe schweige nicht, dann will an Dich ich diese gleichfalls wenden. Auf dass der Damm des großen Schweigens bricht und sich was regt in totgeglaubten Lenden. Die Bäche füll' mit Wassern von Gedanken, erwach aus Winters Agonie, bring Linderung dem leider Kranken, dem ein graus Schicksal nicht verzieh. Du nennst Dich Auferstehung, ich sag Geist zu Dir. C.R. 28.1.2014

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Das Foto:”Pfirsichbaumblüte” ist von Susann Schulz.

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Foto: Pfirsichbaumblüte von Susann Schulz

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Erhebe Dich, Du müder Erdengeist
und sage mir, was Du zu sagen weißt.
Red‘ mir von Blümchen und vom Holden
von des Holunders weißen Dolden.

Und red‘ auch von Dir selbst,
wie Du geschäftig waltest jedes Jahr,
mich stets vor neue Rätsel stellst,
mich hinführst, wo ich niemals war.

Auch von der lieben Liebe schweige nicht,
dann will an Dich ich diese gleichfalls wenden.
Auf dass der Damm des großen Schweigens bricht
und sich was regt in totgeglaubten Lenden.

Die Bäche füll‘ mit Wassern von Gedanken,
erwach aus Winters Agonie,
bring Linderung dem leider Kranken,
dem ein graus Schicksal nicht verzieh.

Du nennst Dich Auferstehung,
ich sag Geist zu Dir.

C.R. 28.1.2014

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Gerhard Jaeger (Lyrik und Foto): „Immer wieder“

. . . . . . . . . Immer wieder heimlich helle Worte immer wieder Ängste im sonnigen Schweigen immer wieder Räume leuchtend vor Verlassenheit immer wieder Hände voll Verlorenheit immer wieder blaues Wundern giftig grünes Hoffen immer wieder Verlangen Feuer, Feuer immer wieder die rote Spur

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Immer wieder

heimlich helle Worte
immer wieder Ängste
im sonnigen Schweigen
immer wieder Räume
leuchtend vor Verlassenheit
immer wieder Hände
voll Verlorenheit
immer wieder blaues Wundern
giftig grünes Hoffen
immer wieder Verlangen

Feuer, Feuer
immer wieder die rote Spur

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Chronik März 2014 – “Eitel Kunst” gratuliert der Gruppe „Nostalgie“ zum Jubiläum

Die Veranstaltung am Sonnabend dem 22. März 2014 in Königs Wusterhausen war erfreulicherweise sehr gut besucht. Ein voller Saal. Lieder und Lyrik bereiteten den Gästen offensichtlich Freude. So, dass es in einem stimmungsvollen Miteinander zwischen den Akteuren und dem Publikum gipfelte. Es wurde zum Schluss mitgesungen und mitgeklatscht. Ein besonderes Erlebnis. Die Gruppe “Nostalgi” konnte gestern ihr fünfjähriges Bestehen feiern. Die künstlerische Entwicklung der Gruppe “Nostalgi” wurde von Vielen, die sich zu Wort meldeten, gewürdigt. Ein Gast, der emotional ganz ergriffen spontan eine kleine Rede hielt und seine Freude über die Darbietung zum Ausdruck brachte, berührte mit seiner ganz persönlichen Geschichte die Anwesenden. Als Onlineredakteurin von “Eitel Kunst” schließe ich mich allen guten Wünschen für die Zukunft an und gratuliere der Gruppe "Nostalgi" zu diesem Jubiläum. "Nostalgi meets Eitel Kunst" wird ganz sicher eine Fortsetzung erleben. Die gute Zusammenarbeit mit Lars Steger wurde von der Gruppe "Nostalgi" besonders betont. Die Zusammenarbeit soll auf jeden Fall weiter gehen und intensiver noch als bisher gestaltet werden. Durch die Proben im Vorfeld der Veranstaltung und auch durch gemeinsame Auftritte ist ein vertrauensvolles, kreatives Verhältnis entstanden. Ich bin auf jeden Fall dabei. Liane Fehler Onlineredaktion

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Die Veranstaltung am Sonnabend dem 22. März 2014 in Königs Wusterhausen war erfreulicherweise sehr gut besucht. Ein voller Saal. Lieder und Lyrik bereiteten den Gästen offensichtlich Freude. So, dass es in einem stimmungsvollen Miteinander zwischen den Akteuren und dem Publikum gipfelte. Es wurde zum Schluss mitgesungen und mitgeklatscht. Ein besonderes Erlebnis.

Die Gruppe “Nostalgie” konnte gestern ihr fünfjähriges Bestehen feiern. Die künstlerische Entwicklung der Gruppe “Nostalgie” wurde von Vielen, die sich zu Wort meldeten, gewürdigt.
Ein Gast, der emotional ganz ergriffen spontan eine kleine Rede hielt und seine Freude über die Darbietung zum Ausdruck brachte, berührte mit seiner ganz persönlichen Geschichte die Anwesenden.

Als Onlineredakteurin von “Eitel Kunst” schließe ich mich allen guten Wünschen für die Zukunft an und gratuliere der Gruppe „Nostalgie“ zu diesem Jubiläum.

„Nostalgie meets Eitel Kunst“ wird ganz sicher eine Fortsetzung erleben. Die gute Zusammenarbeit mit Lars Steger wurde von der Gruppe „Nostalgie“ besonders betont.

Die Zusammenarbeit soll auf jeden Fall weiter gehen und intensiver noch als bisher gestaltet werden. Durch die Proben im Vorfeld der Veranstaltung und auch durch gemeinsame Auftritte ist ein vertrauensvolles, kreatives Verhältnis entstanden. Ich bin auf jeden Fall dabei.

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 Liane Fehler Onlineredaktion

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